“Hört gut zu, Schoßhündchen der Götter! Sobald der Dämonenkönig ganz wiederhergestellt ist, hat euer letztes Stündchen geschlagen! Zittert und wartet auf euer Ende!”

— Glaiss

Glaiss, auch als Minister von Glaiss bekannt, ist der sekundäre Antagonist aus dem 2009 erschienenen Videospiel The Legend of Zelda: Spirit Tracks. Er ist außerdem ein Teil des finalen Bosskampfs gegen Dämonenkönig Marardo.

Glaiss ist ein Untergebener des Dämonenkönigs und entschlossen, ihn aus seiner Versiegelung zu befreien. Zu diesem Zweck will er die Schienen der Götter, die als Siegel für Marardos Gefängnis dienen und ganz Hyrule überspannen, zerstören und Prinzessin Zelda entführen, damit ihr Körper Marardo als Gefäß dienen kann. Um dies ermöglichen zu können, hat Glaiss die Politik Hyrules infiltriert und wartet als Minister getarnt gemeinsam mit seinem Verbündeten Delok auf eine Möglichkeit, Prinzessin Zelda zu entführen.

Biographie

Vergangenheit

Glaiss ist ein mächtiger Dämon und ein Untergebener des Dämonenkönigs Marardo. Nachdem dieser von den Göttern in ein düsteres Reich verbannt wurde und durch die Schienen der Götter versiegelt wurde, die vom zentralen Turm der Götter aus nun ganz Hyrule überspannen, schmiedet Glaiss Pläne um seinen Meister zu befreien. Dabei kommt er in Kontakt mit dem düsteren Lokomo Delok, den er mit Versprechen von göttergleicher Macht davon überzeugen kann, seine Pläne zu unterstützen. Die beiden erkennen schließlich, dass sie die Schienen der Götter zerstören müssen, was ihnen durch die Beschädigung des Turms der Götter möglich sein sollte.

Außerdem benötigt Marardo nach seiner Rückkehr einen neuen Körper, der mächtig genug ist um seine Macht zu beinhalten. Glaiss beschließt daher, Prinzessin Zelda zu entführen und ihr Marardo als Gefäß darzubieten und infiltriert die Politik Hyrules als "Minister von Glaiss – um seine Dämonenhörner zu verbergen trägt er zwei Zylinder. Als Minister kann er die Geschehnisse im Schloss genaustens kontrollieren und auch Zelda im Auge behalten, während er auf eine Gelegenheit wartet, Zelda zu entführen. Aus vorgeschobener Vorsicht verbietet er Zelda auch, das Schloss zu verlassen, damit sie sein Einflussgebiet nicht verlassen kann.

Wiederbelebung des Dämonenkönigs

Glaiss' kryptische Warnung an Link

Durch Glaiss' düstere Magie können die Schienen an gewissen Orten Hyrules tatsächlich aufgelöst werden, was jedoch nicht ausreicht. Kurz bevor Glaiss seine Pläne im die Tat umsetzen will, wird eine Zeremonie im Schloss einberufen, da der junge Link offiziell zum Lokführer ernannt werden soll. Link findet sich daher im Schloss ein, wo er auf dem Weg in den Thronsaal auf Glaiss trifft. Dieser behauptet überrascht, dass Link ja nur ein Junge ist, nimmt ihn aber dennoch an den Wachen vorbei mit ihn den Thronsaal. Er wohnt der Zeremonie bei, sorgt dabei aber mit Nachdruck dafür, dass Zelda nicht mehr Zeit verschwendet als notwendig. Nachdem die Zeremonie beendet ist, wendet Glaiss sich zum Gehen, beglückwünscht Link zuvor aber noch zu seiner Ernennung. Kryptisch fügt er an, dass dies bald natürlich vollkommen egal sein wird.

Kurz darauf nimmt Zelda jedoch Kontakt zu Link auf und schleicht sich mit ihm aus dem Schloss. Da das Verschwinden der Schienen der Götter Zelda Sorgen bereitet will sie von Link in seinem Zug in den Turm der Götter gebracht werden. Dabei spielt sie Glaiss jedoch direkt in die Karten. Kurz bevor die beiden den Turm erreichen, schlägt Glaiss zu und lässt den Turm der Götter durch seine düstere Magie in mehrere Fragmente zerfallen, die fortan in der Luft über dem Fundament schweben. Dadurch lösen sich die restlichen Schienen der Götter vollständig auf und der Zug von Link entgleist kurz vor dem Turm. Das Verschwinden der Schienen hat zur Folge dass Marardo nun befreit werden könnte. Daher treten Glaiss und Delok vor den Turm um Zelda in Gewahrsam zu nehmen.

Glaiss offenbart seine wahre Form

Glaiss lässt die Fassade fallen und offenbart sich wahnsinnig kreischend als Dämon. Nachdem Delok an seine Seite getreten ist, verkündet Glaiss dass er seinen Plan dank Zeldas Neugier beschleunigen musste und behauptet gehässig, dass er für diesen Zeldas Körper benötigt. Er befiehlt Delok, sich der Angelegenheit anzunehmen und Delok kann problemlos sowohl Lokführer Ferro als auch Link bezwingen. Kichernd lädt Glaiss daraufhin einen mächtigen magischen Angriff auf und feuert ihn auf Zelda. Dies hat zur Folge, dass Zeldas Seele aus ihrem Körper getrieben wird. Glaiss ist dies gleichgültig, da er nun hat was er braucht. Gemeinsam mit Delok, der Zeldas leblosen Körper schleppt, kehrt Glaiss in den Turm der Götter zurück, wo sie sich auf die Spitze des Turms begeben. Aufgrund der Zerstörung des Turms kann ihnen niemand folgen und Glaiss kann das Ritual beginnen um Marardo zurückzuholen.

Link verbündet sich im folgenden mit Zeldas Seele um ihren Körper zurückzuholen und Marardos Wiederbelebung zu verhindern. Daher suchen sie die Tempel in Hyrule auf um diese wieder erstarken zu lassen und dadurch den Turm der Götter zu reparieren. So können sie den Turm wieder zusammensetzen und sich bis zur obersten Ebene durchschlagen, wo sie Delok im Kampf bezwingen. Als sie auf das Dach treten, hat Glaiss sein Ritual dort aber mittlerweile vollendet und Marardo ist in Zeldas Körper eingefahren. Glaiss zeigt sich verärgert von Deloks Niederlage, erkennt aber an dass dieser ihnen zumindest etwas Zeit verschafft hat. Dtolz wendet Glaiss sich nun seinem Meister zu und heißt ihn willkommen zurück in Hyrule. Als plötzlich Delok auf Marardo zutritt und seine versprochene Belohnung – göttergleiche Macht – fordert, fegt Marardo ihn nur mit einem magisichen Angriff zur Seite. Süffisant tritt Glaiss an die Seite des schwer verletzten Delok und bedankt sich amüsiert für die Dienste seines naiven Kameraden.

Kampf für den Dämonenkönig

Glaiss stellt sich Link und Zelda

Glaiss rät Marardo, Link, Zelda und Delok als ersten Imbiss zu verwenden, doch Marardo ist noch zu schwach und zu ungewöhnt an seinen neuen Körper, als dass ihm dies möglich wäre. Daher beschwört Glaiss eine düstere Dämonenlok, auf die er und Marardo überspringen um damit in ein Schattenreich zu reisen, in dem Marardo wieder zu alter Stärke zurückfinden soll. Allerdings nehmen Link und Zelda, die sich auch um den verlezten Marardo kümmern, die Verfolgung auf. Mithilfe des Lichtkompasses können sie ein Portal in das Schattenreich öffnen und begeben sich mit dem mächtigen Lichtbogen bewaffnet hinein. Schließlich können sie die Dämonenlok ausfindig machen und im Kampf stark genug beschädigen, dass diese anhalten muss. Link und Zelda nutzen dies aus um die Lok zu erklimmen und Glaiss und Marardo auf dem Dach zu konfrontieren.

Als Glaiss die beiden erkennt, kreischt er dass sie eine harte Strafe verdient haben. Da die Verschmelzung von Marardo mit Zeldas Körper abgeschlossen ist, will der Dämonenkönig sich ihnen nun selbst stellen. Während sie sich zu ihm vorschlagen, feuert Marardo mächtige Energiestrahlen auf sie, während Glaiss direkt eingreift. Da Zeldas Körper eine leere Phantomrüstung steuert, beschwört Glaiss Energie-Mäuse die auf die Rüstung zurennen. Falls sie die Rüstung erreichen, kann Glaiss diese wie eine Marionette steuern und gegen Link einsetzen, bis dieser die Kontrollfäden mit seinem Bumerang kappt. Trotz aller Versuche gelingt es Zelda dennoch, bis zu Marardo am Kopf der Lok vorzudringen und ihn mit dem harten Griff ihrer Rüstung in eine Umarmung zu zerren. Verzweifelt versucht Marardo sie abzuschütteln, Zelda hält ihn aber fest und Link kann einen Lichtpfeil auf Marardo abfeuern.

Glaiss erkennt zu spät, was ihm blüht

Dies hat zur Folge, dass Marardo gewaltsam aus Zeldas Körper herauskatapultiert wird und nun als giftige Energiewolke in der Luft schwebt. Glaiss erkennt erschrocken, dass Zelda versucht in ihren Körper zurückzugelangen und schreit Marardo daher verzweifelt zu, dass er ihr unbedingt zuvorkommen muss. Marardo prescht auf Zeldas Körper zu, wird aber von einem mächtigen Energieschild abgewehrt, den der rachsüchtige Delok erschaffen hat. Dies ermöglicht es Zelda, ihren Körper zurückzuerhalten, der für Marardo verloren ist. Hasserfüllt vernichtet Marardo Delok daraufhin mit einem Energieschlag, bevor er sich Glaiss zuwendet. Da er unbedingt einen neuen Körper sucht stürzt er sich daher auf seinen ungläubigen Handlanger, mit dessen Körper er zu einer gewaltigen Dämonenbestie verschmilzt. Glaiss' Körper ist allerdings nicht mächtig genug für Marardos Seele, so dass Marardo erkennt, dass er sich nicht lange halten können wird.

Entsprechend will er sofort die Welt zerstören, doch Link und Zelda stellen sich ihm entschlossen in den Weg. Sie werfen sich in den Kampf mit Marardo, der hasserfüllt Feuerbrocken speit, ihnen aber letztendlich unterlegen ist. Während Zelda Marardo mit Lichtpfeilen beschießt und ihn so schwächt, kann Link ihm im direkten Gefecht beide Hörner abschlagen und ihm dann mit Zeldas Unterstützung seine Klinge mitten in die Stirn rammen. Tödlich getroffen verfällt Marardo in eine wilde Raserei, kann jedoch nicht verhindern dass sein gesamter Körper aufbricht und Licht aus ihm herausbricht, welches ihn vollständig verzehrt und sowohl ihn aus auch Glaiss endgültig vernichtet.

Galerie

Trivia

  • Wie bei den meisten Charakteren aus dem Spiel ist Glaiss' Name ein Wortspiel aus dem Bereich Zug- und Schienenverkehr. In seinem Fall basiert der Name auf dem Begriff Gleis.
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