“Wissen Sie, was das Allerschlimmste ist? Nicht zu wissen, wo man in dieser Welt hingehört. Nicht zu wissen, warum man hier ist. Das... das ist ein furchtbares Gefühl! Ich hatte die Hoffnung fast aufgegeben! Wie oft habe ich mir immer wieder diese Frage gestellt? Aber ich habe Sie gefunden! So viele Opfer waren nötig, nur um Sie zu finden! Da wir jetzt wissen, wer Sie sind, weiß ich wer ich bin! Ich bin kein Fehler! Es ergibt alles einen Sinn! Wissen Sie woran man auf den ersten Seiten eines Comics den Bösewicht erkennt? Er ist das exakte Gegenteil des Helden und meistens sind sie sogar Freunde, so wie Sie und ich! Es hätte mir damals schon klar sein müssen, wissen Sie warum, David? Wegen der Kinder... Sie nannten mich Mr. Glass!”

— Elijah offenbart sich David

Elijah Price, auch als Mr. Glass bekannt, ist der Hauptschurke aus dem 2000 erschienenen Superhelden-Thrillerfilm Unbreakable – Unzerbrechlich sowie der tituläre Schurke aus dem 2019 erschienenen Nachfolger Glass.

Price ist ein Besitzer einer Kunstgalerie in Philadelphia. Er leidet unter der Glasknochenkrankheit und ist daher auf einen Rollstuhl angewiesen. Der Comicbuch-Fan Price – aufgrund seiner Krankheit auch als Mr. Glass bezeichnet – hat die Theorie aufgestellt, dass es als Gegenstück für extrem schwache Menschen wie ihn auch Menschen geben muss, die übermenschlich stark sind. Sein Ziel ist es, durch von ihm verursachte Katastrophen genau eine solche Person zu finden. Während diese Person zu einem Superhelden werden soll, will Elijah als ihr völliges Gegenstück zu deren Nemesis und Superschurken werden.

Er wurde von Samuel L. Jackson dargestellt, der unter anderem auch Stephen in Django Unchained, Clinton Davis in Reasonable Doubt und Richmond Valentine in Kingsman: The Secret Service darstellte. Sein deutscher Synchronsprecher ist Engelbert von Nordhausen.

Biographie

Vergangenheit

Elijah kam in einem Warenhaus in Philadelphia zur Welt. Von Geburt an litt er an Osteogenesis imperfecta – auch als Glasknochenkrankheit bekannt – und brach sich bei der Geburt beide Beine und Arme. Entsprechend übervorsichtig war seine Kindheit gestaltet, da jede unbedachte Bewegung eine schwere Verletzung zur Folge haben könnte. In der Schule galt er als Kuriosität und aufgrund seiner porösen Knochen nannten die anderen Kinder ihn "Mr. Glass". Als Kind traute Elijah sich nach mehreren Verletzungen nicht einmal mehr auf den Spielplatz vor dem Haus der Familie.

Elijahs Mutter sah diese Entwicklung jedoch mit Sorge und wollte nicht, dass er seine gesamte Kindheit im Haus verbrachte und die ganze Welt fürchtete. Daher versprach sie ihm ein Geschenk, welches sie für ihn auf einer Bank auf dem Spielplatz platziert hatte. Ihr Plan ging auf und sie konnte Elijah auf diese Art und Weise nach draußen locken. Elijah erreichte die Bank unverletzt und fand dort ein Comicbuch vor. Von diesem Moment an entwickelte Elijah ein großes Interesse an Comics und begann, diese leidenschaftlich zu sammeln. Indem seine Mutter ihm mehr Comics für jedes Mal versprach, das er das Haus verließ, konnte sie ihn ködern und Elijah legte schließlich seine Angst vor der Außenwelt ab.

Insbesondere, da seine Verfassung lange Krankenhausaufenthalte mit sich brachte, las Elijah Comics wie besessen. Als Erwachsener war Elijah aufgrund seiner Krankheit auf einen Gehstock angewiesen, war aber nach wie vor ein großer Comicbuch-Fan. Er besaß eine Kunstgalerie, in der Kunstwerke ausgestellt waren, die auch Comiczeichnungen basierten. Elijah studierte im Verlauf seiner Karriere insbesondere die Beziehung zwischen Comicbuch-Helden und ihren Schurken. In Hinblick auf seine eigene Geschichte entwickelte er eine verschrobene Weltsicht, laut der es für Personen wie ihn, die schwächer waren als normale Menschen, auch Personen auf dem anderen Ende des Spektrums geben müsse: also Menschen mit übernatürlichen Kräften.

Elijah widmete sein Leben daraufhin der Suche nach einer solchen Person. Sein Ziel war es, eine solche Person zu finden und zu einem Superhelden zu machen, der die Welt schützen und leiten würde. In sich selbst sah er – da er das absolute Gegenstück eines solchen unzerstörbaren Helden war – die Rolle des Superschurken und Gegenspielers des besagten Helden. Um einen Helden zu finden, verursachte Elijah mehrere verheerende Katastrophen; so einen Hotelbrand, einen Erdrutsch und einen Flugzeugabsturz. Er hoffte, dass jemand diese Katastrophen unverletzt überleben würde und somit seine Superkräfte offenbaren würde. Tatsächlich kamen aber jedes Mal sämtliche betroffene Personen ums Leben und Elijahs Suche erwies sich als erfolglos.

Fund eines Superhelden

Elijah trifft David Dunn

Dies ändert sich jedoch, als Elijah den East Rail-Zug 177 entgleisen lässt. Dieses Mal überlebt ein Passagier, David Dunn, völlig unverletzt als einziger den verheerenden Unfall. Um in Kontakt mit Dunn zu treten, hinterlässt Elijah daher einige Tage später eine Karte seiner Kunstgalerie unter dem Scheibenwischer von Dunns Auto. Auch der Karte steht auch die Frage, wie oft Dunn in seinem Leben jemals krank war. Verwundert aber interessiert folgt Dunn der Einladung und findet sich in Elijahs Galerie ein. Er bestätigt die Frage auf der Karte damit, dass er sich nicht daran erinnern kann, jemals krank gewesen zu sein. Allerdings ist Elijah sich nicht sicher, ob dies Dunn schon zu seinem auserwählten Gegenspieler macht – erst recht, als er erfährt, dass David zu College-Zeiten einen Autounfall hatte und dabei verletzt wurde.

Er berichtet Dunn, dass er Comics als Berichte über die Wirklichkeit interpretiert und daher bei allen Katastrophen, über die im Fernsehen berichtet wurden, hoffnungsvoll die Nachricht erwartete, dass es einen Überlebenden gab, der wie durch ein Wunder unverletzt blieb. Nachdem er Elijahs Erklärung gelauscht hat, tut Dunn ihn als Spinner und Trickbetrüger ab. Entsprechend schenkt er Elijah keinen Glauben und verlässt die Galerie. Elijah gibt jedoch nicht auf und sucht Dunn, der als Sicherheitsmann bei einem Footballstadion arbeitet, bei der Arbeit auf. Sie kommen ins Gespräch und Elijah fragt Dunn, warum David einen Beruf gewählt hat, in dem er Menschen schützt. Er bringt im Gespräch in Erfahrung, dass Dunn instinktiv zu merken scheint, wenn jemand böse Absichten hegt.

Elijah spricht mit Dunn

Begeistert entwickelt Elijah die Theorie, dass dies eine Superkraft Dunns ist, die sich manifestiert hat. Dunn hat jedoch keine Geduld für Elijahs Ideen und Theorien und lässt diesen zurück. Elijah zieht darauf alleine weiter um seine Theorie zu bestätigen. Er findet heraus, dass ein Mann, den Dunn aus dem Stadion warf weil er dachte, er hätte eine Waffe, auch wirklich die von Dunn beschriebene Pistole bei sich trug. Da er dem Mann dazu in eine U-Bahn-Station folgen muss und er dabei die Treppen hinabstürzt, bricht Elijah sich für seine Forschung aber mehrere Knochen. Dennoch ignoriert Elijah den Schmerz und ist völlig begeistert darüber, dass Dunn Kräfte zu haben scheint. Unabhängig von Elijah, der nun aufgrund der Knochenbrüche auf einen Rollstuhl angewiesen ist, erkennt in den folgenden Tagen auch David, dass er über übermenschliche Kräfte verfügt.

Zu diesen Kräften gehört auch die Fähigkeit, die Taten böser Personen durch Körperkontakt mit diesen als Vision sehen zu können – jedoch erst nachdem diese sie begangen haben. Elijah wird in der Zwischenzeit Physiotherapie verschrieben und seine Therapeutin ist niemand anderes als Dunns Ehefrau Audrey. Im Gespräch mit dieser findet Elijah heraus, dass Dunn nicht wie zuvor behauptet bei dem Autounfall verwundet wurde, sondern die Wunde vortäuschte um seine Football-Karriere zu beenden und seine Freundin Audrey zu heiraten. Dies bestärkt Elijah in seiner Annahme, dass David tatsächlich ein Superheld ist. Bei einem späteren Gespräch mit Dunn teilt Elijah seine neue Theorie mit diesem. Als David diese entkräften will, indem er verrät dass er als Kind einst fast ertrank, behauptet Elijah fest entschlossen, dass Wasser dann eben Dunns einzige Schwäche ist.

Elijah reicht David die Hand

Dunn versucht derweil sich einzureden, dass er ein ganz normaler Mensch ist. Entsprechen fordert er, dass Elijah ihn nie wieder kontaktiert und auch seine Familie in Ruhe lässt. Dies nimmt Elijah stark mit, da er seinem Ziel so nah und gleichzeitig auch unerreichbar fern ist. Erst als Dunn doch Kontakt zu ihm aufnimmt und gesteht, dass Elijah Recht hatte, heitert Elijah auf. Er trägt Dunn auf, einen Ort aufzusuchen an dem sich viele Menschen befinden, um seine Kräfte dort zu entwickeln und zu erproben. Eine Konfrontation mit einem Verbrecher bestätigt Dunn darin, dass Elijahs Theorie tatsächlich stimmt und er über Superheldenkräfte verfügt. Diese Erkenntnis hat zur Folge, dass sich auch Dunns Beziehung mit Elijah richtet und dieser ihn zu einer Vernissage in seiner Kunstsammlung einlädt.

Elijah hat eine Zeitung, in der von Dunns Heldentat berichtet wurde und behauptet zufrieden, dass dies erst der Anfang sei. Er behauptet kryptisch, dass es Zeit wird dass die beiden sich die Hände reichen. Als Dunn Elijahs Hand ergreift, setzen plötzlich seine Fähigkeiten ein und Dunn erkennt entsetzt, dass Elijah selbst für all die Katastrophen verantwortlich ist, von denen er Dunn zuvor berichtet hatte – auch den Zugunfall, der Dunn als einzigen Überlebenden zurückließ. Während Dunn entgeistert von Elijah zurücktritt, murmelt dieser fahrig, dass es das schlimmste Gefühl ist, nicht zu wissen wo die eigene Rolle auf der Welt ist. Er behauptet, dass er durch David nun aber seine Rolle als dessen Gegenspieler gefunden hat und dass ihm diese Bestimmung schon hätte klar sein müssen, als die Kinder ihn damals Mr. Glass nannten. Aufgelöst wendet David sich von dem ekstatischen Elijah ab und verlässt die Galerie. Er informiert die Polizei und nachdem in der Galerie genügend Beweismittel gefunden werden, wird Elijah verhaftet und in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen.

Galerie

Trivia

  • Über den Film hinweg trägt Elijah primär Farben in violetten Tönen. Seine Farbgestaltung steht dabei im Kontrast zu der Dunns, der stets durch Grüntöne charakterisiert wird. Kevin Wendell Crumb, ein Charakter aus Glass, wiederum wird durch die Farbe Gelb charakterisiert.
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