“Welche Hoffnung gibt es denn noch? Wo ist Hoffnung in einer Welt wie dieser?”

— Aguni verliert die Hoffnung

“Wenn einer unter uns die Hexe ist, dann ist es jeder außer mir! Wer ist die Hexe, raus damit! Wenn sich keiner meldet, werfe ich euch alle ins Feuer!”

— Aguni beginnt das Massaker im Beach

Morizono Agni, besser als Aguni bekannt, ist ein Schurke aus der 2020 erschienenen Netflix-Serie Alice in Borderland, die eine Adaption des gleichnamigen Manga ist.

In einem mysteriösen Land, in dem die Menschen sich ihr Leben verdienen müssen, indem sie an tödlichen Spielen teilnehmen, ist Aguni ein Führungsmitglied des Beach – einem Ort, der als Quelle der Hoffnung dienen soll. Im Gegensatz zu seinem alten Freund Hutmacher, dem König des Beach, hat Aguni jedoch keine Hoffnung und sieht den Beach äußerst kritisch. Als Anführer des Militärtrupps des Beach ist er ein einflussreicher und skrupelloser Mann, der nichts lieber sehen würde als das Scheitern des ganzen Projekts.

Er wurde von Shô Aoyagi dargestellt und im Deutschen von Achim Buch synchronisiert.

Biographie

Vergangenheit

Aguni ist ein Mann aus Tokio. Er war einst ein SDF-Offizier und hat Militärtraining genossen. Nach seinem Austritt aus dem Militär bandelte er sich mit der Yakuza an. Aguni ist ein alter Freund von Takeru Danma, einem Club-Besitzer, der unter dem Alias Hutmacher Geschäfte macht. Zu einem unbestimmten Zeitpunkt landen sowohl Aguni als auch Hutmacher von einem Moment auf den anderen in einer fast vollständig menschenleeren Version von Tokio. Dort ist das Leben jedes einzelnen Bewohners befristet, man kann aber durch sogenannte Visa einige Tage gewinnen. Visa erhält man allerdings nur, wenn man an sadistischen, tödlichen Spielen teilnimmt, die durch Spielkarten symbolisiert werden. Aguni und Hutmacher durchstreiften perplex die fast völlig verlassene Stadt.

Beide konnten alle Spiele, an denen sie teilnahmen, gewinnen und so durch Visa ihre Leben verlängern. Sie fanden allerdings keinerlei Informationen darüber, was genau diese neue Welt war und was ihr Zweck war. Hutmacher entwickelte die Theorie, dass man die Spiele so lange spielen müsste, bis man ein ganzes Spielkarten-Deck gesammelt hatte. Dies wäre laut Hutmacher der Weg, wieder in die richtige Welt zurückzukehren. Als Hutmachers engster Vertrauter blieb Aguni an seiner Seite. Als sie im leerstehenden Hotelresort Seaside Paradise Tokyo ankamen, beschloss Hutmacher, diesen Ort zu einer Utopie für die Menschen zu machen und ihnen Hoffnung zu geben.

Zudem sollten sie auf diese Art und Weise ihre Kräfte vereinen um an ein ganzes Spielkartenset zu gelangen. Aguni hatte Zweifel an diesem Vorhaben, behielt sie aber für sich. Während Hutmacher seinen Beach errichtete, wurde Aguni zum Anführer des Militärtrupps des Beach. Die beiden entwickelten eine vorgetäuschte Rivalitär um die Herrschaft über den Beach; auf diese Art und Weise wollte Aguni die Kontrolle über die grausameren und fieseren Bewohner des Beach behalten, damit sie niemandem schaden konnten. Mit zunehmender Sorge betrachtete Aguni jedoch, wie die Herrschaft über den Beach den arroganten Hutmacher mehr und mehr in den Wahnsinn trieb. So ließ er beispielsweise all jene abschlachten, die sich seinen Befehlen nicht beugten.

Teilnahme an den Spielen

Aguni unterbreitet seinen Plan

Ein Spiel, an dem Aguni mit einem weiteren Vertreter des Militärtrupps teilnimmt, findet in einem Hochhauskomplex statt. Hinter einer Tür befindet sich eine Safezone, die binnen eines Zeitlimits von zwanzig Minuten von den Kandidaten gefunden werden muss. Zeitgleich macht ein Jäger mit einer Maschinenpistole Jagd und versucht, alle Teilnehmer zu erschießen. Während des Verlaufs der Prüfung kommt Aguni zu dem Entschluss, dass es am leichtesten wird, wenn sie zuvor den Jäger ausschalten. Als er diesen Vorschlag zwei Mitspielern, Karube und Arisu, unterbreitet, erklärt Karube sich bereit, ihn zu unterstützen. Gemeinsam mit Agunis Handlanger legen sie sich im Treppenhaus mit Feuerlöschern bewaffnet auf die Lauer.

Aguni lässt absichtlich zu, dass sein Handlanger erschossen wird, um den Jäger dann von hinten anzugreifen. Der Jäger erweist sich aber als weitaus kampferprobter als erwartet, wodurch er sogar für Aguni zu einer Gefahr wird. Er zückt schließlich eine Machete und schlitzt Aguni damit das Gesicht auf, als dieser sich ihm erneut entgegenstellt. Schlussendlich siegt Aguni und kann den Jäger mit seinen bloßen Fäusten töten. In der Zwischenzeit haben Arisu und andere Mitspieler die Safezone gefunden und dort die Bombe deaktiviert, die nach Ablaufen des Countdowns das ganze Gebäude in die Luft gejagt hätte. Nach dem Sieg in dem Spiel kehrt Aguni zum Beach zurück.

Aguni erschießt einen Tiger

Aguni nimmt einige Tage später an einem Spiel teil, an dem in einem Jahrmarkt wilde Tiere getötet werden müssen, um eine hohe Punktzahl zu erhalten. Da er und sein Militärteam gut bewaffnet sind, können sie die zu erreichende Punktzahl überbieten. Aguni feuert dabei mehrere Kugeln auf einen Tiger ab, der auf ihn zustürmt, und tötet das verwundete Tier dann mit einem Faustschlag. Nach dem Erfolg beim Spiel kehren Aguni und seine Leute zum Beach zurück, wo sie die Party am Pool unterbrechen und die feiernden Gäste einschüchtern. Aguni erkennt zudem, dass Arisu und Usagi – beide waren auch an dem Spiel mit dem Jäger beteiligt – nun zu den Bewohnern des Beach gehören.

Machtübernahme im Beach

Interessiert fragt Aguni nach dem Schicksal Karubes und zeigt sich enttäuscht darüber, dass dieser gestorben ist, während der Nichtsnutz Arisu überlebt hat. Er befiehlt seinen Handlangern außerdem, Usagi mitzunehmen, was Arisu jedoch unterbinden will. Aguni beauftragt Niragi daraufhin, Arisu die Beine zu brechen, damit er beim nächsten Spiel stirbt. Bevor dies geschehen kann, tritt jedoch Hutmacher an den Pool. Er beendet den Streit und fordert Aguni als Machtdemonstration auf, ihn vor allen Anwesenden als Anführer anzuerkennen. Er beruft dann alle Mitglieder der Führungsrige sowie Arisu zu einem Treffen im Konferenzraum zusammen, an dem Aguni sich kaum beteiligt. Als Hutmacher verkündet, selbst wieder an einem Spiel teilnehmen zu werden, wird Aguni jedoch aufmerksam. Er sieht dies als Gelegenheit, abseits des Beach ein Gespräch mit seinem alten Freund zu führen und ihm seine Sorgen zu schildern.

Aguni erschießt Hutmacher

Am nächsten Tag bricht Hutmacher protzig und unter großem Getöse und dem Applaus der Bewohner des Beaches gemeinsam mit einigen Begleitern – darunter Aguni – zu seiner Prüfung auf. Das Spiel findet ironischerweise in seinem alten Nachtclub, dem ursprünglichen Beach, statt. Hutmacher kann das Spiel gewinnen und verbleibt mit Aguni als Überlebender. Er bleibt noch in seinem alten Club zurück, wo Aguni ihn plötzlich anspricht. Aguni, der sich schon seit langem Sorgen um seinen alten Freund macht, behauptet müde, dass er nicht mehr weitermachen kann. Er warnt, dass Niragi und die anderen sich kaum noch kontrollieren lassen und fleht Hutmacher an, den Beach endlich zu beenden. Hutmacher aber behauptet scharf, dass der Beach doch gut läuft und alle zufrieden sind.

Auch Agunis Einwände, dass die Rückkehr in die echte Welt ein Hirngespinst Hutmachers ist, lässt Hutmacher kalt. Stattdessen fragt er ernst, ob Aguni etwa ein Verräter ist, da diese laut seinen Regeln den Tod zu erwarten haben. Er schreit, dass sie den Leuten nicht die Hoffnung nehmen können, doch Aguni behauptet, dass es in einer Welt wie diesen keine Hoffnung gibt. Daraufhin antwortet Hutmacher, dass er diese Entwicklung wirklich schade findet und zückt seine Pistole. Er richtet seine Waffe auf den entsetzten Aguni, der sich instinktiv zu Boden wirft, seine eigene Waffe zückt und Hutmacher erschießt. Zu spät erkennt er, dass Hutmachers Waffe nicht geladen war. Überwältigt von Trauer und Selbsthass fokussiert Aguni daraufhin seinen ganzen Zorn auf den Beach und seine Einwohner.

Aguni bei der Führungsriege des Beach

Überzeugt davon, dass der Beach seinen Freund in den Wahnsinn getrieben hat, will Aguni Hutmacher rächen, indem er den Beach und all seine Bewohner auslöscht. Nach Hutmachers Tod wird der Vorstand zu einem Treffen zusammengerufen um zu beraten, was nun geschehen soll. Aguni schweigt während des gesamten Treffens; auch als seine Handlanger mit vorgehaltenen Waffen dafür sorgen, dass die Führungsrige ihn zum nächsten Anführer wählt. Erst als Niragi als Machtdemonstration beginnt, auch Hutmachers Leiche einzuschlagen, ergreift Aguni das Wort. Er stoppt Niragi und verkündet dann kühl, dass er selbst fortan der nächste König des Beach ist. Gemäß der Regeln des Beach öffnet Aguni nun in Anwesenheit des Vorstands den Schwarzen Umschlag, in dem sich der Fundort der gesammelten Karten des Beach befindet.

Nachdem dies geschehen ist, wird die Bevölkerung des Beach im großen Saal versammelt und Aguni wird ihnen als der neue Anführer präsentiert. Aguni hält auch selbst eine kurze Rede, wird aber unmittelbar nach der Rede von Shuntarō Chishiya informiert, dass Arisu die Gelegenheit nutzen will um die Spielkarten zu stehlen. Mit seinem Militärtrupp macht Aguni sich sofort auf den Weg zur Suite von Hutmacher, wo sie Arisu tatsächlich vor dem Safe vorfinden. Niragi schlägt ihn sofort nieder und nimmt ihn in Gewahrsam, während Aguni sich bei Chishiya bedankt. Wenige Stunden später ertönt überraschend eine Durchsage im gesamten Beach. Es wird verkündet, dass der Beach nun zum Standort des Herz Zehn-Spiels auserkoren wurde und sich daher alle Bewohner im großen Saal versammeln müssen.

Massaker im Beach

Aguni und der Militärtrupp eröffnen den Angriff

Alle Einwohner begeben sich in die Lobby, wo sie die erdolchte Leiche einer Bewohnerin des Beachs, Momoka, vorfinden. Das Spiel "Hexenjagd" wird nun per Durchsage erklärt. Die "Hexe", die Momoka umgebracht hat, befindet sich unter den Bewohnern des Beachs. Die Aufgabe ist es, die Hexe binnen zwei Stunden zu identifizieren und auf einem bereits errichteten Scheiterhaufen vor dem Beach zu verbrennen. Das Scheitern bei dem Spiel hätte den Tod aller teilnehmenden Spieler zur Folge. Während erste Diskussionen darüber entbrennen, wie man vorgehen soll, tritt nun Aguni in Begleitung des bewaffneten Militärtrupps in die Halle. Das Spiel liefert ihm den idealen Vorwand, seinen Plan in die Tat umzusetzen und den verhassten Beach auszulöschen.

Kühl behauptet er daher, dass aus seiner Sicht alle Bewohner außer ihm die Hexe sein könnten und dass der Militärtrupp daher alle Bewohner töten und verbrennen wird. Sofort bricht Panik auf, als Agunis Leute das Feuer auf die Bewohner eröffnen und beginnen, die Leichen auf den Scheiterhaufen zu schleppen. Aguni selbst beteiligt sich nicht aktiv an dem Massaker, sondern blickt ausdruckslos in die Flammen des immer größer werdenden Scheiterhaufens. Allerdings erweist niemand der Getöteten sich als Hexe. Auch als nur noch fünfzehn Minuten verbleiben, ist die Hexe immer noch nicht gefunden. Die letzten Überlebenden sind aber mittlerweile in der Lobby zusammengetrieben worden und Aguni befiehlt seinen Leuten, alle zu töten.

Aguni lässt die Leichen verbrennen

Bevor sie aber das Feuer eröffnen, humpelt Arisu in die Halle. Er verkündet, bisher von Agunis Leuten gefangen gehalten worden zu sein, was ihm ein Alibi für den Mord an Momoka verschafft und ihn als Hexe ausschließt. Er behauptet, dass Aguni keinen Grund hat, ihn zu töten, sofern er nicht selbst die Hexe ist. Arisu behauptet, dass sie daher gemeinsam die Hexe suchen sollten, wird aber sofort von Aguni niedergeschlagen. Bevor Aguni ihn härter zusammenschlagen kann, ruft Usagi aber, dass dies bedeutet, das Aguni die Hexe sein muss; er ist nämlich grundlos bereit, Unschuldige zu töten. Sowohl den Bewohnern als auch den Leuten des Militärtrupps kommen daraufhin Zweifel und schließlich bestätigt Aguni furchtlos, die Hexe zu sein. Auch als sich alle Waffen auf ihn richten, lässt Aguni sich nicht einschüchtern.

Er fordert die Leute auf, ihn zu erschießen, doch Arisu ruft, dass Aguni nicht die Hexe ist. Er erinnert die versammelten Leute daran, dass die Herz-Spiele bisher immer mit den Gefühlen und Emotionen der Spieler gespielt haben; einen unsympathischen Rohling wie Aguni zu töten, kann also nicht die Lösung sein. Arisu glaubt, dass Momoka die Hexe war und Selbstmord begangen hat. Arisu schlussfolgert, dass Aguni zwar nicht die Hexe ist, seine Handlungen aber nahelegen, dass er dennoch Reue darüber verspürt jemanden getötet zu haben. Arisu erkennt korrekt, dass Aguni Hutmacher getötet hat und dass er von Anfang an – nicht aus Dummheit, sondern aus einem anderen Grund – alle Spielteilnehmer töten wollte. Arisu erkennt außerdem, dass die Rivalität zwischen Aguni und Hutmacher nicht existierte, sondern ein Vorwand war, um die gewaltbereiten Bewohner durch Agunis Führung zu kontrollieren.

Aguni verliert die Fassung

Aguni reagiert auf diese Vorwürfe, indem er hasserfüllt weiter brutal auf Arisu einschlägt. Arisu aber lässt nicht locker und der Militärtrupp erkennt geschockt, dass ihre Taten nichts mit dem Spiel zu tun haben, sondern ausschließlich den privaten Zielen Agunis dienten. Daraufhin wenden auch sie sich gegen ihn. Aguni, der sich nach dem Tod sehnt, nutzt dies aus und schreit weiterhin verzweifelt, dass Arisus Theorien nichts als Lügen sind und dass er selbst die Hexe ist. Er fordert die verbliebenen Bewohner auf, ihn zu töten, und stürzt sich auf einige von ihnen, um alle mit sich in den Tod zu reißen. Daraufhin setzen die Bewohner sich zur Wehr und versuchen, Aguni niederzuringen – nicht aber, ihn zu töten.

Fahrig kämpft Aguni weiter, bis Asahi Kujō plötzlich die Aufmerksamkeit aller Anwesender auf sich zieht, indem sie sich als Dealer des Spiels offenbart und sofort von einem Laserstrahl aus dem Himmel niedergestreckt wird. Geschockt halten alle inne und versuchen zu verstehen, was geschehen ist. Arisu nutzt die Gelegenheit um Aguni direkt anzusprechen und ihn anzuflehen, das Blutbad zu stoppen. Er offenbart, selbst ebenfalls für den Tod seiner Freunde verantwortlich zu sein und bittet Aguni, Hass und Verzweiflung nicht auf die Überlebenden zu fokussieren sondern sich dem Ziel zu widmen, bis zum Ende für das Leben zu kämpfen. Verzweifelt und fassungslos erkennt Aguni den Sinn in seinen Worten und verspürt tiefe Reue für seine Taten.

Aguni stürzt sich auf Niragi

Bevor er antworten kann, breitet sich das Feuer von draußen jedoch rasend schnell bis zur Lobby aus. Der schwer verwundete Niragi tritt mit einem wahnsinnigen Blick und einer Fackel in der Hand in die Halle; mit dem Ziel, alle Anwesenden zu ermorden und das Spiel auf seine sadistische Art und Weise zu gewinnen. Mit einer Maschinenpistole eröffnet er das Feuer auf die versammelten Bewohner. Aguni, der aufrichtige Reue für seine Taten verspürt, sieht nun die Gelegenheit um Buße zu tun. Gerade als Niragi Usagi und Arisu erschießen will, wirft Aguni sich als menschlichen Schild vor die beiden und prescht dann direkt auf Niragi zu. Dieser feuert weiter auf Aguni, der die Kugeln aber gar nicht zu spüren scheint. Er stürmt weiter, packt Niragi und rennt mit ihm in das Flammeninferno, wo sie beide den Tod finden.

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