Schurken Wiki

“Wenn man einem Jungen seine Freiheit lässt, macht er sich bald selber zum Esel.”

— Der Kutscher über den Fluch der Vergnügungsinsel (Pinocchio, 1973 Synchro)

“Ihr Jungen habt euren Spaß gehabt, nun bezahlt ihr dafür!”

— Der Kutscher zu den in Eseln verwandelten Jungen, die er als Sklaven verkauft. (Pinocchio, 1973 Synchro)

Der Kutscher ist ein antagonistischer Charakter aus dem Disney-Zeichentrickfilm Pinocchio aus dem Jahr 1940, sowie aus dessen Neuverfilmung aus dem Jahr 2022. Er basiert auf dem Kutscher aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Carlo Collodi.

Er macht es sich zur Aufgabe viele "dumme kleine Jungen" zu finden (auch mit Hilfe des Ehrenwerten John und Gideon), die er dann zur Vergnügungsinsel bringt, um sie dort in Esel verwandeln zu lassen und sie später auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Im Original wurde der Kutscher von Charles Judels (*1882, †1969) gesprochen, der im gleichen Film auch Stromboli sprach. In der deutschen Fassung von 1951 wurde er von Konrad Wagner (*1902, †1974) synchronisiert, in der Fassung von 1973 wurde er von Franz Nicklisch (*1906, †1975) synchronisiert, der in der ersten Synchronisation von Asterix & Kleopatra (1970) Enternix und Joe Dalton in Lucky Luke - Daisy Town (1971) sprach.

Im Fernsehfilm Geppetto verkörperte ihn Usher, in der Realverfilmung von 2022 wurde er von Luke Evans dargestellt und von Jaron Löwenberg (*1969) synchronisiert, der auch Gaston in der Realverfilmung von Die Schöne und das Biest (2017) sprach. Den Gesangspart übernahm Stefan Thomas.

Biografie[]

Vorgeschichte[]

Der genaue Werdegang und der wahre Name des Kutschers sind nicht bekannt. Auf einer Insel betreibt er einen Freizeitpark, welcher als die Vergnügungsinsel bekannt ist. Unter seinem Befehl hat er eine Schar affenartiger Geschöpfe, es ist nicht bekannt, ob sie vom Kutscher geschaffen wurden oder wie sie zu ihm gelangten. Das unmenschliche Geschäft scheint enorm profitabel zu sein, da er es sich leisten kann den Park regelmäßig demolieren zu lassen, ihn wieder aufbauen zu lassen und für die nächste Fuhre Opfer wieder vorzeigbar zu machen. Es muss stark angezweifelt werden, ob der Kutscher überhaupt menschlicher Natur ist. Er kann sein unscheinbares Gesicht innerhalb eines Augenblicks in eine erschreckende Fratze verwandeln, welches seine Gegenüber zu Tode erschreckt.

Rolle im Film[]

Der Kutscher schüchtert John und Gideon ein und beauftragt sie, ihm dumme, kleine Jungen zu bringen.

Der Kutscher schüchtert John und Gideon ein und beauftragt sie, ihm dumme, kleine Jungen zu bringen.

Der Kutscher trifft sich eines Abends mit dem Ehrenwerten John und Gideon in der Bar des "Red Lobster Inn", wo die Beiden ihren erfolgreichen Verkauf der lebendigen Holzpuppe Pinocchio an den gierigen Puppenspieler Stromboli feiern. Er pafft an seiner Pfeife und lauscht schweigend, wie der Fuchs die naive Holzpuppe täuschen konnte und als Beweis für seinen Geschäftssinn einen sehr kleinen Sack mit Goldmünzen hervorholt. Der Kutscher zeigt sich alles andere als beeindruckt von Strombolis kärglicher Zahlung für ein angeblich so wertvolles Unikat. Er fragt das betrügerische Duo, wie es ihnen gefallen würde richtig was zu verdienen, woraufhin er aus seinem Mantel einen beträchtlich größeren Sack hervorzieht, prallgefüllt mit Goldmünzen. John ist begeistert von dem angebotenen Preis und fragt sogleich, wen sie dafür erledigen sollen, doch sein Gegenüber versichert ihm, dass es sich nicht um einen solchen Auftrag handelt, stattdessen sollen sie ihm "dumme kleine Jungen" bringen, damit er sie auf die Vergnügungsinsel zu bringen. Bei dem Namen erschreckt John enorm und ist besorgt, dass diese Abmachung sie in Konflikt mit der Polizei bringt, doch der Kutscher tut das als vollkommen risikofrei ab, da die Jungen nie wieder als solche zurückkehren werden. Bei diesen Worten verwandelt sich sein harmloses altes Männergesicht in Sekundenschnelle in eine dämonische Fratze, die die beiden Betrüger zu Tode erschreckt, während der Kutscher in grauenvolles Gelächter ausbricht. Er packt John und Gideon am Kragen und zieht sie nah zu sich heran, woraufhin er ihnen erklärt, wo und wann sie sich genau treffen und sie eindringlich davor warnt, ihn zu hintergehen. Der ehrenwerte John, angemessen eingeschüchtert, versichert, dass sie das nicht vorhaben.

Der Kutscher bringt Pinocchio, Lampwick und viele weitere Jungen zur Vergnügungsinsel.

Der Kutscher bringt Pinocchio, Lampwick und viele weitere Jungen zur Vergnügungsinsel.

Pinocchio (der gerade erst Stromboli entkommen ist) gerät auf dem Heimweg wieder an das betrügerische Duo, welches ihm weiß machen kann, dass er nach dem Martyrium beim Puppenspieler eine Erholung auf der Vergnügungsinsel nötig habe. Um seinen Schützling besorgt, schleicht sich die als Pinocchios Gewissen agierende Grille Jiminy auf die Kutsche, um zu verhindern, das er erneut in Schwierigkeiten gerät. Pinocchio sitzt mit einem Jungen namens Lampwick beim Kutscher auf dem Kutschbock, wo er seine Esel mit Peitschenhieben zur Eile antreibt. Er lauscht amüsiert, wie Lampwick Pinocchio die Vorzüge der Vergnügungsinsel anpreist, wo man tun und lassen kann, was man will und es keinerlei Konsequenzen für sein Handeln zu fürchten gibt. Bei diesen Worten kann der Kutscher sich ein heimtückisches, wissendes Grinsen nicht verkneifen. Die Fahrt endet an einem Bootssteg, von wo aus eine Fähre die Kinder auf die Vergnügungsinsel schafft.

Der Kutscher lockt die arglosen Jungen in die Falle.

Der Kutscher lockt die arglosen Jungen in die Falle.

Dort angekommen heißt der Kutscher seine neuesten Opfer willkommen, welche sich sofort ins Vergnügen stürzen; sie suchen ein Zelt auf, wo man sich gegenseitig verprügeln kann, eine Straße, in der man ungestraft Tabak rauchen kann oder ein edles Haus, in dem sämtliche Wertgegenstände zur Zerstörung frei gegeben sind. Der Kutscher beobachtet das bunte Treiben mit hämischen Vergnügen und befiehlt nach geraumer Zeit seinen Lakaien, unterstütz von einem Peitschenhieb, die Tore zu schließen und die Kisten vorzubereiten, bevor er darüber lacht, dass Jungen, welchen man ihre Freiheit lässt, sich selbst zum Esel machen.

Die Vergnügungsinsel liegt brach und verlassen da.

Die Vergnügungsinsel liegt brach und verlassen da.

Geraume Zeit später ist die Vergnügungsinsel restlos zerstört und verwaist, alle Jungen sind verschwunden. Lediglich Lampwick und Pinocchio vertreiben sich bei Bier und Zigarre ihre Zeit bei einem Billardspiel, ohne dass Ersterer sich groß darum schert, wo alle andere Kinder hin sind. Jiminy kann Pinocchio dort ausfindig machen und schimpft die Puppe aus, dass er sich solchen Lastern hingibt. Lampwick verspottet ihn für seine mickrige Statur und sein errisches Auftreten und die Grille verschwindet zornig als Pinocchio seinen neuen Freund verteidigt, diesen dabei warnend, dass er sich nur selber zum Esel mache. Jiminy überlässt Pinocchio seinem Schicksal und verlangt am Tor rausgelassen zu werden als das Gebrüll vieler Esel seine Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Der Kutscher verkauft die in Esel verwadelten Jungen in die Sklaverei.

Der Kutscher verkauft die in Esel verwadelten Jungen in die Sklaverei.

Ein genauerer Blick enthüllt, wie der Kutsche einen Haufen Esel in Kisten sperren und auf die Fähre schaffen lässt, wobei er nicht scheut von seiner Peitsche Gebrauch zu machen. Jiminy fragt sich kurz, woher die ganzen bekleideten Tiere stammen. Der Kutscher lässt sich ein Maultier nach dem anderen vorführen und fragt jedes nach seinem Namen. Wenn nur ein I-ahh als Antwort kommt, entledigt er des Tieres seiner Kleidung und schmeißt sie in eine Kiste, bereit für den Verkauf an einen Zirkus oder in die Salzminen. Ein Esel kann aber noch sagen, dass sein Name Alexander sei und zu seiner Mama nach Hause zu kommen wünscht, weswegen der Kutscher diesen Jungen zurück in den Pferch beordert, zu den anderen Eseln, die noch in der Lage sind zu sprechen. Da er nicht riskieren kann, dass ein sprechender Esel seine kriminellen Machenschaften weitererzählen kann, lässt er diese Exemplare noch weiter auf seiner Insel, bis sie ebenfalls nicht mehr sprechen können. Die Tiere wehklagen ob des Schicksals, welches sie über sich gebracht haben, doch der Kutscher bringt sie mit einem Peitschenhieb zum Schweigen und ragt bedrohlich über ihnen auf. Sie haben ihren Spaß gehabt und nun wird es Zeit, dass sie dafür bezahlen. Bei diesen Worten wird Jiminy schlagartig klar, wo die ganzen Esel herkommen und er zurück, um Pinocchio zu warnen.

Lampwick verwandelt sich vor den Augen Pinocchios in einen Esel.

Lampwick verwandelt sich vor den Augen Pinocchios in einen Esel.

Bei Lampwick und Pinocchio hat sich derweil noch nichts verändert, doch bei einem weiteren Schluck Bier amüsiert sich Ersterer noch über Jiminys Warnung, er würde sich zum Esel machen als ihm plötzlich auch schon die entsprechenden Ohren wachsen. Lampwick bekommt das nicht mit, aber der erschrockene Pinocchio verdächtigt sofort, dass das Bier etwas damit zu tun hat und stellt seinen Krug angeekelt zur Seite. Als Lampwick zu einem weiteren Stoß ansetzt, wächst ihm anschließend ein Eselsschwanz, wiraufhin die Marionette auch genug vom Rauchen hat. Lampwick fragt sarkastisch, ob er denn aussehe wie ein Esel, gerade als sein Gesicht sich in das eines Maultiers verwandelt hat. Pinocchio lacht lauthals, dass er genau so aussehe, doch sein Gelächter verwandelt sich plötzlich in das Brüllen eines Esel, woraufhin er erschreckt verstummt. Lampwick lacht nun seinerseits ihn aus, doch auch ihm entfährt ein lautes I-Ahh, sehr zu seinem Schrecken. Daraufhin realisiert er entsetzt, dass er Eselsohren, das passende Gesicht und einen Schweif besitzt. Als er in einem Spiegel das Ausmaß seiner VErwandlung mit eigenen Augen sieht, gerät er völlig in Panik und ruft verzweifelt nach seiner Mama, bevor er vor Pinocchio auf die Knie fällt und ihn anfleht die Grille zu holen, auf das sie ihm helfen möge. Vor dem verängstigten Pinocchio verwandeln sich schlussendlich auch seine Hände in Hufe und im nächsten Augenblick kann Lampwick weder sprechen, noch auf zwei Beinen stehen. Offenbar weiß er aber noch, was mit ihm geschieht, denn als Esel springt er in heilloser Panik hin und her und wirft alles um, was ihm ihn die Quere kommt, wobei er sie auch seiner Kleidung entledigt.

Pinocchio entkommt nur knapp der Vergnügungsinsel, ohne das der Kutscher etwas mitbekommt.

Pinocchio entkommt nur knapp der Vergnügungsinsel, ohne das der Kutscher etwas mitbekommt.

Als er fort ist, wachsen auch dem verängstigten Pinocchio plötzlich Eselsohren und ein Schwanz. So findet ihn Jiminy schließlich, woraufhin sie die Flucht mit einem Sprung ins Meer ergreifen, bevor die Verwandlung vollständig einsetzt. Stark erschöpft kommen sie am Festland an. Weder der Kutscher noch seine Schergen bemerken den geringen Verlust und man kann davo ausgehen, dass er den enormen Profit, den er mit den Haufen neuen Eseln in dieser Nacht gemacht hat, kaum schmälert. Irgendwann wird er wohl auch Lampwick eingefangen und in die Sklaverei verkauft haben. Mit dem verdienten Geld kann er seinen Vergnügungspark wieder aufbauen und den Teufelskreis von vorne beginnen. Danach taucht der Kutscher für den Rest des Films nicht mehr auf, obwohl angenommen werden kann, dass er seinem Geschäft weiterhin ohne Einmischung nachgeht, da Pinocchio scheinbar nicht einmal seinem Vater erzählt wie er zu den Eselsmerkmalen kam. Nach dem er sein Leben opfert, um diesen vor dem Wal Monstro zu retten, erweckt die Blaue Fee, welche ihn einst in eine lebendige Puppe verwandelt hatte, wieder zum Leben und verwandelt ihn zur Belohnung für seine selbstlose Tat in einen richtigen Jungen, wobei auch die Eselsohren und der Schwanz verschwinden.

Andere Auftritte[]

Geppetto (2000)[]

Der Kutscher erscheint in diesem Live-Action-TV-Film. In dieser Version heißt er jedoch Der Zirkusdirektor und ist viel jünger, schlanker und etwas weniger bedrohlich, aber dennoch gefährlich. Er und seine Handlanger bezaubern und ermutigen die Jungen, sich wie "Esel" zu benehmen, indem sie seine Lieder und seine Showkunst einsetzen, um sie zu hypnotisieren und auf die Achterbahn zu locken, was als der Faktor angegeben wird, der Jungen in Esel verwandelt. Er wurde von Usher verkörpert.

Mickys Clubhaus (2001-2004)[]

Der Kutscher erscheint in der Folge "Eine schrecklich nette Schildkröte" (3.17) und sitzt mit dem Ehrenwerten John und Gideon zusammen.

Pinocchio (2022)[]

Der Kutscher ist im Live-Action-Remake des Originalfilms zu sehen. Hier wurde er von Luke Evans verkörpert.

Als Pinocchio nach seiner Flucht vor Stromboli nach Hause zu Gepetto wollte, wurde er vom Kutscher ergriffen und dieser fuhr mit vielen Kindern zur Vergnügungsinsel. Pinocchio hatte Skepsis, die der Kutscher aber mit einer Tanz- und Gesangseinlage verstreuen konnte. Außerdem versprach er Pinocchio, dass dieser keine Puppe mehr sein würde. Auf der Vergnügungsinsel trat der Kutscher als Animateur auf, um die Kinder bei Laune zu halten.

Als sich die Kinder wie von ihm geplant in Esel verwandelten, machte er sich bereit sie zu verkaufen. Jedoch konnte Pinocchio, dem lediglich nur Ohren und Schwanz eines Esels gewachsen waren, mit Hilfe von Grille Jiminy (und sogar zum Teil vom in einem Esel verwandelten Lampwick) von der Insel flüchten. Der Kutscher bedauerte Pinocchios Flucht, da er sich sicher war, dass ein lebendiger, hölzerner Esel ihm mehr Gewinn eingebracht hätte.

Persönlichkeit[]

“Nein, nein, kein Risiko. Die kommen nie zurück ... als ... JUNGS!

— Der Kutscher zeigt John und Gideon seine wahre Natur. (Pinocchio, 1940)

Das freundliche Gesicht des alten Kutschers, ...

Das freundliche Gesicht des alten Kutschers, ...

... verwandelt sich in einem Wimpernschlag ...

... verwandelt sich in einem Wimpernschlag ...

... in eine dämonische Fratze, welche andere zutiefst erschreckt.

... in eine dämonische Fratze, welche andere zutiefst erschreckt.

Der Kutscher zählt zu den finstersten und diabolischsten Schurken im Disney-Pantheon, gänzliche ohne positive Eigenschaften. Er ist ein mysteriöses, sadistisches und grausames Wesen, welches Kinder durch das Versprechen eines sündigen Lebens ohne jegliche Regeln und Beschränkungen auf der Vergnügungsinsel dazu verführt, sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst "zum Esel zu machen". Die Jungen realisieren nach einer Nacht grenzenlosen Spaß viel zu spät, dass sie sich in Esel verwandeln und nach einiger Zeit auch die Fähigkeit zu sprechen verlieren. Ist die Transformation komplett, werden sie versklavt und an Salzmienen oder den Zirkus verkauft und zu einem frühen Ende verdammt. Einige Exemplare bleiben auch im Besitz des Kutschers und werden gezwungen seine Kutsche durch die Gegend zu ziehen, auf dem die nächsten Opfer in ihr Verderben gelockt werden. Das Geschäftsmodel der Vergnügungsinsel scheint über eine ungenaue Zeitspanne äußerst lukrativ zu sein; sie ermöglicht dem Kutscher enorme finanzielle Möglichkeiten, um seinen Menschenhandel am Laufen zu halten. Am unheimlichsten bleibt die Tatsache, dass er mit seinen Machenschaften ungestraft davon kommt und weiter Kinder in die Verdammnis locken kann. Einzig Pinocchio kann ihm entkommen, ein Verlust, der für den Kutscher so gering ist, dass er ihn nicht einmal bemerkt.

Zugleich ist er eine der mysteriösesten Disney-Figuren in dieser Welt, in der ein anthropomorpher Fuchs und Kater mit Menschen zusammen leben. Sein richtiger Name ist genauso wenig bekannt, wie die echte Natur seines Wesens. Der Kutscher unterscheidet sich von den anderen Menschen, da er nur drei Finger an jeder Hand und eine dicke Knollennase besitzt. Zusätzlich zu seiner Fähigkeit die Kinder auf seiner Insel in Esel zu verwandeln, kann er sein Gegenüber in Angst und Schrecken versetzen, in dem er sein normal wirkendes Gesicht binnen Sekunden in eine dämonische Teufelsfratze verwandeln kann. Außerdem hat er die Befehlsgewalt über eine Schar Handlanger, die monströse pelzige Ungetüme sind. Das alles lässt darauf schließen, dass er ein übernatürliches Wesen ist, vielleicht ein Dämon oder gar der Teufel persönlich.

Der Kutscher in sadistischer Vorfreude, dass sein Fluch sich erfüllt.

Der Kutscher in sadistischer Vorfreude, dass sein Fluch sich erfüllt.

Er zeichnet sich durch ungeheuren Sadismus aus, der mit freudiger Erwartung beobachtet, wie die Kinder in ihr Verderben rennen. Sobald sie sich verwandelt haben, rückt der Kutscher ihnen mit der Peitsche zu Leibe, wobei er von dieser auch bei seinen eigenen Untergebenen regelmäßig Gebrauch macht.

Der Kutscher achtet umsichtig darauf, dass er nicht belauscht wird.

Der Kutscher achtet umsichtig darauf, dass er nicht belauscht wird.

Der Kutscher ist das Gegenstück zur Blauen Fee, die es sich zur Aufgabe gemacht, einzelne Kinder wie Pinocchio auf den rechten Weg zu führen, damit sie ihre Menschlichkeit erlangen. Der Dämon hingegen ermutigt die Kinder ihren niedrigsten Impulsen zu folgen, wodurch sie ihre Menschlichkeit schnell verlieren und ein grauenvolles Leben in Sklaverei fristen müssen. Er rechtfertigt dieses Leid als Bezahlung für das Vergnügen, welches sich die arglosen Jungen zuvor geleistet hatten, wenngleich er selbst sie erst dazu veranlasst hatte.

Trotz seiner Macht ist er vorsichtig darauf bedacht, keine Gesetzeshüter auf seine Machenschaften aufmerksam zu machen und am Ende ist er schlau genug ungestraft davon zu kommen.

Handlanger[]

Gorillaartige Geschöpfe unterstützen das Geschäft auf der Vergnügungsinsel.

Gorillaartige Geschöpfe unterstützen das Geschäft auf der Vergnügungsinsel.

Der Kutscher beschäftigt auf seiner Insel eine Gruppe mysteriöser gorillaartiger Kreaturen, die er mit einer Peitsche unter Kontrolle hat und welche ihm dabei helfen, die dummen Jungen innerhalb der Nacht in Kisten zu verladen, sobald sie sich in Esel verwandelt haben. Sie sprechen kein Wort , sondern führen die Befehle des Dämonen mit ruchloser Effizienz aus. Gleichzeitig scheinen sie aber trotz der Benutzung der Peitsche keine Angst vor ihrem Meister zu haben. Die Esel werden dann in den Zirkus oder in die Salzminen verkauft oder aber in die Dienste des Kutschers persönlich gestellt, da sein namensgebendes Transportmittel ebenfalls von Eseln gezogen wird.

Die Kreaturen scheinen ungeheuer stark und ausdauernd zu sein. Sie besitzen ein rabenschwarzes Fell, geben aber keinerlei Geräusche von sich. Wo sie herkommen ist nicht bekannt, ob sie vielleicht ebenfalls Opfer eines anderen Fluches des Kutschers sind, der sie nicht in Esel verwandelt, sondern in diese Primaten, welche eine gewisse rudimentäre Form der Intelligenz besitzen.

Abgesehen von diesen Geschöpfen scheint der Kutscher auch menschliche Gehilfen zu haben. Mehrere Marktschreier, die zwar nur zu hören sind, preisen den Jungen die verschiedene Vorzüge der Vergnügungsinsel an.

Einer der Marktschreier der Vergnügungsinsel wird im Original von Jack Mercer und in der deutschen Version von 1973 von Claus Jurichs (*1935, †2005) gesprochen.

Disney Parks[]

Der Kutscher erscheint in der Themenfahrt Pinocchios Daring Journey, die sich im Disneyland, Tokyo Disneyland und Disneyland Paris befindet, in den Szenen auf der Vergnügungsinsel. Irgendwann versucht er, die Fahrgäste in einer riesigen Kiste einzusperren, um sie an der Flucht zu hindern.

Er war auch einst ein Meet-and-Greet-Charakter, ist aber nicht mehr aktiv. Er trat 1971 in der Fantasy On Parade im Disneyland auf und leitete die Kutsche, die „dumme kleine Jungen“ beförderte, die zur Vergnügungsinsel fuhren. Der Wagen war Teil der Pinocchio-Einheit der Parade. Spätere Versionen der Parade ersetzten den Kutscher durch Stromboli.

Galerie[]

Pinocchio (1940):

Sonstige:

Trivia[]