“In sechs Stunden wird jedes Lebewesen in diesem System im Sterben liegen oder tot sein!”

Ahdar Ru’afo Star Trek: Der Aufstand (1998)


Ahdar Ru’afo (geboren als Ro’tin) ist der Hauptantagonist des Science-Fiction-Filmes Star Trek: Der Aufstand (engl. Star Trek: Insurrection) von Jonathan Frakes aus dem Jahr 1998.
Der Film ist der neunte Teil der Star Trek-Spielfilmreihe und der dritte Teil, der in der The Next Generation-Epoche angesiedelt ist.

Dargestellt wurde der von Hass und Rachegelüsten zerfressene Verbannte und ehemalige Putschist, der aus purer Vergeltungssucht bereit ist, ein ganzes Volk auszurotten, vom US-amerikanischen Schauspieler und Oscarpreisträger F. Murray Abraham (*1939).

In der deutschen Übersetzung wurde er von Gunter Schoß (*1940) synchronisiert.

Charakterbiographie

Vorgeschichte

Ru’afo bespricht sein Komplott gegen die Ba’ku mit Admiral Dougherty.

Ru’afo wurde unter dem Namen Ro’tin als Angehöriger der Ba’ku geboren, eines hochentwickelten Volkes, dessen Heimatsystem aufgrund der verheerenden Massenvernichtungswaffen, die ihre fortschrittliche Technologie hervorgebracht hatte, am Rande der Vernichtung stand. Eine pazifistische Gruppe verließ ihre alte Heimat und siedelte sich im frühen 21. Jahrhundert auf einem bewohnbaren Planeten in der unwirtlichen Nebelregion Briar Patch an. Die Metaphasenpartikelstrahlung, die von den Ringen des Planeten Ba’ku ausgeht, hat einen gesundheitsfördernden und lebensverlängernden Effekt auf seine Bewohner, die sich entschlossen hatten, sich von ihrer fortschrittlichen Technologie weitestgehend loszusagen und stattdessen ein naturverbundenes, harmonisches, waffen- und gewaltloses Leben in Gemeinschaft zu führen, das der Vervollkommnung ihrer Handwerkskünste gewidmet ist.

Ru’afo begutachtet die Arbeit seiner Schönheitschirurgie-Sklavinnen.

Einige der jüngeren Mitglieder der Gemeinschaft, darunter auch Ro’tin, wollten jedoch zur hochtechnologisierten Lebensweise zurückkehren und begannen gegen ihre Eltern und Freunde zu rebellieren, was im Laufe der zweiten Hälfte des 23. Jahrhunderts in dem Versuch gipfelte, die Herrschaft über das Ba’ku-Volk gewaltsam an sich zu reißen. Der Putschversuch Ro’tins und der anderen Aufrührer wurde jedoch vereitelt und alle Beteiligten mit lebenslanger Verbannung belegt.

Nachdem sie sich gemäß der aufbewahrten Konstruktionspläne vergangener Tage Warpflug-taugliche Schiffe gebaut hatten, ging Ro’tin zusammen mit seinen Getreuen voller Verbitterung ins Exil, wo er seinen Geburtsnamen ablegte, sich fortan Ru’afo nannte und seinem einstigen Volk ewige Rache und Feindschaft schwor.

Die Son’a

Ru’afo ist verärgert über Captain Picards Einmischung.

Nachdem Ru’afo und seine Anhänger sich als Son’a zu einer eigenständigen Rasse erklärten und sich weit entfernt auf einer anderen Welt niedergelassen hatten, entwickelten sie eine gänzlich andere Lebensphilosophie als ihre pazifistischen Verwandten. Im Gegensatz zu diesen wurden sie ein äußerst aggressives Volk, das in zahlreiche amoralische bis regelrecht kriminelle Machenschaften verwickelt ist.

So eroberten und unterwarfen sie fünfzig Jahre nach ihrer Abspaltung von den Ba’ku die Völker der Tarlac und Ellora und verleibten sie als Arbeiterklasse ihrer eigenen Kultur ein. Zudem wurden sie während des 2373 bis 2375 andauernden Dominion-Krieges berüchtigt als Großproduzenten der Droge Ketracel-White, mit dem die genetisch erschaffenen Jem’Hadar-Krieger versorgt und unter Kontrolle gehalten werden.

Ru’afo lässt sich von seinem Arzt die durch die zahlreichen Eingriffe entstehenden giftigen Körpersäfte absaugen.

Zu den markantesten kulturellen Merkmalen der Son’a gehört ihr bis ins Extreme übersteigerter Schönheits- und Jugendwahn, dem auch Ru’afo anhängt. Da sie aufgrund ihrer Verbannung von ihrer alten Heimatwelt nicht mehr von der gesundheitsfördernden und lebensspendenden Metaphasenstrahlung zehren können, lassen er und die anderen Son’a sich von ihren Tarlac- und Ellora-Sklaven regelmäßig in Form von kosmetischen Operationen “verwöhnen“. Dies beinhaltet Face-Liftings mittels einer Vorrichtung, die die Gesichtshaut strafft, lebensverlängernde Genmanipulation, traditionelle schönheitschirurgische Eingriffe, bei denen die Gesichtshaut losgeschnitten-, mit Greifern gedehnt und dann mit Metallklammern am Schädel fixiert wird und auch das Absaugen der bei diesen invasiven Prozessen entstehenden toxischen Körpersäfte.

Operation Dark-Blind

Ru’afo beabsichtigt, die Ba’ku aus ihrer Heimat zu vertreiben.

Etwa hundert Jahre nach ihrer Verbannung ist für Ru’afo die Gelegenheit zur Rache gekommen, auf die er all die lange Zeit gewartet hat. Seine Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, mit der man die heilsamen Strahlungspartikel aus den Planetenringen von Ba’ku gewissermaßen abernten kann, was allerdings den Nebeneffekt hat, dass der ganze Planet, der inzwischen kartographisch im Territorium der Föderation der Vereinten Planeten liegt, für ganze Generationen unbewohnbar wird.

Die Föderation selbst ist inzwischen auf die Ba’ku aufmerksam geworden und hält sie fälschlicherweise für eine junge, nicht-warpfähige Kultur, weswegen man sie gemäß der Obersten Direktive erforscht, einen Kontakt jedoch vermeidet, um sie nicht in ihrer natürlichen Entwicklung zu beeinflussen.

Ru’afo verhöhnt Admiral Dougherty.

Dem Forschungsteam der Sternenflotte ist die kraft- und jugendspendende Wirkung der metaphasischen Strahlung durchaus nicht verborgen geblieben und so kontaktiert Ru’afo den für diese Mission verantwortlichen Admiral Matthew Dougherty, ohne ihm jedoch von seiner Verbindung zu den Ba’ku zu erzählen, und schließt mit ihm einen Handel:
Das “primitive Volk“ soll, ohne es zu erfahren, auf eine andere Welt umgesiedelt werden, während die Son’a die Technologie zur Verfügung stellen, um die heilsame Strahlung allen Bürgern der Föderation zugänglich zu machen. Gemeinsam treffen Ru’afos und Admiral Doughertys Leute Vorbereitungen für die Umsiedlung mittels eines riesigen Holo-Schiffes, auf dem ein exaktes Abbild des Ba’ku-Dorfes und der umliegenden Ländereien erschaffen wird. Zudem wird der Metaphasenpartikel-Kollektor im Planetenorbit in Position gebracht.

Ungebetene Gäste

Ru’afo konfrontiert seine ehemaligen Angehörigen.

Das Vorhaben ist bereits in die letzte Phase eingetreten als es, sehr zu Ru’afos Missvergnügen, zu einigen unvorhergesehenen Zwischenfällen kommt. Der beim Forschungsteam befindliche Androide Lieutenant-Commander Data entdeckt zufällig das mit einem Tarnschirm ausgestattete Holo-Schiff und wird prompt von einigen Son’a-Wachen angegriffen und beschädigt. Infolgedessen enttarnt Data den Forschungsstützpunkt und offenbart die Anwesenheit der Föderation und der Son’a.
Zudem taucht unverhofft auch noch die USS Enterprise unter dem Kommando von Captain Jean-Luc Picard im Briar Patch auf, um Datas angeblicher Funktionsstörung auf den Grund zu gehen. Picards Ermittlungen lassen ihn alsbald auf den Deal zwischen Ru’afo und Admiral Dougherty stoßen und auch die Wirkung der “Jungbrunnen-Strahlung“ bleibt ihm nicht verborgen.

Ru’afo schreit seinen Zorn heraus.

Während Picard und seine Leute sich gegen den Plan der Zwangsumsiedelung stellen, befiehlt Ru’afo zunächst einen Drohnenangriff auf das Ba’ku-Dorf, wodurch jeder, der von einer solchen Drohne markiert wird, automatisch von der Planetenoberfläche fortgebeamt und gefangengenommen wird.

Die Dinge beginnen sich für Ru’afo zu überschlagen als Admiral Dougherty von Picard darüber aufgeklärt wird, dass die Son’a und die Ba’ku genetisch demselben Volk angehören und er die ganze Zeit über nur als Marionette in einer “Familienfehde“ benutzt wurde und unverzüglich die gesamte Mission abbrechen will. Ru’afo verliert die Beherrschung und ermordet den Admiral brutal. Danach lässt er seinem Hass gänzlich freien Lauf und befiehlt, den Kollektor zu starten, ungeachtet der Tatsache, dass sich noch immer hunderte Ba’ku auf dem Planeten befinden und auch seine Gefangenen, darunter Picard, an den Folgen des Erntevorganges sterben werden.

Rachegelüste und Täuschungsmanöver

Ru’afo will den Kollektor manuell starten.

Da Ru’afo in seiner Gier nach Vergeltung bereit ist, vollkommen ungerührt über Leichen zu gehen, wendet sich seine rechte Hand und bester Freund aus Jugendtagen, Sub-Ahdar Gallatin, ehemals Gal’na, von ihm ab. Zusammen mit Picard sorgt er dafür, dass Ru’afo und seine Brückenbesatzung auf das Holo-Schiff transportiert werden, auf dem zuvor eine virtuelle Kopie der Kommandobrücke seines Kampfkreuzers erstellt wurde.
Ru’afo, der sich zunächst an der zerstörerischen Wirkung des Kollektors auf den Planeten erfreut, bemerkt die Täuschung jedoch und beamt sich, rasend vor Wut, seinerseits auf den Orbitalkörper, um den Vorgang um jeden Preis manuell zu starten, auch wenn das seinen eigenen Tod bedeutet.

Ru’afo stirbt bei der Explosion des Kollektors.

Während er die Startsequenz initialisiert, beamt sich Captain Picard zu ihm auf den Kollektor, wo es zu einem Feuergefecht zwischen den beiden kommt. Als der hartnäckige Sternenflotten-Offizier das Kontrollpult erreicht, strömt bereits hochentzündliches Gas aus. Ehe Ru’afo Picard erschießen kann, entzündet dieser das Gas mit einem Strahl seines Phasergewehrs, wodurch er von der Plattform geschleudert wird, sich aber im letzten Augenblick festhalten kann.
Seine Kraftreserven mobilisierend, gelingt es Ru’afo, sich wieder auf die Plattform hoch zu ziehen, doch Picard hat inzwischen die manuelle Selbstzerstörungssequenz eingeleitet. Während der Kollektor Ebene für Ebene von Detonationen vernichtet wird, beamt die hinzugeeilte Enterprise Captain Picard an Bord.

Ru’afo selbst wird jedoch von den Flammen der Explosion verschlungen, ehe der gesamte Kollektor in einem gewaltigen Feuerball vergeht.

Erscheinungsbild & Persönlichkeit

Hinter den Kulissen – Publicityfoto von F. Murray Abraham als Ahdar Ru’afo, 1998.

Ahdar Ru’afo ist ein knapp durchschnittlich großer männlicher Humanoide unbestimmbaren Alters mit stechenden dunklen, blutunterlaufenen Augen auf denen ein trüber, grauer Schleier liegt. Er hat weder Haupthaar noch Augenbrauen und seine fleckig-bleiche Gesichtshaut ist von jahrelangen, ungezählten kosmetischen Eingriffen auf das Bizarrste über seinen Schädel gespannt und entlang des Schopfes und des Halses mit kleinen medizinischen Metallklammern fixiert.

Gekleidet ist Ru’afo in einen olivgrünen Jumpsuit mit einem Brusteinsatz aus reich verziertem grünem Stoff und darüber eine ärmellose schwarze Jacke aus aufwändig gestepptem, dunklen smaragdgrünem Samt. Um den Hals trägt er ein ebenfalls olivfarbenes Tuch aus seidenartigem Material, das wie eine Kapuze um den Hinterkopf gelegt ist und von einem kunstvoll punzierten Aufsatz aus bronzefarbenem Metall gehalten wird. Schwarze Handschuhe und ebensolche kniehohe Stiefel vervollständigen seine Garderobe.
An den Schultern seiner Jacke finden sich jeweils vier goldfarbene Metallspangen, die seinen Rang als Ahdar (Commander bzw. Oberbefehlshaber) symbolisieren. Auch an seinem Jumpsuit finden sich die vier Spangen, auch wenn sie zumeist unter der Jacke verborgen sind und auch seine Stiefelschäfte sind mit vier goldenen Streifen geschmückt. In den Rücken seines linken Handschuhs ist ein Kommunikationsgerät eingearbeitet, mit dem er Notfalls direkte Kommandos an den Bordcomputer übermitteln kann.

Obgleich Ru’afo äußerlich meist ruhig wirkt und wohlüberlegt zu agieren scheint, schlummert in ihm der unbändige Zorn jahrzehntelanger Verbitterung, der sich auch sturmartig entladen kann. Wenn ihn ein solcher Wutausbruch ereilt, kann es geschehen, dass die, von den zahllosen chirurgischen Eingriffen ohnehin überstrapazierte Gesichtshaut einfach einreißt, oder er einen spontanen Anfall von Gewalttätigkeit hat, wie im Falle des Sternenflotten-Admirals Dougherty, den er brutal ermordet.
Im Grunde genommen haben ihn die Jahre der Bitterkeit restlos in den Wahnsinn getrieben, sodass er seine Rachepläne mit stoischer Konsequenz verfolgt, so wie der im Star Trek-Kosmos häufig zitierte Captain Ahab in Hermann Melvilles Moby Dick, der dem Weißen Wal bis in den eigenen Untergang nachjagt.

Auftritte

Ahdar Ru’afo - Charakter-Illustration im Videospiel “Star Trek: Timelines“, 2016.

Film

1998: Star Trek: Der Aufstand (Star Trek: Insurrection)
Neunter Star Trek-Kinofilm bzw. dritter Teil der “Das nächste Jahrhundert“ (“The Next Generation“)-Reihe, gedreht von Jonathan Frakes.

Roman

1998: Star Trek: Der Aufstand (Star Trek: Insurrection) – Der Roman zum Film
Geschrieben von J. M. Dillard, erschienen bei Pocket Books/Simon & Schuster – ins Deutsche übertragen von Andreas Brandhorst, erschienen im Heyne Verlag.

Videospiele

1999: Star Trek: Der Aufstand (Star Trek: Hidden Evil) – Videospielfortsetzung zum Film
Entwickelt von Presto Studios und herausgegeben von Activision für Windows – Das Third-Person-Abenteuer-Spiel, welches im deutschen Sprachraum fälschlicherweise unter demselben Titel wie der Spielfilm vertrieben wurde, ist weniger eine Adaption des Filmes sondern vielmehr eine Fortsetzung, die inhaltlich einige Wochen nach dem Ende der Filmhandlung ansetzt.

2016: Star Trek Timelines – Entwickelt von Disruptor Beam und herausgegeben von Disruptor Beam & Tilting Point für Facebook Platform, IOS und Android.
In dem Online-Strategie-Rollenspiel stellt man als Captain eines Raumschiffes eine Crew zusammen und kann dabei auf Figuren aus sämtlichen Star Trek-Epochen/-Zeitlinien/-Paralleluniversen zurückgreifen.
Ahdar Ru’afo gehört zu den legendären Fünf-Sterne-Crewmitgliedern.

Unterschiede zwischen Roman & Film

Der von J. M. Dillard geschriebene Roman zum Film erweitert stellenweise die Handlung und gibt insbesondere Ru’afo und den anderen Son’a ein gänzlich anderes Erscheinungsbild als im Film gezeigt. Hier sind er und seine Leute allesamt spindeldürre, sehnige Gestalten, die in wallende Mäntel und Roben aus den exklusivsten Materialien, die man für Geld kaufen kann, gekleidet sind.
Zudem sind sie über und über mit Schmuck und Juwelen behangen; zahlreiche Ringe funkeln an ihren knochigen, von Alter und Krankheit knorrigen Fingern. Ihre Gesichter sind, weit über die Film-Darstellung hinaus, bis ins Groteske von übermäßigen Schönheitsoperationen deformiert und verzerrt und zudem mit dicken Schichten Make-up bedeckt, um Jugend zu suggerieren, wo schon längst keine mehr vorhanden ist. Unter ihrer pergamentartigen Haut sind stellenweise grünliche Flecken zu erkennen, die auf parasitären Algen- bzw. Flechtenwuchs hindeuten und auch die Wundränder ihrer kosmetischen Behandlungen sind häufig gerötet und von Entzündungen geschwollen, da das Gewebe von Eingriff zu Eingriff kaum Zeit zum Verheilen hat.

Eine der gravierendsten Abweichungen von der schlussendlichen Filmfassung betrifft das große Finale und Ru’afos Tod. Während er im Film bei der Explosion des Injektors umkommt, wird er im Roman zusammen mit diesem in die Planetenringe von Ba’ku geschleudert. Dort wird er der ungefilterten regenerativen metaphasischen Strahlung ausgesetzt und verjüngt sich innerhalb weniger Augenblicke in rasendem Tempo. Für den Bruchteil einer Sekunde ist er wieder der junge Ro’tin, ehe der Prozess ihn in seine genetischen Bestandteile auflöst.

Zitate

“Falls sich Picard oder einer aus seiner Mannschaft einmischt, eliminieren Sie sie!”

Ahdar Ru’afo befiehlt Captain Picards Tod


“Ich werde diese kleinen Fleischglättungs-Sitzungen vermissen, meine Liebe!”

Ahdar Ru’afo zu seiner Tarlac-Chirurgin


“Föderationsbeistand! Föderationsverfahren! Föderationsregeln! … Schauen Sie in den Spiegel – Die Föderation ist alt! In den vergangenen zwei Jahren wurde sie von jeder bedeutenden Macht im Quadranten herausgefordert – Von den Borg! Den Cardassianern! Dem Dominion! Sie alle nehmen den Geruch des Todes der Föderation wahr!”

Ahdar Ru’afo verhöhnt Admiral Dougherty


“SOJEF: Welcher warst du?! Gal’na? Ro’tin?
RU’AFO: Diese Namen – diese Kinder gibt es seit langem nicht mehr!
[…]
SOJEF: Ein Jahrhundert ist es her, da wollte eine Gruppe von unseren jungen Leuten die Lebensweise der Fremden übernehmen! Sie versuchten, die Macht an sich zu reißen aber als das misslang…
RU’AFO: Habt Ihr uns verurteilt zu einem endlosen Todeskampf!
ANIJ: Du bist Ro’tin, nicht wahr? Da ist etwas in deiner Stimme…”

Ahdar Ru’afos Herkunft wird enthüllt


Wissenswertes

  • Bevor F. Murray Abraham besetzt wurde, war die Rolle des Ru’afo Arnold Schwarzenegger angeboten worden und auch Anthony Zerbe hatte für die Rolle vorgesprochen. Obwohl die Rolle schlussendlich an Abraham ging, hatte Zerbe die Produzenten beim Casting derart beeindruckt, dass man ihm die Rolle des Admiral Dougherty gab.
  • Nach Star Trek: Der Aufstand hatte das Volk der Son’a keine weiteren Film- oder Fernsehauftritte mehr, sondern wurde nur noch ein einziges Mal in der Serie Star Trek: Deep Space Nine erwähnt.
  • Zu seinem Look als Ru’afo äußerte sich F. Murray Abraham in einem auf startrek.com veröffentlichten Interview von 2017 wie folgt:
    “[…] Ru’afo und seine Rasse haben ihre Eitelkeit so weit getrieben, dass sie ihre eigene Hässlichkeit nichtmal sehen. Für mich ist das eine fabelhafte Parallele zu diesem sogenannten ’Schönheits-Kult’, der uns scheinbar alle heute so fasziniert- und es bereits seit Generationen tut. […] Wie soll ich Ru’afo beschreiben? Seine Kostüme sind einfach schick. Sein Gesicht? Wenn Ihr versucht, Euch das abartigst verpfuschte Face-Lifting vorzustellen, das Ihr je gesehen habt und es um das Hundertfache multipliziert, dann bekommt Ihr eine Ahnung davon, wie Ru’afo aussieht.“
    (“[…] Ru’afo and his race practice vanity to such an extent that they don’t even see their own ugliness. To me, it’s a great parallel to this so-called ’Beauty Culture’ we are all apparently fascinated with now, and have been for generations. […] How do I describe Ru’afo? His costumes are just fine. His face? If you were to visualize the most warped face-lifting job you’d ever seen, then multiplied that by about hundred, you’d get an idea of what Ru’afo looks like.“)
  • Obwohl es die ursprüngliche Sterbeszene Ru’afos, in der er sich bis zu seiner vollständigen Auflösung verjüngt, nicht in den fertigen Film geschafft hat, wird im Abspann der US-amerikanische Schauspieler Phillip Glasser (*1978) als “Junger Ru‘afo“ genannt.
  • Das Auftragen des Ru’afo-Makeups nahm täglich viereinhalb Stunden Zeit in Anspruch. Entworfen wurde es von Maskenbildner Michael Westmore (*1938).

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