“Familie ist ein kostbares Gut, Mitch, und es liegt an uns Männern, sie zu beschützen!”

— Clinton Davis

“Sie müssen verstehen, was es heißt, zuzusehen, wie ein geliebter Mensch vor Ihren Augen qualvoll verblutet. Flehen bringt nichts, Rachel! Meine Frau hat ihn angefleht! Das ist pure Zeitverschwendung! Und jetzt erleben Sie, wie es sich anfühlt tief in mir! Fühlen meine Leere... meinen Schmerz!”

— Davis' Pläne für Mitch

Clinton Davis ist der Hauptschurke aus dem 2014 erschienenen Thrillerfilm Reasonable Doubt.

Nach dem brutalen Tod seiner Familie durch einen vorbestraften Täter macht Davis Jagd auf Verbrecher auf Bewährung, die seiner Meinung nach rückfällig werden könnten. Als eines seiner Opfer entkommen kann und bei der Flucht von dem Anwalt Mitch Brockden angefahren wird, kann Davis sich dessen Schuldgefühle bei dem Verfahren zu Nutze machen, um freigesprochen zu werden. Allerdings setzt er danach seine Mordserie fort, so dass Brockden argwöhnisch wird und beginnt, gegen Davis zu ermitteln.

Er wurde von Samuel L. Jackson dargestellt, der auch Elijah Price in Unbreakable – Unzerbrechlich, Stephen in Django Unchained und Richmond Valentine in Kingsman spielte.

Biographie

Vergangenheit

Davis ist ein fünfundfünfzigjähriger Mechaniker aus Chicago. Einst hatte er eine Frau und eine kleine Tochter, doch eines Tags brach ein Mann namens Manuel Fryer, der erst seit kurzem auf Bewährung war, in das Haus von Davis ein. Er fesselte Davis an einen Stuhl und zwang ihn, zuzusehen wie er seine Frau und Tochter folterte und letztlich auch abschlachtete. Er schlitzte Davis die Kehle auf, doch Davis überlebte als einziges Mitglied seiner Familie.

Der Mörder wurde am Folgetag bei einem weiteren Einbruch erschossen. Zutiefst verbittert über den Verlust und schuldzerfressen von dem Gedanken, seine Familie nicht retten zu können, beschloss Davis, nicht zuzulassen, dass dies noch einmal geschehen würde. Er begann fortan, als Freiwilliger in Selbsthilfegruppen zu arbeiten um die Leute dort zu beobachten und Gewaltverbrecher und Sexualstraftäter auf Bewährung zu finden, die seiner Meinung nach rückfällig werden könnten.

Für den Fall, dass er solche Leute ausfindig machen konnte, verfolgte und überwältigte Davis sie nachts, folterte sie in seinem Van und erschlug sie schließlich mit einem Hammer, bevor er ihre Leichen wegbrachte und an abgelegenen Orten ablud. Bei einer der Selbsthilfegruppen wurde er schließlich auf den Sexualstraftäter Cecil Ackerman aufmerksam, der wegen Kindesmissbrauch im Gefängnis gesessen hatte und beobachtete diesen daher verstärkt. Als er Ackerman zu einem Spielplatz folgte und dieser dort Kontakt zu einem kleinen Mädchen aufnehmen wollte, schlich Davis sich an Ackerman heran, schlug ihn mit dem Hammer nieder und verschleppte ihn in seinem Van. In einer Seitengasse parkte er seinen Van und begannt, Ackerman zu folgern. Allerdings gelang es Ackerman, sich zu befreien und aus dem Van zu fliehen.

Verfahren im Mordfall Ackerman

Davis in Untersuchungshaft

Bei der Flucht rennt Ackerman auf eine Straße und wird direkt darauf angefahren. Davis traut sich nicht, dazuzutreten und bleibt in der Gasse zurück. Von dort aus bezeugt er, wie der angetrunkene Autofahrer, Rechtsanwalt Mitch Brockden, zwar den Notruf wählt, dann aber davonfährt, da er nicht von der Polizei erwischt werden will. Dies ermöglicht es Davis, nach Brockdens Verschwinden auf die Straße zu treten, Ackerman in die Gasse zu zerren und in seinen Van zu schleppen. Er nimmt zudem eine mit Ackermans Blut durchtränkte Visitenkarte Brockdens an sich, die dieser in der Eile am Tatort verloren hat. Nachdem Davis Ackerman mit seinem Hammer erschlagen hat und losfährt um die Leiche loszuwerden, wird er zufällig von einer Polizeistreife angehalten, der das Blut auffällt, das aus dem Van läuft.

Nachdem die Leiche in dem Wagen gefunden wurde, wird Davis sofort verhaftet, beteuert aber, dass er den verwundeten Ackerman auf der Straße gefunden hat und ins Krankenhaus bringen wollte. Dies glaubt man ihm nicht, so dass er vor Gericht gebracht wird, wo ausgerechnet Brockden das Verfahren gegen ihn führt. Dieser glaubt aber, selbst für Ackermans Tod verantwortlich ist und hält Davis daher fälschlicherweise für unschuldig. In einem ersten außergerichtlichen Aufeinandertreffen mit Brockden wird Davis nach der Tatnacht befragt und erklärt, zuerst bei einer seiner Selbsthilfegruppen gewesen zu sein und dann einfach rumgefahren zu sein, da er es seit dem Tod seiner Familie zu Hause nicht mehr aushält. Er betont, unschuldig zu sein, woraufhin Brockden mitfühlend entgegnet, dass er dann nichts zu befürchten hat.

Davis gibt sich verzweifelt und unschuldig

Um nicht einen "Unschuldigen" für seine eigenen Taten ins Gefängnis zu schicken, gibt Brockden in seinen Plädoyers absichtlich nicht sein Bestes. Außerdem hilft ihm sein Stiefbruder Jimmy mit einem Meineid und sagt aus, dass Ackerman tatsächlich überfahren und sterbend zurückgelassen wurde. Dies hat zur Folge, dass die Anklage gegen Davis zusammenbricht und erals freier Mann das Gerichtsgebäude verlässt. Vor dem Gerichtsgebäude holt Brockden zu Davis auf und will ihm alles Gute wünschen. Davis behauptet gutmütig, dass Brockden ja gesagt hat, dass er nichts zu befürchten hätte, wenn er unschuldig wäre. Nur kurze Zeit später macht Davis bei einer seiner Selbsthilfegruppen in Pedro Gonzales eine weitere Person ausfindig, die er als Gefährder ausmacht, und ermordet auch diese in der Nacht mit einem Hammer, nachdem er ihn eine Zeit lang gefoltert hat.

Fehde mit Brockden

Dies lässt Brockden stutzig werden und er überlegt, ob Davis nicht doch ein Mörder sein könnte. Er untersucht daher noch einmal den Tatort der Fahrerflucht und verfolgt Davis auch zu seinen Selbsthilfegruppen. Dabei wird er jedoch von Davis entdeckt und dieser erkennt, dass Brockden ihm Probleme bereiten könnte. Daher bricht er in der Nacht in Brockdens Garage ein. Er platziert dort die blutige Visitenkarte vom Abend der Fahrerflucht, hinterlässt ein Foto der Visitenkarte offen als Warnung und stiehlt einen Hammer aus dem Werkzeugschrank. In den folgenden Tagen ruft Davis Brockden an und fragt, ob dieser seine Botschaft erhalten hat. Er fordert, dass Brockden aufhört, ihm nachzuspionieren und als Brockden überrascht fragt, warum Davis ihn nicht verraten hat, wenn er doch wusste, dass er der Fahrer war, antwortet Davis dass es wichtig war, vor Gericht zu ziehen.

Davis bedroht Brockden

Er behauptet, dass die blutverschmierte Karte seine Versicherung im Falle einer drohenden Verurteilung gewesen wäre, dass er aber Brockdens Gewissenskonflikt sehen konnte und daher nicht gehandelt hat. Er erklärt auch, dass er nun durch seinen Freispruch nicht mehr für die selbe Tat verurteilt werden kann und fordert, dass Brockden ihn in Ruhe lässt, da er ihn sonst zerstören wird. Er fragt rhetorisch, was wohl mit Brockdens Frau und neugeborener Tochter geschehen wird, wenn Brockden wegen Fahrerflucht im Knast sitzt und legt dann auf. Brockden ermittelt aber weiterhin gegen Davis um ihn wegen den anderen Morden vor Gericht zu bringen. Um nach Beweisen zu suchen, bricht er tagsüber in Davis' Haus ein und lässt Davis so lange von Jimmy beschatten. Davis bemerkt jedoch, dass er von Jimmy verfolgt wird und lockt ihn daher zu einem Fabrikgebäude am Stadtrand. Er betritt die Anlage und holt sich Brockdens Hammer, den er dort versteckt hat.

Dann schleicht er sich jedoch wieder aus der Anlage heraus und gerade als Jimmy Brockden anruft um ihn über das zu informieren, was er gesehen hat, tritt Brockten von hinten an ihn heran und schlägt ihn mit dem Hammer nieder. Er schleppt den schwer verwundeten Jimmy in das Gebäude und ruft dann die Polizei an. Er imitiert einen verweifelten Hilferuf und schreit, dass man ihn umbringen will, bevor er das Handy fallen lässt und davonfährt. Als der verzweifelte Brockden eintrifft um Jimmy zu retten, wird er dabei von der Polizei konfrontiert. Da man auch den blutverschmierten Hammer aus Brockdens Garage findet und in Brockdens Garage die blutverschmierte Karte von der Fahrerflucht, gilt Brockden nun als der Hauptverdächtige und wird verhaftet. In der Untersuchungshaft wird Brockden von Davis angerufen, der sofort hasserfüllt schreit, dass er Mitch kalt machen wird. Dieser entgegnet nur trocken, dass er so viel Rückgrat von Brockden nicht kennt und fragt, wo das war, als er Ackerman hat liegen lassen.

Davis sucht Rachel auf

Er kündigt an, dass Brockden Davis' Leben hätte zerstören können und dass Davis wiederum Brockdens Leben hätte zerstören können, dass Brockden aber einen dritten Weg gefunden hat. Davis fragt nun, was wohl geschehen würde, wenn ein weiterer Mord mit genau der selben Vorgehensweise geschehen würde, während Brockden in Haft sitzt. Er beantwortet seine Frage selbst und erklärt, dass dies entlastene Umstände wären und es für begründete Zweifel an Brockdens Schuld reichen würde. Er behauptet, dass das einzige Problem ist, dass Brockden nicht den Schmerz und die Leere kennt, die Davis empfindet und offenbart damit kryptisch, dass er plant, Brockdens Frau und Tochter umzubringen damit dieser weiß, wie er sich fühlt. Tatasächlich klingelt er schon kurz darauf an der Haustür der Brockden-Familie, wo ihm Brockdens Frau Rachel die Tür öffnet. Er stellt sich ihr als Detective Kanon vor und erklärt, dass Brockden wegen Mords verhaftet wurde.

Er erklärt der geschockten Rachel, dass er persönlich an Brockdens Unschuld glaubt und daher ihre Hilfe benötigt. Dann aber täuscht er einen Hustenanfall vor und bittet um ein Glas Wasser; während Rachel ihm dies holt, zückt Davis seinen Werkzeuggürtel und zieht eine Klinge daraus. Allerdings hat Rachel zufällig einen Blick auf Brockens Akten geworfen und darin ein Bild von Davis' gefunden, so dass sie mit ihrem Baby die Flucht ergreift. Als er eine Autotür hört, stürmt Davis nach draußen, wurde jedoch von Rachel ausgetrickst die immer noch im Haus steckt und die Tür abschließt. Davis rennt nun aber um das Haus herum und tritt die Hintertür auf, bevor Rachel auch diese verschließen kann. Rachel kann zwar noch in den Vorgarten fliehen, doch dann holt Davis zu ihr auf und überwältigt sie. Bevor er sie töten kann, tritt aber der bewaffnete Brockden hinzu, der aus der Polizeigewalt geflohen ist und nun eine Pistole bei sich trägt. Indem er Rachel als Geisel nimmt, zwingt Davis Brockden aber dazu, die Waffe fallenzulassen.

Davis mit Rachel als Geisel

Er behauptet trocken, dass Brockden mit seiner Flucht nun wohl ihre begründeten Zweifel zerstört hat. Er behauptet, dass Brockden noch immer nicht versteht, aber Mitch versucht, Davis von Rachel abzulenken und seinen Hass auf sich zu richten. Er behauptet, dass Davis nicht Manns genug war, seine Familien zu retten und als echter Mann als erster gestorben wäre. Davis zischt, dass er nicht das Glück hatte, zu sterben und fragt Mitch hasserfüllt, ob dieser bereit ist, als erster zu sterben. Brockden antwortet, dass dies tatsächlich der Fall ist und wird daher sofort von Davis niedergeschossen. Mit der Ankündigung, dass Brockden nun erfahren wird, wie es ist, seine Leere und seinen Schmerz zu teilen, packt Davis Rachel und will sie töten. Er wirft Brockden noch die Pistole zu und behauptet, dass dieser nun beweisen kann, dass er besser ist als er. Während Brockden noch verzweifelt nach der Pistole greift, wendet Davis sich wieder Rachel zu, wird aber von der echten Detective Kanon erschossen, die Brockden vom Polizeirevier gefolgt ist.

Galerie

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