“Bosheit? Wem gegenüber? Den Unerleuchteten? Den Schwächlingen, die ihr Los selbst wählten? Es ist unser göttlicher Wille, über sie zu herrschen. Unsere Pflicht, ihren Beitrag einzufordern.”
— al-Ghul gegenüber Basim
Mas'ud al-Ya'qub, besser als al-Ghul bekannt, ist ein Schurke aus dem 2023 veröffentlichten Videospiel Assassin's Creed Mirage. Er ist der titelgebende Schurke und Gegenspieler des Handlungsbogens Nachforschung: al-Ghul und wird in der Mission Erster Befehl konfrontiert.
Als erfolgreicher Geschäftsmann machte Mas'ud al-Ya'qub sein Vermögen auf dem Rücken wehrloser Ausländer, die er in seinen Seifenmühlen beschäftigte. Der "Ghul" war rücksichtslos und stolz und von mehr als nur seiner Profitgier getrieben. Er glaubte fest an den Orden der Ältesten und trieb seine Arbeiter gnadenlos an, um mögliche Isu-Artefakte auszugraben.
Er wurde im Deutschen von Ulrich Blöcher gesprochen, der im selben Spiel auch Jasur ibn Basil, Hassan und Jawid seine Stimme lieh.
Biographie[]
Vergangenheit[]
Mas'ud lebte im neunten Jahrhundert und war der Besitzer einer Seifenmühle in Bagdad. Als einflussreicher Seifenhändler war er regelmäßiger Gast in der Karawanserei, wo er seine Geschäfte abwickelte und Wanderarbeiter rekrutierte. Diese erhofften sich ihren Lebensunterhalt, wurden aber ausgebeutet, nachdem sie erst einmal in Mas'uds Diensten standen. Darüber hinaus schloss Mas'ud sich dem levantinischen Orden der Ältesten an, einer jahrhundertealten Geheimorganisation, die die Vorläuferrasse der Isu als Götter verehrten und ihre Artefakte sammelten, um damit die Menschheit zu kontrollieren.
Er wurde im Laufe der Jahre zu einem hochrangigen Mitglied der Organisation und gehörte im Jahr 862 als "al-Ghul" den fünf führenden Mitgliedern des Ordens in Bagdad an. Er kontrollierte die Geschicke des Ordens im al-Harbiyah-Bezirk. Im Namen des Ordens ließ Mas'ud seine Sklaven an mehreren Ausgrabungsstellen außerhalb Bagdads graben, um dort nach Isu-Artefakten zu suchen. Dabei war er äußerst skrupellos und forderte den Arbeitern so viel ab, dass etliche von ihnen an den Strapazen der Arbeit starben. Dies interessierte Mas'ud wenig, da die Interessen des Ordens für ihn das Opfer wert waren.
Machenschaften des Ordens[]
Der Orden sucht den Kalifen auf
Nachdem der Orden ein Isu-Artefakt in Form eines Erinnerungssiegels erhalten hat, will die Führerin des Ordens, Qabiha, veranlassen, dass es sicher aufbewahrt wird. So wird es Kalif al-Mutawakkil überstellt, der es in seinem Palast sicher verwahren soll. Um sich zu vergewissern, dass das Artefakt sicher ist, sucht Qabiha daher gemeinsam mit den Oberhäuptern des Ordens in den einzelnen Bezirken Bagdads im Dezember 861 den Kalifen im Winterpalast von al-Anbar auf. Der Kalif ist merklich beeindruckt und beunruhigt; ehrfürchtig heißt er die maskierten Gäste in seinem Palast willkommen. Diese offenbaren dem Kalifen kühl, dass sie für das Siegel zu ihm zurückkehren werden, wenn sie ihre Arbeit erst verrichtet haben. Der Orden verlässt im Anschluss den Winterpalast – nicht ahnend, dass ihr Treffen von dem Dieb Basim beobachtet wurde, der den Palast infiltriert hat. Basim versucht im Folgenden, das Erinnerungssiegel zu rauben, wird dabei aber vom Kalifen persönlich erwischt. Als dieser sich auf Basim stürzt und ihn langsam erwürgt, um das Siegel zu verteidigen, ersticht Basim ihn in Notwehr.
Obwohl der Tod des Kalifen dem Orden eine mächtige Marionette raubt, gehen die Geschäfte für Mas'ud wie gewohnt weiter. Seine Sklaven und Arbeiter schuften an zwei Grabungsstätten und finden bei der nördlichen Grabungsstätte mehrere mysteriöse Scherben, die Mas'ud für Fragmente von Isu-Technologie hält. Die Arbeiten kommen aber nur schleppend voran, da er nicht genug Arbeiter findet. Daher veranlasst er, dass bis auf Weiteres alle Aufständischen der Zandsch-Rebellion, die gefangen genommen werden können, nicht hingerichtet sondern inhaftiert werden sollen. Die Fähigen unter ihnen will er für die Arbeit einsetzen und sich ihrer später entledigen. Da sich unter der Oase an der Nördlichen Stätte ein altes Isu-Gewölbe befinden soll, Mas'ud die Arbeiter von dort aber für Arbeiten zur südlichen Stätte abziehen musste, vertraut er die Scherben in der Zwischenzeit speziellen Ordensmitgliedern an, die als Ath-Tha'abeen bezeichnet werden und die die Scherben sicher aufbewahren sollen, bis das Gewölbe freigelegt werden kann.
Basim tötet al-Ghul
Nachdem ein weiteres Ordensmitglied, "ar-Rabisu", eine als ar-Ruh bezeichnete Maschine entwickelte, die die Inhalte der Erinnerungssiegel lesen konnte, durfte Mas'ud die Maschine testen. Er erlebte einen anderweltlichen Rausch und war begeistert. Da er überzeugt war, dass das Gerät für ihre Ziele unabdingbar war, empfiehlt er Fasil, die Leistung zu verbessern. Er erfährt außerdem, dass die Gelehrte Zahra ein Isu-Manuskript besitzt und bittet sie, es ihm zukommen zu lassen, nachdem sie ihr wissenschaftliches Interesse befriedigt hat. Allerdings kommt es dazu nie, da Mas'ud zum Ziel von Basim geworden ist, der mittlerweile ein Verborgener ist und die Mitglieder des Ordens in Bagdag jagt. Daher betritt Basim die Karawanserei, wo er für genug Chaos sorgt, dass Mas'ud persönlich aus seinem Büro kommt und von einem Balkon aus beobachtet, was dort vor sich geht. Basim nutzt dies aus, um von einem Balken auf Mas'ud herabzuspringen, dem Ghul mit seiner versteckten Klinge die Kehle aufzuschlitzen, den sterbenden Mann am Hals an einem Seil zu befestigen und sich dann mit ihm über die Brüstung des Balkons zu werfen. Während Basim am Boden landen kann, wird Mas'ud durch das Seil stranguliert. Basim lässt ihn als Warnung an den Rest des Ordens hängen und macht sich davon.


