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“Ich habe dich unterschätzt. Fast hättest du mich auf frischer Tat erwischt. Dann hast du meinen kleinen Trick mit Nathaniel durchschaut? Aber alles weißt du nicht, sonst hättest du das Silberschwert gezogen...”

— Rejk offenbart sich Geralt

“Die Symbolik ist doch offensichtlich: Kohle für die, die blind für das Feuer sind. Das feuergeborene Ei des Salamanders ersetzt das kalte, ketzerische Herz [...] Ich teile die Diagnose der Kirche! Novigrad ist eine gefallene Stadt! Die Bewohner haben die grundlegensten Konzepte von Moral und Anstand vergessen! Ich erinnere sie daran... auf eine Art, die zuverlässig wahrgenommen wird!”

— Rejk erklärt Geralt seine Beweggründe

Hubert Rejk ist ein Schurke aus dem 2015 erschienenen Videospiel The Witcher 3: Wild Hunt. Er ist der Hauptschurke der Nebenquest Fleischliche Sünden.

Rejk ist ein Vampir, der die Stadt Novigrad als Hort der Blasphemie und Sünde ansieht. Um die Bewohner vor ihrer Verkommenheit zu überzeugen, begeht er in Novigrad äußerst brutale Morde, die mit Feuer zusammenhängen, um die Menschen von der Religion des Ewigen Feuers zu überzeugen. Nachdem eins von Rejks Opfern, die Sängerin Priscilla, den Angriff überlebt, beginnt der Hexer Geralt von Riva wegen der Morde zu ermitteln. Da Rejk äußerst verschlagen ist und versucht, die Schuld auf seinen Vorsetzenden, den sadistischen Nathaniel, zu schieben, ist es abhängig von der Scharfsinnigkeit Geralts, ob er bestraft wird oder mit seinen Morden davonkommen kann.

Biographie

Vergangenheit

Rejk ist ein Katakan - eine Vampirart mit ausgeprägtem Verstand und der Fähigkeit, menschliche Form anzunehmen. Vor dreißig Jahren lehrte er an der Universität von Oxenfurt. Einer seiner Studenten war Joachim von Gratz, dem er die Grundlagen der Medizin beibrachte. Als im Jahr 1242 eine Studentenrevolution in Oxenfurt ausbrach und scheinbar den Tod einiger Menschen zu Folge hatte, die die Ideale der Bewegung nicht teilten, beschuldigte Rejk von Gratz, der einer der Führer der Bewegung war. Rejk verließ schließlich Oxenfurt und zog nach Novigrad, wo er eine Rolle als Leichenbeschauer in der Leichenhalle der Stadt annahm. Da die Leichenhalle von der Kirche des Ewigen Feuers geleitet wurde, kam Rejk zu dieser Zeit den Idealen des Ewigen Feuers näher.

Rejk kam schließlich zu der Schlussfolgerung, dass Novigrad zu einer ketzerischen Stadt verkommen war, der jeglicher Anstand und Moral fehlte. Er begann daraufhin, mit seinen vampirischen Kräften einige Bewohner zu ermorden - größtenteils Prostituierte ohne Freunde oder Bekannte. Schließlich begann er, jene Bewohner der Stadt zu ermorden, die das Ewige Feuer lästerten oder einen ketzerischen Lebensstil pflegten. Er hinterließ bei seinen Opfern Pergamente aus Menschenhaut, auf denen er unter dem Namen eines besorgten Bürgers vor Verkommenheit und Ketzerei warnte und den Weg des Ewigen Feuers predigte. Als eins seiner Opfer erkor Rejksich einen Zimmermann, den Zwerg Fabian Meyer, da dieser sein letztes Geld bei Prostituierten durchbrachte. Er drang in die Werkstatt des Zwergs ein, überwältigte ihn und folterte ihn für einige Stunden. Er riss dem lebendigen Fabian die Augen aus und ersetzte sie durch glühende Kohlen.

Außerdem kippte er ihm ätzendes Formaldehyd in die Kehle und schnitt den Kehlkopf präzise in einer Tracheotomie auf, damit Fabian weiteratmen konnte und nicht zu schnell starb. Schließlich riss er Fabian das Herz heraus, verätzte die Wunde und legte symbolisch ein Salamander-Ei in die Wunde. Die Leiche ließ er an Ort und Stelle zurück und verbrannte die Holzstatuen im Hof der Werkstatt, da diese obszöne Frauenfiguren dastellten, die Rejk als blasphemisch ansah. Nach den Morden verteilte Rejk einige Pamphlete in der Umgebung, in der er anonym als "besorgter Bürger" im Namen des Ewigen Feuers predigte und warnte, dass Feuer ein Segen, aber auch ein Fluch für die Ungläubigen und Sünder sein könne. Rejk attackierte außerdem die Bardin Priscilla, konnte sie aber nur mit Formaldehyd angreifen und nicht länger foltern, da sich Leute näherten. Durch seine Vampirkräfte konnte Rejk über eine Mauer springen und unterkannt fliehen, musste Priscilla jedoch verletzt zurücklassen.

Morde und Ermittlungen

Der Angriff auf die berühmte Priscilla lenkt jedoch Aufmerksamkeit auf die Serienmorde. Unter anderem ist es der Hexer Geralt, der fortan beginnt, zu ermitteln. Rejk trifft zum ersten Mal auf Geralt, als dieser in Begleitung von Chirurg Joachim von Gratz im Leichenschauhaus eintrifft, um die Leiche des Zwergs Fabian Meyers zu obduzieren, der von Rejk selbst ermordet wurde. Rejk tritt gerade in den Raum, als Geralt und Joachim ihre Untersuchungen beendet haben und ist wenig begeistert, die beiden zu sehen. Genervt behauptet er, dass Joachim sich wie immer in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen und wo er nicht gebraucht wird und kündigt an, dass sein Vorgesetzter, Hochwürden Nathaniel, bald zu der Obduktion eintreffen wird, die Geralt und Joachim soeben vollendet haben. Joachim erkennt seinen alten Lehrmeister wieder und behauptet überrascht, dass Rejk sich in dreißig Jahren kein bisschen verändert hat.

HubertFührtRaus

Rejk führt Geralt und Joachim nach draußen

Als Rejk erfährt, dass Geralt wegen der Morde Nachforschungen begonnen hat, verrät er Geralt, dass der Zwerg in seiner Werkstatt ermordet wurde und dass Geralt darüber hinaus mit dem Leichensammler Eustachius reden sollte. Das Gespräch wird unterbrochen, als Nathaniel in den Raum tritt und Rejk anfährt, dass dieser doch niemand in die Leichenhalle lassen sollte. Rejk behauptet, dass die beiden Freunde des Verstorbenen sind und gekommen sind, um die Leiche zu holen, doch Nathaniel verbietet dies und befiehlt Rejk, die beiden sofort rauszuwerfen. Rejk eskortiert die beiden zur Tür und als Geralt fragt, warum er sie gedeckt hat, behauptet Rejk, dass er sich selbst geschützt hat und so verhindern wollte, dass Nathaniel erfährt, dass Unbefugte in die Leichenhalle gebracht wurden. Er wirft Joachim vor, wieder einmal nicht daran gedacht zu haben, welche Konsequenzen seine Taten für andere haben.

Als sie an der Tür angekommen sind, behauptet Rejk, dass er die Taten von Geralt und Joachim zwar nicht gutheißen kann, dass er den Serienmörder aber ebenfalls hängen sehen will. Daher verspricht er, Geralt zu informieren, wenn er neue Informationen hat, und entsendet kurz darauf tatsächlich einen Boten, um Geralt zur Leichenhalle zu bitten. Als Geralt ankommt, erklärt Rejk, dass ein neues Opfer gefunden wurde und dass er mit der Obduktion auf Geralt gewartet hat. Geralt behauptet, dass Rejk das letzte Mal nicht all zu glücklich war, Geralt zu sehen, woraufhin Rejk erklärt, dass Geralt das letzte Mal unangekündigt und in schlechter Gesellschaft erschienen war. Nun ist Rejk aber mehr als willig, zu helfen und beginnt in Geralts Beisein die Obduktion. Bei der Obduktion des neuen Opfers "findet" Rejk ein Blatt Pergament aus Menschenhaut, welches er zuvor selbst in der Leiche hinterlassen hatte.

HubertObduktion

Hubert und Geralt untersuchen die Leiche

Da die Adelige Patricia Vegelbud eine Glaubenskrise durchgemacht und sich von der Kirche des Ewigen Feuers abgewendet hat, hat Rejk diese als sein neues Opfer auserkoren. Nachdem Geralt Patricias Namen auf dem Pergament gelesen hat, macht er sich sofort auf zum Anwesen der Vegelbuds vor Oxenfurt, um diese vor dem Serienmörder zu warnen. Rejk bricht aber ebenfalls auf, kann heimlich in das Anwesen eindringen und Patricia in ihrem Schlafzimmer brutal ermorden. Direkt nach dem Mord tritt Patricias Tochter in den Raum, die von Geralt alamiert wurde, so dass Rejk durch eine Tür flieht und über das Anwesen rennt. Er wird von Geralt verfolgt, der aber von den Vegelbud-Wachen aufgehalten wird, die ihn für den Mörder halten. Dies ermöglicht es Rejk, von dem Gelände zu fliehen und nach Novigrad zurückzukehren.

Finale Konfrontation mit Geralt

Als Geralt die malträtierte Leiche von Patricia Vegelbud durchsucht, findet er dort ein weiteres Pergament, auf der der Name einer Prostituierten aus Novigrad geschrieben steht. Mit dieser Botschaft will Rejk Geralt auf eine falsche Fährte locken - er weiß, dass er in Novigrad nicht länger ungestört morden kann und will die Morde daher auf seinen verhassten Vorgesetzten, Nathaniel, schieben, der die Prostituierten der Krüppel-Kati regelmäßig aufsucht. Als Geralt das Bordell stürmt und Nathaniel mit der Prostituierten vorfindet, die er in seiner sexuellen Gier foltert, hält er entsprechend Nathaniel für den Serienmörder. Abhängig davon, ob er Nathaniel sofort erschlägt, oder ihn mit den Vorwürfen konfrontiert, kann Geralt herausfinden, dass Nathaniel - zumindest im Bereich der Serienmorde - unschuldig ist.

HubertErklärt

Rejk wird von Geralt konfrontiert

Sollte Geralt erfahren haben, dass Nathaniel die Morde nicht begangen hat, wird er von Nathaniel gewarnt, dass nur Rejk wusste, wo Nathaniel sich aufhalten würde. Geralt erkennt, dass Rejk der wahre Serienmörder sein muss und Nathaniel rät Geralt, am Lagerhaus 12 an den Docks nach Rejk zu suchen, da dieser dort um diese Tageszeit Material beschafft. Geralt eilt zum Lagerhaus und trifft Rejk dort tatsächlich an. Er konfrontiert diesen und Rejk behauptet amüsiert, dass Geralt ihn tatsächlich durchschaut hat. Er erwähnt aber, dass Geralt nicht alles herausgefunden hat, da er sonst sein Silberschwert gezogen hätte. Rejk offenbart sich Geralt als Vampir und erklärt auf Geralts Nachfrage nach seinen Beweggründen, dass er jene bestraft hat, die das Ewige Feuer lästern.

Er erinnert Geralt an seine Opfer und behauptet, dass sie nicht verdient haben, zu leben. Rejk behauptet, dass sie den anderen Bewohnern der Stadt wenigstens im Tod eine Lehre sein konnten und sie aufwecken konnten. Abwesend behauptet er, dass es für Geralt natürlich zu spät ist, da er spüren kann, dass der Hexer ein Mann schwachen Glaubens ist. Geralt zückt sein Silberschwert, woraufhin Rejk seine wahre Form - die eines Katakans - annimmt und angreift. Es kommt zum Kampf, in dem Geralt schließlich die Oberhand gewinnt und den Vampir niederstreckt. Durch Rejks Tod ist die Herrschaft des Serienmörders von Novigrad beendet. Einige Zeit später erholt Priscilla sich von ihren Wunden und ist somit das einzige Opfer Rejks, das die Tortur überstanden hat.

Persönlichkeit

“Vergesst nicht, liebe Leute, dass das Feuer alles in seinem Weg verschlingt, vor niemandem und nichts Halt macht. [...] Wer seine Gebote bricht, wer die Ratschläge der Kirche nicht befolgt, wer die falschen Götter verehrt, soll in seinen Flammen zu Asche vergehen.”

— Eine von Rejks fanatischen Predigten

In seiner menschlichen Form erscheint Rejk als stolzer, jedoch auch ehrenhafter und hilfsbereiter Mann. Trotz seiner Abneigung gegenüber Joachim von Gratz erklärt er sich bereit, diesem und Geralt zu helfen und verteidigt sie auch vor Hochwürden Nathaniel. In Wirklichkeit tut Rejk dies jedoch nicht aus Nächstenliebe, sondern manipuliert sämtliche Anwesenden zu einem eigenen Vorteil. Während er sich Geralt gegenüber als Verbündeter vorstellt und scheinbar ehrlich daran interessiert ist, den Serienmörder zu schnappen, dient seine Unterstützung von Geralt lediglich dazu, ihn auf eine falsche Fährte zu locken und ihn gegen Nathaniel auszuspielen, den Rejk sich als Bauernopfer auserkoren hat, der die Schuld für seine eigenen Verbrechen tragen soll.

Rejk

Rejk ist - unter anderem auch wegen seiner Rolle als Vampir - extrem arrogant und selbstverliebt. Er bezeichnet sich - fälschlicherweise - als Höheren Vampir und sieht sich als allen anderen überlegen. Als er von Geralt konfrontiert wird, spricht er zu ihm wie zu einem Kind und behauptet mit einer amüsierten Verächtlichkeit, dass Geralt die Symbolik hinter seinen Taten doch sicher hat entziffern können, da sie doch selbsterklärend sei. Rejks Arroganz zeigt sich auch darin, dass er selbst nach dreißig Jahren noch einen Groll gegen seinen ehemaligen Schüler Joachim von Gratz hegt und sich als recht nachtragend erweist. Er ist zwar bereit, diesen Groll beiseitezuschieben um seine höheren Ziele zu erreichen, kann sich einige provokante Sprüche und Spitzen jedoch trotzdem nicht verkneifen.

In seiner Selbstgerechtheit ist Rejk davon überzeugt, dass alle anderen sich an seine Sicht von Moralität zu halten haben und ist bereit, andere auf das Grausamste zu bestrafen, wenn sie sich dieser Lebensweise verweigern. Als fanatischer Anhänger des Ewigen Feuers foltert und Rejk gnadenlos diejenigen, deren Taten oder Lebensweisen vom Ewigen Feuer als verwerflich oder gar ketzerisch angesehen werden. Dabei geht Rejk äußerst sadistisch vor und sorgt dafür, dass seine Opfer während ihrer Folter möglichst lange am Leben bleiben - so führt er an einem Opfer, dem er eine ätzende Flüssigkeit in den Hals geschüttet hat, eine Tracheonomie durch, so dass das Opfer dennoch weiteratmen kann und nicht erstickt. Obwohl Rejk behauptet, ein besorgter Bürger zu sein und lediglich für Moralität und Anstand sorgen zu wollen, offenbaren seine Taten und seine absolute Desinteresse an menschlichem Leben und Leid ihn als Heuchler.

Zitate

“Denk an meine Opfer: Ein Schnitzer, der sein letztes Geld mir Huren durchbringt. Eine alte Gräfin, die die Symbole des Glaubens entweiht. Eine Bardin, der nichts heilig ist und die alles lächerlich macht. Sie haben nicht verdient zu leben und im Tod konnten sie anderen eine Lehre sein... sie aufwecken und auf den richtigen Pfad zurückscheuchen. Den des Feuers, der Reinigung und der Erlösung...”

— Rejk spricht über seine Opfer


Rejk: Für dich ist es zu spät, fürchte ich! Du bist ein Mann von schwachem Glauben, das kann ich spüren.
Geralt: Mh-hm, aber mit dem Schwert bin ich nicht schlecht!
Rejk: "Nicht schlecht" reicht vielleicht nicht...”

— Rejk und Geralt, bevor sie einander angreifen


Galerie

Trivia

  • Falls Geralt Nathaniel tötet, ohne zu erfahren, dass Rejk der wahre Mörder ist, ermordet Rejk einen letzten Bewohner Novigrads, bevor er aus der Stadt flieht um in einer kleineren Siedlung erneut mit seinen Morden zu beginnen. Er hinterlässt bei der Leiche eine spöttische Botschaft für Geralt, in der er dies offenbart.
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