FANDOM


“Sie kennen das komplette Werk noch nicht. Wenn es vollendet ist, dann... wenn es vollbracht ist... dann wird es... es zu begreifen sind die Menschen überhaupt nicht imstande, aber sie werden es nicht leugnen können”

— John Doe

“Unschuldige? Soll das vielleicht n Witz sein? [...] Nur in einer Scheißwelt wie dieser können Sie so tun als sein sie unschuldig ohne dabei auch nur eine Miene zu verziehen. Aber genau darum geht's. Überall, an jeder Straßenecke sehen wir Todsünden. In jeder Wohnung, und wir nehmen es hin! Wir tolerieren es weil es schon zur Gewohnheit geworden ist. Es ist trivial, wir tolerieren es morgens, mittags und nachts! Nun... ab jetzt nicht mehr... Ich hab hierfür ein Beispiel gesetzt und über meine Taten wird man rätseln, sie studieren und ihnen nacheifern... in Ewigkeit!”

— Doe

John Doe ist der Hauptantagonist aus dem 1995 erschienenen Thrillerfilm Sieben (org. Se7en).

Er ist ein psychopathischer Serienmörder, der jene attackiert von denen er findet, dass sie einer der sieben Todsünden verfallen sind. Dabei spielt er gleichzeitig ein perfides Spiel mit den ermittelnden Polizisten William Somerset und David Mills, wobei er gerade Mills in seine düsteren Plan einspannt.

Er wurde von Kevin Spacey dargestellt.

Biographie

Erste drei Morde

John Doe beginnt Morde, die sich auf die sieben Todsünden beziehen. Dabei sucht er sich Opfer, die eine dieser Sünden verdeutlichen und tötet diese auf eine Art und Weise, die sich ebenfalls auf die Sünde bezieht. Am Tatort hinterlässt er außerdem jedes Mal einen Schriftzug der Sünde, die er anprangert.

Der erste Mord betrifft die Todsünde Maßlosigkeit. Um diese zu verdeutlichen hat John Doe einen extrem fettleibigen Mann zum Opfer erkoren. Diesen hat er an Händen und Füßen an einen Tisch gefesselt und ihn gezwungen, so viel zu essen dass sein Magen von innen reißt. Da dies jedoch nicht geschah, hat Doe nachgeholfen indem er auf den prall gefüllten Bauch des Mannes trat. Nachdem der Magen tatsächlich gerissen war, ließ Doe den Mann zum Sterben zurück. Hinter dem Kühlschrank des Mannes schrieb Doe außerdem den Namen der Todsünde aufgeschrieben. Der Mann wird später in einer Pfüze seiner eigenen Fäkalien aufgefunden und die Polizei wird informiert. Somerset und Mills übernehmen den Fall. Den Schriftzug hinter dem Kühlschrank übersehen sie allerdings.

Wenig später wird die zweite Leiche gefunden. Es handelt sich um einen ermordeten Anwalt, der in seinem Büro zu Tode gefoltert wurde. Er wurde von Doe gezwungen, Fleisch aus seinem eigenen Körper zu schneiden bis er am Blutverlust starb. Dieser Mord betrifft die Sünde Habgier, die auch mit dem Blut des Toten auf den Boden geschrieben wurde. Nachdem Somerset, der den Fall mittlerweile ohne Mills bearbeitet, dies herausfindet kehrt er erneut zum ersten Tatort zurück wo er nach kurzer Suche den Maßlosigkeits-Schriftzug findet. Er erkennt außerdem, dass der Mörder die Späne, die beim Verschieben des Kühlschranks aus dem Laminat gekratzt wurden, an das Mordopfer verfüttert hat. Somerset beginnt zu erkennen, dass sich der Mörder an den Todsünden orientiert.

Auch der dritte Mord lässt nicht länger auf sich warten, und er prangert Trägheit an. Der Mann ist ein Drogenhändler, auf dessen Spur die Polizisten gebracht werden weil sie dessen Fingerabdrücke bei dem Habgier-Opfer finden. Der völig ausgemergelte und vertrocknete Mann ist an ein Bett gefesselt und sogar noch am Leben, liegt aber nach einem gesamten Jahr von Bewegungsunfähigkeit im Sterben. Doe tat sogar sein Bestes um den Mann möglichst lange am Leben zu erhalten damit dieser erst nach genau einem Jahr stirbt.

Konfrontation

Indem sie in Bibliotheken nachforschen, wer Bücher zum Thema der Todsünden ausgeliehen hat, geraten die Detektive an den Namen John Doe. Sie suchen dessen Wohnort auf, Doe ist jedoch nicht zuhause. Er kehrt allerdings nach Hause zurück, während die Detektive noch vor seiner Haustür stehen. Doe erkennt dass die beiden von der Polizei sind und eröffnet sofort das Feuer und flüchtet das Treppenhaus hinab. Mills verfolgt ihn während Somerset zurückfällt. Während der Verfolgung gelingt es Doe, auf das Dach zu entkommen und in eine weitere Wohnung des Reihenhauses einzusteigen. Mills verfolgt ihn weiterhin, es gelingt Doe aber über eine Feuerleiter auf die Straßen zu gelangen. Er wird zwar von einem Auto angefahren, entkommt aber erfolgreich in eine Gasse, in der er sich an Mills heranschleichen und ihn niederschlagen kann. Er hält Mills seine Waffe an den Kopf, flüchtet dann aber ohne abzudrücken.

In Does Wohnung finden die Polizisten sowohl christliche Symbolik und Motive, als auch belastende Beweise. Zu den Beweisen gegören auch selbst entwickelte Fotos, die den Mord an sämtlichen bisherigen Opfern zeigen. Die Fotos zeigen auch Somerset und Mills, die die Situation erkennen - das Foto wurde von einem aufdringlichen Reporter gemach, welcher daher John Doe sein muss. Bei der Durchsuchung der Wohnung finden sie jedoch merkwürdigerweise keinen einzigen Fingerabdruck. Während der Durchsuchung klingelt plötzlich ein Telefon. Mills geht ans Telefon und es stellt sich heraus, dass John Doe selbst der Anrufer ist. Doe sagt dass er es bemerkenswert findet, dass sie seinen Wohnort gefunden haben und dass er nicht damit gerechnet hat. Joe erwähnt dass er daher seine Pläne leicht ändern muss. Er sagt dass er noch weitere Pläne hat, aber nichts verraten will um die Überraschung nicht zu ruinieren.

Zwei weitere Morde

Wie versprochen liefert Doe weitere Tote. Eine Leiche wird in einem Nachtclub aufgefunden und es handelt sich um eine Prostituierte, die an ein Bett gefesselt wurde. Einen weiteren Zivilisten zwang er, die Frau mit einer brutalen Vorrichtung zu Tode zu vergewaltigen. Dieser Mord prangert die Sünde Wollust an.

Wenig später ruft John Doe selbst bei der Polizei an und verrät, dass er schon wieder gemordet hat. Er nennt den Polizisten seinen Standort und dort finden die Polizisten ein ermordetes Fotomodell mit entstelltem Gesicht. hatte sie vor die Wahl gestellt, entstellt weiterzuleben oder sich mit Tabletten das Leben zu nehmen. Neben dem Bett steht der Schriftzug Hochmut. Als Somerset und Mills zur Dienststelle zurückkehren taucht dort plötzlich John Doe völlig blutverschmiert auf, schreit um die Aufmerksamkeit der Polizisten zu erregen und sagt dann völlig ruhig, dass er glaubt dass sie nach ihm suchen. Geschockt und wütend zückt Mills seine Waffe und verhaftet Doe sofort, welcher keinen Widerstand leistet. Sobald Doe in Haft sitzt, erkennen die Polizisten dass Doe sich selbst die Haut der Fingerspitzen abschneidet um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. Sie können allerdings nichts finden, was auf Does Identität hinweist.

Doe möchte mit seinem Anwalt sprechen und lässt den Polizisten durch diesen ausrichten, dass es noch zwei weitere Leichen gibt, die aber versteckt sind. Doe ist bereit Mills und Somerset zu diesen Leichen zu führen, wird aber nur die beiden führen und nur, wenn es um genau sechs Uhr am selben Tag geschieht. Er fügt hinzu dass die Leichen niemals gefunden werden werden, falls die Polizisten nicht zustimmen. Doe plant außerdem, sich als wahnsinnig darzustellen um der Todesstrafe zu entgehen. Sollten die Polizisten allerdings zustimmen, wird er ein umfassendes Geständnis ablegen und unterzeichnen.

Finale Morde

Mills und Somerset stimmen zu. Sie werden verwanzt und in einen Wagen mit John Doe gesetzt. Außerdem verfolgt ein Helikopter den Wagen aus der Luft. Während der Fahrt gibt Doe Somerset, welcher den Wagen fährt, Richtungsanweisungen. Somerset versucht außerdem herauszufinden wer er ist. Doe erwiedert jedoch, dass es nicht wichtig ist wer er ist.

Doe verrät allerdings, dass es heutzutage drastische Maßnahmen braucht damit die Leute einem zuhören. Die Morde sollen daher auch als Anprangerung und Warnung, als Botschaft für die Menschheit dienen. Er verrät dass er selbst niemand besonderes ist. Sein Werk ist es allerdings und noch können die Menschen es nicht in seiner Vollkommenheit sehen. Mills bezweifelt dies höhnisch und verspottet Doe während der gesamten Fahrt, aber Doe ist voller Vorfreude und behauptet dass er sich wirklich auf Mills und Somersets Reaktionen freuen wird. Währenddessen spricht Doe weiterhin von den Todsünden, die an allen Ecken der Gesellschaft lauern, und dass diese einfach hingenommen werden. Wenn sein Werk vollendet ist, wird dies jedoch nicht mehr der Fall sein. Er erwähnt auch dass Mills ihm dankbar sein sollte, da er - genau wie Doe - berühmt sein wird. Er fügt an dass Doe alleine in diesem Wagen sitzt, weil er es so wollte, und dass Mills nur am Leben ist weil Doe ihn verschont hat. Durch seine kalkuliertenProvokationen gelingt es Doe leicht, Mills aufzuregen - ganz zur Sorge von Somerset.

Am Ende kommen sie auf einem leeren Feld weit außerhalb der Stadt an. Dort lässt Doe Somerset den Wagen anhalten. Zuerst passiert eine Weile lang gar nichts, dann taucht plötzlich ein Wagen auf. Während Somerset in den Wagen springt um den Van abzufangen, bleibt Mills und bewacht Doe. Als Somerset davonfährt behauptet Doe, dass es gut ist dass er und Mills nun etwas Zeit zu reden haben. Währenddessen kann Somerset den Wagen abfangen, es stellt sich aber als ein Paketlieferdienst heraus. Der Mann behauptet dass er bezahlt wurde, ein Paket für Detective Mills zur genauen Uhrzeit abzuliefern. Die Story stimmt und Somerset schickt den Fahrer ohne das Paket fort. Während Somerset das Paket öffnet, spricht Doe hinten beim Wagen mit Mills. Er verrät, dass er diesen bewundert, da er ein gutes Leben hat auf dass er stolz sein kann. Somerset hat mittlerweile das Paket geöffnet, welches zu seinem Schock den abgetrennten Kopf von Mills schwangerer Ehefrau enthält.

Somerset erkennt, dass John Doe aufgrund Mills impulsiven Temperaments sämtliche Karten in der Hand hat. Somerset sprintet zurück zu Mills und Doe und ruft, dass Mills seine Waffe weglegen soll. Doe spricht monoton weiter und verrät, dass er am selben Morgen bei Mills zuhause aufgekreuzt ist und versucht hat, ein Stück von Mills Leben zu genießen. Da das nicht funktioniert hat, hat er den Kopf der Frau als Souvenir mitgenommen. Da Doe Mills normales Leben beneidet, stellt er selbst die Inkarnation der Todsünde Neid dar. Er plant, dass Mills ihn aus Rache tötet und damit - die Todsünde Zorn verkörpernd, Does Werk vollendet. Somerset bettelt den panischen und wütenden Mills an, sich zu beruhigen und Doe nicht aus Rache zu töten, da dies genau ist was er will. Doe provoziert jedoch ruhig weiter und als er erwähnt dass Mills Ehefrau schwanger war - was Mills selbst noch nicht wusste - kann Mills sich nicht mehr halten und schießt Doe ins Gesicht. Außer sich vor Zorn schießt er noch mehrmals auf Does Leiche ein und erfüllt somit, wie von Doe vorhergesehen, Does Werk.

Galerie

Trivia

  • John Doe ist der Begriff, der in der englischen Kriminalistik einem männlichen Toten gegeben wird, dessen Leiche man nicht identifizieren kann.
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.