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Überblick

“Der Zweck heiligt die Mittel!”

— Emhyr, Die Dame vom See

“Es gibt keine Gnade für Verräter. Es gibt keine Gnade für jene, die sich meinem Willen widersetzen.”

— Emhyr, Zeit der Verachtung

Kaiser Emhyr var Emreis, mit vollem Titel Emhyr var Emreis Deithwen Addan yn Carn aep Morvudd, ist einer der Hauptschurken aus den von Andrzej Sapkowski geschriebenen Hexer-Romanen. Er ist zudem ein die primäre Ursache des Konflikts in dem Videospiel The Witcher 2: Assassin of Kings und taucht in dessen Nachfolger, The Witcher 3: Wild Hunt, erstmals persönlich auf.

In The Witcher 3 wird Emhyr im Polnischen von Piotr Grabowski, im Deutschen von Hendrik Stickan und im Englischen von Charles Dance gesprochen. In der Netflix-Serie stellte ihn Bart Edwards dar.

Überblick

Vergangenheit

Emhyr ist der Sohn von Fergus var Emreis, dem ehemaligen Kaiser von Nilfgaard. Als Emhyr dreizehn Jahre alt war, wurde sein Vater gestürzt und Emhyr wurde von einem feindlichen Magier verflucht und in eine Igelgestalt verwandelt, die nur in der Nacht menschliche Gestalt annehmen konnte. Emhyr floh nach Norden in das Reich Cintra, wo sich trotz seiner abstoßenden Gestalt die junge Prinzessin Pavetta in ihn verliebte. An Pavettas fünfzehntem Geburstag trat Emhyr unter dem Alias Duny vor Pavettas Mutter Calanthe um um ihre Hand anzuhalten, wurde jedoch fast dafür getötet. Nur dem Hexer Geralt von Riva, der auf dem Fest anwesend war, verdankte Emhyr sein Leben, woraufhin Calanth die Beziehung erlaubte und die Verlobung von Duny und Pavetta verkündete. Dieser Akt der Liebe brach Emhyrs Fluch, so dass dieser wieder vollends Mensch war. Erleichtert versprach er Geralt zur Belohnung das, was er schon besäße, es aber noch nicht wisse. Unwissentlich versprach er Geralt damit sein eigenes Kind, da Pavetta von ihm schwanger war.

Um schließlich wieder die Macht in Nilfgaard an sich zu nehmen, verbündete Emhyr sich mit dem Magier Vilgefortz, der ihm auch von der Prophezeihung der Ithlinne erzählte. Diese besagte, dass die Person, die die Welt vor dem Untergang bewahren würde und die Welt beherrschen würde, Älteren Blutes sei. Da Pavetta Älteres Blut besaß, beschloss Emhyr, seine Tochter Ciri zu heiraten, wenn diese alt genug war, und ein Kind mit ihr zu zeugen, damit der Erretter der Welt aus seiner Linie entspringen würde. Der Plan, nach Nilfgaard zu kommen, beinhaltete eine Schiffsreise Emhyrs mit seiner Familie, in der Vilgefortz das Schiff nach Nilgaard teleportieren sollte. Das Ziel war es, die Welt so in dem Glauben zu lassen, Duny, Pavetta und Ciri wären auf See gestorben.

Die ersten zwei Nördlichen Kriege

Der Plan missglückte, da Pavetta skeptisch wurde und Ciri vor dem Ablegen von Bord schmuggeln ließ. Erst auf hoher See erkannte Emhyr dies und stieß in seiner Rage im Zuge eines Streits versehentlich Pavetta von Bord. Bevor er sie retten konnte, setzte Vilgefortz' Teleportzauber ein und brachte Emhyr nach Nilfgaard, wo dieser Verbündete versammelte und sich sein Reich von dem Thronräuber zurückholte. Als Kaiser von Nilfgaard ließ Emhyr das Reich nun auf eine Invasion des Nordens vorbereiten, da er Cintra erobern musste um Ciri habhaft zu werden und seine Pläne noch umsetzen zu können. Ein erster militärischer Erobrerungsversuch gelang zwar insoweit, dass Nilfgaard Cintra erobern konnte, doch Ciri konnte in Cintra nicht aufgefunden werden und eine weitere Expansion nach Norden wurde von den Zauberern der Nördlichen Königreiche bei der verheerenden Schlacht auf der Anhöhe von Sodden verhindert.

Um ein weiteres Mal in den Norden einfallen zu können, plante Emhyr zuerst, die Nördlichen Königreiche zu destabilisieren und zu schwächen. Neben diplomatischen und wirtschaftlichen Manipulationen unterstützte Emhyr die Scoia'tael-Elfenrebellen im Norden und verschwor sich auch ein weiteres Mal mit Vilgefortz, der die Zauberer der Nördlichen Königreiche auslöschen sollten, die Nilfgaard beim letzten Mal so zugesetzt hatten. Allerdings erwies sich auch Vilgefortz als Verräter - zwar sorgte gelang es ihm, einen Keil zwischen die nördlichen Herrscher und ihre Zauberer zu treiben, doch anstatt die bei diesem Ereignis gefangene Ciri wie geplant nach Nilfgaard zu senden, schickte Vilgefortz Emhyr ein anderes junges Mädchen, da er nicht wusste, dass Emhyr Ciris Vater war und diese somit erkennen würde.

Während eine weitere Invasion Nilfgaards in den Norden beginnt, lässt Emhyr nun heimlich die Suche nach Ciri beginnen, doch der von ihm entsandte Untersuchungsführer Stefan Skellen ist Teil einer Verschwörung gegen Emhyr innerhalb Nilfgaards und will Ciri töten, anstatt sie nach Nilfgaard zu bringen. Emhyr zieht mit einer Einheit schließlich selbst nach Norden gegen Vilgefortz, doch er kommt nur rechtzeitig, um Ciri zu retten, da diese in der Zwischenzeit von Geralt von Riva, der mittlerweile ihr Ziehvater und ihr engster Vertrauter ist, gerettet wurde. Nach Emhyrs Ankunft in der Zitadelle des mittlerweile verstorbenen Vilgefortz' lässt er Geralt und Skellen gefangen nehmen und will beide hinrichten - Skellen, weil er ein Verräter ist und Geralt, weil er zu viel über Emhyrs Pläne mit Ciri weiß. Von der Tötung Geralts lässt er schließlich jedoch ab, da er gemerkt hat, wie sehr dies Ciri zusetzen würde. Anstatt seine ursprünglichen Pläne in die Tat umzusetzen, lässt er Ciri bei Geralt zurück und kehrt selbst zurück nach Nilfgaard, wo er die falsche Ciri heiratet und als die echte ausgibt.

Dritter Nördlicher Krieg

Sein Ziel, die Nördlichen Königreiche zu erobern, hat Emhyr dennoch nicht aufgegeben. Erneut bereitet er seine Invasion durch Manipulation und Sabotage vor: er entsendet den Hexer Letho nach Norden, um die nördlichen Monarchen zu ermorden und dies den Zauberern in die Schuhe zu schieben und diese so ein weiteres Mal zu diskreditieren. Der Plan geht auf und während der Norden noch untereinander und insbesondere Kriege führt, entsendet Emhyr ein weiteres Mal die Armee nach Norden. Dort hat jedoch mittlerweile König Radovid von Redanien alle anderen Königreiche erobert, so dass sich Emhyr an Stelle von vielen geschwächten Reichen ein starkes Reich entgegenstellt.

Gleichzeitig erfährt Emhyr, dass seine Tochter Ciri, die mittlerweile eine junge Frau ist, von der geisterhaften Wilden Jagd verfolgt wird. Um dies zu verhindern, lässt Emhyr Agenten entsenden um Ciris Spuren zu verfolgen. Gleichzeitig lässt er Ciris Zieheltern, Geralt und die Zauberin Yennefer von Vengerberg, herbeirufen und trägt ihnen auf, Ciri zu finden. Er offenbart, dass seine Ziele nur Ciris Sicherheit dienen und dass er vorhat, ihr sein Kaiserreich zu vermachen und sie als seine Erbin einzusetzen. Geralt zieht daraufhin los, um Ciri zu finden, während Emhyr, der sich in Wyzima, der Hauptstadt des eroberten Temeriens, eingelebt hat, sich auf seinen Krieg mit Radovid fokussiert.

Der Ausgang des Krieges ist dabei abhängig von den Entscheidungen, die Geralt bei seiner Suche nach Ciri auf seinen Reisen trifft. Sollte Geralt sich einer Verschwörung anschließen, die mit der Ermordung Radovids gipfelt, gelingt Emhyr die vollständige Eroberung des Nordens, den er daraufhin in Nilfgaard eingliedert. Hat Ciri das Abenteuer überlebt, vermacht Emhyr entweder ihr das Reich, oder sein General Morvran Voorhis wird sein Nachfolger. Kann Radovid den Nifgaardern standhalten, ist das Kaiserreich jedoch gezwungen, den Krieg aufzugeben, woraufhin Emhyr in Nilfgaard von einer Gruppe kriegsmüden Adeligen verraten und ermordet wird. Auch in diesem Fall wird Morvran Voorhis sein Nachfolger.

Persönlichkeit

“Über Nilfgaard herrscht Emhyr var Emreis, ein Tyrann und Monarch, der Gehorsam mit Peitsche, Strick und Beil erzwingt!”

— Freiherr Vilibert, Das Erbe der Elfen

Als Herrscher eines Weltreichs hat Emhyr gelernt, sich Respekt zu verschaffen. Er ist ein äußerst harter und Ehrfurcht einfordernder Herrscher, keine Widerrede duldet, nichts als absolute Loyalität akzeptiert und der Missachtung, Respektlosigkeit oder andere Nichtigkeiten hart bestraft. Gegenüber Verrätern und Versagern ist Emhyr völlig gnadenlos; selbst den treuen Cahir, der nur aufgrund Ciris Magie scheiterte, sie gefangen zu nehmen, lässt er ächten und für sein Scheitern im Gefängnis einsperren. Nachdem er ihm eine zweite Chance gibt, sich zu beweisen, stellt Emhyr klar, dass man Cahir dennoch nicht vergeben wird. Emhyrs Reaktionen gegenüber Handlangern wie Cahir, die ihn enttäuscht haben, ist aber nichts gegenüber seiner gnadenlosen Härte gegenüber Verrätern wie Vilgefortz oder Skellen - ersteren will er foltern, häuten und verbrennen lassen, letzterem gewährt er einen Schauprozess, stellt aber von Vorneherein klar, dass dieser mit der Verurteilung und Hinrichtung enden wird.

Emhyr ganz

Emhyr ist ein äußerst gewiefter Politiker und Stratege, wobei ihm seine Manipulationsfähigkeit und sein Pragmatismus helfen. Am Hofe von Nilfgaard aufgewachsen lernte Emhyr von Kleinauf die Hofintrigen und das politische Manövrieren kennen und es ist möglicherweise auch wegen des Umsturzes, der seinen Vater das Leben kostete und ihn in die Verbannung schickte, dass er seine Autorität als Kaiser nicht infrage stellen lässt. Emhyr steht stets in direkter Verbindung mit Vattier de Rideaux, dem Kopf des nilfgaardischen Geheimdienstes, den Emhyr effektiv verwendet, um feindliche Nationen zu destabilisieren. Dies nutzt Emhyr dann, um diese Nationen zu erobern; er gilt als einer der kriegslustigsten Herrscher Nilfgaards, was selbst einigen einflussreichen Adeligen im Kaiserreich missfällt.

Als pragmatischer Eroberer schmiedet Emhyr mit anderen Nationen Bündnisse, wenn sie seinem Zweck dienen; er weiß genau, die Schwächen anderer auszunutzen und gegen wiederum andere Feinde anzuwenden. Dies hält Emhyr aber nicht davon ab, die Bündnisse zu brechen, wenn sie ihm und seinem Reich nichts mehr bringen. Emhyrs höchste Maxime ist die, dass der Zweck die Mittel heiligt. Dies ist der Auslöser und seine Begründung für viele grausame Taten, die er letzten Endes als gerechtfertig hält. Als erste dieser Taten gilt seine Flucht aus Cintra, in der er seine Frau Pavetta und eine ganze Schiffsbesatzung sterben lässt, um in seine Heimat zurückzukehren. Viel extremer ist jedoch sein Plan, seine eigene Tochter zu heiraten und zu schwängern, damit er in einer alten Elfenprophezeihung angekündigte Erlöser und Weltherrscher aus seiner Linie entspringt.

Trotz seines harten und kalten Charakters ist Emhyr nicht ohne Mitleid. Da die meisten Entscheidungen und Handlungen, die auf Emhyrs Befehle geschehen, nicht seine direkte Anwesenheit erfordern, ist es für ihn einfach, Distanz zu wahren und hart zu sein. In direkten Konfrontationen mit Gegenübern hat Emhyr jedoch mehr als nur einmal bewiesen, dass dieser harte Charakter Brüche hat; insbesondere mit der falschen Ciri, die ihm Leid tut und der gegenüber er sich mehr öffnet, als er eigentlich vorhat, was ihn selbst auch ärgert. Er entschuldigt sich bei ihr und verspricht ihr, ihr zum Ausgleich einen Wunsch zu erfüllen - Emhyr hasst das Gefühl, jemandem etwas schuldig zu sein, was sich auch in seiner Interaktion mit Geralt zeigt. Auch Ciri gegenüber lässt Emhyr sich zu einer seltenen Gefühlsregung hinreißen und entscheidet sich, nachdem er ihr Leid gesehen hat, die Pläne für das Wohl seines Reichs zum Wohl seiner Tochter aufzugeben und diese bei Geralt und Yennefer zurückzulassen.

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