“All die Jahre hast du immer nur denselben Trank gebraut. Deine Dorftrottel haben dich nie richtig gefordert, weil sie immer nur dieselbe Suppe von dir wollten. Und jetzt kannst du nichts Anderes mehr. Vielleicht bist du ja absichtlich vom Baum gehüpft, um dieser Schmach ein Ende zu setzen. Du bist kein richtiger Druide mehr.”

— Dämonix zu Miraculix


Dämonix (im Original Sulfurix) ist der Hauptantagonist im französischen Animationsfilm Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks.

Er wird im französischen Original von Daniel Mesguich und in der deutschen Fassung von Willi Röbke synchronisiert.

Biografie

Dämonix und Miraculix waren in ihrer Zeit als Jungdruiden eng befreundet. Bei der großen Prüfung präsentierte Dämonix sein Flammenpulver, während Miraculix ein Pulver entwickelt hatte, durch das er alles, was er damit bestäubte, durch Schnippen telekinetisch zusammensetzen konnte. Miraculix' Pulver wurde jedoch abgelehnt mit der Begründung, es sei zwar hübsch, aber zu nichts gut. Dämonix hatte so zwar den ersten Preis gewonnen, allerdings verlief seine Karriere nicht so großartig wie erhofft, er durfte nur sein Flammenpulver einsetzen, um Feuer bei Veranstaltungen zu entfachen. Schließlich verblasste sein Ruhm völlig, während Miraculix durch den Zaubertrank, der übermenschliche Kräfte verlieh, zum berühmtesten aller Druiden wurde. Aus Neid begann Dämonix, schwarze Magie zu studieren und zog sich für viele Jahre zurück.

Jahre später erfährt er von einem kleinen Wildschwein, das zusammen mit anderen Wildschweinen von Miraculix als Boten zu den anderen Druiden geschickt wurde, aber zurückgeblieben ist, dass Miraculix vom Baum gefallen ist, was für Druiden ein absolutes Tabu ist, und dass er einen Nachfolger sucht. Dämonix besucht verbotenerweise die Druidenversammlung im Kanutenwald, von der er ausgestoßen wurde, und bietet sich als Nachfolger an, doch Miraculix lehnt ab. Bevor Dämonix ihn angreifen kann, wird er von Asterix daran gehindert und muss fliehen. Dabei wirft er die Zettel der als Nachfolger infrage kommenden Druiden durcheinander und nimmt selbst den Zettel mit dem Namen des besten, Emporkömmlix, mit. Bei seiner Flucht bemerkt Dämonix, dass Obelix anfällig für seinen Hypnosetrick ist, mit dem er Leute mit schwachen Gemüt mit einem Lichtblitz immobilisieren kann.

Dämonix sucht Julius Cäsar auf und verspricht ihm das Rezept des Zaubertranks, wenn er im Gegensatz dafür den Kanutenwald bekäme. Anschließend trifft er mit Emporkömmlix zusammen und lehrt ihn ein Rezept, bei dem dem Kessel Schmetterlinge aus Licht entweichen. Zusammen mit dem Senator Tommecrus, der sich den Galliern gegenüber als Prophet ausgibt, macht er sie auf Emporkömmlix aufmerksam. Miraculix erkennt, dass es Ähnlichkeit mit seinem Pulver hat; es ist hübsch, aber es taugt zu nichts. Er nimmt Emporkömmlix als Schüler an.

Inzwischen begutachtet Dämonix den Kanutenwald, als sein Umhang in seinem Zorn über die anderen Druiden entzündet. Tommecrus wirft den Umhang versehentlich in den Wald und steckt in Brand, was Dämonix bejubelt. Obwohl der Wald nun abgebrannt ist, lehrt Miraculix Emporkömmlix das Rezept, als ihm auffällt, dass dieser nicht sehr um Traditionen kümmert, ähnlich wie Dämonix. Darum verschweigt er ihm die letzte Zutat.

Als sich Miraculix, Emporkömmlix und die anderen zum Dorf aufmachen, da es von den Römern angegriffen wird und der Zaubertrankvorrat aufgebraucht ist, lässt Dämonix Obelix durch seinen Lichtblitz erstarren und bringt Emporkömmlix dazu, den Zaubertrank mit den gerade von Miraculix gesammelten Zutaten zu brauen. Als er merkt, dass die Geheimzutat fehlt, gerät er in Wut und greift Emporkömmlix an. Das Galliermädchen Vitrine stößt ihn weg, wodurch sein Feuerpulver in den Trank fällt und sich seine Wirkung verändert. Dämonix trinkt den Kessel leer und erlangt die Fähigkeit, riesige Feuerbälle zu schleudern. Mit diesen neuen Kräften greift der Druide sowohl das Dorf als auch die Römer an.

Dämonix konfrontiert schließlich Miraculix und wirft ihm vor, sein Talent verloren zu haben und kein richtiger Druide mehr zu sein, da er immer nur den Zaubertrank gebraut hat. Als er Miraculix töten will, der nicht bereit ist, ihm die letzte Zutat zu verraten, wird er von Asterix und Obelix angegriffen, nachdem Asterix Obelix aus der Starre befreit hat. Dämonix wird von Obelix mit einem Faustschlag durch die Luft katapultiert, allerdrings trinkt er beim Aufprall den Wachstumstrank eines anderen Druiden. Inzwischen hat Vitrine in Miraculix' Auftrag den Zaubertrank gebraut, wodurch sie auch das ganze Rezept kennt.

Als die Gallier, nun wieder durch den Zaubertrank gestärkt, das von Dämonix verursachte Feuer löschen, werden sie von Dämonix angegriffen, der durch den Wachstumstrank und die pyrokinetische Version des Zaubertranks zu einem riesigen Feuermonster geworden ist. Sowohl Gallier als auch Römer, die von Miraculix' Kollegen ebenfalls den Zaubertrank zu trinken bekommen haben, greifen Dämonix an, doch seine Haut ist nun wie versteinert und zudem glühend heiß. Miraculix setzt das Pulver ein, das er damals bei der Prüfung präsentiert hatte und welches abgelehnt worden war, um die Römer zu einem riesigen Kämpfer zusammenzusetzen. Als Obelix dann auch noch das "Steuer" übernimmt, schlägt das Gebilde Dämonix ins Weltall, wo er an einem Asteroiden abprallt und zurück auf die Erde fällt, direkt auf das neue Schiff der Piraten.

Persönlichkeit

Anders als der selbstlose Miraculix ist Dämonix arrogant und sieht sich selbst als den einzig möglichen Nachfolger seines alten Freundes. Er ist überzeugt, dass Miraculix einen Fehler begeht, wenn er den Zaubertrank nur dem kleinen Dorf zugänglich macht. Seiner Meinung nach sollte man den Zaubertrank allen Galliern zugänglich machen bzw. ihn direkt ihm überlassen, da er damit die Römer vernichten und alle Kriege auf der Welt beenden könne.

Dämonix hat großen Spaß an Chaos, so verfällt er in  Gelächter, als Senator Tommecruse versehentlich den Kanutenwald angezündet hat, und greift später mit seinen neuen, durch den veränderten Zaubertrank, Kräften das Dorf und die Römer an mit den Worten, das sei das Einzige, wozu der Trank gut sei.

Für die anderen Druiden hat Dämonix wenig übrig, er hält sich für besser als sie und bezeichnet seine ehemaligen Kollegen als Schwachköpfe und Heuchler. In seiner Wut über sie zerschlägt er bei seiner Besichtigung des Kanutenwaldes ihre Steinpyramide und entzündet unabsichtlich vor lauter Ärger seinen Umhang.

Er geht zwar scheinbar eine Allianz mit den Römern ein und verlangt als Gegenleistung "nur" den Kanutenwald, allerdings scheint er im Grunde kein Freund des Römischen Reiches zu sein, denn er erwähnte bereits vorher gegenüber den anderen Druiden, dass er die Römer mit dem Zaubertrank vernichten würde. Als er später die veränderte Version des Zaubertrankes nimmt, hintergeht er die Römer und greift auch sie an, wodurch sie schließlich gezwungen sind, sich mit den Galliern gegen ihn zusammen zu tun.

Gallerie

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