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“Ich fürchte, du wirst diese Sache nie ganz begreifen, mein Schatz, aber du sollst wissen, Raymond, dass ich es für dich tat! Damit du das bekommst, was ich nie hatte; wogegen dein Vater sich verwehrt hatte: Die Möglichkeit, dieses Land zu regieren. Darum ließ ich sie dich verändern - nur ein bisschen! Gerade so viel, dass du es nicht merkst und doch genug, damit du wieder zu deinem wahren Ich zurückkehrst und etwas aus dir wird!”

— Eleanor zu ihrem Sohn

Senatorin Eleanor Prentiss Shaw ist die Hauptschurkin aus dem 2004 erschienenen Politthriller Der Manchurian Kandidat.

Eleanor ist eine gnadenlose Politikerin, die ihren Sohn Raymond und dessen Militäreinheit einer Gehirnwäsche hat unterziehen lassen, um ihn im Zuge eines Komplotts zu dem Präsidenten der Vereinigten Staaten zu machen, der durch Eleanor und ihre Verbündeten kontrolliert wird. Der Plan gelingt auch fast, scheitert letztendlich aber Raymond, der sein eigenes Leben opfert, um seine Mutter zu stoppen und für ihre Machenschaften bezahlen zu lassen.

Sie wurde von Meryl Streep dargestellt.

Biographie

Vergangenheit

Eleanor ist die Tochter von Tyler Prentiss, einem Senatoren der Vereinigten Staaten. Auch Eleanor ging in die Politik und machte Karriere. Sie heiratete den Senatoren John Shaw von Virginia, mit dem sie einen Sohn, Raymond, hatte. Nach dem Tod ihres Mannes vor zwanzig Jahren übernahm sie dessen Platz als Senator und tat einige kontroverse Meinungen kund. In der Politik spielt sie mit der Angst der Bevölkerung vor Terrorismus und nutzt diese aus, um ihre eigenen Ziele durchzusetzen.

Tatsächlich ist Eleanor eine völlig selbstsüchtige und grausame Frau. Als sich ihr Sohn, der bisher ein ziemliches Muttersöhnchen war und den sie stets unter Kontrolle hatte, sich in Jocelyne, die Tochter eines Rivalen von Eleanor, Thomas Jordan, verliebte, zerstörte Eleanor die Beziehung nach einem einzigen Treffen mit Jocelyne. Ihr Sohn rebellierte daraufhin zum ersten Mal und trat dem Militär bei. Allerdings konnte Eleanor es nicht wahrhaben, ihren Sohn verloren zu haben, da sie ihren gescheiterten Traum, die USA zu regieren, auf ihn projezierte. Daher ging sie ein Bündnis mit der skrupellosen Firma Machurian Global ein, die heimlich an Menschen experimentierte. Sie sorgte dafür, dass die Einheit ihres Sohns in Kuwait überfallen und entführt wurde und dass sie in ein geheimes Labor von Manchurian Global gebracht wurden, wo sie von Dr. Atticus Noyle einer Gehirnwäsche unterzogen wurden.

Der Einheit wurden nun falsche Erinnerungen implantiert, die Shaw als Kriegshelden darstellten. Zudem sorgte Eleanor dafür, dass ihr Sohn nach seiner Rückkehr - sie konnte ihn durch eine Aktivierungsphrase zu einem willenlosen Handlanger machen - in die Politik ging. Tatsächlich war es der Plan von Eleanor und Manchurian Global, Raymond bei Präsidentschaftswahlen zum Vizepräsidenten-Kandidaten ihrer Partei aufzustellen, damit der Präsidentschaftskandidat nach der Wahl getötet werden könnte und Raymond so zum Präsidenten würde - unter Kontrolle von Eleanor und Manchurian Global.

Kampf für die Nominierung ihres Sohns

EleanorDenktNach

Eleanor bespricht sich mit Raymond

Während des Wahlkampfs beobachtet Shaw eine Rede von Thomas Jordan, als seine Mutter ihn aufsucht. Sie ist leicht entrüstet darüber, dass ihr Sohn sich so zurückzieht, obwohl es für seinen Wahlkampf besser wäre, sich der Bevölkerung zu zeigen, da die Menschen ihn lieben. Shaw ignoriert dies jedoch und erkennt, dass seine Mutter aus einem bestimmten Grund gekommen ist. Er geht davon aus, dass Eleanor den Ruf von Tom Jordan, Shaws Gegenkandidaten für die Nominierung innerhalb der Partei, beschmutzen will und kanzelt sie deswegen ab. Eleanor behauptet entrüstet, dass sie Jordans Ruf niemals attackieren würde, murmelt jedoch noch im selben Satz, dass Jordans Tochter Shaw damals umgarnen wollte. Wütend murmelt Shaw, dass Eleanor Jocelyne damals verjagt hat und während er sich noch beschwert, dass Eleanor ihnen jegliche Möglichkeit genommen hat, sich je wieder zu treffen, zischt Eleanor, dass Jocelyne Shaws gar nicht würdig war.

Eleanor behauptet betont fröhlich, dass Shaw die Dinge etwas zu sehr vereinfacht, verspricht jedoch, sich diesbezüglich aus dem Wahlkampf ihres Sohns herauszuhalten. Kurz darauf beginnt Shaws Rede, die Eleanor gemeinsam mit Unterstützern ihres Sohnes zufrieden hinter der Bühne beobachtet. Nach der Rede ihres Sohns trifft sich Eleanor mit einigen hochrangigen Mitgliedern ihrer Partei, die ihr verkünden, dass die Partei nicht ihren Sohn, sondern Tom Jordan als Kandidaten für die Vizepräsidentschaft aufstellen wird. Sie behaupten, dass sie Eleanors Segen dafür nicht benötigen, ihn aber trotzdem gerne hätten, woraufhin Eleanor verächtlich zu lachen beginnt und Jordan als Fossil bezeichnet. Die anderen werfen ein, dass Shaw außerhalb New Yorks weitestgehend unbekannt ist, doch Eleanor faucht, dass ihr Sohn ein Kriegsheld ist. Auch die Aussage, dass Arthur im Falle seiner Wahl Shaw für einen Kabinettsposten in Erwägung ziehen wird, stellt Eleanor nicht zufrieden.

EleanorWutrede

Eleanor hält eine flammende Rede für ihren Sohn

Eleanor beginnt nun davon zu sprechen, wie Arthur selbst die Bevölkerung nicht genug begeistert um Präsident zu werden und dass sie vermutlich nur auf Jordan setzen, um mit dessen vorsichtigen und liberalen Ansichten die Stimmen der Schwarzen, Frauen und Studenten zu kassieren. Sie behauptet, dass ihr Instinkt ihr aber sagt, dass dies nicht gelingen wird und dass sie die innerparteiliche Wahl locker platzen lassen kann, um dies zu verhindern. Ihr wird daraufhin vorgeworfen, dass sie durch ihren Egoismus den Einzug der Partei ins Weiße Haus zu gefährden. Frustriert fragt Eleanor, ob sie denn die einzige ist, die die Berichte der Geheimdienste gelesen hat und behauptet - zum Frust der anderen Mitglieder - dass die USA kurz vor einer weiteren Katastrophe stehen. Sie warnt die Gruppe, dass das amerikanische Volk entsprechend verängstigt ist und dass sie daher einen jungen, dynamischen Kriegshelden als Vizepräsidenten gut gebrauchen könnten. Tatsächlich überzeugt Eleanors flammende Rede die Gruppe, Raymond Shaw doch als Kandidaten für die Vizepräsidentschaft zu nominieren.

Den Weg freimachen

Shaw wird derweil von seinem alten Militärkameraden Bennett Marco aufgesucht, der die Theorie aufgestellt hat, dass sie einer Gehirnwäsche unterzogen wurden; allerdings kommt er als verwirrt und gestört herüber. Nach diesem Vorfall trifft sich Shaw mit seiner Mutter in einem Restaurant und berichtet ihr, was vorgefallen ist. Er bittet Eleanor, Marco zu helfen, da er selbst es aufgrund seiner Rolle als Kandidat nicht tun kann. Ihm ist dabei nicht klar, dass Eleanor hinter der Gehirnwäsche steckt. Eleanor entgegnet vorsichtig, dass sie nicht wüsste, was das bringen würde und Shaw verrät ihr, dass er und sein Team zwar verhindern werden, dass Marco sich ihm erneut nähert, dass er aber auch nicht will, dass Marco eingesperrt wird und dass er daher keine Anzeige erstatten wird. Geschockt fragt Eleanor, ob Shaw die Geschichte etwa glaubt und Shaw verneint dies wenig glaubwürdig. Er behauptet, dass Marco jedoch daran glaubt und dass er ihm helfen möchte, da Marco ein sehr guter Soldat war. Frustriert fragt Eleanor ihren Sohn, wie viel dieser eigentlich über Marco weiß und zückt eine dicke Akte über Marco, die ein Überwachungsprotokoll beinhaltet und ihn als wahnsinnigen Veteranten darstellt. Shaw besteht darauf, dass Marco ein guter Mann ist, doch Eleanor entgegnet, dass das auch immer die Nachbarn von Serienmördern sagen.

EleanorÜberMarco

Eleanor und Shaw sprechen über Marco

Am nächsten Tag gibt Eleanor ein Interview, in dem sie gefragt wird, ob es sie nicht stört, dass ihr Sohn Stellung gegen einige ihrer politisch umstrittenen Aussagen bezieht. Eleanor antwortet, dass es sie nicht stört, da sie sich in einigen Details zwar uneins sein mögen, dass sie aber die Einstellung teilen, dass Amerika besser werden muss und sich international durchsetzen muss. Marco gibt währenddessen nicht auf und verbündet sich schließlich auch mit Tom Jordan. Gemeinsam können sie eine glaubhafte Verbindung zwischen Manchurian Global und den Träumen herstellen, die die überlebenden Mitglieder der Einheit hatten, und herausfinden, dass sie höchstwahrscheinlich tatsächlich einer Gehirnwäsche unterzogen wurden. Jordan sucht daraufhin Eleanor und Raymond auf und konfrontiert sie mit Marcos Fund.

Eleanor versucht, das ganze runterzuspielen und Marco als Wahnsinnigen darzustellen, doch Jordan hält sich gar nicht lange mit ihr auf. Während Jordan Shaw direkt befragt und die Schlüsse offenbart, die Marco gezogen hat, bezeichnet Eleanor die ganze Sache als lächerlich. Jordan rät Shaw, seine Kandidatur würdevoll zurückzuziehen und sich danach den Bundesbehörden zu stellen um ihnen zu helfen, die Sache zu verfolgen. Er behauptet, binnen zwölf Stunden Shaws Rücktritt zu erwarten, doch bevor er gehen kann, zischt Eleanor ihm zu, dass sie selbst Nachforschungen anstellen wird, ob ihrem Sohn etwas angetan wurde. Gleichzeitig droht sie, im Senat für Jordans Amtsenthebung zu sorgen und ihn fertig zu machen, falls sich herausstellen sollte, dass die Anschuldigungen, die Jordan vorgebracht hat, sich als falsch erweisen. Kalt wünscht Jordan beiden eine gute Nacht und geht.

EleanorGegenJordan

Eleanor diskutiert mit Jordan

Eleanor murmelt noch weiter, dass dies eine groteske und idiotische Geschichte sei, doch Shaw offenbart ihr daraufhin, dass er die Träume, von denen Marco berichtete auch gehabt hat und sich daher einem Test unterziehen will. Bevor er gehen kann um genau dies zu tun, spricht Eleanor jedoch die Phrase, die Shaw gefügig macht. Um die Bedrohung abzuwenden, die Jordan für die Kandidatur ihres Sohns darstellt, befiehlt Eleanor Shaw, Jordan zu ermorden. Da Jordans Tochter Jocelyn versucht, Raymond aufzuhalten, ertränkt Jordan nicht nur Jordan, sondern auch Jocelyn.

Nach dem Doppelmord trifft sich Eleanor mit einigen Vorstandsmitgliedern von Manchurian Global, die außer sich sind, dass Eleanor die "Technologie", zu der Raymond degradiert wurde, genutzt hat um ihn als Auftragskiller zu verwenden, ohne die Firma überhaupt zu fragen. Eleanor faucht, dass sie schweigen sollen, da sie ihnen immerhin ihren Sohn anvertraut hat, und offenbart, dass Tom Jordan kurz davor war, alles zu vernichten, wofür sie gearbeitet hat. Sie behauptet, dass sie alle mit ihr untergegangen wären und dass es so dringlich war, dass Eleanor keine Zeit hatte, vorher eine Besprechung einzuberufen. Nach einem kurzen Steit zischt Eleanor außer sich, dass manchmal die Dinge, die getan werden müssen, einfach getan werden müssen und dass man nicht immer um Erlaubnis fragen kann.

Attentatspläne

EleanorStolz

Eleanor erwartet die Ermordung von Arthur

Als Marco erneut an Shaw herantritt, ruft Eleanor ihren Sohn auf dem Handy an. Sie befiehlt ihrem Sohn, das Handy an Marco weiterzugeben und als der verwunderte Marco das Handy erhält, zieht Eleanor ihn durch die Aktivierungsphrase in ihren Bann. Sie macht ihn zu ihrem willenlosen Handlanger und befiehlt ihm, am Abend den Präsidentschaftskandidaten Arthur zu ermorden. Danach trifft sie sich mit ihrem Sohn um ihn neu zu konditionieren. Nachdem sie die Aktivierungsphrase gesprochen hat, verrät sie ihm, dass während der Wahlparty am Abend, auf der neben Shaw auch Arthur anwesend sein wird, ein Attentat auf Arthur verübt werden wird, so dass Shaw nach der Wahl nicht Vizepräsident, sondern Präsident sein wird.

Sie offenbart ihm auch, dass Marco der Attentäter sein wird und dass dieser auch versuchen wird, Shaw zu töten. Sie fügt an, dass Shaw dennoch nicht die Ruhe verlieren darf und genau dort stehen bleiben muss, wo er ist. Fahrig fragt Shaw in seiner Trance, was mit Marco geschehen wird und Eleanor antwortet, dass der Attentäter immer am Ende sterben muss und dass sein Tod dem Land helfen wird, wieder zu genesen. In einem kurzen emotionalen Moment behauptet Eleanor, dass Raymond die Sache vermutlich nie ganz verstehen wird, dass sie das Ganze aber nur für ihn getan hat und ihm die Chance ermöglichen wollte, das Land zu regieren. Stolz behauptet sie, dass sie doch nur ansehen soll, wie weit er es gebracht hat und dass er nun ihr Land in der Stunde seiner größten Not retten wird.

EleanorShawTod

Eleanor und Raymond sterben

Stolz werden Shaw und Arthur auf die Bühne geführt, wo sie sich der Menge als Sieger präsentieren. Während die Menge ihnen applaudiert, schaut Shaw auch auf den Ort, an dem sich Marco verbirgt und von dem aus er Arthur ermorden soll. Allerdings ist Shaw zu diesem Zeitpunkt bereits mit sich selbst im Zwiespalt, da der Verlust von Jocelyne beginnt, seine Konditionierung durcheinanderzubringen. Er positioniert sich absichtlich so, dass er Marcos Sicht auf Arthur blockiert und so kein freies Schussfeld mehr hat. Als Musik ertönt und die Leute zu tanzen beginnen, winkt Shaw auch seine Mutter zu sich und lädt sie zum Siegestanz ein. Gerührt tritt Eleanor nach vorne und ahnt nicht, dass Shaw im Inbegriff ist, sie beide zu opfern. Während des Tanzes bewegt er sich und seine Mutter systematisch in Richtung von Arthur und somit direkt in das Schussfeld von Marco, der selbst seine Konditionierung lange genug durchbrechen kann, um im richtigen Moment abzudrücken. Sowohl Eleanor als auch ihr Sohn werden von Marcos Schuss getroffen und stürzen beide zum Schrecken der Anwesenden tot zu Boden.

Galerie

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