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“Ich muss noch etwas erledigen, aber während ich fort bin, tätest du gut daran, dir zu überlegen, wem du lieber dienen willst: Einem Drachenreiter, der deinen eigenen Orden verraten hat, oder einem Mann wie mir, der ein paar äußerst ungewöhnliche Fähigkeiten besitzt und sie einzusetzen weiß. Wenn der Zeitpunkt der Entscheidung gekommen ist, gibt es keinen Mittelweg mehr.”

— Durza zu Eragon

Durza ist der Hauptantagonist des ersten Buches der Eragon-Reihe und in der Verfilmung ebendieses Romans. Durza ist ein Schatten und ein Handlanger des bösen König Galbatorix.

In der Verfilmung wurde Durza von Robert Carlyle dargestellt.

Biographie

Vergangenheit

Durza wurde als Carsaib geboren und war der Sohn von Mitgliedern eines Nomadenstammes. Während seiner Jugend kämmte seine Mutter oft sein Haar. Irgendwann wurde Carsaibs Familie von dem Stamm verbannt, weil sein Vater einen Eid gebrochen hatte. Sie mussten von da an alleine klarkommen. Irgendwann verließ sie ihr Glück und Carsaibs Eltern wurden von Banditen angegriffen und getötet. Carsaib überlebte, verlor allerdings seinen Lebenswillen und wanderte in die Wüste hinaus um zu sterben.

Anstatt zu sterben wurde Carsaib jedoch halb tot von einem alten Mann namens Haeg auf einer Sanddüne gefunden. Haeg trug den Jungen in sein Haus und begann ihn gesund zu pflegen. Von nun an lebte Carsaib bei Haeg, der ein Zauberer war. Haeg unterwies Carsaib auch in Magie. Als Jahre später ein Zauberspruch schiefging und Haeg schwer verletzt wurde, pflegte Carsaib ihn gesund. Kurz bevor Haeg vollständig gesunden konnte, wurden die beiden jedoch (erneut) von Banditen überfallen und Haeg kam zu Tode. Außer sich vor Wut beschwor Durza Geister, um sich ihre Macht zu Nutze zu machen, er war jedoch nicht stark genug um die Geister zu bändigen und die Geister inkarnierten sich in ihn und übernahmen seinen Körper. Carsaib wurde zu Durza, dem Schatten.

Im Laufe der Jahre wurde Durza zu einem Verbündeten und Untergebenen des bösen Königs Galbatorix. Unter dessen Befehl ermordete Durza hunderte, ganze Dörfer fielen unter ihn. Irgendwann kam es sogar zu einem Schwertkampf zwischen Durza und Ajihad, dem Anführer der Varden (Rebellen und Feinde von Galbatorix). Trotz Durzas immenser Stärke und Agilität konnte Ajihad sich behaupten und obwohl er den Kampf nicht gewinnen konnte, konnte er doch eine Scharte in Durzas Schwert schlagen und kam mit dem Leben davon.

Eragon

Nachdem die Urgals einen Deal mit Galbatorix gemacht haben und sich diesem angeschlossen haben, verstärkt Durza diese Allianz indem er mit Magie die Loyalität der Urgals erzwingt. So gelingt es ihm auch, eine große Armee aus Urgals aufzustellen, da deren Clan-Führer sich jetzt nicht mehr gegenseitig bekämpfen.

Zusammen mit einer Truppe Urgals reist Durza in den Norden Alagaesias, wo sie in der Nähe der Elfenstadt Osilon den Wald Du Weldenvarden betreten. Dort planen sie eine Falle für die Elfin Arya und ihre Begleiter, welche ein Drachenei, welches Galbatorix vor langer Zeit gestohlen wurde, von den Varden zu den Elfen transportieren sollen. Die Urgals erschießen Aryas Begleiter, Arya kann jedoch von ihrem Pferd springen und zu Fuß flüchten. Daraufhin erklimmt Durza einen nahen Hügel und hält Arya auf, indem er durch seine Magie Feuerwände erschafft welche ihr den Fluchtweg abschneiden. Da sie weiß dass sie nicht entkommen kann, nutzt Arya ihre letzte Kraft um das Ei mit Magie wegzuteleportieren. Als Durza bemerkt was sie vorhat schleudert Durza einen Energieblitz auf sie, bevor dieser sie erreichen kann ist das Ei jedoch bereits fort. Arya wird durch die Macht des Blitzes ohnmächtig und außer sich vor Wut tötet Durza die Urgals, die ihn begleitet haben. Er hebt Arya auf sein Pferd und reitet davon. Er löscht seine Feuer, die ihm nun den Weg versperren, die anderen Feuer lässt er jedoch brennen.

Durza bringt Arya nach Gilead, wo sie in der Festung eingesperrt wird. Dort macht Durza es sich nun zum Hauptziel, Arya zu foltern um herauszufinden, wohin sie das Ei teleportiert hat. Außerdem will er den Standort von der Elfenhauptstadt Ellesmera erfahren und was Arya über die Varden weiß. Arya gibt jedoch nichts preis und es gelingt Durza nicht, in ihr Bewusstsein einzudringen. Daher foltert er Arya einfach über Monate äußerst grausam. Teilweise vergiftet er sie am Morgen und gibt ihr das Gegengift am Abend, nur um sie am Morgen wieder zu vergiften. Wenn er Arya zu stark verletzt heilt er sie mit Magie, damit sie nicht stirbt und sie am nächsten Morgen wieder gefoltert werden kann. Obwohl er sie stark foltert, gibt Durza Acht dass Arya nicht wahnsinnig wird, da das Galbatorix nicht gefallen würde.

Währenddessen ziehen Durzas Urgals gen Süden, wo sie sich zu einem großen Heer zusammenschließen. Auf dem Weg halten sie außerdem Ausschau nach dem Drachenei. Nachdem Galbatorix' Verbündete, die Ra'zac, erfahren haben, dass der Drache für den Bauernjungen Eragon geschlüpft ist und dass dieser nun ein Drachenreiter ist, suchen die Urgals außerdem nach Eragon. Dabei schlachten sie die gesamte Bevölkerung der Stadt Yazuac ab und häufen die Leichen im Dorfplatz. Irgendwann treffen einige der Urgals auf Eragon und seinen Drachen Saphira. Sie greifen Eragon jedoch nicht an, sondern befehlen ihm mit ihnen zu kommen und ihren Meister zu treffen. Eragon weigert sich und attackiert, einige Urgals entkommen jedoch und berichten Durza, der nun genau über Eragon und Saphira Bescheid weiß.

Als Eragon beschließt, sich den Varden und somit dem Wiederstand gegen Galbatorix anzuschließen, reist er mit Saphira und seinem Begleiter Murtagh nach Gilead, da dort ein Verbündeter der Varden lebt. Eragon wird jedoch von den beiden getrennt und von Wachen gefangengenommen und in der Festung eingesperrt. Dort bekommt er mit, wie eine Gruppe Soldaten Arya an seiner Zelle vorbeischleppt. Die Gruppe wird von Durza begleitet und Eragon bemerkt voll Schrecken dass Galbatorix einen Schatten auf seiner Seite hat.

Während seiner Haft erkennt Eragon, dass das Essen dass ihm gebracht wird stets mit einer Droge versehen ist, die ihn davon abhält Magie zu nutzen. Daher isst er sein Essen fortan nicht mehr sondern kippt es aus dem Zellenfenster, um seine Magie zurückzuerhalten. Plötzlich wird jedoch seine Zellentür geöffnet und Durza betritt die Zelle. Durza offenbart Eragon dass die beiden bald sehr viel Zeit miteinander verbringen werden weil Durza ihn dazu bringen soll, sich Galbatorix anzuschließen. Eragon stellt sich dumm und tut, als wäre er von der Droge benommen. Durza scheint ihm dies abzukaufen. Er fragt Eragon nach seinem echten Namen in der Alten Sprache. Das Wissen um diesen Namen würde Durza erlauben, Eragon komplett zu kontrollieren. Eragon behauptet jedoch, er hieße in der alten Sprache "Tod des Schatten". Dies lässt Durza verstummen, da er nach wie vor davon ausgeht dass Eragon unter Drogen steht und somit nicht lügen wird. Durza verlässt die Zelle, verspricht jedoch zurückzukehren sobald seine Pflichten es erlauben. Beim Gehen sieht er, dass Eragons Essen nicht gegessen ist. Er schreit den Wärter an, dieser versichert ihm jedoch dass bisher jeder Teller gegessen wurde. Durza ist beschwichtigt und weist den Wärter an, sicherzugehen dass Eragon sein Essen weiterhin zu sich nimmt.

Nachdem Eragons Magie vollständig zurückgekehrt ist, öffnet dieser das Schloss zu seiner Zelle. Bei seiner Flucht trifft er jedoch plötzlich auf Durza. Dieser offenbart, dass er von Eragon mehr erwartet hatte und dass ihm hätte klar sein sollen dass Eragons "Wahrer Name" eine Lüge war. Bevor es zum Kampf kommen kann taucht jedoch plötzlich Murtagh auf, der sich in Gilead eingeschlichen hat um Eragon zu befreien. Murtagh schießt Durza einen Pfeil mitten in die Stirn, woraufhin der Schatten sich schreiend auflöst.

Eragon und Murtagh brechen erfolgreich aus Gilead aus und retten außerdem auch Arya, welche jedoch aufgrund ihrer Verletzungen nicht ansprechbar ist. Des Weiteren ist sie immer noch durch Durzas Gift geschwächt und liegt, da sie das Gegengift vor ihrer Flucht nicht erhalten hat, im Steben. Eragon kann jedoch durch ihr Bewusstsein Kontakt mit Arya aufnehmen und erfährt von ihr, wie man nach Farthen Dur kommt, die Hauptstadt der Zwerge und den Standort der Varden.

In Farthen Dur wird Eragon zu einem Mitglied der Varden. Die Stadt liegt unterirdisch innerhalb eines Bergs. Von den Varden lernt Eragon dass Murtagh Durza in Gilead nicht getötet hat, einen Schatten kann man nur töten indem man ihm das Herz durchbohrt. Andernfalls dematerialisiert sich der Schatten nur, um einige Stunden später wieder in Fleisch und Blut aufzutauchen.

Irgendwann bekommen die Varden mitgeteilt, dass sich Galbatorix' Urgal-Armee auf dem Weg nach Farthen Dur befindet und dass die Urgals bereits in den Tunneln sind. Die Varden bereiten sich auf die Schlacht vor und auch Eragon und Saphira nehmen teil, als die Urgals auf der unterirdischen Ebene vor Farthen Dur auftauchen. Plötzlich bekommt Eragon jedoch von Varden-Magiern mitgeteilt, dass komische Geräusche aus dem Untergrund innerhalb der Stadt zu hören sind. Er wird beauftragt nachzuforschen und kehrt dem Kampf den Rücken und kehrt in die Stadt zurück. Auf dem zentralen Platz bricht plötzlich der Boden auf und einige Urgals klettern aus dem Loch, begleitet von Durza. Die Varden-Magier sind Verräter und haben Eragon absichtlich von der Schlacht getrennt, damit Durza ihn fangen und zu Galbatorix bringen kann. Des Weiteren ist Eragon auch von Saphira getrennt. Diese befindet sich im Sternsaphir, einem riesigen Edelstein der überhalb der zentralen Kammer hängt, wo Arya (welche von den Varden geheilt wurde) ihr aus ihrer verdellten Rüstung hilft. Eragon steht Durza somit alleine gegenüber und muss schnell erkennen, dass der Schatten ihm weitaus überlegen ist. Im Kampf kann Durza Eragon eine mächtige Wunde zufügen. Er schlitzt im den Rücken auf und Eragon stürzt zu Boden. Plötzlich werden jedoch Eragon, Durza und auch die Urgals abgelenkt, als der Sternsaphir plötzlich explodiert und eine feuerspeiende Saphira herausfliegt.

Eragon fasst sich als erstes wieder. Er springt trotz seiner Wunde auf, entflammt sein Schwert mit Magie und rammt es dem Schatten ins Herz. Durzas Haut wird daraufhin dünn und durchsichtig und Eragon sieht die dunkle Magie, die in Durza pulsiert. Die Geister, die ihn besessen haben, brechen nun aus Durza heraus und während der Schatten sich auflöst, attackieren die Geister Eragons Bewusstsein. Dieser wird jedoch von einer mächtigen Präsenz, die ihm selbst unbekannt ist, geschützt.

Nach Durzas Tod verschwindet auch die Magie, die die Urgals an ihn gebunden hat. Nun wieder sie selbst attackieren die verfeindeten Urgal-Clans sich sofort gegenseitig, womit die Varden leichtes Spiel haben, die Schlacht zu gewinnen und die verbliebenen Urgals zur Flucht in die Tunnel zu zwingen. Eragon ist jedoch maßgeblich von Durza beeinflusst. Durch unbekannte Magie hat Durza die Wunde, die er Eragon zugefügt hat, verflucht und Eragon hat jedes Mal, wenn er sich phsyisch zu sehr anstrengt oder sich zu schnell bewegt, schmerzhaft Anfälle die ihn lähmen. Diese Anfälle sind so stark, dass Eragon bezweifelt jemals Galbatorix besiegen zu können. Dieser Fluch wird erst viel später durch die Magie der Drachen von Eragon genommen.

Trivia

  • Durza und Varaugh sind die einzigen Schatten, die in der Eragon-Reihe auftauchen.
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