Schurken Wiki
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“Verfickte Salamancas...”

— Nacho bereut seine Dienste für die Salamancas

“Was ich will? Respektiert werden. Meine eigenen Entscheidungen treffen. Meinen eigenen Weg gehen. Niemand soll auch nur einen Moment daran denken, man könne mich verarschen! Und ich will nicht immer über die Schulter sehen müssen...”

— Nacho offenbart Eladio seinen Ehrgeiz

Ignacio Varga, besser als Nacho bekannt, ist ein zentraler Charakter aus der Serie Better Call Saul, wo er seit einer Nebenrolle in der ersten Staffel in sämtlichen darauffolgenden Staffeln erscheint.

Nacho ist ein cleverer und ehrgeiziger Handlanger des Juárez-Drogenkartells und beginnt als rechte Hand von Tuco Salamanca, dem Hauptmann des Kartells in Albuquerque. Allerdings ist er besorgt über Tucos Unberechenbarkeit, so dass er eine Gelegenheit ergreift, um Tuco hinter Gitter zu bringen. Daraufhin übernimmt Tucos Onkel Hector die Geschäfte, doch dieser erweist sich als weitaus größere Gefahr – nicht nur für Nacho, sondern auch für seine Familie. Daher sieht Nacho sich gezwungen, auch gegen Hector Maßnahmen zu ergreifen, um seine Familie zu schützen.

Allerdings hat dies zur Folge, dass Nacho fortan von dem gnadenlosen Gustavo Fring erpresst wird, der ihn als Doppelagent gegen die ihm verhassten Salamancas einsetzt. Nachdem die Salamanca-Geschäfte von Lalo Salamanca übernommen werden, sieht Nacho sich nun gezwungen, dessen Vertrauen zu erlangen. Die Situation wird für Nacho immer stressiger und unerträglicher, da er so mitten in den schwelenden Krieg zwischen Gus' Organisation und den Salamancas gerät – wobei sein Leben für keine der Seiten großen Wert hat.

Er wurde von Michael Mando dargestellt, der auch Vaas Montenegro in Far Cry 3 synchronisierte und Mac Gargan in Spider-Man: Homecoming darstellte.

Biographie

Vergangenheit

Nacho Varga wurde am 9. Dezember 1971 geboren. Er ist der Sohn von Manuel Varga, der einen Polster-Betrieb in Albuquerque besitzt. Die Familie seiner Mutter stammt aus Galeana in Mexiko. Nachos Vater Manuel ist ein aufrichtiger und genügsamer Bürger, weswegen Nacho ihm verschweigt, dass er Kontakte in die kriminelle Unterwelt hat. Nacho ist ein guter Freund und die rechte Hand des Drogendealers Tuco Salamanca, der als Vertreter des Juárez-Kartells für den Meth-Handel in Albuquerque verantwortlich ist. Zwar ist Nacho ein enger Vertrauter Tucos, ist aber wesentlich zurückhaltender und intelligenter als der erbarmungslose und psychotische Salamanca.

Zusammenarbeit mit Tuco

Nacho verhört McGill

Im Jahr 2002 überwältigt Tuco nach einem Missverständnis den Anwalt Jimmy McGill und zwei seiner Handlanger und lässt sie von Nacho und weiteren Handlangern in die Wüste schleppen. Da er sich ob ihres Betrugsversuchs in seiner Ehre verletzt führt, will Tuco die drei hinrichten. Nacho hingegen erscheint besonnener. Da Tucos Herangehensweise zu nichts führt, übernimmt Nacho das Verhör McGills und kann in Erfahrung bringen, warum McGill und Tuco überhaupt aneinander geraten waren. Er erfährt, dass McGill versucht hat, die reiche Kettleman-Familie als Kunden zu gewinnen, die dem Staat 1,6 Millionen gestohlen haben. Nachdem Tuco McGill und seine zwei Komplizen hat laufen lassen, will Nacho sein neuerlangtes Wissen nutzen, um die Kettlemans auszurauben. Er sucht den eingeschüchterten McGill daher in dessen Büro auf und teilt ihm seinen Plan mit. Er will, dass McGill in Erfahrung bringt, wo die Kettlemans das Geld verstecken.

McGill will jedoch nicht mitmachen. Nacho geht aber davon aus, dass McGill es sich anders überlegen wird – auch, da er Nacho etwas schuldet, weil dieser sich bei Tuco für ihn eingesetzt hat. Aus seinem Van aus beobachtet Nacho in der nächsten Nacht das Haus der Kettlemans. Dies fällt Nachbarn auf, die die Polizei alarmieren. Als die Kettlemans plötzlich verschwinden und es Spuren eines Einbruchs gibt, wird Nacho daher verhaftet und besteht auf McGill als seinen Anwalt. Er geht jedoch davon aus, dass McGill doppeltes Spiel treibt und ihn an die Behörden verrät. McGill hat zwar die Kettlemans gewarnt, nicht aber die Polizei alarmiert. Tatsächlich kann er in Erfahrung bringen, dass die Kettlemans untergetaucht sind und ihre Entführung vorgetäuscht haben, wodurch Nacho entlastet wird. Daraufhin muss man Nacho freilassen, der aber trotzdem glaubt, dass McGill ihn irgendwie verraten hat. Er schwört daher, dass dies ein Nachspiel haben wird.

Nacho dealt mit Pryce

Nacho beginnt, abseits von seiner Arbeit für die Salamancas für sich Geschäfte zu machen. Dafür beschafft er sich von einem Kontakt namens Pryce Drogen in regelmäßigen Treffen. Pryce – den Nacho schnell als völligen Idioten und Amateur erkennt – wird bei dem Deals von dem unnachgiebigen Mike Ehrmantraut begleitet, den Nacho als weitaus erfahreneren und kompetenteren Mann erkennt. Daher gehen die Deals stets ohne Probleme vonstatten; Nacho kann keine Eskalation riskieren, da die Salamancas ihn töten würden, falls sie von seinen heimlichen Geschäften erfahren. Als der inkompetente Pryce Mike aus seinen Diensten entlässt, wittert Nacho jedoch eine Chance. Er kann die Adresse des Dealers in Erfahrung bringen und sein Haus ausrauben. Dabei stiehlt er neben dem Drogenvorrat auch die Sammlung von Baseballkarten, die Pryce gehört.

Aufgebracht bittet Pryce daraufhin Mike um Hilfe, der Nacho als Handlanger der Salamancas erkennt und daher unter dem Vorwand, ein Kunde zu sein, bei der Werkstatt von Nachos Vater erscheint. Dadurch kann er ein Treffen mit Nacho zwingen und nachdem Nachos Vater die beiden alleine gelassen hat, konfrontiert Mike Nacho mit seinen Vorwürfen. Mit der Drohung, dass Tuco von Nachos Nebengeschäften nicht begeistert sein wird, zwingt Mike Nacho, die Kartensammlung zurückzugeben. Allerdings wird Nacho in den nächsten Wochen immer nervöser, da Tuco wieder angefangen hat, Drogen zu nehmen und dadurch nun unberechenbar geworden ist; so hat er in seiner Paranoia einen Bekannten der beiden vor Nachos Augen erschossen. Da Nacho fürchtet, dass Tuco ihm etwas antun wird, falls er von seinen Nebengeschäften erfährt, beschließt er verzweifelt, dass Tuco sterben muss.

Nacho bezeugt den Konflikt zwischen Tuco und Mike

Daher will er niemanden geringeren als Mike für den Auftragsmord an Tuco gewinnen, doch Mike weist ihn darauf hin, dass die Ermordung Tucos die Salamancas gegen ihn aufbringen wird. Da die Salamancas höchstwahrscheinlich in Erfahrung bringen könnten, wer den Mord begangen hat und für wen die Person gearbeitet hat, schlägt Mike eine Alternative vor. Am nächsten Tag treffen Nacho und Tuco wie jede Woche Tucos Unterhändler in einem Restaurant, wo diese ihre Erträge an Tuco abliefern. Wie geplant fährt Mike vor dem Restaurant vor und streift dabei Tucos Wagen. Sofort fordert Tuco Wiedergutmachung von Mike, der die Situation absichtlich eskalieren lässt. Wie von Nacho und Mike erwartet, stürzt Tuco sich auf Mike und beginnt, auf ihn einzuprügeln, nachdem Mike ihn entwaffnet hat. Besinnungslos drischt Tuco auf Mike ein, während sich mehrere Polizeiwagen nähern, die Mike zuvor alarmiert hatte. Tuco macht sich daraufhin aus dem Staub, um das Geld in Sicherheit zu bringen.

Vorgehen gegen Hector Salamanca

Tuco wird jedoch verhaftet und ihm droht aufgrund seines illegalen Waffenbesitzes und seines Angriffs auf Mike eine lange Gefängnisstrafe. Daraufhin schaltet sich jedoch Tucos Onkel, Don Hector Salamanca, persönlich ein und beginnt, Tucos Geschäfte zu übernehmen. Nacho muss daraufhin für Hector arbeiten und fungiert als dessen Handlanger und rechte Hand. Hector beginnt damit, Mike zu erpressen, damit dieser eine falsche Zeugenaussage macht und so Tucos Gefängnisstrafe reduziert wird. Auch Nacho kann nichts tun, um dies zu verhindern. Der stoische Mike kann jedoch aushandeln, für diese Dienstleistung immerhin gut bezahlt zu werden. Nacho wird später zu Mikes Haus entsandt, um ihm die Bezahlung zu übergeben. Die Hälfte des Geldes händigt Mike Nacho aus, da er seinen Auftrag nicht erfüllt hat, Tuco langfristig aus dem Weg zu räumen.

Nacho stellt Mike zur Rede

Einige Zeit später wird ein Transportwagen Hectors auf offener Straße überfallen und ausgeraubt, was Hectors Operationen einen schweren Schlag versetzt. Nacho erkennt jedoch schnell, dass Mike hinter dem Angriff stecken muss und auf diese Art und Weise Rache an Hector nimmt. Nacho sucht Mike daraufhin auf und konfrontiert ihm mit seinem Verdacht, der bestätigt wird. Nacho offenbart Mike aber auch, dass der Fahrer des Wagens, den Mike verschont hatte, von einem Zivilisten gerettet wurde, der später von dem wütenden Hector erschossen wurde. Auf Hectors Befehl hin bringt Nacho später den überlebenden Fahrer, Ximenez, in die Wüste, wo er von Hector verhört wird. Nacho sieht zu, wie Ximenez schließlich erschossen und verscharrt wird.

Da Tuco noch immer im Gefängnis sitzt, wird Nacho nun mit wichtigeren Aufgaben beauftragt; so ist es nun auch seine Aufgabe, die Erträge der einzelnen Dealer einzufordern. Als Domingo weniger Geld bringt, als gefordert, zwingt Hector Nacho, Domingo zusammenzuschlagen, um beiden eine Lektion zu erteilen. Hectors brutale Vorgehensweise hat zur Folge, dass Nacho langsam das Vertrauen in ihn und das Kartell verliert. Noch schlimmer wird es, als Hector aus Eifersucht auf den Erfolg seiner Partner Bolsa und Gus Fring beginnt, unberechenbare Schritte zu gehen. Dazu gehört unter anderem, dass Nacho zu Gus geschickt wird, um mehr Drogen einzufordern, als Hector zustehen. Die Forderung kommt Nacho fast teuer zu stehen, aber schließlich lässt man ihn doch mit den zusätzlichen Drogen gehen.

Nacho erfährt, was Hector für seinen Vater plant

Noch härter trifft es Nacho, als Hector verkündet, dass er nach neuen Wegen sucht, seine Drogen ins Land zu schmuggeln. Hector offenbart, dass er will, dass Nachos Vater und seine Polster-Firma als Front dienen und der entsetzte Nacho lässt sich zwar nichts anmerken, weiß aber genau, dass sein Vater sich niemals darauf einlassen wird. Da dies zweifelsohne die Ermordung seines Vaters zur Folge hätte, beschließt der panische Nacho, Hector aus dem Weg zu räumen, bevor es dazu kommen kann. Das Gespräch wird unterbrochen, als Hector darüber informiert wird, dass Tuco im Gefängnis einen Insassen erstochen hat und nun in Isolationshaft sitzt. Hector regt sich furchtbar auf, woraufhin er einen Hustenanfall hat und seine Herzmedikamente einnehmen muss, um sich zu beruhigen. Dabei lässt er eine der Pillen fallen, die Nacho heimlich an sich nimmt.

Nacho beschließt nun, Hectors Pillen heimlich auszutauschen und durch ein Placebo zu ersetzen. Er erhofft sich, dass Hector dadurch einen tödlichen Schlaganfall erleidet. Daher nimmt Nacho wieder Kontakt mit Pryce auf – der nach dem letzten Vorfall wieder von Mike begleitet wird. Mike erschließt sich auch direkt, was Nacho plant, doch er hält Nacho nicht auf. Stattdessen rät er Nacho nur, die Pillen wieder zurückzutauschen, nachdem Hector erledigt ist, damit der Verdacht nicht auf die Medikamente fallen kann. Nachdem Nacho mit Pryces Hilfe falsche Pillen erhalten hat, gelingt es ihm bei der nächsten Übergabe der Handlanger, heimlich Hectors Pillendose mit den falschen Pillen zu füllen. Schon bald kommt es zu einem neuen Treffen zwischen Hector, Gus und Bolsa, bei dem Hector so in Rage verfällt, dass er die falschen Pillen einnimmt. Nacho nimmt dies ohne Regung zur Kenntnis.

Nacho flieht seinen Vater zur Kooperation an

Da er jedoch weiß, dass Hector nicht schnell genug sterben wird, will Nacho seinen Vater auf das Schlimmste vorbereiten. Er offenbart ihm daraufhin, dass er für die Salamancas arbeiten wird und dass Manuel seinen Betrieb daher eine Zeit zur Verfügung stellen muss. Nacho tut dies um seinen Vater zu schützen, aber Manuel ist erschüttert und enttäuscht von seinem Sohn, den er kurzerhand aus dem Haus wirft. Dennoch hat Nacho keine andere Wahl, als Hector kurz darauf zum Betrieb seines Vaters zu führen. Er will dafür sorgen, dass Hector und sein Vater sich erst gar nicht begegnen, aber Hector tritt sofort mit sadistischer Freude auf Manuel zu, den er nun als seinen Untergebenen ansieht. Zu Nachos Entsetzen bleibt sein Vater aber standhaft und will Hector aus seinem Betrieb werfen.

Als er auch noch das Geld ablehnt, welches der amüsierte Hector ihm anbietet, wandelt sich Hectors Grinsen zu einer kühlen, undurchsichtigen Fassade. Zwar ändert Manuel auf das Flehen seines Sohnes hin seine Meinung und akzeptiert Hectors Geld, doch Hector verlässt das Gebäude, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Nacho holt zu ihm auf, um ihm zu vergewissern, dass sein Vater an Bord ist, doch Hector entgegnet nur düster, dass er Manuel nicht vertraut. Nacho befürchtet daraufhin das Schlimmste. Daher beschließt er, seinen Vater zu schützen, indem er Hector ermordet, als dieser am nächsten Abend am Betrieb erscheint. Gerade als Nacho sich auf die Lauer legt, erscheinen neben Hector aber noch weitere Autos, aus denen unter anderem Bolsa und Gus steigen, Nacho sieht sich daraufhin gezwungen, seinen Angriff abzublasen und sich zu der Gruppe zu begeben. Hector ist nicht glücklich, Bolsa zu sehen, fasst es aber geradewegs als Beleidigung auf, dass auch Gus erschienen ist.

Nacho bezeugt das für Hector verhängnisvolle Treffen

Seine Laune wird nur noch schlechter, als Bolsa offenbart, von Don Eladio geschickt worden zu sein. Nach den Angriffen auf Hectors Transporter hat Eladio es als zu großes Risiko befunden, die Drogen des Kartells auf unterschiedliche Wege in die USA zu bringen. Daher hat er verfügt, dass sämtliche Drogentransporte über das Netzwerk von Gus Fring durchgeführt werden. Hector ist außer sich, als er davon hört und beginnt eine wilde Wuttirade, die schließlich in einem weiteren Herzanfall gipfelt. Nacho, der all dies bisher teilnahmslos bezeugt hat, wird aufmerksam als Hector sich seine Pillen greift. Auch die durch Nacho manipulierten Pillen helfen Hector nicht länger, so dass er zum Schock der anderen Anwesenden einen Schlaganfall erleidet und zusammenbricht. Sofort versucht Gus, Hector wiederzubeleben und Nacho nutzt das Chaos, um die Pillendosen heimlich wieder auszutauschen.

Doppelagent für Gus

Allerdings hat Gus sich schnell erschlossen, dass Nacho verantwortlich ist. Daher nutzt er eine Gelegenheit, in der Nacho und sein Partner Arturo für die Salamancas Drogen abholen sollen, um Arturo als Machtdemonstration zu ersticken und Nacho in seine Dienste zu zwingen – da er weiß, dass Nacho für Hectors Schicksal verantwortlich ist, kann er ihn erpressen. Um Arturos Tod zu verschleiern, wird daraufhin von Gus' Handlangern Tyrus und Victor auf einer abgelegenen Straße ein Angriff einer feindlichen Gang fingiert. Damit die Lüge echt wirkt, wird auch Nacho angeschossen, doch Gus' Leute verpassen ihm neben dem Schulterschuss noch einen weiteren Schuss in die Hüfte. In dieser Verfassung lassen sie Nacho mit einem Handy zurück und Nacho ruft mit letzter Kraft Marco und Leonel Salamanca an. Als diese erscheinen, finden sie Nacho fiebrig und der Bewusstlosigkeit nahe am Straßenrand vor.

Die Salamancas finden den schwer verwundeten Nacho

Es gelingt, Nachos Leben mithilfe eines Tierarztes zu retten, doch durch die notdürftige medizinische Versorgung – der Mann kann unter anderem die Kugel aus Nachos Schulter nicht entfernen – bleibt Nacho äußerst schwach. Darüber hinaus sind die Salamancas wie von Gus erwartet auf Rache aus, woraufhin Nacho sie zum Lager einer rivalisierenden Gang führt und behauptet, diese hätte ihn und Arturo attackiert. Sofort steigen die Salamancas aus dem Wagen und eröffnen das Feuer auf die Feinde. Da sie stark in der Unterzahl sind, schleppt Nacho sich mit letzter Kraft ebenfalls aus dem Wagen und kann einen Feind hinterrücks erschießen. Bevor er mehr leisten kann, haben die Salamancas aber bereits alle Feinde aus dem Weg geräumt und damit insgeheim Gus den Weg eröffnet, das Territorium der nun ausgelöschten Gang zu übernehmen.

In seiner entsetzlichen Verfassung kann Nacho sich zurück zur Wohnung seines Vaters schleppen, in diese einbrechen und auf dessen Sofa zusammenbrechen. Als sein Vater später nach Hause zurückkehrt, ist er entsetzt, seinen Sohn in dieser Form zu sehen. Entkräftet bittet Nacho nur darum, sich ausruhen zu dürfen. Einige Monate später hat Nacho sich jedoch wieder erholt und arbeitet in seiner Funktion als Doppelagent weiter für sowohl die Salamancas als auch für Gus. Da der Großteil der Salamancas mittlerweile ausgefallen ist, kann Nacho davon profitieren und die Geschäfte der Familie in Albuquerque übernehmen. Schließlich aber erscheint Hectors Neffe Lalo in Albuquerque, um die Geschäfte zu übernehmen und Nacho abzulösen. Dies will Gus ausnutzen und zwingt Nacho, ihn fortan über Lalos Pläne auf dem Laufenden zu halten.

Nacho informiert Gus über Lalos Pläne

Da die Feindschaft mit den Salamancas für Gus etwas sehr persönliches ist, ist er dafür auch zu radikalen Schritten bereit. So bedroht er das Leben von Nachos Vater und fordert so mit Nachdruck, dass Nacho sich Lalos Vertrauen erwirbt. Dies gelingt dem besorgten Nacho, indem er bei einer Drogenrazzia der DEA in das Gebäude eindringt und in einer halsbrecherischen Aktion die dort gelagerten Drogen stiehlt. Fortan nimmt Lalo Nacho als rechte Hand wahr, so dass Nacho Lalos Pläne an Gus weiterleiten kann. Durch den bei der Razzia verhafteten Domingo kann Nacho mit Hilfe McGills – der mittlerweile unter dem Namen Saul Goodman arbeitet – für Lalo dafür sorgen, dass Domingo als DEA-Informant über Gus' Drogendealer aussagt und diese verhaftet werden. Zwar war Gus durch Nacho vorgewarnt, hat aber nichts unternommen, da Nacho sonst vermutlich auffliegen würde. Selbst als Lalo später wegen eines Mordes verhaftet wird, lässt er Nacho aus dem Gefängnis noch Befehle zukommen.

Dazu gehört unter anderem, dass Nacho Gus' Los Pollos Hermanos-Filliale in Albuquerque niederbrennen soll. Auch darüber informiert Nacho Gus, der sich wütend entscheidet, auch dies geschehen zu lassen. Kurzerhand brennen Nacho und Gus das Gebäude gemeinsam nieder und Lalo erfährt schnell davon. Kurz darauf kommt Lalo dank Saul Goodman auf Kaution aus dem Gefängnis frei und will sich daraufhin von Nacho über die Grenze bringen lassen, um zurück nach Mexiko zu flüchten. Allerdings ändert er seine Meinung kurzerhand da er mit der Fehde mit Gus noch nicht abgeschlossen hat. Daher fordert er den missmutigen Lalo auf, ihn nach Mexiko zu begleiten. Da er keine Alternative hat, fährt Nacho Lalo zu seiner Hacienda in Chihuahua, wo Nacho schon bald dem Kartell-Boss Don Eladio vorgestellt werden soll; aufgrund seiner Leistungen hat Lalo ihn zur Beförderung vorgeschlagen. Sein unfreiwilliger Aufenthalt in Lalos befestigter Hacienda wird für Nacho noch stressiger, als er einen anonymen Anruf von Handlangern von Gus erhält.

Nacho trifft Don Eladio

Diese planen einen Angriff auf die Hacienda, um Lalo zu töten und Gus dieses Feindes zu entledigen. Nacho soll daher in der Nacht ein Tor öffnen, um das Mörder-Team in die Anlage zu lassen. Am Nachmittag wird Nacho aber zuerst zu Don Eladio und seiner Hacienda gebracht, wo Lalo die beiden miteinander bekannt macht. Eladio nimmt sich Zeit für ein privates Gespräch mit Nacho, um diesen genauer kennen zu lernen. Nachos Ehrgeiz beeindruckt Eladio, so dass das Treffen jovial und ohne Zwischenfälle verläuft. Zurück in Lalos Hacienda will Nacho in der Nacht wie gefordert das Tor öffnen, was ihm auch gelingt, nachdem er den aufmerksamen Lalo abgelenkt hat. Sofort stürmen mehrere maskierte und schwerbewaffnete Söldner durch das Tor hinein. Nacho informiert sie, dass Lalo in der Küche ist, bevor er selbst durch das Tor flieht und die Hacienda hinter sich lässt. Dadurch entgeht ihm jedoch, dass Lalo den Angriff überlebt hat und die Feinde ausschalten konnte.

Nacho schlägt sich zu Fuß durch und kann Kontakt mit Mike aufnehmen. Er wird an ein abgelegenes Motel geschickt, wo er ausharren soll, bis man ihn sicher zurück in die Vereinigten Staaten bringen kann. Allerdings muss Nacho schon bald feststellen, dass er für Gus ausschließlich ein Mittel zum Zweck ist und dieser keinerlei Absichten hat, ihn am Leben zu lassen; so lange Nacho lebt, ist er eine Gefahr für Gus und seine Pläne. Zwar ist Nacho nicht klar, dass Lalo noch lebt, aber die Salamancas sind dennoch außer sich vor Zorn und beginnen sogleich die Jagd auf ihn zu eröffnen. Auch Eladio setzt ein Kopfgeld auf den Verräter aus, so dass Nacho kaum noch Möglichkeiten bleiben. Um Nacho aus dem Weg zu räumen und den skeptischen Salamancas keine Möglichkeit zu bieten, die Verbindung zwischen ihm selbst und Varga zu ziehen, lässt Gus daher absichtlich Nachos Standort an die Salamancas durchsickern; er hofft, dass Nacho nicht lebendig gefangen wird, sondern sich zur Wehr setzt und im Feuergefecht erschossen wird.

Nacho stirbt

Zwar kann Nacho entkommen, als die Salamanca-Zwillinge Marco und Leonel das Motel stürmen, doch ihm ist klar, dass er vollkommen auf sich allein gestellt ist und darüber hinaus auch Gus keinerlei Absichten hat, ihm zu helfen. Daher schlägt Nacho sich zu einer abgelegenen Tankstelle durch und nimmt dort telefonisch Kontakt mit seinem Vater auf. Das Gespräch dauert nicht lange und Nacho informiert seinen Vater auch nicht über seine Lage; stattdessen will er einfach nur seine Stimme hören. Im Anschluss ruft Nacho Mike an und verspricht ihm und Gus, sich selbst auszuliefern, wenn diese im Gegenzug das Leben seines Vaters garantieren und schützen. Nachdem man ihm dies versprochen hat, wird ein Plan geschmiedet. Ein Treffen zwischen Gus, Bolsa und den Salamancas wird vereinbart und der scheinbar gefangene Nacho soll dort gestehen, wer ihn angeheuert hat. Nacho behauptet verächtlich, dass es eine peruanische Gang war und macht glaubhaft seinen brennenden Hass auf die Salamancas deutlich. Dabei offenbart er Hector auch triumphierend, dass er derjenige ist, der Hector in den Rollstuhl verfrachtet hat, bevor er aufspringt, sich Bolsas Waffe packt und sich nach kurzem Zögern selbst in den Kopf schießt.

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