Schurken Wiki
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“Soviel ich weiß, hat bisher jede Schiffsmannschaft, die meutern wollte, es schon vorher durch gewisse Anzeichen verraten, so daß jeder, der Augen im Kopfe hatte, das Unheil hat kommen sehen und demgemäß seine Maßregeln treffen konnte. Diese Mannschaft aber ist mir zweifellos über.”

— Kapitän Alexander Smollett über seine Crew

“Wo sind Flints Leute? Na, die meisten sind hier an Bord und froh, dass sie Pudding kriegen - hat doch mancher von ihnen vorher betteln müssen.”

Long John Silver zu Dick Johnson

Die Meuterer der Hispaniola sind ein fiktives Schurkenteam aus Robert Louis Stevensons Roman Die Schatzinsel und seiner zahlreichen Verfilmungen.

Biographie

Vergangenheit

Die Meuterer stammen größtenteils aus England, wobei die einzige bekannte Ausnahme der Ire O'Brien ist. Die meisten Männer waren Seeräuber des berüchtigten Piratenkapitäns Flint und sind mit ihm auf vielen Kapertouren gesegelt. Da viele ihn überlebt und ihren Teil der Beute längst für ein ausschweifendes Leben verschwendet haben sind die Meisten gezwungen auf den Straßen zu betteln und zu hungern.
Vor seinem Tod hat Flint den Plan zur genauen Lage seiner Beute seinem ersten Steuermann Billy Bones gegeben, der damit ins Gasthaus "Zum Admiral Benbow" geflohen ist und sich, nur als Kapitän bekannt, vor seinen verschwenderischen Schiffskameraden versteckt hält.

Die Schatzinsel

Nach Monaten im Versteck wird Bill Bones vom Schwarzen Hund im "Admiral Benbow" im Januar 1757 aufgespürt. Die Diskussion der Beiden endet im Kampf und der Flucht des Fremden, da Bones sich weigert die Karte herauszurücken. Kurz darauf erschein ein Bettler, der gefürchtete Blinde Pew, der dem Kapitän den Schwarzen Fleck überreicht, woraufhin er tot zusammenbricht. Pew kehrt vor Ablauf der angekündigten Zeit zurück, da er es verdächtig findet das Wirtshaus verschlossen vorzufinden. Die Besitzer der Gaststube, Jim Hawkins und seine Mutter, haben die Schatzkarte zu Flints Beute in ihren Besitz gebracht als Pew mit mehreren aus dessen alter Crew zurückkehrt. Dirk wird als Wachposten abkommandiert, während Pew den Schwarzen Hund, Johnny und mehrere andere Seeräuber ins Gasthaus schickt, um die Karte in ihren Besitz zu bringen. Da sie nichts finden stellen sie das Haus auf den Kopf, während Pew immer ungeduldiger wird und jeden beleidigt und schlägt, den er erreichen kann. Schließlich fliehen die Verbrecher und überlassen den Blinden scheinem Schicksal, der von herannahenden Reiter zu Tode getrampelt wird. Alle Anderen können unerkannt entkommen.

Wenige Monate später hat der Squire John Trelawney das Schiff "Die Hispaniola" gechartert, um mit Jims Karte Flints Beute zu bergen. Trelawney sucht Israel Hands aus, mitzusegeln und gerät über diesen an den Koch John Silver. Dem Squire unbekannt segelten beide Männer früher unter Flint und haben als Seeräuber an mehreren Kaperfahrten teilgenommen. Silver kann Trelawney den Großteil seiner alten Schiffskameraden als ideale Besatzung für die Hispaniola unterjubeln, während der die Meisten der vom Squire ausgewählten Männer ablehnt. Als Jim Hawkins den langen John zum ersten Mal in dessen Wirtshaus antrifft sind auch viele aus der von Silver handverlesenen Crew anwesend. Der Schwarze Hund versucht sich davon zu stehlen, als er Jim sieht und zieht so dessen Aufmerksamkeit auf sich. Silver schickt zwei seiner Männer, Harry und Ben, hinterher, um den Zechpreller zu stoppen, doch dieser kann entkommen. Im Licht der noch folgenden Ereignisse ist es wahrscheinlicher, dass beide Männer den Schwarzen Hund haben entkommen lassen, damit dieser die wahre Identität der Crew nicht preisgibt. Silver kann Jim trotz dessen Misstrauen von seiner Ehrbarkeit überzeugen, obwohl Bill Bones oft vor einem einbeinigen Seemann gewarnt hatte. Um die Scharade aufrecht zu halten stellt er Tom Morgan, der mit dem Schwarzen Hund im Gespräch war, zur Rede, und entschuldigt sich persönlich bei Squire Trelawney, das sich unter seine Männer ein Pirat geschmuggelt hatte.

Kapitän Smollett ist nicht zufrieden mit der von Trelawney ausgewählten Mannschaft, doch erweist sich die auf der Hinfahrt als disziplinierter und erfahrener Haufen Seefahrer, so dass seine anfänglichen Zweifel rasch zerstreut werden. Silvers Plan folgend arbeiten alle hart und folgsam mit, wenn gleich Jim Hawkins bald erfahren muss, das die Crew nur ungeduldig darauf wartet eine Meuterei starten zu können und alle treu gebliebenen Matrosen zu töten. Sich in einer Apfeltonne versteckend, belauscht er, wie John Silver einen jungen Matrosen namens Dick Johnson für die Meuterei gewinnen kann mit den selben schmeichlerischen Worten, durch die er auch Jims Vertrauen gewinnen konnte. Hands stößt hinzu und beschwert sich beim Schiffskoch, wie lange sie die Scharade der treuen Seemänner noch spielen müssen, woraufhin dieser wütend erklärt, das sie den Kapitän noch bräuchten, um einen Kurs zu bestimmen und die Insel zu finden. Auch die Karte befindet sich nicht in ihrem Besitz, sodass der genaue Fundort der Beute geheim bleibt. Silver erläutert, das er am liebsten das Schauspiel aufrecht erhalten würde, bis der Schatz an Bord gebracht und die Hälfte des Rückwegs bereits wieder zurück gelegt ist, doch da er die Ungeduld und Gier seiner Crew kennt, beschließt er mit der Meuterei nur zu warten, bis der Schatz sicher an Bord ist.

Gerade als man die Schatzinsel erreicht, kann Jim den Kapitän und die treuen Crewmitglieder vor der drohenden Gefahr warnen. Um die Lage in Ruhe auszudiskutieren verspricht der Kapitän in Trelawneys Namen eine Runde Grog für die hervorragend geleistete Arbeit. Im Kriegsrat sind sich alle einig, das die einzige Möglichkeit darin besteht, weiter nach dem Schatz zu suchen, um keinen Verdacht zu erregen. Die Hoffnung der Königstreuen richten sich auf Silver, der ebenfalls ein Interesse hat die Konfrontation so weit wie möglich hinauszuzögern. Unglücklicherweise wird diesem zur gleichen Zeit von Hands, George Merry und Job Anderson der Schwarzen Fleck überreicht, sodass er sich gezwungen sieht frühzeitig loszuschlagen. Insgesamt stehen 16 Meuterer den ehrlichen Matrosen entgegen. Fünf verbleiben mit Israel Hands an Bord der "Hispaniola", während Silver die Übrigen und Hawkins in Beibooten zur Insel bringt. Kaum an Land kann Jim ihm entkommen und wird Zeuge, wie zwei der wenigen treuen Besatzungsmitglieder von den Piraten und Silver ermordet werden.
In der Zwischenzeit kann Kapitän Smollett auf dem Schiff einen der Männer leicht dazu bringen sich von den Meuterern abzuwenden und zugleich Proviant, Waffen und Munition von Bord zur Insel zu bringen. Auch wenn die Piraten keinen Zugang zu der Waffenkammer haben können Hands und seine Leute die Bordkanone in ihre Gewalt bringen und das Beiboot der Loyalisten zum Kentern bringen, wodurch der Großteil an Waffen und Proviant verloren geht. Trelwaney kann einen Piraten lebensbedrohlich verwunden, auch wenn der Schuss für Hands bestimmt war. Auf dem Weg zu einem von Palisaden umringten Blockhaus von Flint treffen sie auf Job Anderson, dem Bootsmann und sechs weitere Meuterer. Einer kann erschossen werden, während die restlichen die Flucht ergreifen. Kurz darauf können sie aber einen der Kammerdiener Trelawneys erschießen. Der Kapitän ist angesichts der Disziplinlosigkeit der Seeräuber aber zuversichtlich, das sie den Sieg davon tragen werden, da mit voranschreitender Zeit die maßlose Rumsucht der Verbrecher und das Verballern ihrer Munition nur zu ihrem Vorteil gereicht. Das krankheitsfördernde Klima tut sein Übriges, um die Verbrecher zu schwächen. Jim kann die Unterstützung des ausgesetzten Ben Gunn gewinnen, der mitten in der Nacht einen der Meuterer erschlägt.

Am nächsten Tag kommt Silver zum Blockhaus, um die Herausgabe der Schatzkarte zu verhandeln. Die Diskussion mit Kapitän Smollett endet ohne Ergebnis, sodass Silver wütend das Blockhaus angreifen lässt. Job Anderson und vier weitere Meuterer bezahlen das mit ihrem Leben, aber auch die Verluste der Treugebliebenen sind hoch: Zwei Tote sind zu beklagen, während der Kapitän verwundet wird. Während die Meuterer am Lagerfeuer übermäßig viel Rum trinken kann sich Hawkins an Bord der "Hispaniola" schleichen, wo er einen Streit zwischen den beiden betrunkenen Wachposten miterlebt. Israel Hands wird dabei verwundet, kann jedoch vorher noch O'Brien töten. Im Austausch gegen etwas Wein erklärt Hands sich bereit, Jim dabei zu helfen das Schiff vor den anderen Seeräubern in einer Bucht zu verstecken; wie der Schiffsjunge aber voraus gesehen hat nutzt der Seeräuberveinen einen scheinbar unbeobachteten Moment, um sich zu bewaffnen. Kaum ist die Aufgabe erledigt, geht Hands auf Jim los, doch dieser kann ihn in Notwehr erschießen.

Als Jim in der Nacht zum Blockhaus zurückkehrt findet er es zu seinem Entsetzen von den letzten sechs Meuterern besetzt vor; Silver, Merry, Morgan, Johnson, ein vom Angriff auf das Blockhaus verwundeter und ein namenlos bleibender Mann. Auf Dr. Liveseys Betreiben hin hatten sie die Munition und Vorräte im Austausch gegen einen sicheren Abzug der Königstreuen erhalten, nachdem entdeckt wurde, das die "Hispaniola" verschwunden war. Keiner der Anwesenden ist glücklich über die Wende der Ereignisse und selbst Silver ist überfragt, weswegen seine Feinde alles aufgegeben haben. Der Unmut seiner Komplizen entlädt sich als Hawkins sie darüber informiert, das er an allen Ecken und Enden den Seeräubern in die Quere gekommen ist, vom Belauschen ihrer Pläne in der Apfeltonne, bis hin zum Zurückerobern der "Hispaniola". Silver, der Gefallen an Hawkins gefunden hat, ihn aber auch als wichtige Geisel nicht verlieren will, hält seine Männer davon ab, den Jungen zu töten. Wütend beraten sie sich daraufhin vor der Hütte und überreichen dem Schiffskoch schließlich den Schwarzen Fleck, um ihn als Kapitän abzusetzen. Dick Johnson hatte dafür seine Bibel zerfetzt, weswegen ihm vom Schiffskoch spöttisch großes Unglück prophezeit wird, was diesen sehr verunsichert. Merry hält Silver vor die ganze Schatzsuche in den Sand gesetzt zu haben und ein doppeltes Spiel zu treiben, um sich alleine am Ende vor dem Galgen zu bewahren; eine Ansicht, die Jim Hawkins mit ihm teilt. Silver jedoch kann gelassen jeden einzelnen Vorwurf Merrys Entkräften und dreht dem Spieß um; nur auf sein Betreiben hin und das der verstorbenen Anderson und Hands habe Silver viel zu früh mit der Meuterei starten müssen, weswegen die ganze Aktion schief gelaufen sei. Das Blockhaus haben sie bekommen, da sämtliche Meuterer mittlerweile von Malaria geschwächt, ihn um Medizin angefleht hatten. Als Silver plötzlich Flints Schatzkarte hervorholt kann er sich die Loyalität seiner Männer für`s Erste wieder sichern. George Merry muss zur Strafe die Nacht über Wache schieben.

Am nächsten Morgen kommt Dr. Livesey zum Blockhaus, um nach seinen meuternden Patienten zu sehen, da er "nicht einen Mann für unseren geliebten König und den Galgen" verlieren möchte. Sehr zur Belustigung Jim Hawkins' verhalten sich die mordlüsternen Piraten in Anwesenheit des Arztes sehr friedlich und schlucken brav die Medizin. Auf ein Gespräch unter sechs Augen erfährt Livesey, das das Schiff sich nun wieder in ihrem Besitz befindet; er warnt SIlver davor, sich auf einen Sturm bereit zu machen, sollten sie die markierte Stelle auf der Karte erreichen. Silver hingegen verspricht sein bestmögliches zu tun, um Hawkins heil aus der Situation herauszubringen, wenn dafür ein gutes Wort für ihn eingelegt werde.

Nachdem Livesey wieder verschwunden ist begeben sich Silver und seine Männer auf Schatzsuche. Den Hinweisen der Karte folgend stoßen sie bald auf ein Skelett von einen von Flints ermordeten Matrosen, den dieser als Wegweiser unnatürlich positioniert hatte. Die Moral der Meuterer sinkt weiter (insbesondere die des verängstigten abergläubischen Dick Johnson) als eine unheimliche Stimme aus den Wäldern Flints letzte Worte durch die Gegend brüllt, wodurch sie den Eindruck erhalten Flints Geist ginge auf der Insel um. Silver kann jedoch alle wieder beruhigen, als er darauf hinweist, das Geisterstimmen wohl kaum ein Echo verbreiten würden. Kurz drauf wird die Stimme als die Ben Gunns wiedererkannt, der zusammen mit ihnen unter Flint gedient hatte. Mit frischem Mut macht sich das Sextett auf und stößt auf die auf der Karte markierte Stelle. Wie von Livesey vorausgesagt erwartet die Meuterer eine böse Überraschung: Ben Gunn hatte in den drei Jahren, die er auf der Insel festsaß bereits den Schatz gefunden und an einen anderen Ort gebracht. Nun entlädt sich die Frustration der Seeräuber gegen Silver und Hawkins und sie wollen beide zu Leibe rücken, da sie sie für den Verlust der Beute verantwortlich machen. Livesey, der zusammen mit Gunn und Abraham Gray auf der Lauer gelegen hat, kommt beiden zu Hilfe. Zusammen können sie Merry und den Verwundeten erschießen, woraufhin Morgan, Johnson und der Andere die Flucht ergreifen.

Während in den nächsten Tagen die Treugebliebenen den Schatz von Ben Gunns Höhle zurück auf die "Hispaniola" verfrachten hören sie, wie das Trio auf der Jagd ist. Sie beobachten die Vorkommnisse genauer als es der restlichen Mannschaft klar ist, wagen aber auf Grund der Überzahl keine erneute Konfrontation. Als das Schiff schließlich in See sticht erscheinen die drei letzten Überlebenden der Meuterer und flehen darum, zurück nach England gebracht zu werden. Da dies für diese aber nur den Galgen bedeuten würde, sehen Smolletts Leute davon ab; zugleich wollen sie das erneute Risiko einer Meuterei vermeiden. Da die drei Piraten über genügend Vorräte, Waffen, Munition und Medizin verfügen, scheint ihr Überleben wie das von Ben Gunn gesichert.

Als die "Hispaniola" in Spanisch-Amerika ankert, um Vorräte und Crewmitglieder aufzustocken, kann Silver die Gelegenheit nutzen und mit einem erheblichen Teil der Beute fliehen, während der Rest an Land ist. Ben Gunn, der Wache hatte, drückt aus Furcht vor Silver beide Augen zu und beteuert so das Leben aller Anwesenden gerettet zu haben, da Silver sicher eine neue Meuterei geplant hätte. Der Schiffskoch wird so neben Gunn zum einzigen Mitglied von Flints Crew, der einen Teil der Beute einsacken kann. Keiner der Beteiligten sieht ihn je wieder und Jim Hawkins hofft, da "seine Aussichten auf ein behagliches Leben in einer anderen Welt ... sehr gering" sind, das er sich immerhin in dieser Welt ein behagliches Leben gönnen kann.

Persönlichkeit

“Wir sind alle Matrosen, willst Du sagen. Wir können einen Kurs einhalten. Wer aber soll ihn angeben? Daran scheitert ihr Herren alle, vom Ersten bis zum Letzten! [...] Aber ihr seid ja erst glücklich, wenn ihr besoffen seid. Zerspringen möcht' ich, so habe ich es satt, mit solchen Kerlen wie Euch zu segeln!”

Long John Silver über die Piraten


Die Meuterer sind wie die meisten Piraten verschwenderisch, süchtig nach Rum und von Gier getrieben. Besonders auf Grund der ersten beiden Eigenschaften verachtet Long John Silver viele seiner Crewmitglieder, weil keiner von Ihnen genug Verstand besitzt den ergaunerten Reichtum auch beisammen zu halten. Sehr zu dessen Frustration ist der Großteil (wie Israel Hands, George Merry und Job Anderson) auch ungeduldig und nicht willens gute Miene zum Bösen Spiel lange beizubehalten, was Silvers ausgeklügelten Plan, den Schatz von Flint an sich zu bringen, vereitelt, ehe die Meuterei überhaupt richtig begonnen hat. Von seinen Männern unter Druck gesetzt muss der Schiffskoch viel zu früh zuschlagen, bevor der Schatz an Bord gebracht und die Heimreise wieder angetreten ist.
Der lange John besitzt als einziger unter den Meuterern etwas Weitsicht, weswegen er weiß, das sie einen erfahrenen Seefahrer wie Alexander Smollett benötigen, um die Schatzinsel überhaupt zu finden. Solche Argumentation stößt bei seinen Männern, die es Leid sind hart zu arbeiten, auf taube Ohren und Silver verflucht mehrmals innerhalb der Geschichte seine Schiffskameraden, die außer Rum zu saufen und sich ein schönes Leben zu machen, nicht viel im Sinn haben.
Auch besitzen sie wenig Treue untereinander sobald der Pegel steigt. Israel Hands und O'Brien gehen sich im Suff schnell an die Gurgel, was beide schließlich mit dem Leben bezahlen; während O'Brien von Hands getötet wird, ist dieser auf Grund der erlittenen Wunden dem Schiffsjungen Jim Hawkins nicht mehr gewachsen. Wie Kapitän Smollett frühzeitig erkannt hat, fehlt es den Meuterern auch an der nötigen Disziplin; als alle betrunken am Lagerfeuer sitzen, erleiden sie einen weiteren Rückschlag, da Jim die "Hispaniola" zurückerobern kann. Die verzweifelte Lage in der die letzten Piraten nun sind macht sie nun um so gefährlicher, da keiner von ihnen zögert ihre Gegenspieler zu töten, um dem Galgen zu entgehen. Durch die fehlende Weitsicht, ihrer mangelnden Disziplin und ihren Unwillen Silvers gut durchdachte Strategie zu verfolgen haben die Seeräuber nach und nach ihren Vorteil der Überzahl verspielt, bis am Ende nur noch drei Piraten übrig sind, die auf der Insel zurückgelassen werden, während der Rest die Meuterei mit dem Leben bezahlt.

Mitglieder

Die meisten Crewmitglieder sind Piraten aus Kapitän Flints alter Mannschaft, die der Schiffskoch John Silver dem gutgläubigen Besitzer der "Hispaniola", Squire John Trelawney, als ehrbare Matrosen verkaufen konnte. Insgesamt zählen die Meuterer 16 Mann:

Long John Silver, Quartermeister unter Flint, Schiffskoch der "Hispaniola" und der Anführer und Kapitän der Meuterer. Einer der vier Überlebenden und der einzige der einen Teil von Flints Schatz in seinen Besitz bringen kann.
Israel Hands, Stückmeister unter Flint, Bootsführer auf der "Hispaniola" und einer der Verantwortlichen der verfrühten Meuterei. Er verbleibt zur Bewachung auf dem Schiff, wird dort im Streit mit O'Brien verwundet und von Jim Hawkins in Notwehr erschossen.
George Merry, einer von Flints Seeräuber, mitverantwortlich für den verfrühten Beginn der Meuterei; wendet sich am Ende gegen Silver, will ihn zwei Mal absetzen und wird von ihm erschossen.
Tom Morgan, einer von Flints Seeräubern, einer der Bestzer des Blockhauses, wendet sich am leeren Fundort gegen Silver und wird am Ende auf der Insel ausgesetzt. Einer der vier Überlebenden.
Dick Johnson, der jüngste der Meuterer; keiner von Flints Piraten, wird auf der Hinfahrt von Silver manipuliert sich an der Meuterei zu beteiligen. Einer der Besatzer des Blockhauses; sein Zustand verschlechtert sich gegen Ende des Romans dank Silvers weiterer Manipulationen und seinem Aberglauben. Am Ende wird er auf der Insel ausgesetzt. Einer der vier Überlebenden.
Job Anderson, der dicke Bootsmann der "Hispaniola"; zusätzlich Steuermann nachdem Mr. Arrow über Bord geht. Einer der Verantwortlichen der verfrühten Meuterei; von Abraham Gray beim Erstürmen der Blockhütte getötet.
O'Brien, der einzige Ire der Mannschaft; überlebt den Sturm auf die Blockhütte, wird aber beim Bewachen der "Hispaniola" von Israel Hands im betrunkenen Streit getötet.
John, wird beim Sturm auf die Blockhütte verwundet und ist einer der letzten Sechs, mit verbundenem Kopf. Er wird von den Loyalisten am ursprünglichen Fundort der Beute erschossen.

Die übrigen acht Meuterer bleiben namenlos, allerdings besteht die Möglichkeit, das sich Dirk & Johnny unter ihnen befanden, die wie der Schwarze Hund am Überfall auf den "Admiral Benbow" beteiligt waren. Der Schwarze Hund war als ein Mitglied von Flints Crew auch von Silver dafür ausgesucht worden mit zur Schatzinsel zu fahren, allerdings wurde er noch vor Beginn der Reise von Jim Hawkins als ein Pirat erkannt und musste fliehen, wodurch ein zusätzlicher Mitstreiter der Meuterer fehlte. Um den Schein der Ehrbarkeit aufrecht zu erhalten und nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, er assoziiere sich mit bekannten Seeräubern lässt Silver den Schwarzen Hund von zwei seiner Männer, Harry und Ben, verfolgen, die den Flüchtenden vermutlich absichtlich entkommen lassen. Harry und Ben könnten ebenfalls zu Silvers Crew gehören.
Von den unbekannten Meuterern wird einer zusammen mit Morgan und Johnson auf der Schatzinsel zurückgelassen, einer von Squire Trelawney anstelle von Israel Hands tödlich verwundet, einer von Trelawney, Livesey, Hunter und Joyce vor dem Blockhaus erschossen, ein weiterer in der Nacht von Ben Gunn erschlagen und Vier sterben zusammen mit Job Anderson beim Sturm auf die Palisade.

Verfilmung

Als Nebencharaktere eines Romans wurde Silvers Crew in den verschiedenen Adaptionen mit unterschiedlicher Treue zum Orginal dargestellt.
In der Disney-Version von 1950 werden die letzten Seeräuber ebenfalls von George Merry angeführt und anschließend alle von Silver und den Loyalisten erschossen, als sie Silver angreifen.
In dem deutsch-französischem Fernsehfilm von 1966, der sich größtenteils sehr nah an die Vorlage hält, fehlt George Merry völlig. Bedeutende Rollen spielen hingegen zwei Seeräuber namens Gordon Tusley und James Brandon (der in dieser Produktion auch schon unter Flint fuhr, wie Silver Jim berichtet). Tusley will am Ende Silver als Kapitän ablösen, als die Situation immer verzweifelter wird. Der Schwarze Fleck wird ihm auf dem Papier von einer Bibel überreicht, die Brandon bei sich trägt. Wie im Roman kann Silver das Ruder herumreißen und Tusley gelingt es erst am bereits von Ben Gunn geplünderten Fundort die Männer erneut gegen Silver aufzuhetzen. Tom Morgan wird von Silver, Brandon von Livesey und den treuen Crewmitgliedern getötet, während Tusley mit den restlichen Überlebenden fliehen kann und schließlich auf der Insel ausgesetzt wird.

Beschriftung
Film Jahr Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Die Schatzinsel 1934 Post
Harry Sykes
Daddy Dawson
Richard Powell
John Anderson
Charles Bennett
???
???
???
Die Schatzinsel 1950 Pirat ??? Eckart Dux
Die Schatzinsel 1966 James Brandon Jean Mauvais Eberhard Mondry

Galerie

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