Schurken Wiki
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“Der Pharao hat mein Volk, das jüdische Volk, in Sklaverei gehalten und zwar tausende, abertausende Jahre! Der Mann wollte mein Volk vernichten, er hat Unschuldige ermordet! Der Seder – das Festessen, das wir hier feiern, ja, also der Seder ist im Grunde der Tag, an dem die jüdischen Engel entschieden, also entschieden haben, dass diese verfickten ägyptischen Wichser ihr Schicksal herausgefordert haben! Also was zu unserer Tradition gehört, zusammen mit dem Seder, ist dass wir eine Ziege töten müssen um uns sozusagen zu bedanken! [...] Und dieses Jahr haben wir uns gedacht, wir geben der verdammten Ziege einen Namen! [...] Benannt nach diesem bösen, verdammten Scheiß-Ägypter-Pharao! Wisst ihr wie wir sie genannt haben? Tommy Shelby!”

— Solomons verrät die Peaky Blinders

Alfie Solomons ist ein wiederkehrender Charakter aus der seit 2013 ausgestrahlten BBC-Krimiserie Peaky Blinders – Gangs of Birmingham. Seinen ersten Auftritt hatte er in der zweiten Staffel und ist seitdem in allen darauffolgenden Staffeln erschienen. Auch wenn er sich nicht als direkter Nemesis der titelgebenden Gangster-Bande erweist, ist er dennoch ein opportunistischer und unberechenbarer Gangsterboss, der Bündnisse ohne zu zögern bricht, um sich selbst zu bereichern.

Er wurde von Tom Hardy dargestellt, der auch Bane in The Dark Knight Rises spielte. Im Deutschen wurde er von Jan-David Rönfeldt synchronisiert.

Biographie

Vergangenheit

Nicht viel ist über Solomons' Vergangenheit bekannt. Seine Mutter war eine Jüdin, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurde und aus Russland floh. Solomons selbst wurde in London geboren und besuchte die selbe Schule wie der Italiener Darby Sabini. Die beiden waren eine Zeit lang Freunde, gerieten später aber immer wieder aneinander. Solomons Cousin wurde blind geboren, weswegen er als erwachsener Mann später Geld an Einrichtungen spendet, die blinden Juden mit Blindenhunden unterstützen. Während des Ersten Weltkriegs kämpfte Solomons in Frankreich.

Generell ist Solomons ein stolzer Jude und als erwachsener Mann innerhalb der jüdischen Gemeinden Großbritanniens bestens vernetzt. Er ist ein Gangster, der eine jüdische Organisation führt und aus Camden Town im Norden Londons aus operiert. Er hat sich hauptsächlich auf das Brennen von Rum spezialisiert, was in einer illegalen Destillerie in einer Bäckerei in Camden geschieht. Aus diesem Grund bezeichnen Solomons und seine Leute ihren Rum auch spöttisch als Brot. Solomons und seine jüdische Gang sind verfeindet mit den von Darby Sabini angeführten Italienern, die sich durch Wettgeschäfte profilieren und ein enormes Vermögen machen.

Da Solomons im Bandenkrieg unterliegt, von Sabini nicht geachtet wird und sich von dessen abschätzigen Witzen über Juden beleidigt sieht, sucht Solomons insgeheim nach einem Weg, Sabini zu bezwingen und seine Macht in London auszuweiten. Eine Gelegenheit sieht er in dem rasanten Aufstieg der Peaky Blinders, einer Gang aus Birmingham, die Solomons in seinem Krieg mit Sabini ausnutzen will. Zu diesem Zweck sendet er ein Telegramm an den Anführer der Peaky Blinders, Thomas Shelby – wohlwissend, dass dieser diese Botschaft als Einladung ansehen und nach Camden kommen wird, um ein Geschäft vorzuschlagen.

Fragiles Bündnis mit den Peaky Blinders

Solomons trifft Tommy Shelby

So findet sich Shelby schließlich in Solomons' Destillerie in Camden Town ein, wo dieser ihm seinen schwarzgebrannten Rum trocken als Brot verkauft. Nachdem man sich einen Schluck genehmigt hat – Solomons rührt den Alkohol aus religiösen Gründen nicht an – kommt man zum Geschäftlichen und zieht sich dafür in Solomons' Büro zurück. Der überhebliche Solomons steht einem Bündnis mit den Peaky Blinders zuerst kategorisch ablehnend gegenüber und spielt sogar mit dem Gedanken, Shelby an Ort und Stelle zu erschießen.

Shelby aber kann Solomons' Arroganz und seine Geltungssucht schließlich doch ausnutzen, um ihn zu einem Bündnis gegen Sabini in Kombination mit einem Geschäftsabkommen zu bewegen. Wie versprochen lässt Shelby daraufhin knapp einhundert fähige Männer unter Billy Kitchen nach Camden kommen, wo sie als "Bäcker" in Solomons' Destillerie beginnen sollen, in Wirklichkeit aber als Soldaten für den Bandenkrieg gegen Sabini dienen sollen. Allein die Tatsache, dass Shelby diese Truppenkraft versammeln konnte, lässt Solomons aber misstrauisch werden. Nachdem alle Männer versammelt sind, nutzt Solomons daher den geringsten Vorwand, um einen der Männer brutal zusammenzuschlagen und so klarzustellen, für wen die Männer arbeiten, solange sie in Camden sind.

Solomons verhandelt mit Darby Sabini

In der folgenden Zeit kommt es nun zu aggressiven Angriffen auf Sabinis Organisation, so dass dieser dem Bündnis zwischen den Peaky Blinders und den Juden aus Camden Town nichts entgegenzusetzen hat. Daher beruft Sabini in seiner Verzweiflung ein Treffen mit Solomons ein, damit sie verhandeln können. Sabini ist sich bewusst, dass Solomons zwar von den Machenschaften der Blinders profitiert, aber dennoch nicht vorhat, ihnen zu ermöglichen, ein geschäftliches Standbein in London zu errichten. Da Solomons droht, die Kontrolle über seine Geschäfte an die Blinders zu verlieren, zeigt er sich Verhandlungen gegenüber recht offen und nachdem Sabini einige Eingeständnisse gemacht hat – unter anderem verspricht er, Solomons' Buchmacher in Epson zuzulassen – beschließt Solomons, die Verbindungen zu den Blinders zu kappen.

Dies macht Solomons sogleich unmissverständlich; das Pessach-Fest dient ihm dabei als Vorwand, Tommys Bruder Arthur sowie Billy Kitchen, der als Stellvertreter der Blinders in Camden gilt, als Ehrengäste einzuladen. Während man sich setzt, erklärt Solomons den Gästen, dass zeremoniell eine Ziege geschlachtet wird und erläutert den historischen Hintergrund des Pessach-Rituals. Während die Vorbereitungen dafür getroffen werden, behauptet Solomons nebensächlich, dass die Ziege dieses Jahr einen Namen trägt und dass sie sich an dem ägyptischen Pharao orientiert haben, der einst die Juden in Ägypten versklavte. Dann aber behauptet er kühl, dass die Ziege Tommy Shelby heißt und im selben Moment wird Kitchen von Solomons' Leuten erschossen, während Arthur überwältigt wird.

Solomons hintergeht die Peaky Blinders

Mit einem spöttischen Gruß von Sabini, der zur selben Zeit mit seinen Truppen und den korrupten Polizisten seine Geschäfte von den Blinders zurückholt, schlägt Solomons Arthur bewusstlos. Nur Sekunden später betreten alarmierte Polizisten die Halle und Solomons stellt es dar, als hätte Arthur ihr friedliches Fest gestürmt und einen der Gäste erschossen. Arthur wird augenblicklich verhaftet und Solomons sowie Sabini haben den Peaky Blinders einen schweren Schaden zugefügt. Nun, da Sabini seine Macht in London zurückhat, sieht er aber keinerlei Grund, sich an seine Abmachung mit Solomons zu halten. Daher untersagt er es den jüdischen Buchmachern weiterhin, bei dem prestigeträchtigen Pferderennen in Epson Wetten anzunehmen, was Solomons in Rage versetzt.

Diese Wut plant Tommy Shelby zu nutzen, um das Bündnis mit Solomons zu erneuern, wobei Solomons 20 Prozent der Profite von Shelbys Exportgeschäften erhalten soll. Tommy sucht Solomons in seinem Büro auf und schlägt genau dies vor, doch Solomons offenbart düster, dass er stattdessen Verträge aufgesetzt hat, in denen Tommy ihm mit seiner Unterschrift 100 Prozent seiner Geschäfte überschreibt. Er fordert, dass Tommy die Verträge unterschreibt und droht, ihn ansonsten zu erschießen, woraufhin Tommy offenbart, auf dem Weg nach oben eine Handgranate in der Destillerie platziert zu haben, die ein Handlanger jederzeit zünden und so das gesamte Gebäude zerstören würde

Solomons und Shelby schließen Frieden

Zwar erkennt Solomons diese Aussage als Bluff, lässt sich aber schließlich – auch aufgrund der Tatsache, dass beide Männer im Krieg gedient haben – auf ein erneutes Bündnis ein, für das er 35 Prozent der Profite erhält. Mit dieser Abmachung geht auch ein fragiler Waffenstillstand in London einher, da die Juden und die Blinders sich nun erneut auf Sabini fokussieren. Dazu gehört auch ein organisierter Angriff auf Sabinis Buchmacher in Epson, in dem sie deren Wettlizenzen stehlen und zerstören. Da Tommy Einfluss auf die entsprechenden Behörden hat, kann er dafür sorgen, dass Sabinis Leute keine neuen Lizenzen erhalten und dieser ruiniert ist. Eine Zeit lang bleibt das Bündnis aufrecht – auch als sowohl Solomons als auch Sabini Blut lecken, als Thomas nach dem Tod seiner Ehefrau Grace Schwäche zeigt.

Erneuter Verrat an Thomas Shelby

Einige Zeit später benötigt Tommy erneut Solomons' Hilfe. Er hat sich auf Geschäfte mit aristokratischen Exil-Russen eingelassen, plant insgeheim aber, diese auszurauben. Um den Tresorraum des Anwesens auskundschaften zu können, will Tommy mit Solomons dorthin reisen und Solomons als Juwelier ausgeben, damit dieser den Wert der Juwelen, die Tommy für seine Arbeit erhalten soll, schätzen kann. Um die Details für den Plan zu besprechen, trifft Tommy sich auf seinem eigenen Anwesen mit Solomons, der nicht abgeneigt scheint, sich auf Tommys Plan einzulassen. Ganz anders wird die Sache jedoch von Arthur Shelby gesehen, der sich kaum beherrschen kann, als er Solomons erblickt.

Solomons schmiedet Pläne mit Tommy

Solomons wiederum genießt die Situation vollkommen, heißt Arthur wie einen alten Freund willkommen und behauptet provokant, dass er Arthur eine Entschuldigung schuldet. Da Solomons für ihre Geschäfte notwendig ist, ist Arthur gezwungen, die Entschuldigung anzunehmen. Nach einem kurzen spannungsvollen Gespräch zwischen den beiden, kommt man schließlich zur Sache und als die Zeit gekommen ist, begleitet Solomons Tommy zu dessen russischen Geschäftspartnern. Wie geplant wird Solomons erlaubt, Juwelen und Edelsteine im Wert von insgesamt 70.000 Pfund auszuwählen, die die Shelbys zur Bezahlung für ihre Dienste erhalten sollen. Dabei fällt Solomons' Blick auch auf ein Fabergé-Ei, welches auf sein Geheiß hin ebenfalls Teil der Bezahlung wird.

Da Solomons einen Politiker kennt, der ein kleines Vermögen für dieses Fabergé-Ei bezahlen würde, schmiedet Solomons ohne zu zögern einen Plan, Tommy zu verraten und selbst in den Besitz des Eis zu kommen. Dabei kommt ihm zupass, dass der Politiker Teil einer Verschwörergruppe ist, für die Tommy überhaupt erst mit den Russen in Kontakt gekommen ist. Solomons informiert die Gruppe daraufhin über den Plan der Shelbys, die Russen auszurauben, so dass diese Tommys Sohn Charlie entführen um ihn nicht nur zwingen, seine Befehle zu befolgen, sondern auch um den Raubzug durchzuführen und die Beute später bei ihnen abzuliefern. Da das Leben seines Sohnes bedroht wird, hat Tommy scheinbar keine andere Wahl, als sich zu fügen.

Solomons liefert die Liste

Da allerdings nur äußerst wenig Personen über das volle Ausmaß von Tommys Plänen Bescheid wussten, gerät Solomons automatisch unter Verdacht. Um zu prüfen, ob Solomons der Verräter ist, heuert Tommy ihn an, um eine Liste all jener Personen zusammenzustellen, die das Fabergé-Ei kaufen würden. Solomons erstellt diese Liste zwar, lässt aber den Namen des Mannes, dem er das Ei versprochen hat, von der Liste. Derweil hat Tommy aber selbst Nachforschungen betrieben und ebenfalls eine Liste fertiggestellt – falls nicht alle Namen auf der Liste auf Solomons' Liste stehen, muss dieser der Verräter sein und seinen Verbündeten decken. Kurz darauf kommt es zu einem Treffen zwischen Solomons und Tommy, in dem ersterer seinen Fund präsentieren soll.

Der Abgleich der Listen bestätigt Tommys Verdacht schnell, so dass Solomons mit seinem erneuten Verrat konfrontiert wird. Solomons streitet es weder ab, noch zeigt er das kleinste bisschen Reue. Daraufhin ruft Tommy zornig, dass Solomons eine Grenze überschritten hat. Aufgebracht ob diesen Vorwurfs, den er als reinste Heuchelei empfindet, beschließt Solomons, Tommy herauszufordern und als Tommy aufgelöst verrät, dass die Feinde seinen Sohn haben, gibt Solomons vor, davon gewusst zu haben und es akzeptiert zu haben. Fahrig schreiend fragt er Tommy, welche Grenze er denn wohl überschritten habe, wo Tommy selbst doch für den Tod unzähliger Väter und Söhne verantwortlich ist. Nur die Anwesenheit Tommys Cousins Michael, der Tommy beruhigen will, verhindert dass Tommy auf Solomons' Provokation eingeht und ihn augenblicklich erschießt.

Solomons hält Tommys Vorwurf für Heuchelei

Michael behauptet, dass die Ermordung von Solomons den Frieden in London brechen würde, doch Solomons zetert düster, dass der Frieden ohnehin nichts mehr wert ist und Tommy daher keinerlei Rücksicht auf die Waffenruhe nehmen muss. Er kreischt, dass Tommy ihn nicht wegen eines Friedensvertrags verschonen sollte und dass er sich eingestehen muss, dass seine Wut nicht die geringste Berechtigung hat. Tatsächlich kann Tommy sich beruhigen – auch da er erkannt hat, dass Solomons gelogen hat und nicht wusste, dass die Feinde Tommys Sohn entführt hatten. Als Solomons ihm dies bestätigt, nachdem beide sich beruhigt haben, akzeptiert Tommy die aktuelle Situation und macht sich davon. Es gelingt ihm später, seinen Sohn zu befreien.

Finaler Verrat und Konsequenzen

Einige Zeit später kreuzen sich die geschäftlichen Wege von Solomons und Tommy wieder, da ein Boxkampf in Birmingham stattfinden soll, in dem der amtierende Champion – Solomons' Neffe "Goliath" gegen den Schützling der Peaky Blinders, Bonnie Gold, antreten soll. Als Vorbereitung für den Kampf reist Solomons daher in die Siedlung Small Heath, der Geburtsstätte der Blinders und der Heimat von Tommy. Die Peaky Blinders haben sich aufgrund eines Bandenkriegs mit der sizilianischen Mafia dorthin zurückgezogen. Als er aus seinem Auto tritt, betrachtet Solomons das Arbeiterviertel mit Abscheu. Durch die Hupe seines Autos lässt er seinen Fahrer die Aufmerksamkeit der Shelbys erregen und wird schließlich von Tommy empfangen, dem er Goliath vorstellt.

Solomons spricht mit Tommy über die Sizilianer

Die Warteterei auf Bonnie ermöglicht Tommy und Solomons Zeit für ein Gespräch, wobei Tommy auch auf die Sizilianer zu sprechen kommt. Solomons verrät, dass diese von Sabini versteckt werden und dass insgesamt elf Sizilianer nach Birmingham gekommen sind, um die Shelbys zu vernichten. Scharfsinnig fragt Tommy, auf welcher Seite Solomons in der Angelegenheit steht, woraufhin Solomons nur grinsend entgegnet, dass Tommy höchstwahrscheinlich bald tot ist. Tommy behauptet, dass die Sizilianer nach Tommys Tod wahrscheinlich bleiben werden und dass nach den Blinders erst Sabini und dann Solomons dran sein wird. Die Gespräche enden durch die Ankunft Bonnies, woraufhin man primär auf den Boxkampf zu sprechen kommt.

Nachdem alles für den Boxkampf geplant wurde, kehrt Solomons nach Camden zurück. Nicht lange darauf wird er in seiner Brennerei von Luca Changretta, dem Anführer der nach England gekommenen Sizilianer und dem primären Treiber der Fehde gegen die Shelby-Familie, aufgesucht. Solomons merkt trocken an, dass dessen Rachefeldzug bisher ja nicht besonders erfolgreich war. Luca ist von Solomons' arrogantem und provokanten Verhalten abgestoßen, muss es aber akzeptieren, da er auf Solomons angewiesen ist. Er offenbart, dass er den kommenden Boxkampf für seinen Angriff auf die Shelbys nutzen will, da alle Shelbys am selben Ort versammelt sein werden.

Solomons verhandelt mit Changretta

Solomons hält den Plan der Sizilianer von aberwitzig, hält sie aber hin um herauszufinden, was sie ihm bieten. Da er sich ein Geschäftsbündnis erhofft und will, dass die Sizilianer seinen Rum nach New York bringen, zeigt er sich einer Abmachung gegenüber grundsätzlich offen. Nachdem Changretta akzeptiert hat, monatlich zweihundert von Solomons' Fässern nach New York zu schmuggeln, kommt es tatsächlich zu einem Deal. Changretta stellt dabei klar, dass er nicht will, dass Solomons Tommy Shelby tötet, sondern dass er einige von Changrettas Leuten in das Gebäude bringt, damit diese die Shelbys angreifen können. Provokant behauptet Solomons, dass Changretta seine Männer dafür wohl beschneiden muss, da die Shelbys dies überprüfen werden.

Durch die Bereitschaft Changrettas, Solomons' Beleidigungen zu ertragen und das Geschäft ohne zu verhandeln einzugehen, erkennt Solomons aber, dass Shelby recht hatte und dass die Sizilianer bleiben werden, um die Macht zu übernehmen und alle Feinde zu eliminieren. Schließlich ist der Tag des Kampfs gekommen und Solomons bringt Changrettas Leute wie versprochen als Teil seiner Eskorte in das Stadion, in dem der Kampf stattfinden wird. Während die beiden Kämpfer vorbereitet werden, trifft Solomons sich in einer der Umkleidekabinen mit Tommy und es kommt zu einem kurzen philosophischen Gespräch, in dem Solomons Tommy offenbart, dass er in den Ruhestand treten und seinen Lebensabend in einem Häuschen in der Küstenstadt Margate verleben wird.

Solomons bespricht sich mit Tommy

Kryptisch behauptet er zum Abschied, dass er nur etwas mehr Zeit gewollt hätte und dass sie sich in Margate am Pier wiedersehen werden. Solomons verlässt daraufhin das Gebäude, ohne für den Kampf zu bleiben. Er entgeht daher den Gefechten, die kurz darauf ausbrechen. Nachdem Solomons all seine Geschäfte veräußert und sich sein Wunschhaus in Margate gekauft hat, lässt er zum Abschied und als "Willkommensgeschenk" an die Sizilianer, die nun wie gedroht sein gesamtes Imperium übernehmen wollen, die Destillerie mit einer Sprengfalle ausstatten, um die Feinde bei ihrer Ankunft zu töten. Wie von Solomons erwartet sind die Shelbys letztendlich in der Lage, Changretta und die Sizilianer zu töten und somit zu obsiegen.

Allerdings ist Tommy auch klar, dass die Sizilianer durch Solomons ins Gebäude gekommen sind und dass dieser ihn ein weiteres Mal verraten hat. Nicht willens, ihm dies durchgehen zu lassen, folgt Tommy Solomons Spuren nach Margate und macht dessen Strandhaus ausfindig. Solomons, dem klar war, dass Tommy kommen würde, empfängt ihn am Strand. Zur Begrüßung behauptet Tommy, dass Solomons leicht zu finden war. Dieser entgegnet leichtmütig, dass es dafür auch einen guten Grund gab: Er wollte gefunden werden und dass es an diesem Ort geschieht. Im selben Atemzug bittet er Tommy auch, sich um seinen Hund zu kümmern, was dieser zu Solomons' Erheiterung direkt ablehnt.

Solomons erwartet den Tod

Solomons offenbart Tommy nun, dass er an Krebs erkrankt ist und dass es keine Heilung für den Tumor gibt, der ihn von innen zerfrisst. Er behauptet, dass Tommy nun doch seinen ehrenwerten Grund hat, Solomons zu töten und fordert, dass dieser ihn erschießt. Tommy hat innerlich aber nicht den Wunsch, Solomons zu erschießen und drückt selbst dann nicht ab, als Solomons es düster einfordert und ihn beschimpft. Da Tommy noch immer nicht schießt, wirbelt Solomons plötzlich mit gezückter Pistole herum und feuert Tommy in den Arm. Wie erwartet erwidert Tommy instinktiv das Feuer und schießt Solomons ins Gesicht. Dieser bricht sofort zusammen und Tommy lässt den leblosen Solomons am Strand zurück. Entgegen seiner Aussage nimmt er Solomons' Hund doch mit.

Ruhestand

Überraschend überlebt Solomons den Kopfschuss jedoch – auch wenn seine Wange völlig zerfetzt wurde und er auf einem Auge blind ist. Er kann gefunden und in ein Krankenhaus gebracht werden, wo man die Wunde versorgt und ihn mit allerlei Medikamenten vollpumpt. Unter dem Einfluss der schweren Drogen, unter die er gesetzt wird, schreibt Solomons schließlich sogar einen Brief an Tommy, um sich nach dem Verbleib seines Hundes zu erkundigen. Auf diese Art und Weise wird Tommy klar, dass Solomons überlebt hat, doch er ist völlig zufrieden damit, es dabei zu belassen und es Solomons zu ermöglichen, seinen Lebensabend in seinem Strandhaus zu verbringen.

Solomons paktiert erneut mit Tommy

Solomons selbst erinnert sich aufgrund der Drogen nicht daran, den Brief an Tommy versendet zu haben. Daher kommt es für ihn als Überraschung, als Tommy ihn Monate später in Margate aufsucht. Perplex fragt Solomons, wie Tommy herausgefunden hat, dass er noch lebt; Tommy verweist ihn sarkastisch auf den Brief, den er von ihm erhalten hat. Solomons spricht an, dass Tommy seit ihres letzten Treffens in die Politik gewechselt und nun Teil der von Oswald Mosley begründeten faschistischen Partei ist. Tommy erklärt, dass dies Teil des Plans ist, Mosley zu ermorden, woraufhin Solomons trocken anfügt, dass Tommy sich dieses Mal besser anstellen sollte als bei Solomons selbst.

Tommy fügt an, dass er für die Ermordung Mosleys allerdings einen kleinen Aufstand zur Ablenkung benötigt. Da Solomons trotz seines Ruhestands noch immer hohes Ansehen in den jüdischen Kreisen genießt, will Tommy, dass Solomons einige treue Untergebene mobilisiert, um gegen die Faschisten zu demonstrieren und dies in einen Krawall ausufern zu lassen. Da er Mosley und seine Gedanken des Faschismus verachtet – und da Tommy sich um seinen Hund gekümmert hat – ist Solomons zwar durchaus bereit zu helfen. Dennoch fordert er eine üppige Belohnung von insgesamt 25.000 Pfund, womit Tommy einverstanden ist. Solomons organisiert daraufhin den Aufstand, doch das Attentat auf Mosley scheitert dennoch.

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