“Basrir erwacht aus den Schatten. Er reißt unser Fleisch und verschlingt unsere Knochen.”

— Melody liest die Warnung der Wikinger

Basrir, auch als Schatten des Todes oder Nachtdämon bekannt, ist ein Monster das als Hauptschurke des 2017 erschienenen Horrorfilms The Circle fungiert. Wie sich im Finale des Films herausstellt existiert er jedoch nicht wirklich, sondern ist eine durch Verletzung und Trauma entstandenes Hirngespinst der geschockten Studentin Melody Jonsdottir.

Während einer Expedition im Norden Schottlands gerät der Kleinbus, in dem Professor Karl Markusson und vier seiner Studenten unterwegs sind, in einen Autounfall. Markusson und drei der Studenten, Joe, Claire und Archie, sterben während Melody überlebt. Allerdings ist sie durch den Aufprall völlig geschockt und am Rande der Bewusstlosigkeit, was ein Delirium herbeiführt. In diesem Zustand wirkt es für sie, als wäre der Unfall nie geschehen und sie halluziniert eine Fortsetzung des Trips, die sich über mehrere Tage hinzieht obwohl in Wirklichkeitnur wenige Minuten vergehen. In Melodys Delirium erreicht die Gruppe daher eine einsame Insel im Norden Schottlands, wo sie archäologische Untersuchungen vornehmen wollen. Die Insel wird jedoch von Basrir heimgesucht, was die Gruppe zu ihrem Leidwesen schnell bemerkt.

Handlung

Vergangenheit

Basrir sucht besagte Insel bereits seit vielen Jahrhunderten heim. Bereits Wikinger, die auf der Insel landeten kannten und fürchteten ihn. Ihrer Mythologie zufolge ist Basrir eine physische Manifestation des Bösen und ist besessen von dem Ziel, die Welt in ewige Finsternis zu werfen und die Sonne zu löschen, da sie bei seiner Geburt seine Haut vollständig verbrannte. Für seine Versuche, die Sonne zu vernichten wurde Basrir von den Göttern in ein Land zwischen Asgard und Niflheim verbannt, welches sich als die Insel herausstellt die Melody und ihre Gruppe besuchen wollen. Da das Sonnenlicht ihm nach wie vor schwere Schmerzen zufügt, verbringt er die Tage in einem tiefen Brunnenschacht und kommt nur nach Einbruch der Dunkelheit hervor und macht Jagd auf alle Lebewesen, die sich auf der Insel befinden. Lediglich ein mystischer Steinkreis im Wald auf der Insel bietet Schutz vor Basrir, der diesen nicht betreten kann.

Erscheinung

Auch Melody und ihre Gruppe werden schnell von Basrir heimgesucht, der zuerst nur ihr Camp beobachtet und nicht direkt in Erscheinung tritt. Die Gruppe bemerkt aber schnell, dass merkwürdige Dinge auf der Insel geschehen. So finden sie eine Vielzahl von Tierkadavern und schließlich auch die verrottende Leiche von Paul Lockwood, einem Mann der seine Zeit auf der Insel mit einer Videokamera festhielt und von Basrir getötet wurde. Der Fund des Videokamera und die Bergung der Aufnahemn zeigen Lockwoods brutalen Tod durch Basrir, so dass die Gruppe nun verzweifelt versucht von der Insel zu entkommen. Mittlerweile ist jedoch die Dunkelheit angebrochen, so dass Basrir nun Jagd auf die Gruppe macht. Während diese verzweifelt durch die Wälder rennt, kann Basrir zu Archie aufholen, den schreienden Studenten ins Dickicht zerren und ihn dort ermorden. Basrir verfolgt auch die anderen, kann sie aber nicht töten da sie durch Zufall in den Steinkreis zurückgekehr sind und nun erkennen, dass Basrir diesen nicht betreten kann.

Durch die Entzifferung der Wikingerrunen im Steinkreis hat Melody jedoch herausgefunden, was Basrir ist und dass Sonnenlicht ihm schadet, so dass er den Tag im Brunnenschacht verbringt. Nachdem es Cassie gelungen ist, Basrir mit einer UV-Taschenlampe zu vertreiben die ihm zwar Schmerzen bereitet, ihn aber nicht töten kann, beschließen die Überlebenden, den Schutz der Lampe auszunutzen um den Brunnenschacht zu versiegeln, damit Basrir beim Tagesanbruch nicht wieder hinunterklettern kann und durch die Sonne zu Tode kommt. Bei den Vorbereitungen trennt Melody sich jedoch von Cassie und Joe, was Basrir ausnutzt um die beiden anzugreifen und beide zu töten. Auch Melody wird kurz darauf von Basrir attackiert und verliert dabei ihre Taschenlampe, als Basrir beginnt sie zu erwürgen kommt Melody in der Realität jedoch langsam wieder zu sich und wird von Sanitätern versorgt, so dass ihre Halluzination endet und somit auch die Existenz Basrirs aufhört.

Galerie

Trivia

  • Inwiefern Basrir tatsächlich existiert, wird am Ende des Films offen gelassen. Zwar offenbart sich ein Großteil der Handlung inklusive sämtlicher Konfrontationen als Hirngespinst Melodys, allerdings gibt es auch Hinweise, dass Basrir und die Insel dennoch existieren.
    • So gibt es einen geheimnisvollen Fischer, der Melody und ihre Gruppe in ihrer Vision auf die Insel gebracht hat, wirklich. Da Melody diesen nie getroffen hat und somit nicht kennen kann, lässt dies die Interpretation offen, dass auch die Insel wirklich existiert.
    • Auch die Existenz von Paul Lockwood, der unabhängig von der Haupthandlung von Basrir getötet wird, wird niemals wirklich aufgeklärt, so dass es möglich ist dass dies wirklich geschehen und keine Einbildung Melodys ist.
    • Eine mögliche Interpretation ist es, dass Melody nach dem Unfall im Sterben lag und Basrir als Manifestation des Todes fungiert. Für diese Interpretation spricht, dass Basrir kurz bevor Melody erwacht – und somit ins Leben zurückkehrt – von ihr ablässt, zurücktritt und "erlaubt", dass sie in die Welt der Lebenden zurückkehrt. Alle, die beim Unfall sterben, werden in Melodys Vision hingegen von Basrir ermordet.
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