“Ich werde weiter göttliche Macht aus dem Herzen ziehen und sie an die Meinen weitergeben. Ich werde weiter göttliche Macht aussenden und die Pestwinde werden sie tragen, auf dass jede Seele in Vvardenfell und auch jenseits des Wassers allüberall in Morrowind und Tamriel von ihr berührt werde. Eines Tages wird jeder Sterbliche in Tamriel sich frei fühlen, wenn er vom Göttlichen gestreift wurde.”

— Dagoth Ur plant die Eroberung des Kontinents

“Wie dumm du doch bist. Ich bin ein Gott. Wie kannst du einen Gott töten? Welch große und berauschende Unschuld. Wie konntest du so naiv sein? Es gibt kein Entrinnen. Weder Widerruf noch Einmischung können an diesem Ort wirken. Komm, leg deine Waffen ab. Noch ist es Zeit, Gnade walten zu lassen!”

— Dagoth Ur bekämpft den Nerevarine

Dagoth Ur, ursprünglich als Voryn Dagoth bekannt, ist der Hauptschurke aus dem 2002 erschienenen Videospiel The Elder Scrolls III: Morrowind.

Vergangenheit

Voryn Dagoth war ein adeliger Chimer und wurde in das Große Haus Dagoth hineingeboren. Während seines Lebens wurde er der Vorsteher seines Hauses und ein Verbündeter von Indoril Nerevar. Irgendwann gelang es Voryn, das sagenumwobene Herz von Lorkhan, ein uraltes, von Kagrenac erschaffenes Artefakt, tief unter dem Roten Berg auf Vvardenfell zu finden. Er ging davon aus, dass die Dwemer, mit denen sein Volk einen Waffenstillstand geschlossen hatte, das Herz nutzen wollte um eine gewaltige Kriegsmascfhine zu erschaffen und gegen die Chimer zu verwenden. Er konnte Nerevar sowie dessen Verbündete Vivec, Almalexia und Sotha Sil davon überzeugen, so dass Nerevar den Dwemern den Krieg erklärte. Die Dwemer wurden schließlich in einer verheerenden Schlacht am Fuße des Roten Bergs geschlagen.

Während Nerevar sowie Vivec, Almalexia und Sotha Sil – die letzteren drei waren als das Tribunal bekannt – nun die mächtigen Dwemer-Artefakte versiegeln wollte, hatte Voryn andere Pläne. Obwohl die genauen Geschehnisse nicht überliefert sind und es diverse, teilweise einander kontrastierende Darstellungen gibt, gilt es als sicher, dass er sich heimlich die Dwemer-Artefakte zu Eigen machte, als Nerevar sie ihm anvertraute um sich mit dem Tribunal zu beraten. Er korrumpierte durch seine Experimente seinen Körper und seine Seele, mit denen er seine Lebenskraft mit dem Herz von Lorkhan verschmelzen konnte und zu einem lebendigen Gott, Dagoth Ur, werden konnte. Es kam schließlich zu einer Konfrontation in der Nerevar ums Leben kam und Dagoth Ur vertrieben wurde, allerdings überlebte. Im Verlauf der nächsten Jahre verband sich auch das Tribunal mit dem Herzen Lorkhans um selbst zu Göttern zu werden.

In den folgenden Jahren wurde Haus Dagoth aufgrund seiner Verbindung zu Dagoth Ur geächtet, in den Untergrund getrieben und fast ausgerottet. Dagoth Ur selbst inkarnierte sich in einen neuen, mächtigen Körper und harrte fortan in der gleichnamigen Festung am Roten Berg aus, in der er mit der Errichtung einer neuen Riesenkampfmaschine, Akulakhan, begann. Gleichzeitig fand er loyale Handlanger, die im Geheimen an der Wiedererrichtung von Haus Dagoth arbeiteten. Dagoth Ur erschuf außerdem die tödliche Corprus-Pest und begann, den Verstand schwacher Bewohner Vvardenfells zu korrumpieren und sie zu besessenen Träumern zu machen. Des Weiteren ließ er Vvardenfell von tödlichen Aschestürmen heimsuchen, die das Corprus verbreiten sollten.

Handlung

“Ich gehe keinen Handel mit Euch ein. Wenn Ihr mein Feind seid, kann ich Euch nicht trauen. Und selbst wenn Ihr kein Feind seid, kann ich Euch nicht am Leben lassen!”

— Dagoth Ur zum Nerevarine

Durch all diese Handlungen wollte Dagoth Ur seine Ziele in die Tat umsetzen. Dazu gehörten allen voran die Errichtung einer Theokratie mit Akulakhan als verehrtem Gott. Gleichzeitig plante er die Wiederauferstehung von Haus Dagoth als auserwähltes Haus Akulakhans um so seine Handlanger zur größten politischen Macht Morrowinds werden zu lassen. Letzten Endes ist Dagoth Urs Ziel die Rückeroberung Morrowinds und das Vertreiben aller Nicht-Dunmer. Außerdem will er das Tribunal und die darauf basierende Religion zerschlagen um damit die rivalisierende Macht des Tempels zu erschlagen. Obwohl er sich vorerst mit der Vertreibung des Imperiums aus Morrowind zufriedenstellt, schließt er nicht aus, seine Macht auch auf den Rest des Kontinents auszuweiten und einen Eroberungszug zu begehen.

Alle Vorbereitungen wurden von Dagoths Handlangern, dem sogenannten Sechsten Haus, begangen, die unter anderem Basen in ganz Morrowind errichteten und von dort aus heimlich walteten. Gleichzeitig wurden die Bewohner Morrowinds von kryptischen Träumen geplagt und durch die Corprus-Krankheit geschwächt. Kurz bevor alle Vorkehrungen in die Tat umgesetzt sind und bevor Akulakhan in den Tiefen der Festung Dagoth Ur fertiggestellt werden kann, erscheint jedoch der Nerevarine in Vvardenfell. Bei diesem handelt es sich um die prophezeihte Reinkarnation Nerevars, die den Prophezeihungen zufolge in der Lage sein soll, Dagoth Ur zu stoppen. Da das Tribunal seine ganze Kraft darauf verwendet, die Aschestürme durch eine magische Barriere in die Region des Roten Bergs zurückzudrängen, liegt es am Nerevarine, Dagoth Ur zu betreten und den gleichnamigen Gott dort zu erschlagen. Nachdem der Nerevarine mit Hilfe des Tribunals die uralten Artefakte geborgen hat, die Dagoth Ur verwendete um sich mit dem Herzen von Lorkhan zu verbinden, konfrontiert er Dagoth Ur in dessen Festung

Dieser hat bereits mit der Ankunft des Nerevarine gerechnet und gibt zu, dass er nicht vollkommen sicher ist, dass er diesen schlagen kann. Er ist mehr als willens, es zu versuchen, hat aber zuvor noch mehrere Fragen an den Nerevarine. Es fasziniert Dagoth Ur, dass sie potentielle Macht des Herzen Lorkhans den Nerevarine vollkommen kalt lässt. Er stellt zwar klar, dass er dem Nerevarine niemals vertrauen würde, fragt aber wie dieser sich entscheiden würde, falls Dagoth Ur ihm anbieten würde, die Macht des Herzens zu teilen. Nachdem Dagoth Urs Fragen beantwortet wurden, bietet er dem Nerevarine auch die Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen, bevor es schließlich zum Kampf kommt. Anstatt sich dem Kampf zu widmen, nutzt der Nerevarine jedoch die alten Dwemer-Artefakte um das Herz von Lorkhan zu zerstören, was dazu führt dass der fast vollständig errichtete Akulakhan zusammenbricht und gemeinsam mit dem schreienden Dagoth Ur in die Lavastrüme unterhalb des Berges stürzt.

Trivia

  • Es ist nicht nötig, die Dwemer-Artefakte zu besitzen, um Dagoth Ur konfrontieren zu können; sehr wohl aber um ihn besiegen zu können. Man kann die Festung an sich zu jedem Zeitpunkt aufsuchen und Dagoth Ur stellen. Besitzt man die Dwemer-Artefakte noch nicht, zeigt dieser sich überrascht, dass der Nerevarine ohne sie erschienen ist und rät ihm, die Artefakte zu besorgen um der Prophezeihung gerecht zu werden.
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