Schurken Wiki
Advertisement

“Nur ruhig, kleiner Narr, [...] sobald die Reihe an dich kommt, ins Nichts zu springen, wirst auch du ein willenloser und unkenntlicher Diener der Macht, Wer weiß, wozu du ihr nützen wirst. Vielleicht wird man mit deiner Hilfe Menschen dazu bringen, zu kaufen, was sie nicht brauchen, oder zu hassen, was sie nicht kennen, zu glauben, was sie gefügig macht, oder zu bezweifeln, was sie eretten könnte. Mit euch, kleiner Phantásier, werden in der Menschenwelt große Geschäfte gemacht, werden Kriege entfesselt, werden Weltreiche begründet... [...] Es gibt da auch eine Menge arme Schwachköpfe - die sich natürlich für gescheit halten und der Wahrheit zu dienen glauben - die nichts eifriger tun, als sogar den Kindern Phantásien auszureden. Vielleicht wirst du ihnen von Nutzen sein.”

— Gmork zu Atréju (Die unendliche Geschichte, Buch)

“Und ich habe versucht, dem Nichts zu helfen. […] Weil man Menschen, die ohne Hoffnung sind, leichter unter Kontrolle halten kann. Und wer die Welt unter Kontrolle hält ... der hat die MACHT!”

— Gmork zu Atréju (Die unengliche Geschichte, Film)

Gmork ist einer Hauptantagonisten des 1979 erschienenen Buches Die unendliche Geschichte von Michael Ende sowie der gleichnamigen Verfilmung aus Jahre 1984. In der deutschen Synchronfassung wurde er von Ossi Ragheb (* 11. Mai 1926) gesprochen.

Bei Gmork handelt es sich um ein Wesen, das sowohl in der Menschenwelt als auch in Phantásien, dem Land der menschlichen Fantasie, existieren und zwischen diesen Welten wandern kann. In Phantásien nimmt er dabei die Gestalt eines riesigen Werwolfes an, was auch die Form ist, als die er in Buch und Film zu sehen ist.

Er dient mysteriösen Manipulatoren, die nie in Person auftreten. Sie wollen Phantásien durch das "Nichts" vernichten und die Menschenwelt unter ihre Kontrolle bringen. Dabei setzen sie Gmork als ihren Helfer ein. Er selbst dient ihnen, weil er so einen Teil der Macht erhält und weil er zornig darüber ist, dass er in keiner Welt leben kann.

Geschichte

Im Buch

Gmorks Herren erkennen, dass die Kindliche Kaiserin jemanden ausgesandt hat, der Phantásien retten könnte: einen Jungen namens Atréju. Sie schicken Gmork nach Phantásien damit er Atréju tötet, bevor der ein Menschenkind kann. Dieses Kind müsste der Kindlichen Kaiserin einen neuen Namen geben, damit die Zerstörung Phantásiens aufhört.

Gmork kann schnell Witterung aufnehmen und jagt hinter seiner Beute her. Er vefolgt ihn immer weiter und holt langsam auf, doch am Tiefen Abgrund bei Ygramuls Netz verliert er die Spur und kann sie nicht mehr wiederfinden.

Schließlich gelangt er in die Spukstadt im Gelichterland. Gaia, die Finstere Fürstin, nimmt ihn freundlich auf und umsorgt und verwöhnt ihn, bis er ihr schließlich von seinem Auftrag erzählt. Daraufhin betäubt sie ihn und kettet ihn in der Stadt an. Als er wieder erwacht ist, erklärt sie ihm, dass nur sie diese Kette wieder lösen kann. Sie wird sich jedoch in das nahende Nichts stürzen und somit niemals wiederkommen. Gmork bleibt allein in der Stadt zurück als sich auch die letzten Einwohner in das Nichts stürzen und nähert sich dem Hungertod.

In diesem Zustand findet ihn Atréju. Er glaubt, bei seinem Auftrag versagt zu haben und stellt sich deswegen als "Niemand" vor. So erkennt Gmork seinen Feind nicht und unterhält sich mit ihm. Ihm ist dabei bewusst, dass er den Jungen mit dessen Hoffnung festhält, während sich das Nichts um die Stadt legt. Er erklärt ihm, was das Nichts eigentlich ist und was mit denen passiert, die hineingeraten: Sie gelangen in die Menschenwelt und werden zu Lügen, die die Köpfe der Menschen vergiften. So kann Macht über die Menschen ausgeübt werden.

Am Ende offenbart sich Atréju und Gmork bricht in Gelächter aus, bevor er tot zusammenbricht. Als sich Atréju dem toten Körper nähert, schnappen die Kiefer zu und umschließen sein Bein. Noch nach Gmorks Tod ist das Böse in ihm mächtig. Der Glücksdrache Fuchur kommt hinzu und versucht vergeblich, das Maul aufzubrechen. Durch einen Zufall berührt das Auryn, das Amulett der Kindlichen Kaiserin, die Stirn des Werwolfes und das Gebiss geht wieder auf.

Im Film

Für die Verfilmung wurden einige Änderungen in Bezug auf die Vorlage gemacht. Hier breitet sich das Nichts in Phantásien aus, weil die Menschen ihre Träume vergessen und ihre Hoffnungen verlieren. Gmork dient der Macht hinter dem Nichts, weil auch er so Macht über diese manipulierbaren Menschen ausüben kann.

Er wird ausgesandt, um Atréju zu töten, da dieser der Einzige ist, der das Nichts noch aufhalten könnte. Gmork kann ihn bis in die Sümpfe der Traurigkeit verfolgen. Dort will er sich schon auf den erschöpften Jungen stürzen, als Fuchur aus den Wolken kommt und Atréju mit sich fortträgt.

In einer verfallenen Ruinenstadt treffen die beiden Feinde wieder aufeinander, Gmork erkennt Atréju aber nicht und unterhält sich mit ihm. Er selbst ist nicht angekettet sondern von seiner Jagd so erschöpft, dass er nicht mehr die Kraft hat, den Jungen zu töten. Als sich Atréju zu erkennen gibt, stürzt sich Gmork auf ihn, wird aber mit einem Steinmesser erstochen.

Advertisement