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“Was wir jetzt brauchen, ist eine klare Botschaft an die Bevölkerung dieses Landes! Ich will, dass diese Botschaft in jedem Fernseher zu sehen, in jeder Zeitung zu lesen und in jedem Radio zu hören ist! Diese Botschaft muss durch das gesamte InterLink erschallen!
Ich will, dass alle verstehen, dass wir uns kurz vor unserer Auslöschung befinden! Ich will, dass jeder Mann, jede Frau und jedes Kind begreift, wie dicht wir vor dem Chaos stehen!!!
ICH WILL, DASS JEDEM WIEDER EINFÄLLT, WARUM ES OHNE UNS NICHT GEHT!!!”

Adam Sutler V wie Vendetta, Spielfilm (2005)

Großkanzler Adam Sutler ist der zumeist aus dem Verborgenen agierende Hauptantagonist des dystopischen Filmes V wie Vendetta (engl. V for Vendetta) von James McTeigue aus dem Jahr 2005, basierend auf dem gleichnamigen Kult-Comic von Alan Moore und David Lloyd aus dem Jahr 1981.
Der Charakter basiert auf Adam Susan, dem Hauptantagonisten des Comics, wurde jedoch für die Filmadaption umbenannt und um einiges drastischer dargestellt.

Verkörpert wurde der korrupte und machtgierige Politiker, der für den Tod von über hunderttausend Menschen verantwortlich ist und ganz England unter das Joch einer faschistischen und menschenverachtenden Diktatur gezwungen hat, vom britischen Charakterdarsteller Sir John Hurt (*1940, †2017).

In der deutschen Übersetzung wurde er von Jürgen Thormann (*1928) synchronisiert.

Charakterbiographie

Politischer Aufstieg

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Sutler hält eine seiner Hetzreden.

Als aufstrebender junger Politiker stieg der fundamental-christlich geprägte Adam Sutler, nicht zuletzt dank seiner Eloquenz und seines rhetorischen Geschicks, recht schnell in der englischen Regierung auf und wurde als Mitglied der Conservative-Party schließlich zum Verteidigungsminister Englands ernannt.

Je mehr Macht er in die Finger bekam, desto offensichtlicher wurde sein Fanatismus erkennbar. Er spaltete sich von den Konservativen ab und gründete die neofaschistische “Nordfeuer-Partei“. Im Namen der nationalen Sicherheit rief er ein Sonderprojekt ins Leben, bei dem es sich offiziell um eine Forschungsstelle für biologische Kampfstoffe handelte, in Wahrheit jedoch ein, vor den Augen der Öffentlichkeit weitgehend verborgen gehaltenes, Konzentrationslager war – Larkhill.
Im Zuge der sogenannten großen “Restauration“ wurden in diesem, offiziell als “Umsiedlungslager“ bezeichneten Lager all jene interniert, die nicht in Sutlers christlich-faschistoides Weltbild passten – Juden, Muslime, Homosexuelle, Menschen mit nichtweißer Hautfarbe, aber auch politische Gegner und Intellektuelle.

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Sutler und seine faschistische Partei greifen nach der Macht.

An diesen “Unerwünschten“ wurden, unter der Aufsicht des narzisstischen Lagerkommandanten Lewis Prothero grausame medizinische Experimente durchgeführt, die tausende Tote zur Folge hatten. Das große Ziel dieser Gräueltaten war die Entwicklung einer Waffe, eines künstlichen Virus. Mit dem Ziel, sich die unumschränkte Macht zu sichern, stimmte Adam Sutler dem Plan seiner rechten Hand Peter Creedy zu, den Erreger auf die eigene Bevölkerung loszulassen und so wurden drei Anschläge verübt – auf die Saint Mary’s Schule, auf eine U-Bahnstation während der Rushhour und auf die Three-Water-Wasseraufbereitungsanlage.
Allein in den ersten Wochen der “Saint Mary’s Krise“ starben mehrere hundert Menschen an der Seuche. Angst und Verzweiflung wuchsen in der Bevölkerung und ließen die hilflose alte Regierung im Feuer der Medien und einer Welle von Ausschreitungen im ganzen Land auseinanderbrechen.

Diese selbstverursachten, dramatischen Ereignisse instrumentalisierte Sutler, um die Herrschaft im Land an sich zu reißen und sich selbst zum Großkanzler auf Lebenszeit zu erklären.

Großkanzler auf Lebenszeit

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Sutler verlangt die Festnahme des maskierten V.

Sobald Sutler seine Macht konsolidiert hatte, wurde das von Lewis Protheros Pharmakonzern bereits entwickelte Heilmittel offiziell “entdeckt“ und ein Jahr darauf die “Schuldigen“ an der Katastrophe gefunden. Eine Gruppe muslimische Extremisten wurde für die Anschläge verantwortlich gemacht und, nachdem sie ein Geständnis abgelegt hatten, auf Großkanzler Sutlers Befehl hin öffentlich hingerichtet.
Nachdem es einem der Gefangenen gelungen war zu fliehen und ganz Larkhill zu zerstören, wurden die Ruinen des Lagers zur Quarantänezone erklärt, zudem gab Sutler den Befehl, sämtliche Hinweise auf eine Beteiligung der Regierung an den Verbrechen verschwinden zu lassen und die wenigen parteitreuen Mitwisser wurden mit Geld, Macht und Privilegien in der neuen Ordnung gekauft.

Was sagt der Kalender? Der fünfte November…

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Sutler wird in einer Satiresendung von Doubles veralbert.

Zehn Jahre später hat die Hybris und Menschenverachtung Adam Sutlers sich derart gesteigert, dass er es sogar für unter seiner Würde erachtet, mit seinem Regierungsapparat im selben Raum zu sitzen. Stattdessen hat er sich in ein fast hermetisch abgeriegeltes luxuriöses Refugium zurückgezogen und überlässt die Tagesgeschäfte seinem als “Kopf“ bezeichneten Regierungsapparat. Mit den Abteilungsleitern konferiert er ausschließlich über einen überdimensionalen Bildschirm. So auch an dem Tag, an dem der geheimnisvolle Vigilant V das Old Bailey-Gerichtsgebäude in die Luft sprengt.

V löst eine Welle von Ereignissen aus, die das faschistische Terrorregime Sutlers gefährlich ins Wanken bringt, kündigt im Fernsehen an, dass er beabsichtigt in einem Jahr, am 5. November, das Parlamentsgebäude in die Luft zu sprengen und tötet mehrere hochrangige Parteimitglieder, darunter Prothero der inzwischen Karriere beim Fernsehen gemacht- und die propagandistische Sendung “Die Stimme Londons“ moderiert hatte, und der korrupte Bischof Lilliman.

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Sutler warnt die Bevölkerung unter Strafandrohung davor, sich mit V zu solidarisieren.

Während die Bevölkerung sich mehr und mehr mit V’s Motiven auseinandersetzt, greift Sutler mit dem einzigen Mittel durch, das er kennt – noch mehr brutale Unterdrückung und Gewalt, womit er den Unfrieden nur noch mehr schürt anstatt zu beenden.
Je näher zudem der Tag von V’s angekündigtem Anschlag auf das Parlament rückt, desto mehr verliert Sutler sich in Paranoia und Unzufriedenheit mit Creedy, seinem Mann fürs Grobe und verlangt bereits nach dessen Rücktrittsgesuch.

Das einzige Verdikt ist Vergeltung. Eine Vendetta

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Sutler ist V hilflos ausgeliefert.

Allerdings hat Sutler die Rechnung ohne seine ehrgeizige rechte Hand gemacht. Creedy hat einen Deal mit V gemacht und lässt den Großkanzler selbst in einem seiner berüchtigten schwarzen Säcke entführen. In einer aufgegebenen U-Bahnstation muss ein vor Angst geradezu hysterischer Adam Sutler V persönlich gegenübertreten.
Der sonst so redegewandte Großkanzler ist derart verängstigt, dass er kein artikuliertes Wort mehr hervorbringt und nur noch zusammenhanglos vor sich hin stammelt und schluchzt.

Zuletzt wird Adam Sutler von Creedy, der nur einen Ausdruck unverhohlener Verachtung für ihn übrig hat, mittels eines gezielten Kopfschusses exekutiert.

Erscheinungsbild & Persönlichkeit

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Adam Sutlers Partei-Leitspruch: “Stärke durch Einigkeit - Einigkeit durch Glauben“.

Großkanzler Adam Sutler ist ein knapp durchschnittlich großer asketisch-hagerer Mann Mitte sechzig mit graumeliertem, zu einem strengen Scheitel gekämmtem Haar, einem ergrauten Henriquatre-Bart und dunklen, intensiv starrenden Augen.
Gekleidet ist er in konservative, graue Nadelstreifenanzüge mit weißen oder hellblauen Hemden und dazu meist weinrote Krawatten. Das Revers seines Jacketts ziert eine Anstecknadel mit dem Wappen der Nordfeuer-Partei.

Auch wenn Sutler sich nach außen stets um das Bild des gottesfürchtigen Staatsmannes bemüht hat, so kann doch nichts darüber hinwegtäuschen, dass er von der Gier nach immer mehr Macht zerfressen ist und keinen anderen Gott als sich selbst duldet. Seine Hybris findet unter anderem darin Ausdruck, dass er es inzwischen für unter seiner Würde erachtet, persönlich bei den Kabinettssitzungen der Nordfeuer-Führungsriege zu erscheinen und es vorzieht, mit ihnen über einen, zu seinem Ego passenden, überdimensionalen Bildschirm zu kommunizieren.

Sutlers Helfer

Adam Sutlers Regierungsapparat wird allgemein als “der Kopf“ bezeichnet, bestehend aus den einzelnen Abteilungen für Videoüberwachung (“Auge“), Audioüberwachung (“Ohr“), reguläre Polizei (“Nase“), Information und Propaganda (“Mund“), sowie der zivilen Geheimpolizei (“Finger“). Letztere Abteilung wird ebenfalls zum Kopf dazugezählt, obgleich dies eine bemerkenswerte anatomische Anomalie assoziiert.

Peter Creedy

Creedy-portrait

Peter Creedy, “Der Finger“.

Peter Creedy ist der Leiter der als “Finger“ bezeichneten Geheimpolizei und Oberbefehlshaber der als “Fingermänner“ bezeichneten Zivilbeamten. Diese, an die Gestapo zu NS-Zeiten erinnernde, Truppe verfügt über weitreichende Befugnisse und nutzt diese gnadenlos aus, um die Bevölkerung zu bespitzeln, zu terrorisieren und einzuschüchtern. Bei den “Fingermännern“ gelten Einschüchterung, Mord, Vergewaltigung und Totschlag praktisch als eine Art Sport.
Creedy steht seinen Leuten in Sachen Grausamkeit in nichts nach. Als brutaler Sadist bereitet es ihm Vergnügen, Gefangene zu drangsalieren und zu misshandeln. Zudem hat er bereits Vorkehrungen getroffen, um den Großkanzler zum richtigen Zeitpunkt auszuschalten und selbst die Führung zu übernehmen.

Gespielt wurde er vom britischen Charakterdarsteller Tim Pigott-Smith (*1946, †2017).

[Siehe auch Hauptartikel Peter Creedy]

Lewis Prothero

Prothero-portrait

Lewis Prothero, “Die Stimme Londons“.

Lewis Prothero ist der Host der propagandistischen TV-Sendung “Die Stimme Londons“ und gilt als populärster Fernseh-Moderator des von der Regierung kontrollierten Senders BTN (British Television Network). In seiner Show gibt er regelmäßig Hasstiraden gegen all jene von sich, die nicht dem “nordischen Ideal“ der Regierung entsprechen und präsentiert sich als gottgläubiger Patriot.
Eigentlich ist er aber nur ein größenwahnsinniger Drogensüchtiger mit einer krankhaft ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeit, der zudem zehn Jahre zuvor Kommandant des Larkhill Konzentrationslagers war und somit maßgeblich mitverantwortlich für den von der Nordfeuer-Partei durchgeführten Genozid.

Verkörpert wurde er vom britischen Schauspieler Roger Allam (*1953).

[Siehe auch Hauptartikel Lewis Prothero]

Bischof Anthony Lilliman

Lilliman-portrait

Anthony Lilliman, Bischof von Westminster.

Der pädophile Geistliche Anthony Lilliman ist ein Profiteur der neo-faschistischen Regierung unter Großkanzler Sutler. Ursprünglich als Seelsorger im Larkhill Konzentrationslager stationiert, schwieg er, gegen fürstliche Bezahlung und uneingeschränkten Zugang zu den dort inhaftierten kleinen Mädchen, über die Grausamkeiten, die sich dort zugetragen hatten.
Für seine “Diskretion“ sorgte die Nordfeuer-Partei für seine Berufung zum Bischof von Westminster und gewährt ihm seither zahlreiche Freiheiten und Vergünstigungen.

Dargestellt wurde er vom britischen Schauspieler Sir John Standing (*1934).

[Siehe auch Hauptartikel Bischof Lilliman]

Eric Finch

Finch-portrait

Eric Finch, “Die Nase“.

Eric Finch ist als Chief-Inspector von New Scotland Yard und Minister für Ermittlungsangelegenheiten der Leiter der “Nase“. Er ist seinerzeit weniger aus Überzeugung, sondern mehr aus praktischen Erwägungen der Nordfeuer-Partei beigetreten und hatte lange Zeit keine Ahnung von deren Verbrechen. Im Gegenteil hat er seine Frau und seinen Sohn während der “Saint Mary’s Krise“ verloren.
Obwohl er desillusioniert und abgestumpft ist, ist er dennoch ein geschickter Ermittlungsbeamter und reagiert mit Erschütterung, als er bei seinen Untersuchungen im Fall V nach und nach die Wahrheit über die Gräueltaten der Regierung erfährt.

Gespielt wurde er vom irischen Charakterdarsteller Stephen Rea (*1946).

Dr. Delia Surridge

Surridge-portrait

Dr. Delia Surridge.

Dr. Surridge, eigentlich Dr. Diana Stanton, war als leitende Ärztin die Projektleiterin und Hauptverantwortliche für die medizinischen Experimente, die an den Larkhill-Insassen verübt worden waren. Sie hat ihre Erlebnisse und Gedanken in einem Tagebuch festgehalten und darin auch ihren gesamten blinden Idealismus für ihre Arbeit und ihre Verachtung für die Gefangenen zum Ausdruck gebracht, bis der Ausbruch des Gefangenen V und die Zerstörung des Konzentrationslagers ihr die Augen geöffnet hatten. Danach tauchte sie unter und änderte ihren Namen in Surridge.
Seither arbeitet sie als Gerichtsmedizinerin für New Scotland Yard und wurde in den vergangenen zehn Jahren von Reue und Scham über ihre Taten innerlich derart verzehrt, dass sie den schlussendlichen Besuch V’s als Erlösung betrachtet.

Sie wurde von der irischen Schauspielerin Sinéad Cusack (*1948) verkörpert.

Roger Dascombe

Dascombe-portrait

Roger Dascombe, “Der Mund“.

“Unsere Aufgabe ist es Nachrichten zu verbreiten, nicht sie zu erfinden! Das ist Aufgabe der Regierung!”

Roger Dascombe V wie Vendetta, Spielfilm (2005)


Roger Dascombe ist der Leiter des “Mundes“ und als Programmdirektor der einzigen verbliebenen Fernsehanstalt, dem British Television Network (kurz BTN) quasi der Propagandaminister von Sutlers totalitärem Regime. Er ist sehr von sich eingenommener aber nichtsdestotrotz äußerst geschickt darin, die Anordnungen und die Doktrin der faschistischen Regierung in publikumswirksamer Art und Weise zu verpacken und dem Publikum zu verkaufen.
Er ist der Einzige im Regierungsapparat, der es wagt, dem Großkanzler gelegentlich verbal Paroli zu bieten, wohl wissend, dass dieser keinen Besseren für den Posten finden kann.

Dargestellt wurde er vom britischen Schauspieler Ben Miles (*1966).

Brian Etheridge

Etheridge-portrait

Brian Etheridge, “Das Ohr“.

Mr. Etheridge ist Leiter des “Ohres“ und somit zuständig für das Abhören ziviler Telefongespräche und der auditiven Bespitzelung der englischen Bürger im Allgemeinen. Zu seinen Hauptaufgaben gehört unter anderem das Auswerten der Stimmung in der Bevölkerung, sodass die Propagandamaschinerie entsprechend darauf reagieren kann.

Verkörpert wurde er vom britischen Schauspieler Eddie Marsan (*1968).

Conrad Heyer

Heyer-portrait

Conrad Heyer, “Das Auge“.

Mr. Heyer ist der Abteilungsleiter für visuelle Überwachung und somit der Vorsitzende des “Auges“. Selbst mit seinen fortschrittlichen, hochauflösenden Videokameras ist es ihm aber nicht möglich herauszufinden, wer sich hinter der Gestalt des V verbirgt, da die schelmisch lächelnde Guy Fawkes-Maske eine Retina-Identifikation unmöglich macht.

Dargestellt wurde er vom britischen Schauspieler Guy Henry (*1960).


Abweichungen von der Comicvorlage

Comic-adam-susan

Adam Susan, das Vorbild für Sutler aus der Comicvorlage.

Der Charakter des Adam Sutler als solcher ist für den Film kreiert worden, basiert jedoch in seinen Grundzügen und seiner Funktion als totalitärer Autokrat auf der Comicfigur des stets mit “Führer“ angesprochenen Adam James Susan.
Dieser ist eine deutlich komplexere Figur als seine ausschließlich an Macht interessierte Filminkarnation. Er ist ein Mann der bis ins Mark vom Faschismus überzeugt ist und schwört auf die Berechnungen und Vorhersagen eines Supercomputers bezeichnet als “Vorsehung“.

Adam Susan ist ein zutiefst einsamer Charakter, der an seiner selbstinduzierten Entfremdung von anderen Menschen zunehmend leidet und haltlos auf einen kompletten geistigen Zusammenbruch zusteuert. Am Ende wird er von einem verzweifelten und desillusionierten Parteimitglied erschossen.

Zitate

“Gentlemen, das ist eine Prüfung! In Momenten wie diesen geht es um den Glauben! Zu versagen hieße Zweifel aufkommen zu lassen an allem, woran wir glauben, an alles wofür wir gekämpft haben! Zweifel wird dieses Land wieder ins Chaos stürzen und ich werde alles daran setzen, dass das nicht passiert!
Ich will, dass dieser Terrorist gefunden wird und ich will vor allem, dass er begreift, was Terror wirklich bedeutet! England obsiegt!!!”

Adam Sutler eröffnet die Jagd auf V (Spielfilm, 2005)


“Der Inhalt dieses Dokumentes ist von Bedeutung für die Nationale Sicherheit! Es stellt einen massiven Angriff auf den Leumund mehrerer bedeutender Parteimitglieder dar, sowie einen eklatanten Verstoß gegen das Treuepflichtgesetz!
Da die Echtheit dieses Dokuments nicht feststellbar ist, könnte es sich um eine raffinierte Fälschung aus der Feder des Terroristen handeln – oder aber ebenso gut um die abartigen Fantasien eines ehemaligen Parteimitgliedes, das aus psychischen Gründen ausgetreten ist!
Jedes Gespräch über dieses Dokument oder dessen Inhalt wird mindestens als Volksverhetzung geahndet, wenn nicht sogar als vorsätzlicher Hochverrat!”

Adam Sutlers Stellungnahme zu Dr. Surridges Tagebuch (Spielfilm, 2005)


“Jeder, der heute Nacht die Ausgangssperre missachtet und gestellt wird, gilt als unser Feind und wird ohne Ausnahme oder Gnade als Terrorist vor Gericht gebracht!
Heute Nacht möchte ich Ihnen allen hoch und heilig versprechen, dass die Rechtsprechung schnell sein wird, dass die Rechtsprechung gerecht sei wird und, dass sie absolut gnadenlos sein wird!”

Adam Sutler droht unverhohlen der englischen Bevölkerung (Spielfilm, 2005)


Sonstiges

  • Der Name Adam Sutler weist eine bewusst ähnliche Klangfärbung auf wie Adolf Hitler. In ihrer Gesamtheit ist die Figur Sutlers gewissermaßen ein Potpourri der grausamsten und skrupellosesten faschistischen Diktatoren wie eben Hitler und Mussolini, aber auch anderer sich eines “Führerkultes“ bedienender grausamer Autokraten wie Stalin, Mao, Franco oder Ceaușescu.
  • Die Sutler-Doubles im Sketch von Gordon Deitrichs Fernsehshow wurden ebenfalls von Sir John Hurt selbst verkörpert, um dem Schauspieler etwas mehr Screentime zu geben.
  • Das Kreuz mit den beiden Querbalken, das als Wappen und Logo von Sutlers Nordfeuer-Partei dient, basiert auf dem Lothringerkreuz bzw. dem Patriarchenkreuz. Die Entlehnung eines Symbols und das Verfälschen seiner ursprünglichen Bedeutung ist eine klare Referenz an die u.a. im Hinduismus und Buddhismus als Glückssymbol bekannte Swastika, die zum Erkennungszeichen der Nationalsozialisten pervertiert wurde.
  • Adam Sutler zwinkert während des gesamten Filmes kaum einmal. Diese Darstellung des beunruhigend starrenden Antagonisten wandte bereits Donald Pleasence 1967 für die Darstellung von James Bonds Erzfeind Ernst Stavro Blofeld an, sowie 1991 auch Anthony Hopkins bei seiner ersten Darstellung des kannibalischen Dr. Hannibal Lecter.

Galerie

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