Schurken Wiki

“Ich soll dir etwaige noch offene Fragen beantworten bezüglich irgendwelcher Bedenken, die du vielleicht noch hast. Offenbar hat unser gemeinsames Verständnis des Prozesses einen positiven Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens. Das ist dir völlig egal, hm? Okay, lass mich dir einfach erklären, wie es abläuft. Phase eins war die Hypnose, so stellen sie dich ruhig. Phase zwei ist das hier, die mentale Einstimmung; eine psychologische Operationsvorbereitung. Für Phase drei, die Transplantation. Naja, eine unvollständige Transplantation. Der Teil deines Gehirns, der mit deinem Nervensystem verbunden ist, muss dort bleiben, um die komplexen Verbindungen intakt zu halten. Du bist also nicht weg, nicht vollständig. Ein winziger Teil wird immer noch da sein, aber das Bewusstsein ist eingeschränkt. Du wirst imstande sein, zu sehen und zu hören was dein Körper ausführt, doch dein Existenz wird die eines Passagiers sein. Eines Zuschauers. [...] Ich kontrolliere die Motorik und übernehme dann. Gut, gut, du hast es schnell verstanden, gut gemacht. [...] Menschen wollen Veränderung. Manche wollen stärker, schneller, cooler sein. Nun, bitte wirf mich nicht mit denen in einen Topf, deine Hautfarbe ist mir egal. Nein, was ich will sitzt tiefer! Ich will... deine Augen haben! Ich will diese Dinger, durch die du siehst!”

— Hudson offenbart Chris die Wahrheit

Jim Hudson ist ein Schurke aus dem 2017 veröffentlichten Horrorfilm Get Out.

Er wurde von Stephen Root (* 1951) dargestellt und im Deutschen von Jan Spitzer (* 1947, † 2022) synchronisiert.

Biographie[]

Vergangenheit[]

In seiner Jugend versuchte Jim Hudson sich als Naturfotograf, musste aber erkenne, dass er kein Talent für die Fotografie hatte. Stattdessen schlug er einen Weg als Kunsthändler ein und machte es als Betreiber der Hudson Galleries zu beträchtlichem Erfolg. Allerdings erfuhr er schon bald einen schweren Schicksalsschlag: aufgrund einer genetischen Erkrankung verlor er sein Augenlicht und wurde blind. Er konnte seinen Beruf zwar überraschend effektiv fortführen, indem er sich Kunstwerke von einem Assistenten beschrieben ließ, wünschte sich aber dennoch sehnlichst sein Augenlicht zurück. Durch seinen Einfluss kam Hudson schließlich in den Kontakt mit dem Coagula-Orden.

Dieser wurde von Neurochirurg Dean Armitage geleitet und zählte reiche, weiße Männer und Frauen als Mitglieder; die meisten von ihnen waren schon relativ alt. Die Armitages boten den Mitgliedern des Ordnes, zu dem Hudson schließlich auch gehörte, eine besondere wenngleich schreckliche Dienstleistung an. Sie nutzten dafür eine Kombination aus Deans chirurgischem Talent und Missy Armitages hypnostischen Fähigkeiten. Sie entführen junge und kräftige Schwarze Männer und Frauen, denen das Bewusstsein der Kultmitglieder eingepflanzt wurde. Durch Missys Hypnose wurde das Bewusstsein des Opfers in den "Versunkenen Bereich" in ihrem Unterbewusstsein verbannt und es war fortan gezwungen, zuzusehen wie sein Körper von seinem neuen Bewohner gesteuert wurde.

Viele der Mitglieder hatten rassistische Motive für diesen Wandel; so fanden sie die schwarze Hautfarbe "cool" oder schrieben einem afroamerikanischen Körper Kraft und Stärke zu. Hudson sah diese Ideale zwar in seinen Kameraden und teilte sie nicht, scherte sich aber auch nicht darum; sein persönliches Ziel war es, endlich wieder sehen zu können. Wie jedes Jahr wurden die Mitglieder des Ordens schließlich zu einer Feier auf das Anwesen der Armitages eingeladen, wo ihnen der neuste Kandidat für die Transplantation vorgestellt wurde, der letztlich an den Meistbietenden fallen würde. In diesem Jahr war es der junge Fotograf Chris Washington, der durch Rose Armitage herbeigelockt wurde und sich seiner wirklichen Rolle auf dem Fest nicht bewusst war. Hudson kannte Chris' Fotografien, beneidete ihn um sein Talent und hoffte, auch dies erben zu können, wenn er Chris' Körper erwerben würde.

Ein neuer Körper[]

Hudson spricht mit Chris

Hudson spricht mit Chris

Chris ist von dem merkwürdigen Verhalten auf der Party sichtlich gestört und gestresst, weswegen er eine Auszeit sucht. Im Gegensatz zu allen anderen distanziert Hudson sich vom Geschehen auf der Feier und setzt sich stattdessen alleine in den Garten. Dort wird schließlich Chris auf ihn aufmerksam, dem das ganze merkwürdige Gebare auf der Feier ebenfalls zu viel wird. Chris hofft, in Hudson einen Gleichgesinnten gefunden zu haben und setzt sich zu ihm. Bereits zur Begrüßung bezeichnet Hudson die anderen Gäste als Ignoranten und behauptet, ein Bewunderer von Chris' Arbeit zu sein. Chris wiederum erkennt Hudson als bekannten Kunsthändler wieder, so dass er sich diesem gleich verbundener fühlt.

Einige Stunden später lockt Rose Chris auf einen Spaziergang, so dass die Auktion um Chris' Körper beginnen kann. Im Garten treffen alle Gäste aufeinander und geben Gebote ab, wobei Hudson – nicht nur gierig auf Chris' Augenlicht sondern auch auf seinen künstlerischen Blick auf die Natur – das Höchstgebot abliefert. Als später alle Gäste das Anwesen wieder verlassen, bleibt Hudson daher zurück und wird in den Keller geführt, wo er für die Operation vorbereitet wird. Nachdem Chris überwältigt wurde, kann Hudson auch über eine Videoübertragung mit Gegensprechanlage zu Chris sprechen. In dieser zeigt Hudson sich bereit, Chris jegliche Fragen zu beantworten und erklärt ihm, was nun auf ihn zukommt.

Hudson offenbart Chris die Wahrheit

Hudson offenbart Chris die Wahrheit

Nachdem die Übertragung beendet ist, soll die Operation beginnen. Hudson wird zu diesem Zweck betäubt, bevor Dean ihm in einem Operationssaal im Keller, der mit Kerzenschein beleuchtet ist, die Schädeldecke aufsägt. Als das Hirn Hudsons freigelegt ist, soll der betäubte Chris herbeigebracht werden, damit der Prozess voranschreiten kann. Allerdings konnte Chris sich befreien, Jeremy niederschlagen und als Dean auf der Suche nach seinem Sohn in den Flur tritt, wird auch dieser tödlich von Chris verwundet. Sterbend taumelt Dean in den Saal zurück und stößt dabei die Kerzen um. Diese stürzen auf das Bett, in dem der betäubte Hudson liegt und der aufgrund seiner Narkose keinerlei Möglichkeit zur Flucht hat, als die Flammen sich ausbreiten und ihn mitsamt des gesamten Saals verzehren.

Galerie[]