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[Anmerkung: In der deutschen Synchronisation von James Bond jagt Dr. No wurde der Schurke von einem Mitglied der Verbrecherorganisation SPECTRE zum “Präsidenten der GOFTER“ gemacht. Im nachstehenden Artikel, auch in allfälligen Zitaten, wird ausschließlich der Originalbegriff SPECTRE verwendet.]

“Das erfolgreiche Verbrecherhirn ist immer überlegen – zwangsläufig!”

Dr. No (James Bond 007 jagt Dr. No, 1962)

Dr. Julius No ist der Hauptantagonist des James Bond-Romans James Bond jagt Dr. No von Ian Fleming aus dem Jahr 1958, sowie der gleichnamigen Verfilmung von Terence Young aus dem Jahr 1962.

Der geheimnisvolle und sadistische Wissenschaftler mit den metallenen Handprothesen wurde vom kanadischen Schauspieler Joseph Wiseman (*1918, †2009) verkörpert und in der deutschen Synchronfassung von Friedrich Joloff (*1908, †1988) gesprochen.

Charakterbiographie

Film

Vorgeschichte

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Dr. No präsentiert sich Bond als kultivierter Gastgeber.

Obwohl er als unerwünschtes Kind eines britischen Missionars und eines chinesischen Mädchens aus gutem Hause geboren wurde, gelang es Dr. No [Sein Vorname wird im Film nicht erwähnt Anm.] in der Pekinger Unterwelt Karriere zu machen und zum Oberhaupt der mächtigsten kriminellen Organisation Chinas aufzusteigen. Das untypische Vertrauen, dass die anderen Clanführer ihm als nicht reinrassigen Chinesen entgegenbrachten, belohnte er, indem er zehn Millionen Dollar in Goldbarren stahl und sich aus dem Staub machte.

Diesen unrechtmäßig erworbenen Wohlstand nutzte Dr. No in den folgenden Jahren um die karibische Insel “Crab Key“ zu erwerben, sowie zur Erforschung der Radioaktivität und ihrer mannigfaltigen Anwendungsmöglichkeiten. Seine Arbeit bescherte ihm weltweit einzigartige Kenntnisse auf dem Gebiet der radioaktiven Strahlung, doch forderte das Wissen einen schweren Tribut – wegen Strahlungsschäden verlor er beide Hände, die gegen schwarz-metallene Prothesen mit nur rudimentärer mechanischer Beweglichkeit ersetzt werden mussten.

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Dr. No bietet Bond einen Platz bei SPECTRE an.

Nachdem er seine wissenschaftliche Expertise zunächst sowohl den USA als auch der UdSSR angeboten hatte, jedoch von beiden Großmächten abgewiesen worden war, trat er in den Dienst einer gänzlich anderen Macht – der aus dem Verborgenen heraus operierenden internationalen Verbrecherorganisation SPECTRE.

Crab Key & Bond, James Bond

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Dr. No demonstriert die Stärke seiner mechanischen Prothesen.

Im Auftrag von SPECTRES Anführer baut Dr. No sein Hauptquartier auf  “Crab Key“ aus, das er fortan wie ein Konzentrationslager von der Außenwelt abriegelt und dort ein Kontingent bewaffneter Truppen stationiert. Um Eindringlinge fernzuhalten, bringt er mittels eines präparierten Panzerfahrzeugs mit integriertem Flammenwerfer die Legende von einem leibhaftigen Drachen auf der Insel in Umlauf und ist wohl für den Tod und das spurlose Verschwinden zahlreicher Neugieriger verantwortlich.
Vorgeblich betreibt er aller Geheimhaltung zum Trotz nur eine schlichte Bauxitmiene, hat in Wahrheit jedoch eine größtenteils unterirdische Anlage mit integriertem Atomreaktor konstruiert, um mit Hilfe der radioaktiven Strahlung die US-amerikanischen Raketentests zu sabotieren, sozusagen als Testlauf für die weitreichenderen Pläne SPECTREs, die Weltherrschaft an sich zu reißen.

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Dr. No im Kontrollraum seines Kernreaktors.

Dr. No’s Vorhaben werden jedoch nach und nach vom britischen MI6-Agenten James Bond durchkreuzt, der zunächst auf Jamaika das Verschwinden eines Kollegen und dessen Sekretärin untersuchen soll. Im Zuge der Ermittlungen kann der hartnäckige Geheimagent sowohl mehrere Attentatsversuche, darunter eine tödliche Giftspinne, unbeschadet überstehen, als auch die “Three Blind Mice“, das Killerkommando des Doktors, sowie dessen Spione Prof. R. J. Dent und Miss Tao ausschalten.

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Dr. No versucht, Bond aufzuhalten.

Nachdem er bis in sein Hauptquartier vordringen konnte, zeigt Dr. No sich von Bonds Fertigkeiten durchaus beeindruckt, sodass er gar mit dem Gedanken spielt, ihn für SPECTRE zu rekrutieren. Nachdem er aber abgelehnt hat, lässt der Doktor ihn brutal zusammenschlagen und einsperren, während er selbst im Hauptreaktorraum den nächsten Sabotageakt für den kurz bevorstehenden nächsten amerikanischen Raketenstart vorbereitet.

Bond kann sich jedoch befreien und in den Kontrollraum einschleichen, wo er den Kernreaktor der Anlage zum Überhitzen bringt, ehe Dr. No sich ihm in einer letzten Konfrontation entgegenstellt.

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Dr. No versinkt in der kochenden Kühlflüssigkeit seines Kernreaktors.

Im Zuge ihres Handgemenges stürzen beide auf eine Plattform, die sich langsam in die mittlerweile brodelnde Kühlflüssigkeit des Hauptreaktors absenkt. Während Bond sich rechtzeitig in Sicherheit bringen kann, findet Dr. No mit seinen metallenen Handprothesen keinen Halt an den glatten Stahlstreben und versinkt hilflos im kochenden Kühlwasser seines eigenen Atomreaktors.

Roman

Vorgeschichte

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Dr. Julius No stellt sich James Bond und Honey Ryder vor.

Als ungewolltes Kind eines deutschen Geistlichen und eines chinesischen Mädchens aus vornehmem Haus war Julius No von früher Jugend an stets ein Außenseiter. Da er weder in der fernöstlichen, noch in der europäischen Gesellschaft willkommen war, verschlug es ihn recht früh in die Welt der Kriminalität. Dank seiner überdurchschnittlichen Intelligenz und seines manipulativen Geschicks, gelang es ihm, in eine der mächtigsten Unterweltorganisationen Chinas aufgenommen zu werden, die ihn nach Amerika schmuggelte.

Allen Vorurteilen Halbblütern gegenüber zum Trotze, stieg er bis zum Schatzmeister der New Yorker Tong auf. Als es in den 1920er Jahren zu einem blutigen Bandenkrieg kam, veruntreute er ein seinerzeit beachtliches Vermögen von einer Million Dollar in Gold und machte sich aus dem Staub. Allerdings unterschätzte er die Reichweite des Arms der chinesischen Mafia. Sie spürten ihn auf und folterten ihn auf das Grausamste, um zu erfahren, wo er das geraubte Gold versteckt hatte.
Er schwieg jedoch trotz aller Qualen beharrlich, woraufhin sie ihm die Hände abhackten, um ihn als Dieb zu brandmarken. Danach exekutierten sie ihn mit einem Schuss ins Herz. Durch seine angeborene Dextrokardie [Äußerst seltene spiegelverkehrte Anordnung der inneren Organe. Anm.] blieb sein Herz unverletzt und er überlebte sämtliche Torturen.

Crab Key & Bond, James Bond

Dr-no by george-almond

Dr. Julius No (Illustration von George Almond).

Fortan mit metallenen Greifhaken als Prothesen ausgestattet, nutzte er das veruntreute Vermögen, um die karibische Insel “Crab Key“ zu erwerben und dort sein Hauptquartier zu errichten. Offiziell unterhält er ein weitläufiges Vogelschutzgebiet und mehrt seinen Wohlstand mit dem Export des gewonnenen Vogelguanos als hochwertigem Naturdünger.
Unter den karibischen Eingeborenen gilt die Insel als verwünscht und von einem Drachen heimgesucht, der eigentlich ein entsprechend dekoriertes, mit einem Flammenwerfer bewehrtes Amphibienfahrzeug ist, das in der Dämmerung feuerspeiend “Jagd“ auf allzu Neugierige Besucher macht.

Von seinem strategisch günstigen Standort in der Karibik aus und mit der Unterstützung der Sowjetunion, nutzt er seine technischen Einrichtungen zur Sabotage US-amerikanischer Raketentests. Als die Amerikaner, die sich nach außen keine Blöße geben wollen, den Britischen Geheimdienst einschalten, heftet sich der MI6-Agent James Bond an Dr. No’s Fersen und kann tatsächlich bis zu ihm vordringen.
Dr. No, der seit seinen eigenen traumatischen Erlebnissen, eine morbide-krankhafte Faszination für Angst, Schmerzen und Qualen entwickelt hat, zwingt Bond durch einen bizarren Irrgarten aus glühend heißen Rohren, Kammern mit Giftspinnen und zuletzt einem hungrigen Riesentintenfisch, während all seine Reaktionen via Überwachungskameras aufgezeichnet werden.

Dr. No, der vom Tod des Agenten überzeugt ist, beaufsichtigt unterdessen die Verschiffung der jüngsten Guano-Lieferung. Bond ist jedoch die Flucht gelungen. Er übernimmt die Steuerung des Ladekrans und begräbt Dr. No unter einer tonnenschweren Ladung stinkenden Vogelmists.

Erscheinungsbild & Persönlichkeit

Im Film

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Dr. Julius No (Publicityfoto von Joseph Wiseman).

Dr. No in der Filmadaption ist ein durchschnittlich großer asketisch-schlanker Mann in seinen Vierzigern. Er hat dunkelbraunes, aus der Stirn frisiertes Haar und dunkle, mandelförmige Augen, die auf sein chinesisches Erbe mütterlicherseits hinweisen.
Gekleidet ist er in einen traditionell-chinesischen hochgeschlossenen, Anzug aus cremeweißer Seide mit Mandarin-Kragen und dazu passenden hellen Schuhen.

Durch seine Forschungen und Experimente auf dem Gebiet der Radioaktivität hat er als Wissenschaftler ein beispielloses Fachwissen erlangt, hat jedoch aufgrund von Strahlungsschäden beide Hände eingebüßt.
Als Ersatz für seine verlorenen Gliedmaßen hat er mechanische Hand-Prothesen aus schwarz-glänzendem Metall mit denen er in der Lage ist, selbst massive Metallskulpturen zu zerquetschen.

Er hat ein kühles, stets besonnenes und absolut skrupelloses Gemüt und ist von seiner intellektuellen Überlegenheit überzeugt. Zum durchsetzen seiner Ziele geht er vollkommen ungerührt über Leichen und beseitigt erbarmungslos alle, die seinen Plänen in die Quere kommen oder sich auch nur in die Nähe seiner Privatinsel wagen.

Im Roman

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Dr. Julius No – Illustration.

Dr. Julius No ist ein überdurchschnittlich großer, fast knochendürrer Mann unbestimmbaren Alters mit bleicher Haut, fernöstlichen Gesichtszügen und mandelförmigen Augen. Sein Kopf ist vollkommen kahlrasiert und er trägt schwarze Kontaktlinsen, um sein Äußeres, gemäß dem Mythos den er um seine Person erschaffen hat, noch unheimlicher wirken zu lassen.
Gekleidet ist er in einen stahlgrauen Kimono mit weiten Ärmeln, aus denen die erschreckenden mechanischen Stahlklauen hervorragen, die ihm als Prothesen dienen.

Er hat ein kaltes, grausames Wesen, zudem finden sich darin Züge eines ausgeprägten Sadismus, den er befriedigt, indem er gelegentlich unglückliche Delinquenten durch seinen bizarren “Irrgarten des Schreckens“ schickt und seine mittels Geheimtüren und Nebelmaschinen gezielt kreierte mysteriös-düstere Aura nutzt, um seine Untergebenen in Angst und Schrecken zu versetzen.

Auftritte

Roman

  • 1958: James Bond jagt Dr. No (engl.: Dr. No) – Geschrieben von Ian Fleming, erschienen im Verlag Jonathan Cape.
    Die deutsche Übersetzung von Dieter Heuler wurde 1965 im Scherz Verlag veröffentlicht. Eine überarbeitete und erstmals ungekürzte Neuübersetzung von Stephanie Pannen und Anika Klüver erschien 2013 im Cross Cult Verlag

Film

  • 1962: James Bond jagt Dr. No (engl.: Dr. No) – Relativ werkgetreue Adaption der literarischen Vorlage. Lediglich die Beteiligung der Sowjetunion als Unterstützer des Hauptantagonisten wurde aufgrund der damals sehr heiklen Ost-West-Politik weggelassen und stattdessen die Verbrecherorganisation SPECTRE in den Fokus gerückt.
    Das Drehbuch stammte von Richard Maibaum, Regie führte Terence Young.

James Bond Jr. (Zeichentrickserie)

  • 1991-92: James Bond Jr. – In der fünfundsechzig Episoden umfassenden US-amerikanischen Zeichentrickserie durchkreuzt der jugendliche Neffe von 007 regelmäßig die kriminellen Pläne der Mitglieder der Verbrecherorganisation SCUM (Saboteurs & Criminals United in Mayhem), zu denen auch Dr. No gehört.
    Insgesamt hatte er im Laufe der Serie sieben Auftritte:
    • Episode 06 – Eine frostige Angelegenheit (A Chilling Affair)
    • Episode 11 – Im Tal der hungrigen Dünen (Valley of the Hungry Dunes)
    • Episode 17 – Die Rache des Dr. No (Appointment in Macau)
    • Episode 24 – Das Schwert der Macht (The Sword of Power)
    • Episode 37 – Im Wilden Westen (Far Out West)
    • Episode 58 – Im Tal der schlafenden Drachen (Garden of Evil)
    • Episode 62 – Einstein in Not (No Time to Lose)
Dr No (James Bond JR)

Dr. No in der Zeichentrickserie James Bond Jr.

Im eher farbenfrohen Kosmos der Zeichentrickserie ist Dr. No ein großer, sehnig-schlanker Mann mittleren Alters mit langem grauem Haar und einem schmalen Mandarinbart mit überlangen hängenden Spitzen. Zudem spricht er mit asiatischem Akzent und hat eine unnatürlich grüne Hautfarbe (vermutlich in Anspielung auf sein Film-Ende in einem Atomreaktor).
Er trägt einen rot-lilafarbenen Jumpsuit mit spitz zulaufenden Schulteraufsätzen und einem schwarzen Drachenemblem auf der Brust. Durch die dreiviertellangen Ärmel sind seine metallenen Unterarmprothesen mit vollbeweglichen kybernetischen Krallenhänden zur Gänze sichtbar.
Wie frühere Inkarnationen ist er eher von kühl berechnender Grausamkeit, kann jedoch auch aufbrausend seinem Ärger Luft machen, wenn James Bond Jr. sich wieder einmal in seine Machenschaften einmischt.
Im englischen Original wurde Dr. No vom britischen Schauspieler Julian Holloway (*1944) gesprochen und in der deutschen Übersetzung überwiegend von Jan Spitzer (*1947) synchronisiert. Nur in Episode 11, Im Tal der hungrigen Dünen (Valley of the Hungry Dunes), wurde er von Friedrich Georg Beckhaus (*1927) gesprochen.

Andere Medien

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Dr. No im Videospiel GoldenEye: Rogue Agent

  • 2004: GoldenEye: Rogue Agent – In dem von Electronic Arts herausgegebenen Videospiel, tragen Dr. No und Auric Goldfinger einen erbitterten Bandenkrieg gegeneinander aus, ohne zu ahnen, dass Ernst Stavro Blofeld aus dem Verborgenen heraus die rivalisierenden Parteien gegeneinander ausgespielt hat.
    Dr. No’s Äußeres wurde nach den Zügen und dem Auftreten Joseph Wisemans von 1962 gestaltet.
    Gesprochen wurde er vom US-amerikanischen Schauspieler Carlos J. Alazraqui (*1962).
  • 2011: GoldenEye 007 Reloaded – Das von Activision herausgegebene Ego-Shooter-Spiel ist ein Remake des gleichnamigen Nintendo64-Spieles aus dem Jahr 1997 und beinhaltet neben anderen klassischen Bond-Schurken auch Dr. Julius No als spielbaren Charakter. Sein äußeres Erscheinungsbild wurde auch hierfür nach Wisemans Darstellung aus James Bond jagt Dr. No gestaltet.
Dr-No GoldenEye-007-Reloaded

Dr. No im Videospiel GoldenEye 007 Reloaded

  • 2015: James Bond: World of Espionage – In der nur sehr kurzlebigen von Glu Mobile für Android und IOS veröffentlichten Rollenspiel-App tauchte neben zahlreichen weiteren klassischen Bond-Figuren auch Dr. No in neuem Design auf.

Parodien

  • Dr. Noah, der von Woody Allen verkörperte Bösewicht der Agentenkomödie und Bond-Persiflage “Casino Royale“ von 1967 ist dem Namen nach eine Parodie auf Dr. No. In seinem äußeren Erscheinungsbild mit beigefarbenem Mao-Anzug parodiert er hingegen Ernst Stavro Blofeld.
  • Dr. Garnichtgut (engl. Original Dr. NoGood) in der Episode “Ein Bruchpilot spielt 007“ (Double-O-Duck) aus der 1987-90 ausgestrahlten Zeichentrickserie “DuckTales – Neues aus Entenhausen“ ist ebenfalls eine Namensparodie auf Dr. No.
    Der schwergewichtige, stets eine schwarze Katze streichelnde Schurke, der sämtliche Geldvorräte der Welt vernichten will, wurde im englischen Original von Star Trek-Star René Auberjonois (*1940) gesprochen und in der deutschen Übersetzung von Heinz Theo Branding (*1928, †2013) synchronisiert.
  • General Rancor, der Hauptantagonist der Leslie Nielsen-Komödie “Agent 00 – Mit der Lizenz zum Totlachen“ (Spy Hard) aus dem Jahr 1996 hat, genau wie Dr. No, kybernetische Arme, die er nach Belieben austauschen kann.
    Dargestellt wurde er vom US-amerikanischen Schauspieler Andy Griffith (*1926, †2012). In der deutschen Synchronisation wurde er von Thomas Fritsch (*1944) gesprochen.

Zitate

“Eine Million Dollar, Mr. Bond!”

Dr. No’s erste Worte an Bond
(James Bond 007 jagt Dr. No, 1962)

“Durch meine Arbeit besitze ich ein einzigartiges Wissen über Radioaktivität! Aber es hat Opfer gekostet, wie Sie sehen!”

Dr. No weist auf seine Armprothesen hin
(James Bond 007 jagt Dr. No, 1962)

“Ich bin ein Mitglied von SPECTRE! … Geheimorganisation für Terror, Spionage, Erpressung und Rache! Die vier Eckpfeiler der Macht, erprobt von den größten Hirnen!”

Dr. No offenbart seine Zugehörigkeit zu SPECTRE
(James Bond 007 jagt Dr. No, 1962)

“Ich habe geglaubt, bei SPECTRE wäre ein Platz für Sie! … Bedauerlicherweise habe ich Sie falsch eingeschätzt, Bond, Sie sind nur ein dummer Polizist!”

Dr. No ist enttäuscht von Bonds Weigerung, für SPECTRE zu arbeiten
(James Bond 007 jagt Dr. No, 1962)


Sonstiges

  • Die Inspiration für die Figur des Dr. No war der erstmals 1913 in Erscheinung getretene, von Sax Rohmer erschaffene, Roman- und Filmschurke Dr. Fu Manchu, der neben anderen auch von Christopher Lee gespielt wurde.
  • Bond-Schöpfer Ian Fleming wollte die Rolle des Dr. No mit seinem Cousin Christopher Lee besetzen. Als er ihn den Produzenten empfahl, hatten diese sich jedoch bereits für Joseph Wiseman entschieden.
    Lee wurde 1974 als Francisco Scaramanga in “Der Mann mit dem goldenen Colt“ besetzt und erhielt somit doch noch Gelegenheit, einen Bond-Gegner zu spielen.
  • Auch der Schauspieler Max von Sydow war im Gespräch für den Part, lehnte jedoch ab, um im Monumentalfilm “Die größte Geschichte aller Zeiten“ von 1965 Jesus Christus zu verkörpern.
    Sydow wurde aber letztlich ebenfalls Teil des 007-Kosmos nachdem er 1983 im “inoffiziellen“ Bond-Film “Sag niemals nie“ in die Rolle des Ernst Stavro Blofeld schlüpfte.
  • Der britische Charakterdarsteller Noël Coward lehnte die Rolle des Dr. No ab, da er die Vorstellung, für den Part metallene Handprothesen tragen zu müssen, nicht mochte.
  • Dr. No’s Aquarium war die Inspiration für ein sehr Ähnliches im Anwesen des Bond-Schurken Karl Stromberg in “Der Spion, der mich liebte“ von 1977.
  • Während er Bond von sich erzählt, offenbart Dr. No sich als Mitglied von SPECTRE. Dies ging jedoch in der Übersetzung verloren, da man ihn in der deutschen Synchronisation zum “Präsident“ einer Organisation namens “GOFTER“ (Geheim-Organisation für Terror, Erpressung & Rache) machte.
  • In der Zeichentrickserie “James Bond Jr“ ist Dr. No Mitglied der Verbrecherorganisation SCUM (Saboteurs & Criminals United in Mayhem).

Galerie

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