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“Wissen Sie, ich habe diese ausgeklügelten Foltermethoden nie verstanden; es ist das Einfachste auf der Welt, einem Mann mehr Schmerzen zu bereiten als er überhaupt erträgt! Und natürlich ist es nicht nur die unmittelbare Qual sondern die Gewissheit, dass - wenn Sie nicht früh genug aufgeben - nur wenig übrig bleiben wird um Sie als Mann zu identifizieren. Es bleibt nur eine Frage... werden Sie rechtzeitig aufgeben?”

— Le Chiffre foltert Bond


Le Chiffre ist der Hauptantagonist im 2006 erschienenen Actionfilm James Bond 007: Casino Royale von Martin Campbell, basierend auf dem gleichnamigen Charakter in Casino Royale, dem ersten veröffentlichten Bond-Roman von Ian Fleming aus dem Jahr 1953.

Er ist der Privat-Bankier diverser Terroristengruppen und nutzt heimlich die Vermögen seiner Klienten, um an der Börse zu spekulieren und durch gezielte terroristische Anschläge den Wert seiner Aktien zu seinem Vorteil zu manipulieren. Nachdem ein solcher Anschlag durch das Eingreifen des MI6-Agenten James Bond scheitert, muss Le Chiffre das Geld schnellstmöglich zurückbeschaffen, ehe seine Klienten dahinterkommen, dass er sie bestohlen hat.

Zu diesem Zweck organisiert Le Chiffre ein Pokerturnier im Casino Royale, in welches allerdings James Bond eingeschleust wird. Schließlich wird Le Chiffre von der Organisation Quantum getötet, da er sich als nicht vertrauenswürdig erwiesen hat.

Le Chiffre wurde vom dänischen Charakterdarsteller Mads Mikkelsen (*1965) verkörpert, der auch den kannibalischen Hannibal Lecter in der 2013 bis 2015 produzierten Serie Hannibal und Kaecilius in Doctor Strange von 2016 spielte.

In der deutschen Übersetzung wurde er von Axel Malzacher (*1962) synchronisiert.

Biographie

Vergangenheit

Le Chiffre wurde in Albanien geboren. Als Erwachsener nutzte er sein Talent mit Zahlen um der Bänker und Geldwäscher von diversen terroristischen Organisationen und Personen.

Verkalkuliert

Durch die Organisation Quantum erhält Le Chiffre Kontakt zu Steven Obanno, einem Anführer der Lords Resistance Army, der Le Chiffres Dienste in Anspruch nehmen will. Der Quantum-Agent Mr. White organisiert ein Treffen zwischen Le Chiffre und Obanno in Mbale, Uganda.

Nachdem Le Chiffre zu dem Treffen gestoßen ist, versichert er Obanno dass er im Verlauf der letzen Jahre verlässliche Dienste für diverse Freiheitskämpfer geleistet hat, und dass Obano ihm daher sein Geld ruhigen Gewissens anvertrauen kann. Obanno fragt Le Chiffre ob dieser an Gott glaubt, aber Le Chiffre verneint dies und erwidert dass er an angemessene Zinsen glaubt. Nachdem Le Chiffre Obanno versichert hat, dass Obanno von der ganzen Welt aus Zugriff auf sein Geld haben wird, wird das Geschäft abgeschlossen. Noch während das Geld in Le Chiffres Konvoi verladen wird, kontaktiert Le Chiffre seinen Bänker und befiehlt ihm, von dem soeben erhaltenen Geld eine Millionen Skyfleet-Aktien zu kaufen.

Obwohl der Bänker ihm davon abrät, besteht Le Chiffre darauf, da er vorhat aus seinem Einsatz extremen Profit zu machen: Tatsächlich hat Le Chiffre sein Geld nämlich so investiert, dass er im Falle des Scheiterns der Firma durch Leerverkäufe extremen Gewinn machen würde und heuert darum dem Mittelsmann Dimitrios an, der ihn an einen Terroristen vermittlet. Diesen heuert Le Chiffre an, um den Prototypen von Skyfleets neuem Flugzeug bei der Veröffentlichung zu zerstören.

LeChiffreObannoDeal

Le Chiffre trifft sich mit Obanno

Während er auf den Tag der Veröffentlichung wartet, spielt Le Chiffre auf seiner Yacht in Montenegro Poker mit einem General. Während des Pokerspiels läuft Le Chiffre eine blutige Träne über die Wange, und als er den fragenden Blick des Generals sieht, erklärt er ihm die medizinische Grundlage dahinter. Als das Pokerspiel sich dem Ende zuwendet, kann Le Chiffre das Blatt des Generals präzise vorhersagen, woraufhin dieser frustriert die Karten streckt. Kurz darauf taucht Le Chiffres Handlanger Kratt auf und bittet Le Chiffre zur Seite. Außerhalb der Hörweite seiner Gäste wird Le Chiffre informiert, dass der Attentäter, der für die Zerstörung des Skyfleet-Prototypen angeheuert wurde, von einem britischen Geheimagenten in Madagaskar getötet wurde.

Um einen neuen Attentäter für den Job zu finden, reist Le Chiffre mit seiner Yacht auf die Bahamas, wo er sich mit Dimitrios trifft. Dimitrios stellt jedoch klar, dass er nicht für Mollakas Tod verantwortlich ist und lediglich den Kontakt vermittelt hat. Dimitrios verrät, dass er jemand anderen gefunden hat, der den Job übernehmen kann, und dass dieser nur den Auftrag und Bezahlung benötigt. Dieser Attentäter scheitert jedoch durch das Einschreiten von James Bond, und der Skyfleet-Prototyp vollendet seinen Jungfernflug ohne Probleme. Kurz darauf wird Le Chiffre von seinem Bänker angerufen, der ihm von den massiven Verlusten berichtet, die Le Chiffre erlitten hat. Frustriert nimmt Le Chiffre zur Kenntnis, dass er Obannos gesamtes Geld verspielt hat, und kommt zu dem Entschluss dass jemand geredet haben muss. Da Dimitrios und die Attentäter bereits tot sind, lässt Le Chiffre Dimitrios' Ehefrau Solange foltern und ermorden.

Casino Royale-Pokerturnier

Da Le Chiffre nun verzweifelt die 101,206,000 Dollar zurückgewinnen muss, die er Obanno schuldet, organisiert er ein Pokerturnier im Casino Royale in Montenegro. Dies soll ein spitzenklassiges Turnier mit extrem hohen Einsätzen werden, damit Le Chiffre genug Geld sammeln kann um Obanno zurückzuzahlen. Der MI6 nutzt die Gelegenheit aber, um James Bond als Pokerspieler in das Turnier einzuschleusen. Sie erhoffen sich, dass Bond das Turnier gewinnt und Le Chiffre somit aus Angst vor Obanno gezwungen ist, mit dem MI6 zu kooperieren und seine umfangreichen kriminellen Kontakte und Kunden zu offenbaren.

Turnierbeginn

Das Turnier beginnt

Als Bond am Vorabend des Turniers unter dem Namen "Mr. Beech" im Casino auftaucht, begrüßt Le Chiffre ihn, wobei er impliziert dass er sich Bonds Identität durchaus bewusst ist. Bond ist dies jedoch klar und ist daher nicht beunruhigt. Tatsächlich wird Le Chiffres "Wissen" ein Dämpfer verpasst, als er erkennt dass sich Bond unter seinem echten Namen im Turnier angemeldet hat. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, beginnt das Pokerspiel. Bond beobachtet dabei vor allem Le Chiffre, um dessen Persönlichkeitsmerkmale zu analysieren. Als sich Le Chiffre in einer engen Situation einen Finger an die Stirn legt, glaubt Bond herausgefunden zu haben, dass Le Chiffre dies unbewusst macht wenn er blufft. Dementsprechend reagiert Bond auch und geht mit, aber es stellt sich heraus dass dies von Anfang an von Le Chiffre so geplant war. Le Chiffre gewinnt somit den ersten Pot, was ihn sichtlich zufriedenstellt.

In einer kurzen Pause verrät Bond seinen Verbündeten Vesper und Mathis, dass die kleine Niederlage den Gewinn wert war, da er Le Chiffres wahres Bluff-Merkmal herausgefunden hat. Dabei handelt es sich um ein Zucken seines Auges. Nach vier Stunden Pokerspiel wird eine Pause einberufen, die Bond nutzt um Le Chiffres Asthma-Inhalator mit einer Wanze zu versetzen. Le Chiffre zieht sich in der Pause in sein Hotelzimmer zurück. um sich frischzumachen, wird dort aber plötzlich von Steven Obanno und einem Handlanger konfrontiert. Außer sich vor Zorn packt Obanno Le Chiffre am Hals und fragt, ob Le Chiffre wirklich geglaubt hat, so viel Geld verlieren zu können ohne dass es jemandem auffällt. Le Chiffre gibt aber schwach zurück, dass Obanno sein Geld noch am nächsten Tag erhalten wird. Daraufhin stößt Obanno Le Chiffre von sich und behauptet, dass er ihm für diesen Verrat die Hand abhacken würde, wenn Le Chiffre diese nicht am Spieltisch benötigen würde. Stattdessen wendet er sich Le Chiffres Freundin Valenka zu und zwingt sie, ihren Arm auszustrecken. Er holt dann mit seiner Klinge aus, aber kurz bevor er Valenkas Hand abtrennt, hält er inne. Süffisant rufft er Valenka zu, dass Le Chiffre nicht einmal protestiert hat und dass sie sich lieber einen neuen Freund suchen sollte.

Ausgetrickst

Le Chiffre hat Bond ausgetrickst

Danach verlassen Obanno und sein Handlanger das Zimmer und Le Chiffre begibt sich zurück zum Turnier. Dort erkennt er, dass Bond sein Hemd gewechselt hat und fragt höhnisch, ob ihr Spiel ihn überfordert. Bond, der sich umgezogen hat weil er zuvor Obanno im Kampf getötet hat - was Le Chiffre nicht weiß - erwidert dass allles in Ordnung ist, solange er kein Blut weint.

Schließlich beginnt der zweite Tag des Turniers. Erneut entwickelt sich das ganze primär zu einem Psychospielchen zwischen Le Chiffre und Bond, aber diesmal trickst Le Chiffre Bond aus. Bond, der ausgeht dass er mit dem Augenzucken Le Chiffres Bluff-Signal gefunden hat, geht mit. Tatsächlich ist aber auch dies eine Finte von Le Chiffre, der auch dieses Signal nur vorgegaukelt hat, und nachdem Le Chiffe Bond zum All-In gezwungen hat, nimmt er ihn völlig aus. Nachdem Bond seinen gesamten Einsatz verloren hat, muss er sich mit MILLIONEN wieder einkaufen, oder das Turnier verlassen. Obwohl sich Bonds Schatzmeisterin Vesper, eine Angestellte der Regierung, weigert, die benötigten 5 Millionen aufgrund Bonds Ego auszuzahlen, kann Bond sich mit dem Undercover-CIA-Agenten Felix Leiter verbünden, der ebenfalls am Turnier teilnimmt.

Leiter finanziert Bond dessen Wiedereintritt in das Turnier. Als Le Chiffre dies erfährt, befiehlt er Valenka heimlich, Bond zu vergiften, da er seine Siegeschancen in Gefahr sieht. Kurz darauf merkt Bond, was ihm geschehen ist, und er stürmt aus dem Saal. Er stirbt fast an den Folgen des Gifts, kann aber von Vesper gerettet werden. Nachdem Bond das Bewusstsein wiedererlangt hat, kehrt er an den Pokertisch zurück um Le Chiffre nun ein für alle Mal zu schlagen. Zu diesem Zeitpunkt sind nur noch Bond, Le Chiffre und zwei weitere Spieler im Spiel, wodurch es keinen weiteren Einkaufsmöglichkeiten gibt und ein Ausstieg bzw. Verlust final ist. Die finale Phase beginnt, in der Bond seine Hitzköpfigkeit ablegt um Le Chiffre zu analysieren und ihn bei seinem eigenen Spiel zu schlagen. Le Chiffre erhöht den Einsatz schließlich um 12 Millionen Dollar, worauf Bond mit einem All-In reagiert.

Le Chiffre Verliert

Le Chiffre verliert das Turnier

Le Chiffre ist sich sicher, das bessere Blatt zu haben, und zieht mit. Mit 150 Millionen Dollar im Pott werden sämtliche Teilnehmer aufgefordert, ihre Karten aufzudecken. Nachdem die anderen beiden Mitspieler ihre Karten aufgedeckt haben, offenbart Le Chiffre ein hohes Full House und wähnt sich unantastbar. Betont langsam offenbart Bond seine Karten - ein Straight Flush - und gewinnt somit das Turnier. Geschockt steht Le Chiffre vom Tisch auf und stürmt aus der Halle. Gemäß Bonds Abmachung mit Leiter steht es nun der CIA zu, Le Chiffre zu verhaften, und Leiter macht sich sogleich daran, Le Chiffre zu verfolgen während Bond mit Vesper den Sieg feiert. Tatsächlich nimmt Leiter Kontakt mit Le Chiffre auf und sie schließen ein Abkommen, nach dem Le Chiffre schon am nächsten Tag in die USA gebracht werden soll um über seine kriminellen und terroristischen Kontakte aussagen soll.

Finale Abrechnung

Tatsächlich ist Le Chiffre aber noch nicht mit Bond fertig. Er lässt Vesper aus dem Hotel entführen, was Bond zu spät mitbekommt. Als er sieht, wie Le Chiffres Handlanger Vesper in ihr Auto ziehen, springt Bond sofort in sein Auto und nimmt die Verfolgung auf. Er fährt über eine verlassene Landstraße, aber plötzlich findet er die gefesselte Vesper direkt vor sich auf der Straße vor. Erschrocken reißt Bond das Lenkrad herum, um Vesper nicht zu überfahren, was in einem Unfall resultiert. Schwer verletzt wird Bond von Le Chiffres Männern aus dem Wrack seines Autos geborgen und in ein verlassenes Lagerhaus am Hafen gebracht, nachdem Kratt ihm den Ortungschip des MI6 aus dem Arm gerissen hat.

Im Lagerhaus angekommen bereitet Le Chiffre sich vor, Bond zu foltern um das Passwort zu erhalten, mit dem Bond seinen Gewinn gesichert hat. Bond wird nackt auf einen Stuhl geschnallt und Le Chiffre greift sich einen groben Strick, der in einem schweren Knoten endet. Mit diesem prügelt er - erst leicht, dann stärker - auf Bonds Hoden ein während er darüber spricht wie einfach es doch ist, einem Mann Schmerzen zuzufügen.
Le Chiffre Foltert

Le Chiffre foltert Bond

Nach kurzer Pause fordert er von Bond das Passwort, aber Bond bleibt stur und verrät nichts. Le Chiffre versetzt Bonds Hoden daraufhin einen weiteren Schlag und behuaptet dann, dass er die Nummer des Kontos, auf dem der Gewinn eingezahlt ist, sicherlich von Vesper Lynd erhalten wird, die nebenan gefoltert wird. Von Bond benötigt er lediglich das Passwort, welches dieser ihm aber nicht verrät. Nachdem Le Chiffre weiterhin brutal auf Bonds Hoden einprügelt, beginnt dieser plötzlich wahnsinnig zu lachen und ruft schließlich, dass die Welt lachen wird wenn sie erfahren dass Le Chiffre gestorben ist, als er Bond die Eier massiert hat.

Er fügt an dass er Le Chiffre niemals das Passwort geben wird - egal was Le Chiffre ihm antut - und dass Le Chiffres Kunden ihn dann in Stücke schneiden werden. Le Chiffre schreit aber zurück, dass Bond falsch liegt, da ihn der MI6 oder die CIA immer noch wegen seines Wissens mit offenen Armen willkommen heißen werden selbst nachdem er Bond und Vesper umgebracht hat. Plötzlich ertönt ein Frauenschrei, den Bond und Le Chiffre Vesper zuordnen. Le Chiffre verspricht Bond, wenigstens Vesper zu verschonen wenn Bond ihm das Passwort gibt. Bond lacht aber nur, woraufhin Le Chiffre Bonds Stuhl umstößt und ein Messer zieht um Bond zu kastrieren. Bevor dies geschehen kann, ertönen im Nebenraum mehrere gedämpfte Schüsse, sowie Valenkas Schreie. Die Tür wird geöffnet und Mr. White tritt mit einer schallgedämpften Pistole in den Raum. Überrascht und ängstlich behauptet Le Chiffre, dass er das Geld, das er schuldet, schon fast zurückhat. Mr. White erwidert aber, dass seiner Organisation Vertrauen wichtiger ist als Geld.

Da Le Chiffre sich als unzuverlässig erwiesen hat und Quantums Image somit geschadet hat, exekutiert Mr. White Le Chiffre mittels eines gezielten Kopfschusses.

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