“Ich habe die Grausamkeit der Römer bloßgestellt! Diese Märtyrer haben Unzählige inspiriert, den Kampf fortzusetzen! Was ist schon das Leben einiger im Licht der Freiheit für alle?”
— Gamilat rechtfertigt sich
Gamilat ist ein Schurke und Bossgegner aus Die Verborgenen, der 2018 erschienenen ersten Erweiterung des Videospiels Assassin's Creed Origins. Er erscheint als finales Missionsziel in der Mission Die Gute Sache.
Gamilat ist der Anführer der Nabatäer-Rebellen, der sich entschlossen der Besatzung des Sinais durch das römische Militär entgegenstellt. Um eine Chance gegen die übermächtigen Feinde zu haben, provoziert er allerdings gezielt Massaker der Römer an unschuldigen Zivilisten, um die Wut im Volk zu schüren und durch die getöteten Märtyrer rachesüchtige Angehörige als Krieger zu gewinnen. Diese Taktik zeigt Wirkung und bleibt lange Zeit unerkannt, bis der Verborgene Bayek und seine Partnerin Amunet die düsteren Machenschaften des Nabatäer-Führers erschließen.
Biographie[]
Vergangenheit[]
Gamilat war im ersten Jahrhundert v. u. Z. der Anführer der Nabatäer, die sich auf der Halbinsel Sinai gegen die Besatzung durch Rom auflehnten und sich den Truppen von General Rufio entschlossen entgegenstellten. Gamilat kämpfte wie ein Getriebener bei jeder Gelegenheit gegen die Römer und war entschlossen, sie vom Sinai zu vertreiben. Dies hatte zur Folge, dass er bei der unterdrückten Bevölkerung des Sinais als Held und Vorbild galt. Obwohl viele Nabatäer sich dem Kampf gegen die Römer verschrieben, verfügte Gamilat aber dennoch nicht über genügend Truppen, um die Feinde erfolgreich zu bekämpfen.
Entsprechend fokussierten die Nabatäer sich auf Überfälle und gezielte Angriffe gegen die Infrastruktur und die Handelswege der Römer. Da die wiederholten Angriffe Rufio ein Dorn im Auge waren, ließ er mehrere Stellvertreter auf den Sinai rufen, um die Feinde zu besiegen. Insbesondere Ampelius, der in der Mauer des Herrschers stationiert wurde, wurde mit der Ausmerzung der Nabatäer auf den Handelsrouten beauftragt und führte Gamilats Truppen schwere Verluste zu. Auch dies führte dazu, dass Gamilat und die Nabatäer sich um das Jahr 38 v. u. Z. schließlich mit den Verborgenen verbündeten, die die Römer aufgrund ihrer Verbindungen zum Orden der Ältesten ebenfalls als Feinde ansahen.
Gemeinsam mit Tahira, der Anführerin der Verborgenen auf dem Sinai, setzte Gamilat den Kampf gegen die Verborgenen fort und widmete sich insbesondere der Eliminierung der Stellvertreter Rufios. Allerdings griff Gamilat in seiner Entschlossenheit auf skrupellose Maßnahmen zurück. So orchestrierte er absichtlich Konfrontationen mit römischen Soldaten in Nabatäerdörfern, damit Zivilisten der Rache der Römer zum Opfer fielen und ihre trauernden und zornigen Angehörige sich seinem Widerstand anschlossen. Diese Taktik zeigte Erfolg und durch den Tod dutzender Unschuldiger konnte Gamilat seine Truppenstärke stetig mehren.
Bündnis mit den Verborgenen[]
Gamilat trifft Bayek
Der fortwährende Konflikt mit den römischen Besatzern führt schließlich auch den legendären Verborgenen Bayek auf die Halbinsel Sinai, wo er sich mit Tahira trifft. Auch Gamilat ist bei Bayeks Ankunft anwesend und die beiden Männer werden einander von Tahira vorgestellt. Sowohl Gamilat als auch Tahira sind in düsterer Stimmung, da unmittelbar vor Bayeks Ankunft von den Römern ein Massaker an Zivilisten begangen wurde; erneut durch Gamilats Provokationen. Gamilat ist dennoch dankbar, dass Bayek gekommen ist und behauptet, in dessen Schuld zu stehen.
Bayek entgegnet, dass sie beide für das Volk kämpfen, woraufhin Gamilat amüsiert antwortet, dass er selbst und das Volk ein und das selbe sind. Gamilat und Bayek tun sich später auf der Jagd nach Ptahmose, einem der Stellvertreter Rufios, zusammen. Bei der Amenmesse-Pyramide, die dank Ptahmoses Wirken abgerissen wird, treffen die beiden aufeinander und infiltrieren das Gebäude, um den Steinmetz zu stellen. Zwar gelingt es Gamilat und Bayek, in die Pyramide einzudringen, doch entgegen ihrer Erwartungen finden sie Ptahmose in der Grabkammer nicht vor. Ungeplant brechen die beiden allerdings in einen Geheimgang ein; beide landen unbeschadet, haben aber keinen direkten Weg mehr an die Oberfläche.
Gamilat setzt den Kampf fort
Während sie sich durch die geheimen Kammern bewegen, sieht Gamilat eine Gelegenheit und sucht nach verborgenen Schätzen, die ihre Rebellion finanzieren könnten. Er informiert Bayek außerdem darüber, dass Gerüchten zufolge ein Splitter eines Sterns an Ort und Stelle heruntergekommen sein soll und dass einst Taharqa in der Pyramide erfolglos nach ihnen suchte. Schlussendlich können Gamilat und Taharqa sich aus den Katakomben befreien und erreichen eine Höhle, in der sich Banditen einquartiert haben. Die beiden Rebellen töten die Banditen und trennen sich dann voneinander; während Gamilat zu seinen Nabatäern zurückkehrt, spürt Bayek Ptahmose auf und tötet diesen schließlich auch.
Gamilat setzt seinen Kampf gegen die Besatzer derweil unbeirrt fort und ein erneuter Angriff auf die Römer hat zur Folge, dass ein ganzes Dorf von den römischen Soldaten niedergebrannt und massakriert wird. Dies führt jedoch nur noch mehr entschlossene Nabatäer in die Fänge Gamilats, der von seinen Landsleuten mittlerweile schon als Gott glorifiziert wird. Entsprechend entsetzt ist Bayek, als er nach der erfolgreichen Eliminierung Rufios erfährt, wie Gamilat die Römer provoziert und so Vergeltungs-Massaker hervorgerufen hat. Außer sich vor Entsetzen beschließt Bayek, Gamilat aufzusuchen und zur Rede zu stellen. Gamilat befindet sich im Gebet, als Bayek an ihn herantritt.
Gamilat akzeptiert den Tod
Außer sich konfrontiert Bayek Gamilat, der die Vorwürfe nicht abstreitet, sondern behauptet, dass die Gestorbenen Märtyrer für eine gerechte Sache sind. Geschockt über die Verblendung des Nabatäers fordert Bayek Gamilat auf, einzuhalten, doch dieser denkt erst gar nicht daran. Gestählt durch den Tod Rufios zückt Gamilat sein Schwert und stürzt sich auf Bayek, den er töten und als ultimativen Märtyrer aufbauen will. Allerdings wird Gamilat im Kampf von Bayek tödlich verwundet und bricht zusammen. Im Sterben muss Gamilat jedoch anerkennen, dass sein Eifer ihn geblendet hat und dass seinetwegen dutzende Unschuldige tot sind. Daher dankt er Bayek dafür, ihn aufgehalten zu haben und akzeptiert den Tod, der ihn nur Momente später ereilt als Gamilat seinen Wunden erliegt. Bayek hält Gamilats Taten jedoch geheim, um den Nabatäern nicht den Glauben an ihren Anführer zu nehmen.




