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Dieser Artikel wurde im September 2021 als Artikel des Monats vorgestellt.

Captain Jean-Luc Picard ist ein wiederkehrender antagonistischer Charakter aus dem Spiegeluniversum des erweiterten Star Trek-Kosmos.

Obwohl er diverse übereinstimmende Eckdaten mit “unserem“ heroischen Captain Picard teilt und er, von seinem Standpunkt aus gesehen, im Grunde genommen nicht wirklich ein Bösewicht im üblichen Sinne ist, so sind sein Lebensweg und seine Handlungen geprägt von schurkischen Motiven wie rücksichtsloser Grausamkeit, krankhaftem Ehrgeiz und mörderischer, skrupelloser Machtgier.

Erstmals in Erscheinung tritt der gnadenlose Befehlshaber der ISS Enterprise, des Flaggschiffes des brutalen Terranischen Imperiums, im Roman Star Trek – Das Nächste Jahrhundert: Dunkler Spiegel (Star Trek – The Next Generation: Dark Mirror) der US-amerikanischen Science-Fiction-Autorin Diane Duane (*1952) aus dem Jahr 1993.

Auch wenn Picard-Darsteller Patrick Stewart (*1940) bisher keine Gelegenheit erhalten hat, sein dunkles Gegenstück in Film oder Fernsehen zu spielen, so taucht der “Spiegeluniversum-Picard“ dennoch immer wieder in den Werken verschiedener Star Trek-Autoren auf, darunter auch als Nebenantagonist in der Spiegeluniversum-Romantrilogie, geschrieben von Captain Kirk-Darsteller William Shatner (*1931) und Judith & Garfield Reeves-Stevens.

Zudem ist er der Hauptakteur der 2007 veröffentlichten Novelle The Worst of Both Worlds von Greg Cox, der als Schriftsteller auch einen zweiteiligen Roman über die Herkunft und Jugendjahre des klassischen Star Trek-Schurken Khan Noonien Singh verfasst hat.

In der sechsteiligen Comic-Miniserie Star Trek – The Next Generation: Mirror Broken, geschrieben von David & Scott Tipton und gezeichnet von J.K. Woodward, aus dem Jahr 2017 erfährt man von seiner Übernahme des Kommandos der ISS Enterprise NCC-1701-D.

Einen seiner jüngsten Auftritt hat er 2018 in der fünfteiligen Comic-Reihe Star Trek – The Next Generation: Through the Mirror, erneut geschrieben von David & Scott Tipton und gezeichnet von J.K. Woodward. Die Comic-Miniserie setzt die Ereignisse aus Mirror Broken fort.

[Anmerkung: Da es zum Werdegang des Spiegeluniversum-Jean-Luc Picards verschiedene, einander teilweise widersprechende Versionen gibt, enthält die nachstehende Charakterbiographie ausschließlich Elemente aus dem Roman “Dunkler Spiegel“, sowie aus den Comics “Mirror Broken“ und “Spiegelbilder“. Etwaige andere biographische Informationen werden separat aufgeführt.]

Charakterbiographie

Frühe Jahre

Der junge Lieutenant Picard - Cover-Artwork für "Star Trek: Spiegelbilder" Ausgabe #3, gezeichnet von Joe Corroney.

Jean-Luc Picard wurde im Jahr 2305 in La Barre, Frankreich, auf Terra in eine brutale Militärfamilie hineingeboren. In seiner Ahnenreihe finden sich zahlreiche Kriegshelden, Eroberer und Warlords.

Schon in seiner Jugend war er von übermäßigem Ehrgeiz beseelt und fasziniert von der Idee der Imperialen Sternenflotte beizutreten, zumal es in den unendlichen Weiten zahlreiche Welten zu entdecken und niederzuwerfen gibt.

Seine Pläne, ins Weltall hinauszuziehen, anstatt der Familientradition gemäß den Terranischen Streitkräften beizutreten führte zum Streit mit seinem verhassten älteren Bruder Robert. Als die Situation eskalierte, tötete Picard Robert und ging fort.

Ohne sich noch einmal umzublicken, überließ er seine Schwägerin Marie und seinen Neffen René eiskalt ihrem Schicksal.


Karriere in der Imperialen Sternenflotte

Picard "befördert" sich durch Vorgesetztenmord selbst zum Captain - Gezeichnet von Sara Pichelli (2008).

Nachdem er mit Rücksichtslosigkeit, Intrigen und nicht zuletzt auch mit Verbissenheit und Dank viel harter Arbeit seinen Abschluss an der Terranischen Raumflottenakademie bestanden hatte, trat Picard seinen Dienst bei der Imperialen Sternenflotte an und wurde dem Raumschiff ISS Stargazer unter dem vulkanischen Captain Sorek zugeteilt. An Bord lernte er Jack Crusher kennen, mit dem ihn bald eine enge Freundschaft verbinden sollte.

Nachdem er Sorek ermordet hatte, stieg Picard 2333 zum Kommandierenden Offizier der Stargazer auf und machte Crusher zu seinem Ersten Offizier. Im selben Jahr errang er in der Schlacht von Maxia seinen ersten Sieg, als er ein angreifendes Kriegsschiff der Ferengi-Allianz vernichtete.

In den folgenden Jahren genoss Picard die Macht und die Privilegien seines Ranges vor allem in Form von zahlreichen Liebschaften mit den attraktivsten weiblichen Crewmitgliedern seines Schiffes. Als er jedoch Gefallen an Beverly Crusher, der frisch angetrauten Ehefrau seines besten Freundes fand, inszenierte er 2354 kurzerhand dessen Ableben während einer Außenmission und zwang sie in die Rolle seiner offiziellen Mätresse – euphemistisch bezeichnet als “Frau des Captains“.

Obwohl seine Begierde nach ihr allgemein bekannt war, wagte niemand, ihn offen mit Jack Crushers Tod in Verbindung zu bringen und auch auf eine offizielle Untersuchung des Vorfalles wurde, dank seiner guten Beziehungen zur Admiralität, weitestgehend verzichtet.

Captain der ISS Enterprise

Die nächsten zehn Jahre verrichtet Picard seinen Dienst als Captain der Stargazer vornehmlich mit Patrouillendienst entlang der Grenze der Überreste des Terranischen Imperiums, welches, geschwächt durch die Reformversuche von Intendant Spock, beinahe von der Klingonisch-Cardassianischen Allianz vernichtet worden war.

Nur durch puren Zufall erfährt er von einem streng geheimen Projekt des Imperialen Oberkommandos, nämlich der heimlichen Entwicklung eines völlig neuartigen Kriegsschiffes der Galaxy-Klasse – der ISS Enterprise NCC-1701-D.
Fasziniert von den Möglichkeiten, die das gewaltige neue Schiff bieten könnte, und angetrieben vom Verlangen, das Imperium zu altem Glanz zurückzuführen und nebenher seinen rechtmäßigen Platz in der Geschichte einzunehmen, beginnt Picard, sämtliche Hebel in Bewegung zu setzen, um die Enterprise in die Finger zu bekommen.

Zunächst versichert er sich der uneingeschränkten Kooperationsbereitschaft Commander Will Rikers, des brutalen und nicht minder ehrgeizigen Ersten Offiziers der Enterprise, und Lieutenant-Commander LaForges, eines blinden aber nichtsdestotrotz brillanten Ingenieurs, der wegen seiner angeborenen Behinderung stets mit Vorurteilen und Geringschätzung zu kämpfen hatte.
Kurz nach dem Stapellauf der Enterprise, schlägt Picard mit einem furiosen Überraschungsangriff zu. Mit sämtlichen Crewmitgliedern der Stargazer, die ihm loyal ergeben sind, beamt er an Bord des neuen Kriegsschiffes und lässt die wichtigsten Schlüsselpositionen von seinem Stab, Inquisitorin Deanna Troi, Wissenschaftsoffizier Data, Sicherheitschef Reginald Barclay, sowie auch von LaForge einnehmen.

Den amtierenden Captain der Enterprise, den ebenso pedantischen wie unausstehlichen Captain Edward Jellico, enthebt Picard kurzerhand seines Kommandos und befördert ihn kurze Zeit später durch die Dekompression des Shuttledecks hinaus ins All.

Nachdem er bald darauf praktisch im Alleingang eine ganze Flotte cardassianischer und klingonischer Kampfschiffe besiegt, wird er von sämtlichen durch seine Aktion gegen ihn erhobenen Anklagepunkten wie Meuterei, Verschwörung und Diebstahl von imperialem Eigentum freigesprochen und 2364 offiziell als Captain der ISS Enterprise bestätigt.

Weitere Missionen

Seit das Flaggschiff des Terranischen Imperiums seinem Kommando untersteht, bestreitet Jean-Luc Picard zahllose glorreiche und gewinnbringende Missionen. Seine erste Aktion als designierter Befehlshaber der Enterprise führt ihn nach Deneb IV, zur sogenannten Farpoint Station, bei der es sich eigentlich um eine gigantische quallenartige Lebensform mit formwandlerischen Eigenschaften handelt. In der Annahme, dass die Bewohner der Welt beabsichtigen, sein Schiff mithilfe des Wesens anzugreifen, ordnet Picard die Vernichtung der gesamten Station an.

In einem, euphemistisch als “Erzwingungsmission“ bezeichneten Angriff auf Ligon II, verseucht Picard den gesamten Südkontinent des Planeten mit konzentrierter Gammastrahlung, um die örtliche Regierung zu zwingen, einen Impfstoff herauszugeben, der dringend für die Bekämpfung einer Epidemie auf der imperialen Kolonialwelt Styris IV benötigt wird. Um die dreißig Millionen Ligonier wurden im Zuge dieser drastischen Überredungsmaßnahme “neutralisiert“.

Seine nächste Mission führt Captain Picard zum Planeten Haven im Beta-Cassius-System, wo ein Pestschiff der unheilbar kranken Tarellianer in den Orbit eingeschwenkt ist, dessen nur noch achtköpfige Besatzung darum bittet, auf einem abgelegenen Küstenabschnitt des paradiesischen Planeten würdevoll sterben zu dürfen. Picard gibt Befehl, das Schiff umgehend zu zerstören, sowie es in Phaserreichweite gelangt ist.

Als sich ein Ferengi-Schiff der D’Kora-Klasse auf imperiales Gebiet wagt und einen T-9-Energiekonverter aus einem Horchposten des Terranischen Geheimdienstes entwendet, wird Picard mit der Wiederbeschaffung der hochentwickelten Energieeinheit beauftragt.
Dies führt unmittelbar zu seiner nächsten Mission – der systematischen Ausrottung der gesamten Ferengi-Spezies und der Sterilisierung ihrer Heimatwelt Ferenginar, um den Planeten nach umfangreichem Terraforming für “lebenswerte Bewohner“ zur Neubesiedelung freizugeben.

Einige Zeit später erreicht Picard den Planeten Rubicon III, wo er die von den Bewohnern als Gottheit verehrten transdimensionalen Wesen vernichtet und das Volk der Edo unter die Knechtschaft des Terranischen Imperiums zwingt.
Danach kontaktiert Picard die stark isolationistischen insektoiden Jarada und fordert sie auf, sich dem Imperium zu unterwerfen. Nach ihrer Weigerung, sich den Terranern zu beugen, werden sie fast völlig Ausgelöscht.

Zudem ist Picard verantwortlich für die endgültige Vernichtung der Aldeaner, deren Heimatplanet Aldea Jahrhundertelang nur als Mythos galt, ähnlich dem legendären Kontinent Atlantis auf Terra. Die Angehörigen dieser hochentwickelte Kultur, die über die unwahrscheinlichsten wissenschaftlichen und technologischen Errungenschaften verfügt, haben ihre Welt generationenlang hinter einem planetenumspannenden Tarnschirm verborgen und sind durch die dauerhafte Strahleneinwirkung im Laufe der Zeit unfruchtbar geworden.
Nachdem es seit dreißig Jahren keine Geburten mehr gegeben hat, versuchen die verzweifelten Aldeaner ihren Genpool aufzufrischen und den Fortbestand ihrer Rasse zu sichern, indem sie einige der jüngeren Crewmitglieder der ISS Enterprise entführen und in ihre Kultur zu integrieren versuchen. Picard erpresst die Freilassung seiner Leute und rottet die überlebenden Aldeaner aus, um ein Exempel zu statuieren.

Als eine Gruppe von Wissenschaftlern, die auf dem angeblich unbewohnten Planeten Velara III eine neue, effizientere Methode des Terraformings testet, mit einigen merkwürdigen Vorkommnissen wie Unfällen, Todesfällen und Sabotageakten konfrontiert wird, nehmen sich Captain Picard und seine Crew der Angelegenheit an und stoßen auf eine bisher unentdeckte Form von intelligentem, anorganischem Leben.
Auf seinen Befehl hin wird die siliziumbasierte Lebensform vernichtet, damit das Terraforming-Projekt ungestört vorangetrieben werden kann.

Begegnung mit dem “anderen Picard“

Da in den Jahren seiner Befehlsgewalt über die Enterprise die Klingonisch-Cardassianische Allianz immer weiter zurückgedrängt wird und das Terranische Imperium sich buchstäblich bis an die Grenzen der Galaxie ausgebreitet hat, fürchtet das Oberkommando, dass bei einer Stagnation der aggressiven Eroberungspolitik, das Imperium wieder in sich zusammenfallen könnte.
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Expansion, stößt man auf die als geheim eingestuften Logbucheinträge von Captain James T. Kirk und Commander Spock von der ersten ISS Enterprise, die von einem Transporterunfall und einer Reise in ein geradezu grotesk-pazifistisches Paralleluniversum mit einer zweiten Erde, einem fast identischen Raumschiff Enterprise und einer friedlichen Föderation der Vereinten Planeten berichten.

In der Absicht, dieses “schwächliche“ Spiegeluniversum ebenfalls unter Terranische Herrschaft zu bringen, wird die Enterprise mit den neuesten wissenschaftlichen Gerätschaften ausgestattet, um mithilfe der “Transdimensionalen Hyperstrings“ in diese Parallelwelt vordringen zu können.
Um diese neue Technologie zu erproben, schickt Picard einen seiner Leute mittels eines experimentellen Dimensions-Transporters an Bord der USS Enterprise NCC-1701-D, um deren Personalliste zu übermitteln, sowie taktisch relevante Informationen zu sammeln und deren Schwächen herauszufinden.

Nachdem dieser jedoch ertappt wird, entschließt Picard sich zu handeln und benutzt das neue Gerät, um die ganze USS Enterprise in sein Universum zu zerren. Sein Plan sieht vor, dass er und seine Mannschaft das Gegenstück zu ihrem eigenen Schiff an sich reißen und die Plätze ihrer Doppelgänger einnehmen, um dann als Vorhut einer großangelegten Invasion in das Spiegeluniversum einzufallen.
Seine Rechnung geht allerdings nicht auf, da er die Raffinesse des “anderen Picards“ sträflich unterschätzt hat. Dieser infiltriert seinerseits, zusammen mit seiner Counselor Troi und seinem Chefingenieur LaForge die ISS Enterprise und setzt ihn außer Gefecht, um seinen Platz einzunehmen und nach einer Möglichkeit zu suchen, nach Hause zurückzukehren und die Invasion abzuwenden.

Obwohl der Captain wieder zu sich kommt und seinen Widerpart in einem der Frachträume stellen kann, ist das Schiff durch die gezielten Sabotageakte stark angeschlagen und den drei Eindringlingen gelingt im letzten Augenblick die Flucht auf ihre eigene Enterprise. Außer sich vor Zorn, nimmt Picard die Verfolgung auf und hetzt seinem Doppelgänger bis in das andere Universum hinterher.

Den Ingenieuren des anderen Schiffes ist es jedoch mittlerweile gelungen, die Hyperstring-Technologie gegen die Eindringlinge zu richten und so wird Captain Picard, noch ehe er zum tödlichen Streich ausholen kann, mitsamt der ISS Enterprise unumkehrbar in sein eigenes Universum zurückgeschleudert.

Alternative Biographie

Picard in der “Spiegeluniversum-Trilogie“

Regent Picard und Imperator Tiberius I. auf dem Cover des Romans Dunkler Sieg, geschrieben von William Shatner (1999).

Auch in der von William Shatner, zusammen mit Judith- & Garfield Reeves-Stevens, geschriebenen Spiegeluniversum-Trilogie spielt Jean-Luc Picard eine Schlüsselrolle, auch wenn über seinen Werdegang kaum Informationen vorhanden sind, da der Hauptfokus der Romane primär auf Captain James T. Kirk gerichtet ist.

In dieser Version des Spiegeluniversums ist das Terranische Imperium schon vor langer Zeit zerfallen und die Klingonisch-Cardassianische Allianz beherrscht einen Großteil des bekannten Weltraums. Da Picard hier mit der Allianz zusammenarbeitet, wurde er für seine Verdienste zum Regenten ernannt.

Auch dieser Picard hat seinen Bruder Robert getötet und seine Schwägerin, sowie deren Kind, diesmal eine Tochter, im Stich gelassen. Auch ermordete er zu Beginn seiner Karriere seinen Freund Jack Crusher, da er dessen Frau Beverly für sich haben wollte.
Die Verbindung der beiden verlief allerdings alles andere als harmonisch. So hat er eine breite Narbe im Gesicht von einem ihrer zahlreichen Versuche ihn zu töten. Später war er gezwungen, auch sie zu beseitigen, nachdem er herausgefunden hat, dass sie eine Verbündete der aufständischen Terranischen Rebellion war.

Im Zuge einer Geheimmission, dringt er mit einem Bataillon Soldaten in “unser Universum“ ein und errichtet ein Gefangenenlager auf einem abgelegenen Asteroiden in der Nähe einer von Plasmastürmen heimgesuchten Region des Alls, welches er mit geradezu sadistischer Grausamkeit leitet.
Dort gelingt es ihm, die Crew der USS Enterprise in seine Gewalt zu bringen und foltert seinen Doppelgänger, den er nur als “Geist“ betrachtet. Als “unserem Picard“ die Flucht gelingt, wird Regent Picard bewusstlos geschlagen und auf dem Asteroiden zurückgelassen.

Später stellt sich heraus, dass Regent Picard für den James T. Kirk des Spiegeluniversums arbeitet, der seinerzeit als Tiberius I. den Thron des Terranischen Imperiums bestiegen hat und dem es irgendwie gelungen ist, die Zeit bis ins 24. Jahrhundert zu überdauern.

Während der finalen Konfrontationen zwischen den Helden und ihren dunklen Gegenstücken, gelingt es Regent Picard, mit einem Multi-Dimensional-Transporter in sein eigenes Universum zurück zu fliehen. Darüber hinaus ist über sein weiteres Schicksal nichts bekannt.

Erscheinungsbild & Persönlichkeit

Captain Picard aus dem Spiegeluniversum - Charakter-Illustration im Online-Videospiel "Star Trek: Timelines", 2016.

Jean-Luc Picard ist ein athletischer Mann in seinen Fünfzigern mit einer Halbglatze und grausamen, kalt blickenden graublauen Augen. Seinen verbliebenen, ergrauten Haarkranz trägt er bis aus wenige Millimeter kurzgeschnitten und gelegentlich ziert ein spitz zulaufender Henriquatre-Bart sein markantes, von unnachgiebiger Härte gezeichnetes Gesicht.

Gekleidet ist er in eine figurbetont enganliegende schwarze Uniform der Terranischen Sternenflotte mit rotem Stehkragen, sowie den Ranginsignien eines Captains. Das Oberteil seiner Uniform ist ärmellos, um die muskulös-trainierten Arme zur Schau zu stellen. An seiner Brust findet sich das Sternenflotten-Abzeichen des Terranischen Imperiums, nur handelt es sich dabei nicht, wie in “unserem Universum“ um einen Kommunikator, sondern um einen tragbaren Agonie-Simulator zur unmittelbaren Züchtigung untergebener Crewmitglieder, wenn diese sich eines tatsächlichen oder vorgeblichen Fehlverhaltens schuldig machen.
Um die Hüfte hat er eine rote Schärpe geschlungen, in der gut sichtbar ein Dolch steckt. Darunter trägt er anliegende schwarze Hosen und kniehohe Schaftstiefel aus schwarzem Leder.

Genauso wie “unser“ Captain Picard, hat er großes Interesse an Archäologie und begeistert sich für die Werke Shakespeares. Jedoch bezieht seine archäologische Faszination sich vor allem auf den Preis seltener historischer Objekte und wie gewinnbringend man sie veräußern kann, insbesondere wenn man weitere Artefakte zerstört um den finanziellen Wert der eigenen Stücke zu steigern. Zudem triefen die Texte des Spiegeluniversum-Shakespeares bei aller lyrischen Schönheit von menschenverachtendem Sarkasmus und besingen und lobpreisen Amoral, Eigennutz und alle Arten von Hinterhältigkeit zum eigenen Vorteil.

In seinem Wesen ist Jean-Luc Picard ein grausamer Zyniker, der zwar Gefallen daran findet, anderen Schmerz zuzufügen, jedoch nie die Kontrolle über seine sadistische Ader verliert, stets taktisch vorgeht und niemals in seiner Wachsamkeit nachlässt.
Nichtsdestotrotz war er in seinen jungen Jahren um einiges unbeherrschter – so hat er beispielsweise seinen verhassten Bruder Robert im Streit getötet und seinen besten Freund Jack Crusher ermordet, da er dessen Frau Dr. Beverly Crusher für sich haben wollte.

Er ist sich zudem stets der Tatsache bewusst, dass er sich bei seinem rücksichtslosem erklimmen der Karriereleiter nicht unbedingt Freunde gemacht hat und, dass sein Erfolg zahlreiche Neider auf den Plan ruft. Allen voran sein erster Offizier Riker, der nur auf die Gelegenheit wartet, um ihn aus dem Weg zu räumen und seinen Platz einzunehmen, ebenso wie Wesley Crusher, der ebenso geniale wie psychopatische Sohn seiner Mätresse, der um jeden Preis den Mord an seinem Vater rächen will.

Auftritte

Romane

Picard auf dem Cover des Romans Dunkler Spiegel, geschrieben von Diane Duane (1993).

  • 1993: Star Trek – Das Nächste Jahrhundert: Dunkler Spiegel (Star Trek – The Next Generation: Dark Mirror) – Science-Fiction-Roman; geschrieben von Diane Duane, veröffentlicht bei Pocket Books, Simon & Schuster. Die deutsche Übersetzung von Uwe Anton erschien 1997 im Heyne Verlag.
  • 1998: Star Trek: Das Gespenst (Star Trek: Spectre) - Erster Teil der Spiegeluniversum-Trilogie; geschrieben von William Shatner und Judith & Garfield Reeves-Stevens, publiziert bei Pocket Books, Simon & Schuster. Die deutsche Übersetzung von Andreas Brandhorst erschien 2000 im Heyne Verlag.
  • 1999: Star Trek: Dunkler Sieg (Star Trek: Dark Victory) - Zweiter Teil der Spiegeluniversum-Trilogie; geschrieben von William Shatner und Judith & Garfield Reeves-Stevens, herausgegeben von Pocket Books, Simon & Schuster. Die deutsche Übersetzung von Andreas Brandhorst erschien 2001 im Heyne Verlag.
  • 2000: Star Trek: Die Bewahrer (Star Trek: Preserver) - Dritter Teil der Spiegeluniversum-Trilogie; geschrieben von William Shatner und Judith & Garfield Reeves-Stevens, veröffentlicht bei Pocket Books, Simon & Schuster. Die deutsche Übersetzung von Andreas Brandhorst erschien 2001 im Heyne Verlag.
  • 2007: Glass Empires - Novellensammlung; geschrieben von Mike Sussman mit Dayton Ward & Kevin Dilmore, David Mack und Greg Cox, veröffentlicht im Februar 2007 bei Pocket Books, Simon & Schuster.
    Der von Cox verfasste Kurzroman “Sdlrow Htob Fo Tsrow Eht“ (The Worst of Both Worlds) berichtet von einem alternativen Spiegeluniversum-Jean-Luc Picard, der sich nach dem Zusammenbruch des Terranischen Imperiums unter der Knute der siegreichen Klingonisch-Cardassianischen Allianz als Archäologe durchschlägt und schlussendlich zusammen mit dem brillanten Wissenschaftler Noonien Soong nach der ultimativen Waffe sucht, um die Terraner zu befreien. Fündig zu werden glaubt er in einer Spezies von aggressiven kybernetischen Mischwesen – den Borg.

Comics

Picard auf der Brücke der "ISS Enterprise" - Cover von Star Trek: Broken Mirror, Ausgabe #5, Artwork von J.K. Woodward (2017).

  • 2008: Star Trek: Spiegelbilder (Star Trek: Mirror Images) - Fünfteilige Comic-Miniserie; geschrieben von David & Scott Tipton und gezeichnet von David Messina (Ausgaben 1, 2, 4 & 5) & Sara Pichelli (Ausgabe 3). Veröffentlicht wurde die Comicreihe zwischen Juli und November 2008 bei IDW Publishing. Die deutsche Übersetzung von Christian Langhagen erschien im September 2009 als Gesamtausgabe im Cross Cult Verlag.
    Ausgabe #3 berichtet von einem frühen Abenteuer des jungen Lieutenant Picard an Bord des Kampfschiffes ISS Starbreaker während des Krieges zwischen dem Terranischen Imperium und der Klingonisch-Cardassianischen Allianz. Nachdem der Captain während einer Schlacht zu Tode kommt, nutzt der ehrgeizige Bordnavigator Jean-Luc Picard die Gunst des Augenblicks – Er reißt das Kommando über das schwer angeschlagene Schiff an sich und unternimmt mit geradezu erschreckender Rücksichtslosigkeit alles, was nötig ist, um die Starbreaker und ihre Crew aus dem feindlichen Gebiet heraus zu manövrieren, damit sie anderntags weiterkämpfen und den Sieg für das Imperium erringen können.
  • 2017: Star Trek – The Next Generation: Mirror Broken - Sechsteilige Comic-Miniserie; geschrieben von David & Scott Tipton und gezeichnet von J.K. Woodward. Herausgegeben wurde die Comicreihe zwischen Mai und Dezember 2017 von IDW Publishing. Im März 2018 erschien die Broken Mirror-Serie als Gesamtausgabe.
    Die Serie folgt Captain Picards intrigenreichen Plänen zur Übernahme des prestigeträchtigen Flaggschiffes des Terranischen Imperiums, der ISS Enterprise NCC-1701-D, indem er deren bisherigen Kommandanten, den schier grenzenlos arroganten und gefährlich paranoiden Captain Edward Jellico beseitigt und in der Folgezeit seinen Platz auf der Brücke festigt und gegen allerlei Gefahren, insbesondere von ehrgeizigen Neidern innerhalb seiner eigenen Crew verteidigen muss.
  • 2018: Star Trek – The Next Generation: Through the Mirror - Fünfteilige Comic-Miniserie; geschrieben von David & Scott Tipton und gezeichnet von J.K. Woodward. Veröffentlicht wurde die Comicreihe zwischen 2. und 30. Mai 2018 bei IDW Publishing. Im Oktober desselben Jahres wurde die Through the Mirror-Serie als Gesamtausgabe herausgegeben.
    Die Serie setzt die Ereignisse aus Mirror Broken fort und berichtet, wie Captain Picard zufällig auf die geheimen Informationen über “unser“ friedfertiges Universum stößt und darin eine wohlgefüllte Schatzkammer voller Ressourcen und wertvoller Technologien erkennt, die nur darauf wartet geplündert zu werden.
    Bei einem dreisten Vorstoß auf “die andere Seite des Spiegels“, kommt es zur unweigerlichen Konfrontation zwischen den beiden so unterschiedlichen und doch so erschreckend ähnlichen Picards und ihren Crews.

Videospiele

  • 2016: Star Trek Timelines – Entwickelt von Disruptor Beam und herausgegeben von Disruptor Beam & Tilting Point für Facebook Platform, IOS und Android.
    In dem Online-Strategie-Rollenspiel stellt man als Captain eines Raumschiffes eine Crew zusammen und kann dabei auf Figuren aus sämtlichen Star Trek-Epochen/-Zeitlinien/-Paralleluniversen zurückgreifen.
    Spiegeluniversum-Picard gehört zu den legendären Fünf-Sterne-Crewmitgliedern.

Picards Kommando-Crew (Auswahl)

Commander William T. Riker

Krankhafter Ehrgeiz, Machthunger, Verschlagenheit, Arroganz und Heimtücke gehören zu jenen Eigenschaften, denen “Will“ Riker seine Position als Erster Offizier auf dem fortschrittlichsten und bestausgerüsteten Kriegsschiff des Terranischen Imperiums verdankt. Wo nötig, hat er sich mit spitzen Ellenbogen Platz verschafft und wo zweckdienlich, hater den opportunistischen Schmeichler herausgekehrt.

Sein erklärtes großes Ziel ist es, selbst Kommandant der ISS Enterprise zu werden, obwohl er mit Captain Picards eine Allianz gegen den selbstgefälligen Captain Jellico eingegangen ist und ihm somit praktisch den Weg zum Kommandostuhl auf der Brücke geebnet hat. Trotz eines widerwilligen Respekts, den er für den ehrgeizigen Captain hegt, macht er kaumeinen Hehl daraus, wie sehr er selbst den Platz in der Mitte begehrt und nur auf das allerkleinste Anzeichen von Schwäche lauert, um Picards Leben ein Ende zu bereiten.

Im Laufe der Zeit schmiedet Riker eigene Allianzen an Bord und spinnt ganz allmählich die Fäden zu einem Netz aus Intrigen, in dem Picard sich vollkommen hilflos verfangen soll, während er selbst, wie eine giftige Spinne seiner Beute auflauert. Wegen seiner Arroganz und zunehmenden Selbstsicherheit, kommt es zwischen ihm und Picard immer wieder zu verbalen und mitunter sogar körperlichen Auseinandersetzungen.

Lieutenant-Commander Geordi LaForge

Obwohl er von Geburt an blind ist, hat LaForge es innerhalb der Terranischen Sternenflotte durch harte Arbeit und so manche Intrige bis zum Maschineningenieur gebracht. Auch wenn er mitunter bahnbrechende Ideen und Theorien entwickelt hat, um die unter strengster Geheimhaltung entwickelte und konstruierte ISS Enterprise NCC-1701-D noch weiter zu verbessern, wurde er von seinen Vorgesetzten wegen seiner Behinderung kaum beachtet. Als Freak abgestempelt und verachtet, hat es ihn nicht viel Überwindung gekostet, einen Deal mit Picard einzugehen, der das neue Flaggschiff unbedingt übernehmen wollte.

Von seinem neuen Captain direkt zum Chefingenieur befördert, gehört Geordi LaForge zu den wenigen Crewmitgliedern, die keine Ambitionen hegen, Picard aus dem Weg zu schaffen. Er genießt seine Position und die damit einhergehende uneingeschränkte Autorität im Maschinenraum. Solange Picards Missionen auch ihm Wohlstand und Zugang zu schönen Frauen verschafft, hält er ihm die Treue und hat kein Interesse an einem Wechsel in der Führungsebene.

Abgesehen davon achtet er sorgsam darauf, absolut unentbehrlich zu bleiben und behält zudem stets seine Untergebenen im Auge, um mögliche Emporkömmlinge, die über seinen toten Körper hinweg die Karriereleiter erklimmen wollen, rechtzeitig zu erkennen- und ausmerzen zu können.

Lieutenant Reginald Barclay

Der übermäßig neurotische Lieutenant Barclay scheint auf den ersten Blick keine übermäßige Bedrohung zu sein, doch der Eindruck kann täuschen. Ursprünglich seinen Dienst im stickig-heißen Maschinenraum der hoffnungslos veralteten ISS Stargazer verrichtend, steigt er durch die, von Captain Picard orchestrierte, Ermordung von Lieutenant Tasha Yar zum Sicherheitschef auf.

Während er seinen Pflichten auf das Vorbildlichste nachkommt und alles unternimmt, um sich unentbehrlich zu machen, schmiedet er im Geiste bereits Pläne, um Picard “verschwinden zu lassen“, um eines Tages selbst im Stuhl des Captains Platz zu nehmen.
Im Zuge von Picards genialem Komplott, welches in der Übernahme der brandneuen ISS Enterprise NCC-1701-D gipfelt, wächst in Barclay jedoch der zunächst nur widerwillig empfundene Respekt gegenüber seinem Captain zu regelrechter Bewunderung heran.

Solange ihre gemeinsamen Unternehmungen weiterhin von Glorie und Profit begleitet werden, hält Barclay Captain Picard die unbedingte Treue und gilt als einer seiner loyalsten Verbündeten an Bord. Dennoch verliert der Sicherheitschef niemals sein eigentliches Ziel völlig aus den Augen und so achtet er stets gründlich auf die Sicherheit seines Captains und noch gründlicher auf Anzeichen von Schwäche oder Unaufmerksamkeit, um genau in solch einem Moment aus dem Hinterhalt heraus zuschlagen zu können.

Im Finale des Romans Dunkler Spiegel wird Barclay von Inquisitorin Troi mit einem Phaser vaporisiert, während “unser“ Captain Picard sich in einer Auseinandersetzung mit seinem anderen Selbst aus dem Spiegeluniversum befindet.

Dr. Beverly Crusher

Dr. Crusher ist eine der begabtesten Medizinerinnen der Imperialen Sternenflotte, wobei ihre Heilmethoden weniger altruistischer Natur sind, sondern vielmehr dem pragmatischen Grundsatz folgen, wonach nur ein “ordentlich zusammengeflickter Soldat ein funktionstüchtiger Soldat ist“.

Das Verhältnis zwischen ihr und Captain Picard ist, gelinde gesagt, angespannt. Auch wenn es nie offiziell bestätigt wurde, weiß sie dennoch ganz genau, dass er für den Tod ihres Mannes Jack Crusher verantwortlich war, um sie besitzen zu können und zu seiner “Frau des Captains“ zu machen.
An Bord der ISS Enterprise NCC-1701-D hat sie nur aus dem einen Grund angeheuert, nämlich dass das neuartige Kriegsschiff der Galaxy Klasse über die modernste und am besten ausgerüstete Krankenstation der Imperialen Sternenflotte verfügt, was ihr die besten Grundlagen für ihre medizinischen Experimente bietet.

Zudem unternimmt sie zum Schutz ihres Sohnes Wesley alles, um zu verheimlichen, dass er ein mit ungeahnten Talenten ausgestattetes Genie ist und stellt ihn anderen gegenüber als psychisch gestörten Schwachsinnigen dar, den sie nur wegen ihrer Langzeitstudie noch nicht euthanasiert hat.

In manchen Versionen des Spiegeluniversums verübt Beverly Crusher immer wieder Attentate auf Picard, um den Mord an ihrem Mann zu rächen. Demgegenüber wurde sie im sogenannten “Shatnerversum“ bereits vor einigen Jahren von Regent Picard getötet nachdem sie sich mit der feindlichen Rebellen-Allianz gegen ihn verbündet hat.

Fähnrich Wesley Crusher

Der junge Wesley Crusher ist, ungeachtet seiner soziopathischen Veranlagung, ein Jahrhundertgenie im wahrsten Sinne des Wortes. Mit seinem analytischen Verstand kann er mühelos mit dem Intellekt eines Vulkaniers mithalten und sich sogar mit einem Computer messen.
Dank seiner, nur im Geiste durchgeführten Extrapolationen, kann er den Verlauf der Karriere seiner Mutter Beverly Crusher stets vorteilhaft beeinflussen, sodass sie sich stets rechtzeitig versetzen lassen kann, ehe ein übereifriger Assistenzarzt einen Anschlag auf sie verüben kann, um selbst leitender medizinischer Offizier zu werden oder bevor eine Meuterei auf einem imperialen Kriegsschiff ausbricht, um einen vermeintlich unfähigen Captain zu stürzen.

Um zu verhindern, dass er wegen seines Intellektes wie ein Versuchskaninchen eingesperrt wird, mit dem nach Belieben experimentiert werden kann, gibt er sich als debiler, geistig zurückgebliebener Schwachsinniger aus und kann jahrelang alle in seiner Umgebung damit täuschen, selbst den arroganten ersten Kommandanten der ISS Enterprise, Captain Jellico.
Nur Jean-Luc Picard durchschaut seine Schmierenkomödie und setzt ihn, entgegen des Willens seiner Mutter, als Brückenoffizier im Rang eines Fähnrichs ein, zumal er das Schiff besser kennt als irgendjemand sonst, seit er sämtliche schematischen Darstellungen studiert und in seinem fotografischen Gedächtnis verinnerlicht hat.

Zum Schein lässt Wesley sich von Picard protegieren, verfolgt im Grunde jedoch gänzlich eigene Ziele. Ihm ist durchaus bewusst, dass der ebenso skrupellose wie ehrgeizige Captain seinen Vater ermordet hat, um an seine Mutter heranzukommen und so wartet der junge Genius nur auf die passende Gelegenheit, um den Tod seines Vaters und die Befleckung seiner Mutter zu rächen.
In seiner verdrehten Fantasie weidet er sich regelmäßig an der Vorstellung, wie er Captain Picard in einer der Agonie-Kammern an Bord der Enterprise langsam und genüsslich zu Tode foltert.

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