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“Die Prieuré scheiterten in der Ausführung ihres heiligen Auftrags! Ich hatte keine andere Wahl! Ich suchte den Feind auf! Ich versicherte sie - das Schattenkonzil - meiner Freundschaft. Ich forderte sogar Geld, damit sie keinen Verdacht schöpften. Rektor war mein Name für sie... Lehrer!”

— Teabing

Sir Leigh Teabing, auch unter dem Alias Lehrer bekannt, ist der Hauptschurke aus dem 2003 erschienenen Thriller Sakrileg und dessen Romanverfilmung, The Da Vinci Code - Sakrileg, aus dem Jahr 2006.

Er ist ein Historiker und fanatisch entschlossen, den heiligen Gral zu finden und der Menschheit zu offenbaren. Unter dem Alias Rektor verbündet er sich mit dem katholischen Schattenkonzil und gibt vor, deren Feinde, die Hüter des Grals, auslöschen und den Gral bergen zu wollen. In Wirklichkeit manipuliert er das Schattenkonzil jedoch zu seinem eigenen Zweck und nutzt später auch aus, dass sein Freund Robert Langdon in den Fall verwickelt ist, um auch Langdon zu manipulieren und seinem Ziel näherzukommen.

Er wurde von Sir Ian McKellen dargestellt.

Biographie

Vergangenheit

Teabing ist ein älterer englischer Historiker. Obwohl er sogar zum Ritter geschlagen wurde, lebt Teabing nicht in England sondern auf einem Chateau in Frankreich, wo er von seinem Butler Remy versorgt wird. Er ist ein Bekannter von Robert Langdon und schätzt diesen sehr. Teabing ist von den Legenden des Heiligen Grals besessen und besitzt in diesem Gebiet ein unermessliches Fachwissen. Dabei glaubt Teabing auch an verschriene Theorien wie die, dass der heilige Gral in Wirklichkeit die Blutlinie Jesu bezeichnet, welche durch dessen Vermählung mit Maria Magdalena entstand und deren Nachfahren von einer geheimen Organisation, den Prieuré de Sion, beschützt und gehütet wird. Allerdings ist Teabing in seiner grenzenlosen Besessenheit, das Geheimnis des Grals zu lüften und der Öffentlichkeit zu offenbaren, zu radikalen Schritten bereit.

Er kontaktierte eine geheime Organisation innerhalb der katholischen Kirche, das Schattenkonzil, und gab sich ihnen gegenüber als Verbündeter gegen ihre Feinde, die Prieuré, aus. Teabing blieb anonym und nahm in Kontakt mit dem Konzil den Titel "Lehrer" an. Als Bezahlung für seine Kooperation forderte Teabing einen hohen Geldbetrag, damit das Konzil nicht vermutete, dass er völlig andere Pläne hatte. Er behauptete, dem Konzil im Austausch für 20 Millionen Dollar in Wertpapieren den Heiligen Gral ausfindig machen und überreichen zu können und erhielt dafür Unterstützung von Manuel Aringarosa, einem Bischof und Mitglied des Konzils. Aringarosa stellte Teabing den Mönch Silas zur Seite und Teabing nutzte Silas als Handlanger und Mörder. Auch Remy diente Teabing als williger Handlanger.

Um seine Identität zu wahren, trat Teabing nur per Telefon mit Silas in Kontakt. Unter dem Vorwand, die Prieuré auslöschen zu wollen, ließ Teabing sie von Silas ausfindig machen und töten. Tatsächlich hatte Teabing aber entschieden, dass die Prieuré in ihrer heiligen Mission, die Blutlinie Christi zu beschützen und zum rechten Zeitpunkt zu offenbaren, gescheitert waren und sah es daher als seine eigene Pflicht an, dies zu tun. Der Tod der Prieuré war für ihn dabei ein notwendiges Übel. Zudem befahl Teabing Silas, die Prieuré nach dem Fundort des Schlusssteins zu befragen, in dem eine Karte zum Gral verborgen liegen sollte. Nachdem Silas alle vier Prieuré getötet hatte, kontaktierte er Teabing, der seinerseits Bischof Aringarosa kontaktierte und ihm davon berichtete. Aringarosa zeigte sich zufrieden und behauptete, dass er seinerseits kurz davor stand, das Geld zu besorgen.

Kooperation mit Robert Langdon

Allerdings gerät überraschend Teabings alter Bekannter Robert Langdon in Teabing Pläne, da dieser für den Mord an dem Großmeister der Prieuré, Jacques Saunière, verantwortlich gemacht wird und gemeinsam mit dessen Enkelin Sophie Neveu vor der Polizei flieht. Auf ihrer Flucht suchen die beiden Teabings Chateau Villette auf, und werden von diesem nach drei spielerischen Fragen hereingelassen. Teabing erkundet sich nach einem kurzen Gespräch schließlich, warum Langdon in so spät in der Nacht aufsucht. Robert verrät ihm, dass er von Teabing etwas über die Prieuré de Sion erfahren möchte und nachdem er Teabing bezüglich dessen umfangreichen Fachwissens geschmeichelt hat, verrät Teabing, was er über die Prieuré weiß und dass diese den Heiligen Gral bewachen. Als Sophie sich verwundert zeigt, da sie nicht glaubt, dass ein Kelch irgendetwas bewirken oder bedeuten kann, verrät Teabing ihr amüsiert, dass es sich bei dem Gral nicht um einen Kelch handelt.

TeabingWirdBesucht

Langdon sucht Teabing auf

Während Teabings Erklärungen kommt es zu einem Disput mit Langdon, da die beiden in bestimmten Aspekten nicht übereinstimmen. Um seine Erklärungen zu unterstreichen, zieht Teabing Da Vincis Letztes Abendmahl zur Hilfe und erklärt Sophie - während Langdon dagegen argumentiert - dass der Gral kein Becher ist, sondern das alte Symbol für Weiblichkeit und dass die besagte Frau ein derartig wichtiges Geheimnis bewahrt, dass sie die Grundfesten des Christentums erschüttern und niederreißen könnte. Teabing behauptet - nach wie vor das Gemälde als Beweis verwendend - dass es sich bei Maria Magdalena, die er auch auf dem Gemälde ausgemacht haben will, um die Ehefrau von Jesus Christus handeln soll und der Kelch somit eine Metapher für Jesus' Nachfahren sein soll, die laut Teabing tatsächlich existieren und von den Prieuré seit über 20 Jahrhunderten verborgen und beschützt werden.

Im selben Moment wird Teabing von seinem Diener Remy kontaktiert, der Langdon und Neveu soeben in den Nachrichten erkannt hat. Diesen wird von der Polizei die Morde vorgeworfen, die auf Teabings Geheiß von Silas begangen wurden, was Teabing sich zunutze macht indem er sich gespielt entrüstet und Langdon vorwirft, nicht ehrlich gewesen zu sein und vier Menschen getötet zu haben. Er droht, die Polizei zu rufen, bis Langdon ihm offenbart, dass Sophie die Enkelin von Jacques Saunière ist, von dem Teabing ausging, dass er der Großmeister der Prieuré sei. Teabing tut dies als billige List von Seiten Langdons ab, doch Langdon offenbart ihm den Schlussstein, welcher sich im Besitz von Sophie befand, was Teabing ehrfürchtig innehalten lässt.

TeabingErfährtSchlussstein

Teabing erfährt von dem Schlussstein

Langdon erlaubt Teabing sogar, den Stein zu untersuchen und dieser öffnet ihn. Im Inneren des Steins befindet sich allerdings ein gesichertes Gefäß, ein Kryptex, und Teabing erkennt, dass das Gefäß so strukturiert ist, dass sein Inhalt zerstört wird, wenn man versucht, es aufzubrechen. Entsprechend benötigt Teabing das korrekte Passwort um den Behälter zu öffnen, in dem er die Karte vermutet, die zum Heiligen Gral führen soll. Bevor sie weitere Pläne fassen können, wird Robert plötzlich von Silas angegriffen, der auf der Verfolgung des Schlusssteins in Teabings Anwesen eingedrungen ist - nicht ahnend, dass es sich bei dem alten Mann um den Lehrer handelt.

Nachdem Silas Robert niedergeschlagen hat, zückt er seine Pistole und hält damit Sophie und Teabing in Schach, bevor er von Teabing den Schlussstein einfordert. Teabing versucht, den Wert des Steins herunterzuspielen, was jedoch nicht gelingt, da Silas ganz genau weiß, worum es sich dabei handelt. Warnend behauptet Teabing, dass Silas scheitern wird, da der Stein sich nur jenen öffnen wird, die würdig sind, doch er händigt Silas den Stein nichtsdestotrotz aus. Als Silas den Stein greifen will, schlägt Teabing ihn jedoch überraschend mit seinem Gehstock nieder. Während Silas ohnmächtig am Boden liegt, wird er gefesselt. Da mittlerweile die Polizei am Rand des Anwesens erschienen ist, nutzt Teabing die Gelegenheit um sich Langdon und Sophie anzuschließen.

TeabingWirdGefahren

Teabing täuscht die Polizisten

Er offenbart, dass er ein Privatflugzeug in der Nähe besitzt und lässt sich gemeinsam mit Langdon, Sophie und dem gefangenen Silas von Remy zum Flugplatz fahren. Nachdem sie abgehoben sind, untersuchen Teabing, Langdon und Sophie den Schlussstein genauer, auf dem sie schließlich Hinweise finden, die sie den Kurs nach London wechseln lassen, wo sie ihre Suche in der Temple Church fortsetzen wollen. Am Flughafen in London wartet zwar bereits die Polizei, doch dank eines Täuschungsmanövers kann Teabing es so darstellen, als wäre er alleine geflogen. Da die Polizei weder Langdon, Sophie noch Silas an Bord des Flugzeugs vorfindet, lassen sie Teabing davonziehen - nichtahnend, dass die drei sich bereits im Wagen befinden. Kurz darauf nimmt Teabing heimlich mit Aringarosa Kontakt auf, erkundigt sich nach dem Stand der Wertpapiere und verspricht, dass er den Gral haben wird, wenn Aringarosa in London eintrifft.

Offenbarung

In der Temple Church angekommen erweist diese sich jedoch als Fehlschlag. Darüberhinaus erscheint Silas, den die drei bei Remy zurückgelassen hatten, in der Kirche, stürzt sich auf Sophie und hält ihr sein Messer an die Kehle. Er fordert den Schlussstein, den der panische Langdon ihm auch überreicht. Auch Remy erscheint mit einer Pistole bewaffnet und auf Langdon und Sophie, die nicht wissen, dass Remy Teabings Befehle befolgt, wirkt es, als wäre Remy ein Verräter. Teabing spielt geschockt, als Remy sich als "Verräter" offenbart und Langdon den Schlussstein abnimmt. Damit die Situation real wirkt, schlägt Remy Teabing sogar nieder und entführt diesen zusammen mit Silas.

TeabingVergiftetRemy

Teabing ermordet Remy

Nachdem Remy sich gegenüber Silas als der Lehrer ausgegeben hat und diesen an einem Opus Dei-Safehouse ausgesetzt hat, beginnt Teabing, lose Enden zu beseitigen. Er sorgt dafür, dass die Polizei das Safehouse stürmt und Silas tötet und vergiftet Remy, als er mit diesen auf den Erfolg ihres Plans anstößt. Dann macht er sich auf den Weg zur Westminster Abbey, die Langdon mittlerweile als wahres Ziel ausgemacht hat. Mit Remys Pistole bewaffnet konfrontiert Teabing die beiden und offenbart sich als der Drahtzieher hinter den Morden an Saunière und den Seneschallen. Kalt behauptet er nur, dass zum Finden des Grals bestimmte Opfer notwendig waren. Er stellt klar, dass er zum Äußersten bereit ist und zwingt Robert und Sophie so, mit ihm zu kooperieren.

Während er die beiden in einen verlassenen Teil der Kirche führt, erklärt Teabing fanatisch seine Beweggründe und zischt, dass die Prieuré Heuchler waren, die zum Jahrtausenwechsel den Erben Christus' offenbaren sollten um die Jahrhunderte der Lüge zu beenden, dass diese dies jedoch nicht taten und somit ihre heilige Pflichten verletzten. Er behauptet, dass man ihm somit keine Wahl gelassen hatte und erklärt, wie er seinen Plan entwickelt und umgesetzt hatte. Schließlich zwingt er Langdon mit vorgehaltener Waffe auf die Knie, doch als Sophie dies ebenfalls tun will, hält er sie zurück. Er behauptet gierig, dass Sophie sein Wunder ist und dass es ihre Pflicht ist, die Wahrheit der Prioré in die Welt hinauszuschreien. Da er davon ausgeht, dass Sophie - wenn auch nur unterbewusst - weiß, wie der Kryptex zu öffnen ist, rollt er Sophie das Gefäß zu und bittet sie, es zu öffnen.

TeabingBedrohtSophie

Teabing bedroht Sophie

Sophie behauptet jedoch, dass sie den Code für den Kryptex nicht kennt, woraufhin Teabing seine Pistole wieder auf Langdon richtet und droht, ihn zu töten, wenn Sophie den Kryptex nicht öffnet. Sophie verzweifelt, doch es ist Langdon, der die Initiative ergreift und behauptet, dass er das Rätsel lösen kann, wenn Teabing ihm nur kurz Zeit lässt. Er nimmt den Kryptex und wendet Teabing den Rücken zu, dreht sich dann aber um und behauptet nur kryptisch, dass es ihm Leid tut. Mit diesen Worten wirft er den Kryptex hoch in die Luft und Teabing, der weiß, dass der Inhalt des Kryptex Schaden nimmt, wenn er beschädigt wird, prescht geschockt nach vorne um das Gefäß aufzufangen. Allerdings stürzt er mit dem Kryptex zu Boden, so dass dieser am Steinboden aufschlägt. Verzweifelt windet Teabing sich am Boden, während Sophie schnell die fallengelassene Pistole aufhebt.

Verzweifelt ruft Teabing, dass Robert die Karte zerstört und alles ruiniert hat. Im selben Moment stürmen die Polizisten, die Langdon seit Paris verfolgen, in die Kirche, verhaften aber Teabing, da sie von Aringarosa erfahren haben, dass Robert unschuldig ist. Während Teabing von den Polizisten davongeführt wird, fragt er kreischend, wie Langdon den Kryptex nur zerstören konnte, bevor er erkennt, dass Langdon den Kryptex heimlich geöffnet hat und die Schriftrolle an sich genommen hat. Wahnsinnig lachend wird er von den Polizisten in einen Streifenwagen gestoßen, schreit aber immer noch, dass Langdon nun den Gral finden und vor ihr niederknien soll, bevor er der Menschheit die Wahrheit offenbart und die Freiheit schenkt. Robert blickt nur entgeistert auf seinen einstigen Freund, der schließlich von der Polizei davongefahren wird.

Galerie

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