Schurken Wiki
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“Das da ist nicht nur das Blutgeld Ihrer Frau sondern von all den Menschen, die hier gestorben sind! Wir sollen auf das Geld verzichten? Und wieder von unten anfangen und mit unserem Scheiß leben... und mit unserem scheiß Gewissen weiter so machen? Traut sich der Rest hier drin das wirklich zu?”

— Sang-woo weist einen Teilnehmer zurecht

“Ich weiß nicht, wie's bei dir ist, aber ich verdanke es nicht diesem Typen, dass ich noch lebe! Ich bin noch am Leben, weil ich mit aller Kraft ums Überleben gekämpft habe! Reiß dich zusammen! Damit wir mit dem Geld da oben rauskommen, mussten bisher alle anderen sterben! Solltest du mir nicht dankbar sein, dass sein Blut an meinen Händen klebt und nicht an deinen?”

— Sang-woo streitet mit Gi-hun

Cho Sang-woo (Nummer 218) ist ein Charakter aus der 2021 veröffentlichten südkoreanischen Dramaserie Squid Game. Er erscheint als einer der unterstützenden Hauptcharaktere, wird im Verlauf der Handlung aber immer skrupelloser und egoistischer, so dass er schlussendlich als finaler Gegenspieler in Erscheinung tritt.

Sang-woo ist der Kindheitsfreund von Seong Gi-hun und wird gemeinsam mit diesem in gefährliche Spiele verwickelt, deren Gewinner ein Preisgeld in Milliardenhöhe winkt. Aufgrund seiner finanziellen Schulden lässt Sang-woo sich auf die Spiele ein und erweist sich als stiller, berechnender und brillanter Stratege, dessen Ideen seinen Kameraden des Öfteren das Leben retten. Als sich aber abzeichnet, dass nur eine Person gewinnen kann, wird Sang-woo immer kaltblütig und opfert alles und jeden um sich herum, um diese Person zu sein.

Er wurde von Park Hae-soo dargestellt und im Deutschen von Florian Clyde synchronisiert.

Biographie

Vergangenheit

Sang-woo wuchs in Seouls Distrikt Ssangmun-dong in ärmlichen Verhältnissen auf. Er war der beste Freund eines älteren Jungen, Seong Gi-hun, der ihn in ihrer Kindheit oft zur Schule brachte. Gemeinsam mit anderen Kindern spielten sie auf der Straße oft das sogenannte Tintenfischspiel, ein südkoreanisches Kinderspiel, in dem zwei Mannschaften gegeneinander antreten. Trotz der Armut seiner Familie erwies Sang-woo sich als äußerst intelligent und konnte die Schule mit einem sehr guten Abschluss beenden. Es zog ihn zur Universität und er beendete seinen BWL-Studiengang als Jahrgangsbester der renommierten Seoul National University. Sang-woos Erfolg machte ihn zum Stolz seiner Familie und er wurde sogar ehrfürchtig als "Stolz von Ssangmun-dong" bezeichnet.

Sang-woo nahm einen Job als Anlagenberater der Firma Joy Investments an, nutzte aber die ihm anvertrauten Kundengelder, da er sie anlegen und davon profitieren wollte. Seine Fehlinvestitionen – unter anderem auch der Erwerb von Future Bonds, die sich nicht auszahlten – führten jedoch dazu, dass er über 60 Millionen Won seiner Firma veruntreute und in seiner Verzweiflung schließlich auch das Vermögen sowie das Haus und den Laden seiner Mutter belastete. Aus Scham hielt er seine Geldnot und seine Taten vor allen geheim und gab äußerlich noch immer das Bild des strahlenden Geschäftsmanns ab. Allerdings hatte er Schulden von insgesamt sechs Milliarden Won angehäuft und wurde mittlerweile wegen Wirtschaftskriminalität, Veruntreuung sowie Dokumentenfälschung polizeilich gesucht.

Um sich der Verhaftung zu entziehen, tauchte Sang-woo unter und gab seiner Mutter gegenüber vor, auf Geschäftsreise ins Ausland zu gehen. Tatsächlich aber sah er sich zum ersten Mal in seinem Leben mit völliger Ohnmacht konfrontiert, da er nicht wusste, wie er sich vor den Konsequenzen, die ihm drohten, retten sollte. Sang-woos Verzweiflung machte ihn jedoch angreifbar, was eine mysteriöse Organisation ausnutzte und mit ihm in Kontakt trat. Ihm wurde die Möglichkeit angeboten, bei der Teilnahme an unspezifizierten Spielen genug Geld zu gewinnen, um seine Schulden bezahlen zu können. Nachdem Sang-woo einwilligte, wurde er betäubt und in eine geheime Einrichtung auf einer unbekannten Insel gebracht. Als er wieder zu sich kam, fand er sich inmitten fremder Personen wieder, die ebenfalls Teilnehmer der Spiele waren.

Das erste Spiel

Sang-woo lauscht den Regeln

Sang-woo kommt an einem ihm unbekannten Ort in einem großen Schlafsaal zu sich. Er trägt einen Anzug mit der Aufschrift 218 und ist von 455 weiteren Personen umgeben, die ebenfalls Teilnehmer des Spiels sind. Nach einem kurzen Moment öffnet sich die einzige Tür des Schlafsaals und eine Reihe maskierter Handlanger betritt den Raum. Ihr Sprecher heißt die Gruppe willkommen und erklärt, dass sie in den nächsten sechs Tagen an insgesamt sechs Spielen teilnehmen werden. Daraufhin ergreift Sang-woo das Wort und spricht die fragwürdige Legalität der Spiele an, woraufhin der Manager ihn mit seinen eigenen Verbrechen konfrontiert. Der Sprecher offenbart, dass alle Anwesenden hohe Schulden haben und die Spiele eine Gelegenheit sind, genug Geld zu verdienen, um diese zu begleichen.

Nachdem grundlegende Fragen geklärt sind und alle Teilnehmer sich durch ihre Registration zur Teilnahme an den Spielen bereiterklärt haben, werden die Spieler durch die unterirdische Anlage in eine große Kammer geführt. Während sie dort auf Anweisungen warten, sieht Sang-woo sich zu seiner Überraschung mit Seong Gi-hun konfrontiert, der ebenfalls an den Spielen teilnimmt, um Schulden zu begleichen. Sang-woo ist alles andere als glücklich darüber, dass sein Freund nun über seine finanziellen Probleme und seine kriminellen Taten Bescheid weiß. Daher antwortet er nur ausweichend, das sie später reden werden und tritt davon. Im selben Moment beginnt eine Lautsprecherdurchsage, in der den Teilnehmern erklärt wird, dass sie das koreanische Kinderspiel Rotes Licht, grünes Licht spielen werden.

Sang-woo überlebt das erste Spiel

Bei diesem müssen die Teilnehmer innerhalb eines Zeitlimits die Ziellinie am anderen Ende der Halle durchqueren, dürfen sich aber nur bewegen, solange die Phrase "Rotes Licht, grünes Licht!" erklingt. Ihnen wird eingeschärft, dass sie aus den Spielen ausscheiden werden, wenn sie sich in der Ruhephase trotzdem noch bewegen. Alle Teilnehmer halten das Spiel für lächerlich, bis sich einer der Teilnehmer in einer Ruhephase noch bewegt und augenblicklich erschossen wird. Sofort bricht Panik aus, in deren Verlauf noch dutzende weitere Spieler erschossen werden, da das Spiel gnadenlos weiterläuft. Die Überlebenden erkennen jedoch, dass sie das Spiel in der zeitlich vorgegebenen Frist bewältigen müssen, um nicht ebenfalls "disqualifiziert" zu werden. Sang-woo gehört zu den Überlebenden des ursprünglichen Massakers und erkennt, dass es für ihn sicherer ist, direkt hinter einer anderen Person zu laufen und diese als menschlichen Schild zu verwenden.

Diesen Rat raunt er auch Gi-hun zu, als er diesen passiert. Durch sein taktisches Vorgehen kann Sang-woo tatsächlich die Ziellinie passieren. Dennoch scheint es zu seinem Entsetzen fast, als würde Gi-hun bei dem Spiel scheitern. Im letzten Moment wird Gi-hun jedoch zu Sang-woos Erleichterung von einem anderen Teilnehmer, Ali, gerettet und vor einem Sturz in der Ruhephase bewahrt. Sowohl Gi-hun als auch Ali können dadurch innerhalb des Zeitlimits die Ziellinie passieren. Zurück im Quartier der Teilnehmer ist die ursprüngliche Euphorie der Teilnehmer im Angesicht der sadistischen Spiele schnell verflogen. Als die Manager zurückkehren um ein weiteres Mal zu den Überlebenden – weniger als die Hälfte der ursprünglichen Teilnehmer haben das Spiel überstanden – zu sprechen, bricht daher Panik und Verzweiflung aus. Schließlich ergreift Sang-woo das Wort und erinnert alle Anwesenden daran, dass es ihnen gemäß der Regeln des Spiels zusteht, eine Abstimmung über das Weiterspielen zu initiieren.

Sang-woo fordert eine Abstimmung ein

Dies bedeutet, dass die Mehrzahl der Teilnehmer die Spiele per Abstimmung beenden kann, was die Organisatoren zu respektieren geschworen haben. Sang-woos Wunsch einer Abstimmung wird von den Mitarbeitern respektiert, so dass im Folgenden jeder Teilnehmer hinsichtlich seines Wunsches, weiterzuspielen, befragt wird. Bevor dieser Prozess beginnt, gibt der maskierte Manager jedoch wie versprochen die Höhe des Preisgelds preis; pro ausgeschiedenem Teilnehmer werden eine Million Won berechnet. Entsprechend liegt das Preisgeld bereits nach der ersten Runde bei 25, 5 Milliarden Won, die an die Hinterbliebenen der ausgeschiedenen Spieler gezahlt werden sollen, falls die Spieler entscheiden, das Spiel zu beenden. Die schiere Menge des Preisgelds überzeugt einige der zuvor verängstigten Teilnehmer – darunter Sang-woo – die Risiken des Spiels doch noch eingehen zu wollen, weswegen es zu dem Zeitpunkt, an dem nur noch ein Teilnehmer seine Wahl fällen muss, unentschieden steht.

Durch die Entscheidung der letzten Person wird beschlossen, die Spiele zu beenden und die Teilnehmer werden betäubt und an unbelebten Orten um Seoul herum abgesetzt. Sang-woo wird gemeinsam mit Ali in Yeouido abgesetzt, wo Sang-woo dem mittellosen Ali ein Essen sowie eine Busfahrkarte nach Hause spendiert. Zurück in Ssangmun-dong trifft Sang-woo auch wieder auf Gi-hun, wodurch die beiden nun doch Zeit für ein Gespräch finden. In den folgenden Stunden sieht Sang-woo sich nun aber wieder mit seinem aussichtslosen Leben konfrontiert und sieht keinen Ausweg aus seiner missratenen Situation. Als ein unbekannter Bote ihm noch am selben Tag eine erneute Einladung zu den Spielen aushändigt, nimmt Sang-woo die Gelegenheit daher wahr und meldet sich für die Fortsetzung der Spiele. Neben Sang-woo nehmen auch Gi-hun, Ali und genug weitere Personen teil, dass die Spiele wieder aufgenommen werden können.

Weitere Spiele

Sang-woo und Gi-hun besprechen sich

Kurz nachdem sie im altbekannten Schlafsaal wieder zu sich kommen, beschließen Sang-woo, Gi-hun und Ali auf Gi-huns Anraten hin, eine Gruppe zu bilden, um die Spiele gemeinsam zu meistern und sich vorzubereiten. Zu Sang-woos stillem missfallen beschränkt Gi-hun sich aber nicht darauf, nur Personen aufzunehmen, die dem Team förderlich sind. Stattdessen rekrutiert er auch einen alten Mann, Il-nam, mit dem er sich vor dem ersten Spiel angefreundet hat. Gemeinsam mit Gi-hun, Sang-woo und Ali sitzt Il-nam daher beim Mittagessen zusammen. Als Sang-woo überlegt, was die nächste Herausforderung sein könnte, wirft Il-nam ein, dass es angesichts des ersten Spiels ein Spiel sein könnte, welches sie aus ihrer Kindheit kennen.

Dies schränkt die Auswahl aber nicht so sehr ein, dass die Gruppe mit Sicherheit voraussagen kann, was sie im nächsten Spiel erwartet. Ali merkt zudem an, dass er keines der von Gi-hun erwähnten Kinderspiele kennt, woraufhin Sang-woo sanft antwortet, dass die Regeln von Kinderspielen meist leicht sind und sie ihm helfen werden, wenn er Probleme hat. Am nächsten Morgen gibt er seine Frühstücks-Ration außerdem an Ali weiter. Schließlich ertönt eine Durchsage, laut der das zweite Spiel in Kürze beginnt. Sang-woo ist aber auf die einzelgängerische Teilnehmerin Sae-byeok aufmerksam geworden und hat erkannt, dass diese etwas in Erfahrung gebracht hat.

Sang-woo verschweigt Gi-hun sein Wissen

Er kann Sae-byeok überzeugen, ihr Wissen mit ihm zu teilen und kann sich durch Sae-byeoks Informationen erschließen, was das nächste Spiel sein wird. Als die Teilnehmer in eine neue Halle geführt werden und dort eines von mehreren Mustern wählen sollen, erkennt Sang-woo daher, dass es ihre Aufgabe sein wird, aus einer Platte aus gehärtetem Zucker fehlerfrei das Symbol auszustanzen, welches sie gewählt haben. Entsprechend wählt Sang-woo das leichteste Symbol – ein Dreieck – teilt sein Wissen aber nicht mit den anderen Mitgliedern seines Teams. So nimmt er nach kurzem Zögern schlussendlich in Kauf, dass Gi-hun das bei weitem am schwersten auszustanzende Symbol, einen Regenschirm, wählt.

Dennoch ist er erleichtert, als Gi-hun gemeinsam mit Il-nam lebendig zurückkehrt. Die Freude ist aber nur von kurzer Dauer, da im Schlafsaal schon bald Konflikte ausbrechen, als die Essensrationen knapper ausfallen und es zu Machtkämpfen der Teilnehmer kommt. Dabei wird einer der Teilnehmer von dem Rohling Deok-su zu Tode geprügelt. Zur Überraschung der größtenteils entsetzten Teilnehmer führt dies allerdings keinerlei Sanktionen mit sich, sondern führt lediglich zur Disqualifizierung des getöteten Mannes. Dadurch erkennen die Teilnehmer, dass es ihnen möglich ist, Rivalen und Feinde innerhalb des Schlafsaals ohne Konsequenzen auszuschalten. Sang-woo und seine Kameraden planen daher, sich vorzubereiten, da sie einen nächtlichen Angriff der Feinde fürchten.

Sang-woo sucht sich sein Team zusammen

Tatsächlich beginnt ein Massaker unter den Teilnehmern, sobald das Licht abgeschaltet wird. Dutzende kommen zu Tode, bis die bewaffneten Soldaten des Spielleiters schließlich die Halle stürmen und die Kämpfe beenden. Sang-woos Team kommt mit dem Schrecken davon und wird nicht ernsthaft verletzt. Die Mitglieder setzen sich daraufhin, um zu verschnaufen. Sie nutzen die Gelegenheit, um sich einander beim Namen vorzustellen. Nach einer ruhelosen Nacht wird am nächsten Morgen nun das nächste Spiel eingeleitet. Die Teilnehmer werden dabei im Voraus gebeten, Teams aus jeweils zehn Personen zu bilden, wobei ihnen nicht offenbart wird, was das Team leisten muss.

Da bei den meisten Kinderspielen Männer im Vorteil sind, schlägt Sang-woo vor, dass sie sich darauf fokussieren, zusätzliche Männer für ihr Team zu gewinnen. Schlussendlich steht ein Team, in das sich die von Deok-su verstoßene Mi-nyeo selbst einlädt. Nachdem die Zehnerteams gebildet wurden, werden sie in eine andere Halle geführt, in deren Mitte zwei hohe Türme stehen. Die Teams müssen nun gegeneinander Tauziehen spielen; die Teammitglieder werden dabei an das Tau gekettet und müssen das gegnerische Team über den Rand des Turms in den Abgrund ziehen. Sang-woo ist entgeistert, da sein Team nicht durch körperliche Kraft brilliert, doch der alte Il-nam ergreift das Wort. Er erklärt, dass es beim Tauziehen entgegen aller Erwartungen nicht allein auf Kraft, sondern auf die richtige Strategie ankommt.

Sang-woo fürchtet sich vor dem Tauziehen

Er behauptet, dass sie mit der richtigen Taktik und vollkommener Einheit selbst körperlich überlegene Teams schlagen können. Während der Fahrstuhl sie den Turm hinaufbefördert, schärft Il-nam seinem Team ein, wie genau sie stehen und sich verhalten müssen, um zu gewinnen. Aus Verzweiflung heraus halten sich alle an Il-nams Befehle und zur Überraschung des Gegnerteams und der restlichen Teilnehmer können sie sich tatsächlich bewähren. Indem sie sich für die ersten zehn Sekunden ausschließlich nach hinten lehnen, überrumpeln und verwundern sie ihre Gegner, bevor sie dann selbst zu ziehen beginnen. Sie können die Gegner so aus der Fassung und aus dem Rhythmus bringen, nur um dann einheitlich ruckartig zu ziehen.

Auf diese Art und Weise ziehen sie die Gegner fast in den Abgrund hinein, doch dann kommen sie wieder zur Besinnung und stemmen sich dagegen. Nun findet Sang-woos Team sich plötzlich mit dem nahenden Tod konfrontiert, bis Sang-woo ruft, dass sie auf sein Kommando alle drei Schritte nach vorne treten sollen, um die Gegner zu Fall zu bringen. Tatsächlich kommt es genau so und da die Gegner zu Boden stürzen, können Sang-woo und die anderen sie problemlos in den Abgrund ziehen. Dadurch gewinnen sie entgegen aller Erwartungen das Spiel und können in den Schlafsaal zurückkehren. Da sie befürchten, dass es in der nächsten Nacht wieder zu Kämpfen kommen wird, bauen sie sich eine Art Schutzwand aus den Metall-Gestellen ihrer Betten und beschließen, dass immer zwei von ihnen Wache halten werden.

Kaltblütigkeit

Sang-woo will mit Ali zusammenarbeiten

Sang-woo und Ali übernehmen die erste Schicht. Während dieser unterhalten sie sich und freunden sich miteinander an. Während Sang-woo Ali nach seiner Vergangenheit und seiner Familie befragt, gibt er selbst äußerst wenig über sein Leben preis. Schließlich werden er und Ali von Gi-hun und Il-nam abgelöst. Am nächsten Tag beginnt das vierte Spiel und alle Teilnehmer werden in eine neue Halle geführt. Dort wird ihnen verkündet, dass sie paarweise spielen werden und sich daher einen Partner unter den Teilnehmern suchen müssen. Sang-woo wählt dabei Ali als Partner, da er sich mit diesem die größten Siegeschancen ausrechnet. Dies überrascht Gi-hun, der aber gute Mine zum bösen Spiel macht und scheinbar akzeptiert, dass sein bester Freund ihn nicht gewählt hat.

Noch während sie in die Arena geführt werden, sind Sang-woo und Ali überzeugt davon, dass sie durch Zusammenarbeit jedes Spiel lösen können. Auch als sie jeweils einen Beutel mit zehn Murmeln erhalten, hält diese Euphorie noch an, legt sich aber augenblicklich, als eine Lautsprecherdurchsage offenbart, dass die Teilnehmer im folgenden Spiel nun gegen ihren Partner spielen müssen und diesem gewaltfrei alle zehn Murmeln abnehmen müssen; die Art, wie sie dies tun, ist ihnen freigestellt. Geschockt erkennen die beiden, dass entgegen aller Erwartungen nur einer von ihnen lebendig aus diesem Spiel hervorgehen kann. Ali hat außerdem noch nie Murmeln gespielt, so dass er nur noch verzweifelter wird.

Sang-woo verliert die Beherrschung

Trotz des Schreckens der Offenbarung einigen Sang-woo und Ali sich auf eine Spielweise und beginnen das Spiel. Entgegen aller Erwartungen spielt Ali trotz seiner Unerfahrenheit sehr gut, so dass Sang-woo eine Murmel nach der anderen verliert. Je näher er der Niederlage kommt, desto verzweifelter und fahriger wird sein Verhalten. Nachdem er ein weiteres Mal Murmeln verloren hat und ihm nur eine einzige Murmel verbleibt, brüllt Sang-woo erbost, dass Ali ihn wohl betrogen hat und sein Unwissen nur vorgetäuscht hat. Aufgebracht packt er Ali am Kragen und ruft, dass die gesamte Situation doch gar keinen Sinn ergibt. Nur das Einschreiten eines Wachmanns führt dazu, dass Sang-woo von Ali ablässt.

Da ihm nur noch eine Murmel bleibt und ihm damit die sichere Niederlage droht, entwirft Sang-woo spontan einen verzweifelten Plan. Er entschuldigt sich tränenreich bei Ali für seinen Wutanfall und behauptet, einen Weg zu kennen, wie sie beide das Spiel überstehen können. Er behauptet, dass es mehrere Teams geben wird, in denen bis zum Ende kein Sieger feststehen wird. Sang-woo gibt sich überzeugt, dass diese Teilnehmer nicht alle disqualifiziert werden, sondern dass man sie teamweise gegeneinander spielen lassen wird. Gespielt erleichtert gibt Sang-woo vor, dass sie auf diese Art und Weise gemeinsam aus dem Spiel kommen werden und fleht Ali an, ihm zu vertrauen.

Sang-woo verrät Ali

Tatsächlich kann er den gutgläubigen Ali manipulieren und überzeugen, ihre Murmeln zu vereinen und in einem der Beutel aufzubewahren. Als scheinbaren Vertrauensbeweis hängt Sang-woo Ali diesen Beutel sogar um den Hals und trägt ihm auf, unter den anderen Spielern nach schwachen Teams zu sehen. Auf diese Art und Weise trennen die beiden sich voneinander, aber Sang-woo hat eigene Pläne. Heimlich hat er die Murmeln in dem Beutel gegen Kieselsteine ausgetauscht, so dass Ali keine einzige Murmel mehr mit sich herumträgt. Erleichtert sucht Sang-woo daraufhin einen der Wachmänner auf und präsentiert ihm seine und Alis Murmeln. Somit ist er der Sieger des Duells und wird zurück in den Schlafsaal geführt, während Ali in der Arena aufgespürt und erschossen wird.

Auch Gi-hun kehrt nach erfolgreichem Bestreiten der Spiele in den Schlafsaal zurück; die beiden sprechen nicht darüber, was im letzten Spiel vorgefallen ist. Dennoch herrscht unter den sechzehn Überlebenden eine äußerst bedrückende Stimmung. Als ein Mann, der im letzten Spiel seine Frau verloren hat, verzweifelt vorschlägt, die Spiele zu beenden, weist Sang-woo ihn grausam zurecht. Als sie am nächsten Morgen erwachen, erkennen sie, dass der Mann sich in der Nacht mit seinem Bettlaken aufgehängt hat. Somit verbleiben nur noch sechzehn Teilnehmer, die schon bald zum fünften Spiel in eine neue Arena gebracht werden. Dort werden sie aufgefordert, eine Nummer von eins bis sechzehn auszuwählen, welche für die Startposition steht, in der sie das nächste Spiel begehen werden.

Sang-woo gewinnt durch den Mord an einem Spieler

Sang-woo wählt die Nummer 15 und ist damit der fünfzehntplatzierte. Die Spieler werden auf einen großen Turm geführt, wo ihnen das folgende Spiel als Trittstein-Spiel präsentiert wird. Vor ihnen befinden sich zwei lange Brücken, die aus einzelnen Glasplatten bestehen. Ihnen wird offenbart, dass eine Glasplatte entweder aus Sicherheitsglas besteht, welches sogar zwei Personen tragen kann, oder aus normalem Fensterglas, welches bereits unter dem Gewicht einer Person zerbricht. Die Teilnehmer müssen nacheinander den Abgrund überqueren und dabei auf eine von zwei möglichen Glasplatten springen; eine ist immer aus Sicherheitsglas und eine immer aus normalem Glas. Somit ist den Teilnehmern mit den niedrigen Nummern der Tod fast gewiss, da das Spiel auf reinem Glück bei der Auswahl basiert.

Zwar kann die Gruppe sich nach und nach weiter über die Brücke vorkämpfen, doch immer wieder stürzen die erstplatzierten Teilnehmer in den Tod. Sang-woo, Sae-byeok und Gi-hun sind auf den letzten Plätzen zwar relativ sicher, allerdings geht ihnen langsam die Zeit aus. Dies hat zur Folge, dass Sang-woo, dem die Zeit zu knapp wird, unmittelbar vor dem Ziel den Mann vor ihm durch eine der Glasplatten in den Tod stößt und damit sich, Sae-byeok und Gi-hun den sicheren Sieg ermöglicht. Allerdings ist Gi-hun entgeistert darüber, wie kaltblütig Sang-woo den unschuldigen Teilnehmer geopfert hat. Im selben Moment explodieren alle Glasplatten hinter ihnen, als das Zeitlimit abläuft.

Tintenfisch-Spiel

Sang-woo streitet mit Gi-hun

Die drei Überlebenden werden zurück in den Schlafsaal gebracht, doch weder Gi-hun noch Sae-byeok vertrauen Sang-woo noch. Gi-hun konfrontiert Sang-woo erbost mit seiner Tat, doch Sang-woo behauptet kühl, dass er getan hat, was er tun musste, damit sie alle überleben. Es kommt zu einem erbitterten Streit zwischen den beiden und Gi-hun erkennt, dass Sang-woo nicht mehr derjenige ist, den er einst kannte. Da für Sang-woo ausschließlich das eigene Überleben zählt, sieht Gi-hun sich nun auch der Gefahr ausgesetzt, dass dieser ihn töten würde. In ihrem Streit bemerken die beiden gar nicht, dass Sae-byeok durch einen Glassplitter der Explosion schwer verwundet wurde.

Der Streit der beiden wird unterbrochen, als einige der maskierten Manager in die Halle treten und ihnen neue Kleidung aushändigen. Sie behaupten, dass ihnen als Finalisten ein besonderes Geschenk gemacht wird und tatsächlich wird ihnen nach ihrer Rückkehr in den Schlafsaal ein Festmahl aufgetischt. Um Energie für das letzte Spiel zu tanken, isst Sang-woo so viel er kann. Nachdem das Essen beendet ist, räumen die Diener den Tisch wieder ab, lassen aber jedem der Teilnehmer ein spitzes Messer da. Alle drei greifen sich das Messer, um sich im Notfall vor den anderen beiden zu verteidigen. Als es Zeit ist, schlafen zu gehen, ist aber keiner bereit, unachtsam zu werden.

Sang-woo ermordet Sae-byeok

Dennoch wird Sang-woo langsam von Müdigkeit übermannt und droht, einzuschlafen. In der Zwischenzeit nähert Gi-hun sich Sae-byeok. Da er vollkommen mit Sang-woo gebrochen hat, will er sich stattdessen mit dieser verbünden, um gemeinsam zu überleben. Erst jetzt erkennt der geschockte Gi-hun, wie schwer Sae-byeok verwundet ist und rennt verzweifelt zur Tür des Schlafsaals, um Hilfe zu holen. Als er sich umdreht, muss er jedoch entsetzt zur Kenntnis nehmen, dass Sang-woo seine Unachtsamkeit genutzt hat, um zu Sae-byeoks Bett zu schleichen und sie mit seinem Messer zu ermorden. Außer sich vor Hass will Gi-hun sich auf Sang-woo stürzen, wird aber von Wachen niedergerungen.

Somit verbleiben Sang-woo und Gi-hun als Finalisten und einzige Teilnehmer des sechsten Spiels. Bei diesem handelt es sich ausgerechnet um das Tintenfisch-Spiel, welches sie als Kinder gemeinsam auf der Straße spielten. Per Münzwurf wird entschieden, dass Sang-woo in der Defensive und Gi-hun in der Offensive spielen wird. Dies hat zur Folge, dass die beiden schon bald im direkten Duell aufeinanderprallen und – das eigentliche Spiel ganz vergessend – hasserfüllt versuchen, einander umzubringen. Beide können einander harte Schläge zufügen. Während des Kampfs offenbart Sang-woo auch kühl, dass er Sae-byeok getötet hat, damit sie und Gi-hun ihn nicht in dem Versuch überstimmen, das Spiel zu benden. Beide Männer verausgaben sich in ihrem Kampf vollständig, doch letzten Endes gewinnt Gi-hun die Oberhand.

Sang-woo stirbt

Er spielt kurz mit dem Gedanken, seinen alten Freund zu töten, besinnt sich dann aber eines Besseren. Da Gi-hun erkennt, wie sehr die Aussicht auf das massive Preisgeld alle Teilnehmer verdorben hat, beschließt er, Sang-woo eine Chance zu lassen und veranlasst trotz des sicheren Sieges eine Abstimmung darüber, die Spiele zu beenden. Dieser Akt lässt Sang-woo erkennen, was das Geld aus ihm gemacht hat und dass er sich im Gegensatz zu seinem Freund völlig verloren hat. Voller Reue über seine grausamen und egoistischen Taten greift er daraufhin das Messer und rammt es sich selbst in den Hals. Entsetzt eilt Gi-hun an seine Seite, kann aber nicht verhindern, dass Sang-woo um Vergebung fleht und mit der Bitte an Gi-hun, sich um seine Mutter zu kümmern, in seinen Armen stirbt.

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