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“Ich spiele gerade mit den hübschesten Schlagzeilen rum! … Welche Katastrophe darf die Carver-Mediengruppe heute auf der Welt verbreiten?!”

Elliot Carver (James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie, 1997)

“Der Unterschied von Wahnsinn und Genie definiert sich lediglich aus dem Erfolg!”

Elliot Carver (James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie, 1997)

“Große Männer haben schon immer die Medien manipuliert, um die Welt zu retten! Der einzigartige William Randolph Hearst hat seinen Fotografen gesagt: “Liefern Sie die Fotos, ich liefere den Krieg!“ – Ich bin nur einen Schritt weiter gegangen!”

Elliot Carver (James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie, 1997)

Elliot Carver, der Gründer und Vorsitzende des einflussreichen internationalen Medien-Netzwerkes CMGN (Carver Media Group Network), ist der Hauptantagonist im James Bond-Film Der Morgen stirbt nie (Tomorrow Never Dies) von Roger Spottiswoode aus dem Jahr 1997.

Gespielt wurde der intrigenspinnende Medienmogul, der bereit ist, für Einschaltquoten und Berichterstattungs-Exklusivrechte einen Krieg zwischen Großbritannien und der Volksrepublik China anzuzetteln, vom britischen Charakterdarsteller Jonathan Pryce (*1947).
In der deutschen Übersetzung wurde er von Lutz Mackensy (*1944) synchronisiert.

Biographie

Die frühen Jahre

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Carver beeinflusst von seinem Berliner Pressezentrum aus die weltweiten Medien.

Elliot Carver erblickte in Hongkong das Licht der Welt, als außerehelicher Sohn des englischen Zeitungs-Tycoons Lord Roverman und einer deutschen Prostituierten, die bei der Geburt starb. Nachdem der britische Adlige ihn für eine einmalige Zahlung von fünfzig britischen Pfund an eine chinesische Familie abgeschoben hatte, wuchs er zunächst im Glauben, ein Waisenkind zu sein in Hongkong auf.

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Carver gibt sich nach außen den Anschein des integren Berichterstatters und Menschenfreundes.

Im Alter von sechzehn Jahren erweckte eine Anstellung in einer kleinen Lokalzeitung, seine Hingabe für den Journalismus. Durch harte Arbeit konnte er einen Universitätsabschluss in Kommunikationswesen erwerben und begann als Meteorologe für einen Hongkonger Fernsehsender zu arbeiten, stieg alsbald zum Hauptmoderator auf und legte nach und nach den Grundstein für sein eigenes Medienunternehmen.

Die Carver-Mediengruppe

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Carvers neues Satelliten-Netzwerk vergrößert seine Machtfülle noch um ein vielfaches.

Durch seine nicht immer legalen Methoden wuchs die Carver Mediengruppe in rasantem Tempo, bis er, dreißig Jahre nachdem sein leiblicher Vater ihn weggegeben hatte, die Zeitung Lord Rovermans aufkaufen konnte.
In der Zwischenzeit hatte er um die Wahrheit seiner Herkunft erfahren und eine umfangreiche Rache vorbereitet. Nachdem er ihn um sein Unternehmen und seinen Reichtum gebracht hatte, nutzte er das Wissen, dass sein Vater eine Vorliebe dafür hatte, sich in einer Schulmädchenuniform von Prostituierten demütigen zu lassen, um diesen in den Selbstmord zu treiben und sich den Rest seines Vermögens als erstgeborener Sohn unter den Nagel zu reißen.

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Carver bereitet die Schlagzeilen für den von ihm angezettelten Krieg vor.

Seither wuchs das Carver Media Group Network, kurz CMGN, zu einem weltumspannenden Unternehmen, das Bücher druckt, Satellitenfernsehen ausstrahlt und dem allein in Frankreich sechsundzwanzig Fernsehsender gehören, das Freizeitparks besitzt und eine Machtfülle besitzt, die es Carver erlaubt, mit einer einzigen Sendung ganze Regierungen zu stürzen.
Der besondere Trick an diesem beispiellosen Erfolg ist, dass Carvers Medienimperium, das insbesondere Katastrophen, Skandale und Missstände publicityträchtig ausschlachtet, die veröffentlichten News nicht nur präsentiert sondern vielmehr selbst kreiert. Zu diesen Self-made-Nachrichten gehören in jüngster Vergangenheit wohl unter anderen “Krawalle in Paris“, “ein Flugzeugabsturz in Kalifornien“ und möglicherweise verheerende Zerstörungen in Pakistan, die offiziell einem “Erdbeben“ zugeschrieben werden.

Der Großbritannien-China Konflikt

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Carvers Masterplan bringt ihm die uneingeschränkte, globale Vorherrschaft in der Medienlandschaft.

Die einzige Nation die Carver, sehr zu seinem Missfallen, die Senderechte vorenthält ist die sozialistische Volksrepublik China, weswegen er einen raffinierten Plan ausheckt, um sich doch noch ins Land der aufgehenden Sonne einzuschleusen.
Mit einem im Geheimen konstruierten Stealth-Boot und der Hilfe des genialen Computerexperten Henry Gupta, stört er das GPS-System eines Kriegsschiffes der Britischen Marine und lockt es somit in Südchinesisches Hoheitsgebiet. Von seinem, für das Radar unsichtbaren, Boot aus, schießt er einen chinesischen Kampfjet ab und lässt das britische Schiff von einem als “Sea Drill“ bezeichneten, überdimensionalen Bohrkörper versenken und die Besatzung mit chinesischer Munition ermorden, um einen internationalen Konflikt auszulösen.

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Carver bereitet an Bord des Stealth-Bootes den Raketenabschuss vor.

Desweiteren soll auf dem Höhepunkt der inszenierten Feindseligkeiten die gesamte Britische Flotte vernichtet- und die chinesische Regierung in Peking mit einer Rakete ausradiert werden, um Platz für einen CMGN-freundlich gestimmten General als neuen politischen Führer zu machen, der ihm im Austausch für seine Machtposition, die exklusiven Senderechte in ganz China für stolze fünfzig Jahre zusichert.
Carvers Plan, so er aufgeht, würde ihm somit, auf Kosten hunderttausender Toter, im wahrsten Sinne des Wortes die Weltherrschaft über die Mediale Berichterstattung des Planeten einbringen.

Bond, James Bond

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Carver hält James Bond mit seiner Waffe in Schach.

In seinem größenwahnsinnigen Vorhaben hat Carver jedoch den Agenten James Bond vom britischen Geheimdienst nicht mit einkalkuliert, der in der Angelegenheit des Großbritannien-China-Konfliktes ermittelt. Er sabotiert Carvers erste weltweite Liveübertragung durch das neu installierte Carver Global Satellite Network, in dem er sich als selbstloser Menschenfreund darstellt, der London und Peking anbietet, als unparteiischer Vermittler in dieser internationalen Krise zu fungieren, was diesen geradezu rasend macht.
Als Carver zudem noch herausfindet, dass seine Frau Paris in den Jahren vor ihrer gemeinsamen Ehe eine Affäre mit Bond hatte und wieder eine Nacht mit ihm verbracht hat, lässt er sie von seinem privaten Auftragskiller Dr. Kaufman ermorden.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen, den unliebsamen Agenten loszuwerden, kommt es an Bord des Stealth-Bootes, wo Carver persönlich den Auftakt zum Britisch-Chinesischen Krieg beaufsichtigt, zur entscheidenden Auseinandersetzung. Nachdem Bond eine Reihe von Explosionen auslöst, die die Stealth-Technologie unwirksam machen und das Gefährt somit für englische und chinesische Radarschirme gleichermaßen sichtbar wird, nimmt die Britische Marine es unter Beschuss.

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Carver wird von seinem eigenen “Sea Drill“-Bohrer in Fetzen gerissen.

Trotz zahlreicher Verluste und großen Schäden, hält Carver an seinem wahnsinnigen Plan, ganz Peking zu zerstören fest und kann Bond mit einer Pistole in Schach halten. Diesem gelingt es, die Fernsteuerung des “Sea Drill“ zu erreichen und das mit überdimensionalen Kreissägen ausgestattete mechanische Ungetüm zu aktivieren.

Er überwältigt Carver und drängt ihn genau in den Kurs des herandonnernden Bohrers, bis er von den rotierenden Klingen zerfetzt wird.

Erscheinungsbild & Persönlichkeit

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Elliot Carver bevorzugt schwarze Anzüge mit hochgeschlossenem Mao-Kragen.

Elliot Carver ist ein durchschnittlich großer, schlanker Mann in mittleren Jahren mit hoher Stirn, dünnem, graumeliertem Haar und kalten, stechend blickenden grün-braunen Augen. Er ist ausschließlich in schwarze, hochgeschlossene Mao-Anzüge gekleidet, dazu schwarze Rollkragenshirts und trägt eine dezente, randlose Brille.

Er hat eine ausgesprochen selbstverliebte, um nicht zu sagen krankhaft narzisstische Persönlichkeit, die mitunter durch zahlreiche überlebensgroße Plakate mit seinem Konterfei darauf Ausdruck findet und suggeriert, dass er sich nicht nur als Vorsitzender, sondern gar als gottgleiche Personifizierung der CMGN betrachtet.
Desweiteren scheint er von Fernsehbildschirmen geradezu besessen zu sein, da sich in all seinen Hauptquartieren immerzu zahlreiche Monitore befinden, einige von ihnen groß genug, um eine ganze Wandseite einzunehmen.

Seinem übermächtigen Ego geschuldet, hat er keinerlei Skrupel für die Durchsetzung seiner persönlichen Ziele über Leichen zu gehen und auch wenn sein Masterplan seine Macht noch um ein vielfaches vergrößert, ist dies für ihn nur ein angenehmer Nebeneffekt. Vor allem anderen empfindet er es schlicht als Vergnügen, zwei Nationen zu einen verheerenden Krieg gegeneinander aufzustacheln.

Wie die meisten Gegenspieler James Bonds, die irgendeine Form von Entstellung oder eine andere physische oder psychische Besonderheit aufweisen, hat auch Elliot Carver seinen ganz persönlichen Tick, der allerdings im fertigen Film kaum zur Geltung kam.
Wegen des permanenten Drucks, den seine Branche mit sich bringt, leidet er an zwanghaftem Zähneknirschen und hat daher als Gegenmaßnahme stets einen Kaugummi im Mund, um den daraus entstehenden chronischen Kieferschmerzen entgegenzuwirken.

Handlanger

Richard Stamper

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Richard Stamper, der Mann für’s Grobe (gespielt von Götz Otto).

Der beeindruckende 1,98 Meter große Deutsche ist Carvers “Mann für’s Grobe“. Mit stoischer Emotionslosigkeit und der Präzision eines Uhrwerkes tötet er ohne mit der Wimper zu zucken und kann ohne übermäßige Anstrengung mit den Fertigkeiten eines ausgebildeten MI6-Agenten mithalten. Zudem ist Stamper das Protegé des Auftragskillers Dr. Kaufman, von dem er die Kunst der “Chakra-Folter“ gelernt hat und zu dem er als eine Art Ersatzvater aufsieht. Darum hat er auch ein besonderes Interesse daran, James Bond tot zu sehen, nachdem dieser Kaufmann erschossen hat.
In ihrer finalen Konfrontation an Bord von Carvers Stealth-Boot, bringt er Bond in arge Bedrängnis, bis dieser sein Bein in der mechanischen Haltevorrichtung einer abschussbereiten Rakete einklemmen kann, sodass Stamper schlussendlich von dem detonierenden Explosivgeschoss zerrissen wird.

Richard Stamper ist ein großer athletisch-schlanker Mann mit markanten Gesichtszügen, kurzgeschnittenem, platinblond gefärbtem Haar und hat eine angeborene Iris-Heterochromie, hat also von Geburt an ein blaues linkes Auge und ein braunes Rechtes. Zumeist trägt er figurbetonte T-Shirts und bevorzugt im Allgemeinen einen gepflegten aber dennoch zweckmäßigen Stil.

Gespielt wurde der hünenhafte Schläger vom deutschen Schauspieler Götz Otto (*1967), der sich in der deutschen Übersetzung auch selbst synchronisierte.

Henry Gupta

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Henry Gupta, Carvers Computergenie (gespielt von Ricky Jay).

Der US-amerikanische Computerexperte war in den 1960er Jahren Mitglied einer radikalen Studentenbewegung und gilt als Begründer des Cyber-Terrorismus, der heute seine Überzeugungen und Ideale in den Dienst des Meistbietenden stellt. Er ist derjenige, der Carver das GPS-Störgerät verschafft und auch das technologische Knowhow beisteuert, um es einzusetzen. Neben seinen umfassenden Computerkenntnissen verfügt Gupta auch über das gefährliche Geschick, Spielkarten als tödliche Wurfwaffen einzusetzen. (Ein Teil einer Szene, der aus Zeitgründen aus der endgültigen Filmfassung herausgeschnitten wurde, jedoch im Roman zum Film erhalten geblieben ist.)
Als es zur großen Auseinandersetzung zwischen Bond und Carver an Bord des Stealth-Bootes kommt, nimmt der britische Agent ihn als Geisel, um den größenwahnsinnigen Medienmogul unter Druck zu setzen. Nachdem Gupta auf Anfrage bestätigt, dass er alles vorbereitet hat, um per Knopfdruck den internationalen Konflikt eskalieren lassen zu können, erschießt Carver ihn kaltblütig, da er ihn nun nicht länger benötigt.

Henry Gupta ist ein eher kleiner, übergewichtiger Mann mit strähnigem Haar und einem graumelierten Vollbart. Obwohl er auch einige extravagante Kleidungsstücke, wie bunte Halstücher oder eine hochgeschlossene indische Nehru-Weste trägt, bevorzugt er im allgemeinen eine eher bequeme und zweckmäßige Garderobe.

Verkörpert wurde der gewissenlose Computerexperte vom US-amerikanischen Zauberkünstler und Schauspieler Ricky Jay (*1946, †2018). Auf Deutsch wurde er von Roland Hemmo (*1946) synchronisiert.

Dr. Kaufman

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Dr. Kaufman, der kultivierte Auftragskiller für Spezialaufträge (gespielt von Vincent Schiavelli).

Der Doktor ist Carvers Regulator für ganz besondere Fälle. Als mehrfach ausgezeichneter Scharfschütze und Professor für forensische Medizin ist er nach eigener Aussage in der Lage, einen Menschen in Berlin von Stuttgart aus zu erschießen und könnte es dennoch wie einen “gewöhnlichen“ Selbstmord aussehen lassen. Seinem persönlichen Hobby, dem Foltern, frönt er als Verhörspezialist für Carver und ist ein Meister der sogenannten “Chakra-Folter“. Laut Mr. Stamper, für den Kaufman eine Art Mentor und Vaterfigur verkörpert, liegt dessen Rekord, einen Menschen trotz der unvorstellbaren Qualen am Leben zu erhalten, bei zweiundfünfzig Stunden.
Nachdem Carver herausgefunden hat, dass seine Frau Paris sich mit Bond vergnügt hat, beauftragt er Kaufman, sie und Bond zu töten und es nach Mord und Selbstmord aussehen zu lassen. Für Paris kommt jede Hilfe zu spät, doch Bond gelingt es, Kaufman mit seinem Spezial-Mobiltelefon einen heftigen elektrischen Schlag zu versetzen, ehe er ihn mit einem gezielten Schuss in die Schläfe hinrichtet.

Dr. Kaufman ist ein überdurchschnittlich großer, hagerer Mann mit Stirnglatze, dunklen, schwermütigen Augen und einem schmalen Oberlippenbart. Auch wenn nicht viel über ihn bekannt ist, so scheint er, selbst bei seinen Mordaufträgen, großen Wert auf ein gepflegtes, stilvolles Auftreten zu legen. Gekleidet ist er in einen dunklen dreiteiligen Nadelstreifenanzug mit weißem Hemd und einer gestreiften Krawatte, die mit einer perlenbesetzten Krawattennadel versehen ist.

Dargestellt wurde der kultiviert-exzentrische, doch nichtsdestotrotz gefährliche Auftragsmörder vom 1,97m großen US-amerikanischen Charakterdarsteller Vincent Schiavelli (*1948, †2005). In der deutschen Übersetzung wurde er von Eberhard Prüter (*1945, †2014) synchronisiert.

Auftritte in anderen Medien

  • 1997-98: Ian Fleming’s James Bond 007 in Der Morgen stirbt nie: Der Roman zum Film – Geschrieben von Raymond Benson, basierend auf dem Drehbuch von Bruce Feirstein, erschienen bei Hodder & Stoughton.
    Die deutschsprachige Übersetzung von Bernhard Liesen erschien im Heyne Verlag.
    Der Roman greift zum Teil gekürzte und/oder verworfene Elemente aus früheren Drehbuchentwürfen auf und weicht daher geringfügig von der Filmhandlung ab. Andere Passagen werden dagegen um einiges ausführlicher behandelt. So erfährt man deutlich mehr über die Herkunft und den Werdegang Elliot Carvers, dessen Vergangenheit im Film nur am Rande gestreift wurde.
  • 1999: 007 – Der Morgen stirbt nie: Das Videospiel – Entwickelt als Third-Person-Shooter bei Black Ops Entertainment und herausgegeben von Electronic Arts für die PlayStation.
    Das Spiel folgt bis auf einige geringfügige Details dem Handlungsbogen des Films; nur die in der Schweiz und in Japan spielenden Levels wurden eigens kreiert.

Zitate

“Rufen Sie den Präsidenten an! Sagen Sie ihm, wenn er einer Verdopplung der Telefongebühren nicht zustimmt, veröffentlichen wir das Video von ihm und der kleinen Cheerleader-Maus in dem Hotelzimmer in Chicago… Und wenn er zugestimmt hat, veröffentlichen Sie das Band trotzdem!”

Elliot Carver (James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie, 1997)


“Offenbar braut sich eine kleine Krise im südchinesischen Meer zusammen! Ich verlange ausführliche Zeitungsberichte, umfangreiche Illustrierten-Artikel! Ich will Bücher, ich will Filme! Ich will Fernsehen, ich will Radio! Wir werden rund um die Uhr damit auf Sendung gehen! Das ist unsere Super-Chance! Und eine Milliarde Menschen, überall auf der Erde, werden es sehen, hören und darüber lesen – informiert von der Carver-Mediengruppe!
Denn schlechte Nachrichten sind die besten Nachrichten!”

Elliot Carver (James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie, 1997)


“Worte sind die neuen Waffen! Satelliten die neue Artillerie! … Bis heute um Mitternacht habe ich mehr Menschen informiert und beeinflusst als jeder andere in der Geschichte des Planeten, mit Ausnahme von Gott natürlich! Das Beste, was er zustande gebracht hat, waren die zehn Gebote!”

Elliot Carver (James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie, 1997)


Sonstiges

  • Die Figur des Elliot Carver, als seine Macht missbrauchender Tycoon, wurde vom realen Medienmogul Robert Maxwell inspiriert. M’s Anweisung an Moneypenny, ein Statement zu veröffentlichen laut dem Elliot Carver beim Sturz von Bord seiner Yacht ertrunken sei, ist eine direkte Anspielung auf Maxwells Ableben, bei dem unbestätigten Gerüchten zufolge der israelische Geheimdienst involviert war.
  • Zu Beginn des Filmes gibt es eine Videokonferenz in deren Verlauf Carver Anweisungen gibt, den US-Präsidenten mit einem Video zu erpressen, das ihn in einer kompromittierenden Situation zusammen mit einer Cheerleaderin zeigt. Ironischerweise wurde dies zu einer Art indirektem Foreshadowing. 1998, ein Jahr nach der Veröffentlichung von Der Morgen stirbt nie wurde die skandalträchtige “Lewinsky-Affäre“ um den damaligen Präsident Bill Clinton publik.
  • Ursprünglich war Hannibal Lecter-Darsteller Anthony Hopkins (dem bereits ein Part im Vorgängerfilm GoldenEye von 1995 angeboten worden war) im Gespräch für die Rolle des Elliot Carver. Nachdem dieser jedoch stattdessen das Angebot, den gealterten Titelhelden in Die Maske des Zorro (1998) zu spielen, annahm, ging der Part an Jonathan Pryce.
  • Mit seinem Mao-Anzug, ist Carver neben Dr. Julius No (mit Mandarin-Stehkragen), Dr. Kananga (mit der afrikanischen, Abacost genannten, Version) und Hugo Drax einer jener klassischen 007-Gegenspieler, die dieses charakteristische Kleidungsstück tragen.
    Der bekannteste Träger eines solchen Anzuges im 007-Filmkosmos ist Bond-Nemesis Ernst Stavro Blofeld, der Gründer und Leiter der verbrecherischen Geheimorganisation S.P.E.C.T.R.E.

Galerie

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