“Jetzt bohre ich dir Madenlöcher in den Wanst!”

— Grishnákh


Grishnákh ist ein Nebenantagonist der Der Herr der Ringe-Romane von J. R. R. Tolkien und deren Zeichentrick-Filmadaption von Ralph Bakshi aus dem Jahr 1978, sowie der 2001 bis 2003 veröffentlichten dreiteiligen Filmreihe von Peter Jackson. In der Realverfilmung tritt er in Die zwei Türme, dem zweiten Teil der Trilogie von 2002 in Erscheinung.

Er ist ein Ork-Hauptmann im Dienst des Dunklen Herrschers Sauron, der ausgesandt wurde um die Halblinge unter der Gemeinschaft des Ringes zu entführen und zu seinem Herrn nach Mordor zu bringen, um den Einen Ringes zurück zu erlangen.

In der deutschen Übersetzung des Zeichentrickfilmes wurde er von Norbert Gastell (*1929; †2015) gesprochen.

Im Spielfilm wurde er vom australischen Schauspieler Stephen Ure (*1958) dargestellt und auf Deutsch von Ekkehardt Belle (*1954) synchronisiert.

Charakterbiographie (Film, 2002)

Grishnákh will die Beine der Hobbits verspeisen.

Grishnákh leitet eine Gruppe von Mordor-Orks, die sich in Rohan mit einem Trupp Uruk-hai unter dem Kommando des Hauptmanntes Uglúk treffen, der die Hobbits Merry und Pippin zum verderbten Zauberer Saruman nach Isengard bringen sollen. Drei Tage lang sprinten die Uruks und die Orks gen Isengard, bis sie schließlich nahe des Fangorn-Walds Rast machen.

Als die Orks Hunger bekommen und Merry und Pippin fressen wollen, wobei Grishnákh es besonders auf deren Beine abgesehen hat, wird dies jedoch von Uglúk verboten, gemäß dessen Auftrag die Halblinge "lebendig und unversehrt" abgeliefert werden müssen. Während es zwischen Grishnákhs Leuten und den Uruks zum Streit kommt, versucht Snaga, einer seiner Orks die Gunst des Augenblickes nutzen. Von hinten schleicht er sich an die Hobbits heran um sie zu schlachten, wird jedoch von Uglúk enthauptet. Voller Gier stürzen sich die Uruks auf die Leiche um ihr Fleisch zu verschlingen.
Als Merry und Pippin die Gelegenheit nutzen, um in Richtung Wald zu robben und zu fliehen, folgt ihnen aber Grishnákh, der nun seinerseits die Gelegenheit beim Schopfe packen will, um die Hobbits doch noch zu töten und zu fressen. Er behauptet spöttisch, dass sie ruhig quieken können, soviel sie wollen, ihnen würde niemand zur Hilfe kommen.

Im selben Moment werden die Uruks aber plötzlich von Prinz Eomer und den verbannten Reitern von Rohan überrascht, die auf ihren Pferden das Lager stürmen und die Orks und Uruks gnadenlos abschlachten. Einer der Reiter durchbohrt Grishnákh mit einer Lanze. Schwer verwundet, aber nicht tot, folgt er Merry und Pippin, die im allgmeinen Chaos in den Fangorn-Wald geflohen sind. Grishnákh, inzwischen völlig dem Jagdfieber verfallen und außer sich vor Zorn, schreit, dass er ihnen ihre Eingeweide herausreißen wird.

Zuletzt bekommt Grishnákh Merry zu fassen, doch ehe er ihn aufschlitzen kann, entpuppt sich der Baum auf dem die Halblinge Schutz gesucht haben, als der Ent Baumbart. Der Hüter des Waldes macht einen Schritt nach vorne und zermalmt den überrumpelten Grishnákh unter seinem baumstammdicken Fuß.

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