“Komm schon, zier dich nicht so! Nur ums Überleben geht es hier!”

— Hans zu Leo

Hans ist der sekundäre Antagonist aus dem 2020 erschienenen norwegischen Horrorfilm Kadaver.

Er wurde von Stig Frode Henriksen dargestellt. Im Deutschen synchronisierte ihn Vlad Chiriac.

Biographie

Vergangenheit

Nachdem eine nukleare Katastrophe eine schreckliche Hungersnot erzeugt hat, schloss Hans sich der Theatertruppe von Mathias Vinterberg an, die in einem luxuriösen Hotel lebte. Um überleben zu können, lockte die Gruppe regelmäßig Gäste mit dem Versprechen einer warmen Mahlzeit und eines Theaterstücks ins Hotel. Das Theaterstück erstreckt sich stets über das ganze Hotel und die Gäste können den Schauspielern folgen, die sie besonders interessant finden. In Wirklichkeit werden die Gäste jedoch in Fallen gelockt, in einer Schlacht-Anlage im Keller getötet und zu Nahrung verarbeitet. Dass sie in Wirklichkeit Menschenfleisch essen, hält Mathias von seinen Schauspielern geheim; es scheint aber, als wäre Hans eingeweiht.

Wie alle Mitglieder der Theatertruppe ist Hans angehalten, einen eindrucksvollen Charakter zu erschaffen, um das Interesse einiger Gäste zu wecken und diese so von den anderen zu trennen. Das Ziel ist es, die Gäste in Fallen zu locken, wo sie dann von Vinterbergs Handlangern gefasst und getötet werden können. Damit seine Handlanger und Schauspieler unterscheiden können, wer Schauspieler und wer Opfer ist, erhalten alle Gäste zu Beginn der Vorstellung goldene Masken von Vinterberg, die sie als Gäste ausweisen sollen. Hans spielt üblicherweise einen verzweifelten, leicht psychotischen Mitarbeiter des Hotels, der schließlich vor Augen der Gäste "Selbstmord" begeht, indem er sich mit einem Rasiermesser eine künstliche Arterie aufschlitzt, aus der dann Kunstblut spritzt.

Theaterstück

Als wieder einmal ein Stück beginnt, tritt ein Ehepaar, Jakob und Leo, in den Raum, in dem sich Hans befindet. Es handelt es sich um eine Garderobe und Hans steht regunglos vor einem Spiegel und führt Selbstgespräche. Er behauptet verzweifelt, gefangen zu sein und zu etwas gemacht worden zu sein, dass er nicht ertragen kann. Er kreischt, dass er es nicht mehr aushält und dass "die" Jakob und Leo auch holen werden. Mit diesen Worten zückt er ein Rasiermesser und schlitzt sich scheinbar selbst die Kehle auf. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um Kunstblut, Jakob und Leo sind aber trotzdem entsetzt, da sie die Täuschung nicht als solche erkennen. Die beiden ziehen verstört weiter, woraufhin Hans beginnt, sie zu verfolgen. Er folgt der Gruppe in den Keller der Anlage, wo Jakob und Rakel begleitet von Lars an einigen Verbrennungsöfen anhalten.

Gerade als sie erkennen, dass in den Öfen die Kleidung der Opfer verbrannt wird, tritt Hans plötzlich von hinten an Jakob heran und hält ihm die Klinge an den Hals. Süffisant merkt er an, dass seine Vorstellung oben wohl sehr beeindruckend gewesen sein muss und will Leo zwingen, ihm zu folgen. Allerdings reißt Jakob sich frei und wirft sich auf Hans, so dass Leo durch den Essenslift fliehen kann. Hans überwältigt Jakob und händigt ihn Mathias' Handlangern aus, bevor er dann die Suche nach Leo wieder aufnimmt. Er verfolgt sie zurück in die oberen Stockwerke des Hotels, verliert sie dann aber aus den Augen. Gerade als er das Zimmer durchsucht, in dem Leo sich versteckt, wird er von einer Kollegin zurückgerufen, da die nächste Vorstellung bald beginnt und sie ihre Posten einnehmen müssen.

Als die nächste Riege an Gästen durch das Hotel strömt, erkennt Hans Leo trotz ihrer Goldmaske, mit der sie sich unter die Gäste gemischt hat, wieder. Direkt stürzt er sich auf sie, schlägt sie nieder und zerrt sie in eins der Zimmer, wo er sie langsam ersticken will. Im selben Moment tritt einer der Schlachter langsam durch eine versteckte Tür, was Leo als Gelegenheit sieht. Sie hebt ihre Maske auf und drückt sie Hans auf den Kopf, so dass es für den Handlanger wirkt, als würde einer der Gäste eine Schauspielerin überwältigen. Sofort tritt er an Hans heran und bricht ihm das Genick, bevor er die Leiche durch den versteckten Gang in das Schlachthaus zerrt.

Galerie

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