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Der Meister ist ein Antagonist des Romans Krabat von Otfried Preußler. Er ist ein deutscher Müller in der Lausitz, dessen Mühle aber in Wirklichkeit eine Schwarze Schule ist, in der er seinen Mühlenknappen das Zaubern beibringt.

Zu Beginn des Buchs ruft der Meister den 14-jährigen Waisenjungen Krabat im Traum zu seiner Mühle. Krabat folgt dem Ruf und der Meister bietet ihm an, Lehrjunge bei ihm zu werden, wobei Krabat zustimmt.

Krabat freundet sich mit den elf anderen Mühlenknappen an, besonders mit Tonda, dem Altgesellen. Ihm fällt auf, dass die Leute in der Umgebung die Mühle meiden und am Karfreitag erfährt er, dass es sich um eine Schwarze Schule handelt, in der er und die anderen Mühlenknappen lernen zu zaubern.

In den Neumondnächten kommt immer ein schwarz gekleideter Mann mit einer roten Hahnenfeder am Hut vorgefahren und lässt sie Knochen mahlen. Der Meister fürchtet ihn. Er nennt ihn den "Herrn Gevatter". Krabat gefällt es auf der Mühle, er findet es spaßig, zaubern zu können.

In der Silvesternacht stirbt sein Freund Tonda. Die anderen Mühlenknappen sagen, dass er die Treppe heruntergefallen ist und sich den Hals gebrochen hat, aber Krabat glaubt nicht, dass es Zufall war. An Tondas Grab möchte er ein Vaterunser beten, kann es aber nicht. Ein paar Tage später kommt ein neuer Lehrjunge und Krabat wird freigesprochen, weil das erste Jahr auf der Mühle für drei Jahre gilt.

In der zweiten Silvesternacht stirbt ein weiterer Mühlenknappe daran, dass ein Balken von der Decke fällt und ihm das Genick zerschlägt. Dessen Vetter gehört ebenfalls zu den Mühlenknappen und kann nicht mit dem Tod seines Vetters umgehen, weshalb er zweimal versucht zu fliehen, aber beide Male wieder zurückkommt. Danach versucht er, sich zu erhängen, schafft es aber nicht und der Meister erklärt, dass nur er bestimmt, wer auf der Mühle stirbt. Krabat ahnt, dass der Meister Schuld am Tod der beiden Mühlenknappen ist.

Juro, ein Mühlenknappe, der sich immer dumm stellt, freundet sich näher mit Krabat an und erklärt ihm, dass der Meister dem Herrn Gevatter jedes Jahr einen seiner Schüler opfern muss, weil er sonst selbst sterben wird. Er sucht sich dazu immer den besten Schüler der Schwarzen Schule aus, damit dieser ihm im Zweikampf nicht gefährlich werden kann. Juro sagt Krabat auch, wie er sich und die anderen befreien und die Verstorbenen rächen kann: Am Silvesterabend muss ein Mädchen, das ihn liebt, ihn beim Meister freibitten und eine Probe bestehen, bei der alle sich in Raben verwandeln müssen und das Mädchen auf den richtigen Raben zeigen und sagen muss: "Das ist er". Sollte es den richtigen Mühlenknappen auswählen, sind sie und die anderen Mühlenknappen frei, die Mühle wird um Mitternacht in Flammen aufgehen und der Meister wird sterben. Dafür verlieren die Mühlenknappen aber ihre Zauberkraft. Wenn das Mädchen den falschen Mühlenknappen auswählt, sterben dieser und das Mädchen. Außerdem darf der Meister den Namen des Mädchens vorher nicht herausfinden, sonst kann er sie töten, um zu verhindern, dass sie ihren Geliebten freibittet. So hat er zum Beispiel Tondas Geliebte mit Alpträumen geplagt, bis sie sich aus Verzweiflung ertränkt hat.

Krabat trifft sich heimlich mit einem namentlich unbekannten Mädchen aus einem nahe gelegenen Dorf, die er die "Kantorka" (Vorsängerin) nennt. Er überlegt, ob er ihr sagen soll, dass sie ihn freibitten soll, aber sie entscheidet sich selbst dafür, als er ihr die Sache erzählt.

Als die Kantorka am Silvesterabend kommt, ändert der Meister die Probe: Er verbindet ihr die Augen und die Mühlenknappen müssen sich im Film in Raben verwandeln, im Buch nicht. Krabat bekommt Angst, weil er weiß, dass er Schuld daran ist, wenn die Kantorka sterben muss. Sie zeigt auf ihn und sagt "Der ist es." Sie hat ihn erkannt, weil sie gespürt hat, dass er Angst um sie hatte.

Der Meister muss sterben, die Mühle wird in Flammen aufgehen und die Mühlenknappen sind frei.

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