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“Komme nicht zwischen den Nazgûl und seine Beute...”

— Der Hexenkönig zu Eowyn

Der Hexenkönig von Angmar ist ein Antagonist aus der Romanreihe Der Herr der Ringe und dem dritten Teil der Verfilmung, Die Rückkehr des Königs.

Er war einst einer der großen Fürsten der Menschen und einer derjenigen, die einen Ring der Macht von Sauron erhielten und ihm verfielen. Wie alle Träger der Ringe wurde er zu einem der Nazgûl - und zu ihrem Anführer. So mache Sauron aus den Menschenkönigen seine gefügigen Sklaven. Zu Lebzeiten war er der Gründer des Reichs Angmar im Norden von Mittelerde.

Biographie

Vergangenheit

Nichts ist über das Leben des Hexenkönigs bekannt, bevor er zu einem Nazgûl wurde. Er war einer der größten Fürsten der Menschen und war vermutlich ein Númenórer. Wie neun andere Fürsten akzeptierte er einen Ring der Macht, ein Geschenk Saurons. Sauron nutzte jedoch seinen Meisterring um die Fürsten zu korrumpieren. Im Laufe der Zeit wurden die Menschenfürsten zu geisterartigen Schemen, den Nazgûl, welche Saurons Befehle befolgten. Als Herr der Neun stieg der Hexenkönig zum obersten Diener des Dunklen Herrschers auf und übernahm die Befehlsgewalt über die anderen acht Ringträger.

Selbst nach dem Fall Saurons blieb er aktiv und gründete im Norden das böse Reich Angmar, mit dem er das Reich Arnor mit einer Armee aus Trollen, Orks und schwarzen Númenórer zerstörte. Dies führte jedoch zu einer Allianz zwischen Gondor und den Elben und gemeinsam fielen sie in Angmar ein und vernichteten das Reich. Glorfindel trat gegen Angmar an und schlug ihn in die Flucht. Glorfindel sprach auch die Prophezeihung, dass der Hexenkönig von keines Mannes Hand getötet werden kann. Der Hexenkönig flüchtete nach Mordor, wo er Minas Ithil eroberte und es zu Minas Morgul umwandelte, wo er fortan als düsterer Stadthalter diente. Als Sauron sich in Dol Guldur manifestierte, traten auch der Hexenkönig und die anderen Nazgûl an seine Seite. Dort sammelten sie heimlich eine Armee. Als der Istari Radagast die Festung näher untersuchen wollte, griff der Hexenkönig den Zauberer an, ließ eine giftige  Morgulklinge zurück und verschwand. Diese Klinge übergab Gandalf später dem Weißen Rat, der Sauron und den Hexenkönig daraufhin aus der Festung vertreiben konnte.

Schlacht um Mittelerde

Als Saurons Ring der Macht an den Hobbit Frodo Beutlin fällt, sendet Sauron die Nazgûl ins Auenland um den Ring zurückzuholen. Es gelang ihm nicht, Frodo zu finden da dieser bereits aufgebrochen war. Der Hexenkönig und die restlichen Nazgûl nahmen die Fährte auf. Obwohl Frodo ihnen im Dorf Bree und an einer nahegelegenen Fähre entkommt, können die Nazgûl Frodo und seine Gemeinschaft auf der Wetterspitze in die Enge treiben. Dort rammt der Hexenkönig Frodo seine Morgul-Klinge in die Schulter, bevor sie den Ring an sich reißen können, werden die Nazgûl jedoch von Aragorn vertrieben. Sie nehmen allerdings schnell wieder die Verfolgung auf, sämtliche Nazgûl werden jedoch bei der Überquerung des Bruinen von den Flussgeistern fortgeschwemmt und ihre Pferde werden ertränkt.

Nach dieser Niederlage ziehen sich die Nazgûl erstmals zurück und bleiben für lange Zeit östlich des Anuins. Sie erhalten als Ersatz für ihre getöteten Pferde drachenartige Monster, die Fellbestien heißen und fliegen können.

Der Hexenkönig kehrt zurück nach Minas Morgul, wo er irgendwann von Sauron das Zeichen für den Angriff auf Minas Tirith, die Hauptstadt von Gondor, erhält. Der Hexenkönig rüstet sich mit einer Eisenrüstung auf und überblickt auf seiner Fellbestie von den Zinnen von Minas Morgul, wie seine Orktruppen gen Gondor marschieren. Kurz darauf stößt die Fellbestie sich ab und fliegt über ihre Truppen her Richtung Gondor. Weder der Hexenkönig noch die Orks erkennen, dass sich Frodo mit dem Einen Ring nur Meter von Minas Morgul entfernt befinden.

Während der Schlacht von Gondor landet der Hexenkönig mit seiner Fellbestie in Minas Tirith, wo er sich Gandalf im Kampf stellt. Er kann den Zauberstab Gandalfs zerbrechen, fliegt dann jedoch wieder fort als auf dem Schlachtfeld vor der Stadt die Truppen Rohans zur Verstärkung Gondors eintreffen. Der Hexenkönig attackiert Theoden, den König Rohans, und seine Fellbestie stürzt sich auf ihn und schleudert ihn davon, so dass Theoden unter seinem Pferd begraben wird. Der Hexenkönig befiehlt der Bestie, sich an Theodens Fleisch sattzufressen, bevor dies geschehen kann taucht jedoch Theodens Tochter Eowyn auf und enthauptet die Bestie. Außer sich vor Zorn springt der Nazgûl von seinem toten Reittier und stellt sich Eowyn, welche ihn zusammen mit dem Hobbit Merry bekämpft. Merrys Angriffe können dem Nazgûl nicht schaden und er spottet belustigt, dass kein Mann ihn töten kann. Eowyn entfernt jedoch ihren Helm und offenbart dass sie kein Mann ist. Sie rammt dem Nazgûl ihr Schwert in den Schädel und tötet ihn somit. Dadurch erfüllt sich Glorfindels Prophezeiung und der Hexenkönig ist der erste Nazgûl, der auf dem Schlachtfeld stirbt.

Galerie

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