FANDOM


“Deine Spitzfindigkeiten ändern nichts daran, dass ich dir überlegen bin. Wir wissen beide, dass ich nicht mit leeren Händen gehe!”

— Henselt zu Stennis

“Du tötest mich nicht! Das wagst du nicht! Weil ich der König von Kaedwen bin... und bald auch von Ober-Aedirn! Der Norden braucht mich; ich habe gesiegt! [...] Eine neue Weltordnung wird errichtet, neue Grenzen, es ändert sich alles! [...] Ich habe sie alle überlistet! Ich werde derjenige sein, der hier die Verträge diktiert! Ich werde ihnen zeigen, wo ihr Platz ist!”

— Henselt zu Geralt und Roche

König Henselt von Ard Carraigh ist ein Schurke aus der The Witcher-Reihe. Er taucht als Charakter in den Romanen Das Erbe der Elfen und Zeit der Verachtung sowie Die Dame vom See, auf und ist der sekundäre Antagonist des 2011 erschienenen Videospiels The Witcher 2: Assassins of Kings.

Als König von Kaedwen ist Henselt einer der mächtigsten Männer des Nordens und liegt konstant im Streit mit Demawend, dem König des Nachbarlands Aedirn, da beide die Region des Pontartals für sich beanspruchen. Henselt startet im Zuge der Geschichte mehrere Invasionen von Aedirn um das Pontartal zu erobern und ist sich nicht zu schade, sich dabei mit dritten Mächten wie dem Kaiserreich Nilfgaard oder korrupten Adligen aus Aedirn zu verbünden. Nachdem sein zweiter Eroberungsversuch durch die Magie seiner Beraterin Sabrina Glevissig zum Scheitern verurteilt wurde, startet Henselt drei Jahre später eine neue Invasion und sieht sich diesmal mit der Kriegerin Saskia konfrontiert, die sich ihm von Vergen aus entgegenstellt.

Er wurde im Deutschen von Jochen Kolenda, im Polnischen von Dariusz Odija und im Englischen von Peter Egan gesprochen.

Biographie

Vergangenheit

Henselt stamt aus der Dynastie des Einhorns und ist der König von Kaedwen, einem mächtigen Reich im Norden. Er ist ein streitlustiger, aufbrausender und aggressiver Monarch und streitet sich fortwährend mit seinem Nachbarn, König Demawend von Aedirn, um die Region des Pontartals, die beide Monarchen für sich beanspruchen. Darüberhinaus verachtet Henselt Elfen und Zwerge und misstraut Zauberern. Seine Ratgeberin ist die ehrgeizige und intrigante Zauberin Sabrina Glevissig.

Zweiter Nilfgaardischer Krieg

Als das Kaiserreich Nilfgaard ein zweites Mal droht, in den Norden einzufallen um die Nördlichen Königreiche zu erobern, treffen sich die Regenten des Nordens zu einem geheimen Treffen in Schloss Hagge. Während sie sich beraten, vergleicht König Wisimir von Redanien die Lage des Nordens an der Jaruga mit er der Elfen, woraufhin Henselt beleidigt reagiert, da er nicht mit Elfen verglichen werden will. Er selbst sieht die Lage insgesamt nicht als all zu ernst an, da für zurückgetrieben hält und nicht glaubt, dass das Kaiserreich militärisch oder moralisch bereit ist, die Jaruga zu überqueren. Er verweist auch auf König Ervyll und dessen Festungen am Ufer der Jaruga, sowie die Flotten von Cidaris und Skellige, die die Nördlichen Königreiche gegen Nilfgaard unterstützen würden. Die Könige beschließen, dennoch ein Zeichen der Stärke zu setzen und Nilfgaard das eroberte Cintra wieder abzunehmen. Henselt ist skeptisch, da sie dies in die Rolle des Angreifers versetzen würde.

Nilfgaard nutzt schließlich einen Vorwand - einen fingierten Angriff auf Dol Angra - um vollends in den Norden einzufallen und kann Lyrien und Aedirn erobern, wo es verbrannte Erde hinterlässt. Daraufhin schließt der opportunistische Henselt ein Bündnis mit Nilfgaard, welches es ihm ermöglicht, das Pontartal zu erobern und es Kaedwen einzuverleiben. Im Gegenzug stellt er sich nicht den Truppen Nilfgaards entgegen, die durch Aedirn ziehen. So nutzt Henselt das Chaos in Aedirn aus, um die Provinz Ober-Aedirn zu erobern und der kaedwenischen Niedermark einzuverleiben. Einige Monate lang scheint Nilfgaard unaufhaltsam, bis sich bei der Schlacht von Brenna, in der die verbliebenen nördlichen Streitkräfte gemeinsam gegen die Armee Nifgaards ziehen, das Blatt wendet.

Nach der Schlacht von Brenna, nach der Nilfgaard immer weiter nach Süden zurückgetrieben wird, schließen Henselt und Demawend Frieden und ziehen gemeinsam gegen Nilfgaard ins Feld. Unterstützt von Königin Meves Guerilla-Kämpfern können sie die Heeresgruppe Ost unter Führung von Ardal aep Dahy bis nach Aldersberg zurücktreiben und die Nilfgaarder Heeresgruppe dort schließlich vollends zerschlagen. Nachdem Nilfgaard sich ergeben hat, kommt es zu Friedensverhandlungen in Cintra, zu denen auch Henselt reist. Er hat aufgrund des Siegs vor Aldersberg den Beititel "Bezwinger von Nilfgaard" in sein Titelsammlung aufgenommen. Während den Verhandlungen weigert sich Henselt wütend und lautstark, die Niedermark wieder an Aedirn zurückzugeben.

Er behauptet, dass die Niedermark seit Jahrhunderten rechtmäßig zu Kaedwen gehört, woraufhin er zu hören bekommt, dass die Niedermark erst seit einem Jahr zu Kaedwen gehört, da Henselts Truppen sie dann erobert haben. Henselt brüllt, dass seine Leute als Befreier empfangen wurden, woraufhin Demawend ebenjene Truppen wütend als Banditen bezeichnet. Daraufhin faucht Henselt, dass Demawend nur dank ihm überhaupt noch über ein Königeich erfügt. In den folgenden Jahren geht die Niedermark aber tatsächlich wieder an Aedirn über, was dieser sich nicht gefallen lassen will. Entsprechend beschließt er, erneut in Aedirn einzufallen um das Pontartal mit Waffengewalt wieder in den Besitz von Kaedwen zu bringen.

Eroberungsversuche des Pontartals

HenseltGegenSabrina

Henselt verurteilt Sabrina zum Tode

Mit einem viertausend Truppen großen Heer setzt Henselt ein Jahr später über den Pontar. Er lässt den Trupp von General Vandergrift anführen, während er selbst die Schlacht gegen die von Seltkirk angeführten Verteidiger mit seiner Beraterin, der Zauberin Sabrina Glevissig, von einer Anhöhe aus beobachtet. Die Schlacht verläuft zu Henselts Gunsten, bis Sabrina Glevissig einschreitet. Da die erfolgreiche Eroberung des Pontartals Henselt massiv stärken und zu einem Ungleichgewicht der Mächte des Nordens führen würde, beschwört Sabrina einen schrecklichen Feuerregen der das gesamte Schlachtfeld umfasst und brennende Felsbrocken herabregnen lassen, die sowohl die Truppen Kaedwens, als auch Aedirns in ihren Rüstungen kochen lassen.

Von seiner Anhöhe aus muss Henselt geschockt mitansehen, wie seine Armee verbrennt. Außer sich konfrontiert er Sabrina und behauptet kalt, dass er ihr nicht gestattet hat, zu zaubern. Er wirft ihr vor, seine Ehre zu besudeln, seine Ritter zu schlachten und ihn vor Demawend zu entwürdigen. Hasserfüllt verurteilt Henselt Sabrina zum Tod auf dem Scheiterhaufen und befiehlt dann den Überresten seiner Truppen den Rückzug. Bevor sie sich über den Pontar zurückziehen, lässt Henselt Sabrina an der Küste an ein Rad schlagen und es in Brand setzen. Da ein junger Soldat der kreischenden Sabrina Gnade erweisen will und sie mit seinem Speer ersticht, ermöglicht er es Sabrina, im Moment ihres Todes einen Blutfluch auszusprechen und Henselt zu verfluchen. Der Flucht tritt vorerst allerdings nicht in Kraft. Nachdem Sabrina erledigt ist, zieht Henselt sich nach Kaedwen zurück.

Dort stirbt einige Zeit darauf Henselts einziger Sohn und Erbe bei einem Jagdunfall. Da Henselt keine anderen rechtmäßigen Kinder hat und seine Bastarde nicht anerkennt, droht die Dynastie des Einhorns mit Henselt unterzugehen, da dieser mittlerweile impotent ist. Die Zauberin Sheala de Tancarville will sich dies zunutze machen und sich Henselts Vertrauen erschleichen, indem sie seine Impotenz heilt. Davon erhofft sie sich, trotz Henselts Abneigung gegen Zauberinnen die Rolle der Beraterin an Henselts Hof einzunehmen, die einst Sabrina Glevissig inne hatte. Dabei konkurriert sie mit dem sadistischen Detmold, Henselts aktuellem Hofzauberer, der massiven Einfluss auf den König hat.

HenselsTruppAedirn

Henselt und seine Leute in Aedirn

Drei Jahre später wagt Henselt eine erneute Invasion, da Aedirn durch die Ermordung von König Demawend geschwächt ist und dessen Sohn, Fürst Stennis, als schwach angesehen wird. Henselt besticht einen korrupten Adligen Aedirns, der ihn daraufhin offiziell nach Ober-Aedirn einlädt, um die Region zu übernehmen und in den aktuellen unruhigen Zeiten zu verwalten. Somit hat Henselts Anwesenheit in Aedirn einen offiziellen Grund, ihm stellt sich aber dennoch ein von Stennis und der Kriegerin Saskia geführtes Heer aus der einfachen Bevölkerung entgegen, welches ihn zurück hinter den Pontar treiben will. Henselt bezeichnet diese Gruppe verächtlich als "Bauernaufstand".

Allerdings ist Henselt den Verteidigern aus Vergen zahlenmäßig um ein vielfaches überlegen und wird darüberhinaus von Sheala de Tancarville unterstützt, deren Pläne erfolgreich verliefen. Da Henselt eine Sympathie gegenüber Nilfgaard zu pflegen scheint, mit dem Kaiserreich in Kontakt steht und auch eine nilfgaardische Delegation unter Führung von Shilard Fitz-Oesterlen in seinem Heerlager willkommen geheißen hat, gibt es unter den Adeligen und den militärischen Führern Kaedwens - ganz zu schweigen den anderen Königreichen - eine gewisse Unruhe. Der temerische Geheimdienstler Vernon Roche nutzt dies aus, um eine Verschwörung innerhalb Henselts Lager, die er bereits vor einigen Jahren mit König Foltest geplant hat, zu aktivieren um im Falle einer Kooperation Henselts mit Nilfgaard eingreifen zu können.

Krieg gegen Saskia

Hinweis: Abhängig davon, ob man am Ende des ersten Akts Roche oder Iorweth gewählt hat, verläuft der zweite Akt anders. Im folgenden Abschnitt sind daher beide Optionen nacheinander aufgeführt.

HenseltVerhandlungen

Henselts Gefolge trifft sich zu Verhandlungen

Obwohl Henselt über eine weitaus größere Armee verfügt als Saskia und Stennis, erklärt er sich zu Verhandlungen bereit und macht sich gemeinsam mit Sheala, Detmold und einer Eskorte auf dem Weg zu einer Anhöhe auf dem ehemaligen Schlachtfeld. Dort angekommen trifft er zuerst auf die korrupten aedirnischen Adeligen, mit denen er über ihre Belohung für ihre Dienste spricht. Erst dann tauchen Saskia, Stennis und ihr Gefolge auf und die richtigen Verhandlungen können beginnen. Im Zuge der Verhandlungen kommt es zu einem Streit und der aufbrausende Henselt zückt sein Schwert und will seine Feinde an Ort und Stelle erschlagen. Während ein Kampf zwischen den Gruppen entbricht, wird Henselt im Gefecht am Kopf verwundet.

Während er sich noch die Wunde hält, tritt ein Priester aus Saskias Gefolge auf das Schlachtfeld und kreischt, dass die beiden verfeindete Parteien inne halten sollen. Aufgebracht springt Henselt auf, packt den Priester, stößt ihn gegen einen Felsobelisken und zerschmettert den Kopf des Mannes am Fels. Dadurch reaktiviert er aber versehentlich den Fluch Sabrinas, den diese im Moment ihres Todes aussprach. Sofort legt sich ein geisterhafter Nebel über das ehemalige Schlachtfeld und die Toten, die vor drei Jahren im Konflikt starben, erheben sich und führen als geisterhafte Schemen ihre Schlacht fort.

Option 1: Iorweths Pfad

GeraltÜberraschtHenselt

Geralt überwältigt Henselt

Sofort öffnet Detmold ein Portal, durch das Henselt, Sheala und Detmold selbst aus dem Geisternebel entkommen und ins Heerlager zurückkehren. Da der Geisternebel zwischen dem Heerlager und Vergen liegt, sind Henselts Eroberungspläne aber vorerst auf Eis gelegt. Mithilfe der Magie von Philippa Eilhart kann der Hexer Geralt, der sich auf die Seite von Saskia und Vergen gestellt hat, jedoch durch den Geisternebel schreiten und das kaedwenische Heerlager infiltrieren. Da er königliches Blut benötigt, um die von einem Giftanschlag verwundete Saskia zu heilen, dringt er dabei auch in Henselts Zelt ein und hält diesem die Klinge an den Hals.

Geschockt will Henselt wissen, was Geralt von ihm will und als dieser verrät, für Henselts Blut gekommen zu sein, behauptet dieser aufbrausend, dass Geralt ja versuchen kann, es ihm abzuzapfen. Geralt überzeugt Henselt, ihm das Blut zu übergeben, da dies notwendig ist, um den Geisternebel zu lüften. Nachdem Henselt Geralt das Versprechen abgenommen hat, den Nebel zu lüften, lässt Geralt ihn frei, woraufhin Henselt sich mit einem Messer die Hand aufschneidet, das Blut in eine Phiole laufen lässt und diese Geralt aushändigt. Daraufhin lässt er Geralt von einigen Wachen aus dem Heerlager eskortieren und bereitet seine Truppen für den Angriff vor.

HenseltNiederlageAnerkennung

Henselt muss sich ergeben

Nachdem Geralt den Nebel erfolgreich gelüftet hat, führt Henselt seine Armee gen Vergen. Allerdings sind die Verteidiger der Stadt durchaus effektiver als erwartet und Henselt verliert wesentlch mehr Soldaten als erwartet. Zudem werden die Verteidiger durch iorweths Scoia'tael unterstützt und Henselt kann in Vergen von dem Rest seiner Armee getrennt werden, woraufhin er schließlich seine Niederlage anerkennt und seinen Truppen befiehlt, sich zu ergeben. Er wird vor Saskia und Philippa gebracht, die ihm die Bedingungen für einen Frieden diktieren; er muss sein Anrecht auf das Pontartal zurückziehen und Reparationen zahlen - genauere Details sollen bei dem Gipfeltreffen der Zauberer und Monarchen in Loc Muinne besprochen werden. Zudem wird Henselts Berater, Detmold, für Kriegsverbrechen hingerichtet.

Option 2: Roches Pfad

Gerade als die Truppe sich von den Geistern umzingelt sieht, tauchen der Hexer Geralt sowie Vernon Roche auf und unterstützen Henselt und seine Begleiter im Kampf. Während des Kampfs sammelt Detmold seine magische Energie, um eine magische Kuppel zu erschaffen, die die Geister fernhält. Im Schutz dieser Kuppel kann die Gruppe sicher durch den Geisternebel schreiten, diesen verlassen und zum kaedwenischen Heerlager zurückkehren. Da der Geisternebel zwischen dem Heerlager und Vergen liegt, sind Henselts Eroberungspläne aber vorerst auf Eis gelegt. Henselts Feind Stennis kommt währenddessen im Geisternebel ums Leben, aber Saskia kann sich nach Vergen zurückziehen.

HenseltFluchauftrag

Henselt beauftragt Geralt mit dem Brechen des Fluchs

Zurück im Lager lässt Henselt Detmold und Sheala sofort in sein Zelt und befiehlt, nach einem Weg zu finden, den Nebel zu lichten. Er toleriert Geralt und Roche in seinem Lager und befiehlt dem Zehnschaftführer Zyvik, Geralt im Lager herumzuführen und ihn dann zu seinem Zelt zu bringen. Als Geralt schließlich im Zelt auftaucht, merkt Henselt an, dass Geralt ihm scheinbar nicht schaden will und will wissen, warum dieser gekommen ist. Er will auch wissen, ob Geralt für die Ermordung von König Foltest von Temerien verantwortlich ist, was Geralt wahrheitsgemäß abstreitet. Geralt erklärt, den wahren Mörder, Letho, zu jagen, der sich in der Region versteckt. Henselt glaubt ihm, trägt Geralt aber auf, vorerst den Geisternebel zu lichten und den Fluch zu lösen, den Sabrina auf Henselt gelegt hat. Nachdem Geralt einwilligt, gewährt Henselt ihm vollen Zugang zum Lager und rät ihm, mit Detmold zu sprechen und sich in ihren Bemühungen zusammenzutun.

Henselt verrät Geralt auch von Sabrinas Fluch, und dass sie ihn im Moment ihres Todes aussprach. Geralt trifft nun seine Vorbereitungen und stellt einige Nachforschungen an, bis er alle Artefakte finden kann, die benötigt werden, um den Fluch zu lösen. Gemeinsam mit Henselt und einigen Soldaten begibt Geralt sich nun an die Stelle, an der Henselt vor drei Jahren Sabrina verbrennen ließ. Geralt verrät Henselt nun die Prozedur: Sie müssen die Ereignisse von vor drei Jahren rekonstruieren, doch diesmal muss Henselt Sabrina gegenüber Gnade zeigen, indem er sie auf dem Scheiterhaufen mit der Speerspitze ersticht, bevor sie den Fluch aussprechen kann. Gerald erklärt Henselt von einer Anhöhe aus, wie er den Kreis aus magischem Pulver zeichnen muss, und kämpft dann gegen die Geister, die erscheinen. Währenddessen tritt Henselt mit der Speerspitze an Sabrinas erschienenen Geist heran und indem er sie mit der Spitze durchbohrt, kann er Sabrinas Fluch tatsächlich auflösen.

HenseltBrichtFluch

Henselt bricht Sabrinas Fluch

Henselt kehrt nun ins Heerlager zurück und wartet darauf, dass es Geralt gelingt, auch den Geisternebel aufzulösen. Währenddessen empfängt er einen redanischen Gesandten. Als Geralt schließlich hinzukommt und Henselt sich mit ihm bespricht, tritt plötzlich ein Auftragsmörder in den Raum, der dem redanischen Gesandten die Kehle aufschneidet. Er schleudert sein Messer daraufhin auf Henselt, welches aber von Geralt abgeblockt wird. Es kommt nun zum Kampf zwischen Geralt und dem Angreifer und kurz darauf tritt ein weiterer Assassine hinzu. Es gelingt Geralt aber, einen der Angreifer zu töten und den anderen in die Flucht schlagen. Um zu erfahren, was hinter dem Angriff streckt, bespricht sich Henselt mit Sheala, Detmold und Geralt. Detmold impliziert, dass man die Leiche mit Nekromantie befragen kann und Henselt befiehlt, dass dies sofort getan wird. Sheala weigert sich, damit etwas zu tun zu haben, was Henselt irritiert.

Kurz darauf kann Geralt den Geisternebel lüften. Henselt will daraufhin sofort mit seinem Heer gen Vergen ziehen, doch der Adel und das Militär - gesteuert von Roches Verschwörern - verlangen Privilegien und Garantien, dass es keine Absprachen mit Nilfgaard gab. Der wütende Henselt muss drei Tage lang verhandeln und umfangreiche Zugeständnisse machen, bevor er schließlich einen Teil seiner Truppen mobilisieren kann. Gleichzeitig erfährt Detmold, dass Vernon Roche hinter der Verschwörung steckt und lässt daraufhin dessen Einheit unter einem Vorwand in die Kantine locken, wo Detmold die Soldaten aufhängen lässt und sie für Roche zurücklässt. Die einzige Soldatin der Einheit fleht Henselt an, die Soldaten zu verschonen, da sie nur Befehle befolgt haben und nichts von der Verschwörung wussten, woraufhin der hämische Henselt sie vergewaltigt und dann lebendig bei ihrer toten Einheit zurücklässt. Mit den Soldaten, die er mobilisieren konnte, zieht Henselt daraufhin gen Vergen und fällt in die Stadt ein.

HenseltStelltGeralt

Henselt und seine Truppen stellen Geralt

Auch Geralt und Roche stürmen in die Stadt, wo sie im Gewimmel der Schlacht nach der Verräterin Sheala de Tancarville suchen wollen. Im Haus der Zauberin Philippa Eilhart kommt Geralt zu spät, um Sheala an einem Teleport zu hindern. Direkt darauf tritt Henselt, begleitet von einigen Soldaten, in das Haus, da er ebenfalls Jagd auf Sheala macht. Er fordert Geralt kalt auf, ihm zu verraten, wo Sheala steckt, doch Geralt entgegnet, dass er es nicht weiß. Auf Henselts Drohung, dass Geralt des Todes ist, wenn er es nicht verrät, behauptet Geralt nur spöttisch, dass Henselt ihn doch sowieso nicht am Leben lassen wird. Daraufhin befiehlt Henselt den Soldaten tatsächlich, Geralt zu töten, doch Geralt kann die Angreifer töten und auch Henselt bezwingen. Verletzt behauptet Henselt anerkennend, dass Geralt ein würdiger Gegner ist, den Krieg aber dennoch verloren hat, da Vergen sich mittlerweile in seinen Händen befindet.

Im selben Moment tritt auch Roche in das Haus, verschließt die Tür und zischt, dass Henselt sich wiederum in seinen Händen befindet. Er tritt bedrohlich an Henselt heran, doch dieser hat nur Spott und Verachtung für Roche übrig und behauptet, dass er es nicht wagen wird, einen König zu töten. Gehässig offenbart Henselt, dass er nun, da er Vergen und Ober-Aedirn erobert hat, eine ideale Verhandlungsposition für den kommenden Gipfel der Zauberer und Herrscher in Loc Muinne hat, so dass er zweifelsohne die stärkste Macht im Norden sein wird. Roche wirft Henselt hasserfüllt vor, seine Einheit getötet zu haben, doch Henselt fragt spöttisch, was man den in Temerien mit Spionen macht. Als Roche entgegnet, dass kein Mitglied seiner Einheit an der Verschwörung beteiigt war, behauptet Henselt nur kalt, dass es dann wohl als Kollateralschaden bezeichnet werden muss.

Schicksal

Henselts Schicksal ist von der Entscheidung des Spielers abhängig. Auf Iorweths Pfad überlebt Henselt das Spiel auf jeden Fall; er nimmt nach seiner Niederlage in Vergen am Gipfel von Loc Muinne teil, wo er gemeinsam mit Radovid von Redanien das gefallene Temerien unter sich aufteilt und Kaedwen einverleibt. Auch das Schicksal Vergens wird in Loc Muinne besprochen und Saskias Triumph und Henselts Niederlage werden von den anderen Herrschern nicht anerkannt. Selbst als Loc Muinne von einem Drachen angegriffen und das Gipfeltreffen gesprengt wird, überlebt Henselt und zieht sich schließlich mit seinen Truppen nach Kaedwen zurück.

HenseltAufgebahrt

Ein mögliches Schicksal Henselts

Auf Roches Pfad muss der Spieler während der Konfrontation mit Henselt in Vergen entscheiden, ob er Roche erlaubt, Henselt zu töten, oder ob er ihn zurücklässt. Wenn der Spieler Roche gewähren lässt, behauptet Geralt lapidar, dass er Roche und Henselt alleine lassen wird. Fassungslos zischt Henselt, dass Roche dies nicht wagen wird und behauptet hasserfüllt, dass er nicht um Gnade wimmeln wird. Provokant schreit er Roche an, dass dieser sich schon rächen soll, woraufhin Roche seinen Dolch zieht und ihn Henselt ins Herz rammt. Im Sterben murmelt Henselt noch, dass die Maus den Löwen beißt, bevor er seinen Wunden erliegt. Da nur Geralt und Roche die Wahrheit über Henselts Tod wissen, geht man allgemein davon aus, dass er in der Schlacht ums Leben gekommen ist.

Sollte man Henselt am Leben lassen, reist dieser ebenfalls nach Loc Muinne und nimmt an dem Gipfel teil. Da die Königsmorde im Norden und das Scheitern des Gipfels die politische Situation im Norden sehr geschwächt haben, nutzt Nilfgaard dies zu einer weiteren Invasion aus. Henselt und Kaedwen halten zwar stand, doch im Winter fällt überraschend Radovid mit redanischen Truppen in Kaedwen ein, erobert das Land und vereint die Armeen, um Nilfgaard mit neuer Stärke entgegentreten zu können. Henselt kommt im Kampf mit Radovids Truppen ums Leben.

Galerie

Artwork

Iorweths Pfad

Roches Pfad

Trivia

  • In seinem Heerlager lässt Henselt sportliche Kämpfe zwischen seinen Soldaten austragen und beobachtet die Arena-Kämpfe von seinem Pavillion aus.
  • Sollte Henselt getötet worden sein, kann man im dritten Akt seine aufgebahrte Leiche im Viertel der Kaedwener in Detmolds Turm finden.
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.