Schurken Wiki
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“Glaubst du immer noch an die Menschen? Selbst nach dem, was du erlebt hast? [...] Weißt du, was die Gemeinsamkeit zwischen jemandem ohne Geld und zu viel Geld ist? Das Leben macht einfach keinen Spaß! Wenn man zu viel Geld hat, kann man so viel kaufen, essen und trinken wie man will, aber irgendwann wird es langweilig. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt fingen meine Klienten an, mir zu sagen, dass ihnen das Leben keinen Spaß mehr macht [...] Deshalb haben wir uns alle zusammengesetzt und gegrübelt; was könnte uns im Leben noch Spaß machen? [...] Glaubst du jetzt immer noch an die Menschen?”

— Il-nam hinterfragt Gi-huns Optimismus

“Als ich noch klein war, hatte ich mit meinen Freunden so viel Spaß, egal was wir gespielt haben. Noch ein einziges Mal vor meinem Tod wollte ich wieder so fühlen. Dieses Gefühl, das man als reiner Zuschauer nie erleben kann... ich wollte es wieder erleben!”

— Il-nams Beweggründe

Oh Il-nam, auch als Gganbu und insgeheim auch als der Gastgeber bekannt, ist ein zentraler Charakter aus der 2021 erschienenen koreanischen Drama-Serie Squid Game. Er ist ein unterstützender Hauptcharakter, offenbart sich im Finale der Staffel aber als direkter Verantwortlicher für die grausamen Ereignisse der Handlung.

Il-nam ist ein schwerreicher Geschäftsmann, den seine Unmengen an Geld nicht mehr glücklich machen. In der Hoffnung, doch noch Spaß und Nervenkitzel verspüren zu können, hat er deswegen sadistische Spiele entworfen, in denen schwer verschuldete Personen an scheinbaren Kinderspielen teilnehmen, in denen sie im Falle ihres Scheiterns den Tod finden. Da ihn ein Hirntumor diagnostiziert wurde, nimmt Il-nam schließlich sogar selbst an diesen Spielen teil und wird dabei ein Vertrauter des glücklosen Gi-hun, der nicht ahnt, um wen es sich bei seinem "Gganbu" in Wirklichkeit handelt.

Er wurde von Oh Young-soo dargestellt und im Deutschen von Freimut Götsch synchronisiert.

Biographie

Vergangenheit

In seiner Jugend lebte Il-nam in Armut in einem Vorort Seouls. Obwohl seine Familie mittellos war, hatte er großen Spaß an seiner Jugend und genoss es in höchstem Maße, mit den Nachbarskinder allerlei Spiele zu spielen. Als erwachsener Mann heiratete Il-nam und hatte einen Sohn. Es gelang ihm zudem, die Armut hinter sich zu lassen und auf unbekanntem Wege – möglicherweise durch Kreditvergabe – zu einem schwerreichen Mann zu werden. Als Multimilliardär begann er, das Leben in vollen Zügen auszukosten, doch er erreichte irgendwann an einen Punkt, an dem ihm sein vieles Geld nicht mehr befriedigen konnte.

Gespräche mit einiger seiner internationalen Klienten offenbarten, dass auch diese keinen Weg mehr fanden, Spaß zu empfinden und sich sehr danach sehnten. Il-nam hatte daraufhin einen Einfall. Er erwarb eine abgelegene Insel, auf der er eine unterirdische Anlage errichtete. In dieser plante er, jährlich Spiele abzuhalten, die für Nervenkitzel und Amüsement seiner Klienten dienen sollten. Zu diesem Zweck rekrutierte er Handlanger und spannte ein Netzwerk über das ganze Land. Er suchte gezielt nach Versagern und Personen, die hohe Schulden hatten, um sie mit einem extrem hohen Preisgeld zur Teilnahme an den Spielen zu bewegen. Tatsächlich aber waren diese Spiele, die in ihrer Grundform auf den Spielen basierten, die Il-nam in seiner Kindheit so gerne spielte, tödlich für all jene, die sie verloren.

Dennoch gelang es Il-nam stets, durch das Versprechen eines milliardenschweren Preisgelds genug Teilnehmer zu rekrutieren, um ein Spektakel für seine Kunden zu veranstalten. Diese sahen den Spielen durch Übertragungen zu, einige auserwählte VIPs wurden allerdings jedes Jahr zu den späteren Spielen auf die Insel eingeladen, um sie dort live zu betrachten. Als Il-nam älter wurde und ihm außerdem ein Hirntumor im Endstadium diagnostiziert wurde, gab er einen Großteil seiner Verantwortung an den ehemaligen Spiel-Sieger Hwang In-ho ab, der fortan als sein Stellvertreter und Frontmann agierte. Allerdings beschloss Il-nam, dass er vor seinem Tod einmal selbst an den Spielen teilnehmen wollte, um noch ein letztes Mal das Vergnügen zu spüren, welches er als Kind so gerne erlebte. Entsprechend wird Il-nam als Teilnehmer 001 in das nächste Spiel eingesetzt.

Erstes Spiel

Il-nam trifft Gi-hun

Während die für die Spiele rekrutierten Teilnehmer in einem Schlafsaal auf der Insel nach und nach wieder zu sich kommen, wird einer von ihnen, Gi-hun ,auf Il-nam aufmerksam, der auf einem Bett sitzt und die Teilnehmer zu zählen versucht. Gi-hun hält Il-nam für einen freundlichen Alten und die beiden kommen kurz ins Gespräch. Il-nam verrät, dass er weiterzählen wird, um Demenz vorzubeugen, und sie sprechen über ihren generellen Stand im Leben, wobei Il-nam auch von seinem Tumor verrät. Kurz darauf wird das erste Spiel initiiert und Il-nam geht von den 456 Teilnehmern als einziger in vollem Wissen in das Spiel, was sie erwartet und was die Konsequenzen des Scheiterns sind. Außerdem ist Il-nam im Gegensatz zu allen anderen vor den Konsequenzen gefeit und damit absolut sicher.

Die Gruppe wird in eine große Halle geführt, wo ihnen eine Lautsprecheransage offenbart, dass sie das koreanische Kinderspiel Rotes Licht, grünes Licht spielen werden. Wie alle anderen Spiele ist dies von Il-nams Kindheitserinnerungen inspiriert, weswegen Il-nam auch die Herausforderung genießt, die sich ihm bietet. Die Herausforderung besteht daraus, innerhalb eines Zeitlimits die Ziellinie am anderen Ende der Halle zu überqueren, sich dabei aber nur bewegen, solange die Phrase "Rotes Licht, grünes Licht!" erklingt. Ihnen wird eingeschärft, dass sie aus den Spielen ausscheiden werden, wenn sie sich in der Ruhephase trotzdem noch bewegen.

Il-nam genießt die Herausforderung

Alle Teilnehmer halten das Spiel für lächerlich, bis sich einer der Teilnehmer in einer Ruhephase noch bewegt und augenblicklich erschossen wird. Sofort bricht Panik aus, in deren Verlauf noch dutzende weitere Spieler erschossen werden, da das Spiel gnadenlos weiterläuft. Die Überlebenden erkennen jedoch, dass sie das Spiel in der zeitlich vorgegebenen Frist bewältigen müssen, um nicht ebenfalls "disqualifiziert" zu werden. Entsprechend geben sie ihr bestes, das Spiel zu gewinnen, während Il-nam als einziger Anwesender wirklichen Spaß an dem Spiel hat. Letztlich überquert er die Ziellinie binnen des Zeitlimits und gehört zu den Überlebenden. Alle Überlebenden – weniger als die Hälfte der Teilnehmer – werden daraufhin zurück in den Schlafsaal geführt.

Als die Angestellten des Spiels zurückkehren, um die zweite Runde zu initiieren, bricht Panik und Verzweiflung aus, bis einer der Teilnehmer, Cho Sang-woo, gemäß der Regeln des Spiels eine Abstimmung über das Weiterspielen initiiert; falls die Mehrzahl der Teilnehmer dafür stimmt, die Spiele zu beenden, ist dies den Regeln zufolge beschlossene Sache. Diese Entscheidung wird von den Mitarbeitern respektiert, so dass im Folgenden jeder Teilnehmer hinsichtlich seines Wunsches, weiterzuspielen, befragt wird. Bevor dieser Prozess beginnt, gibt einer der Manager des Spiels jedoch wie versprochen die Höhe des Preisgelds preis; pro ausgeschiedenem Teilnehmer werden eine Million Won berechnet.

Il-nam beendet die Spiele

Entsprechend liegt das Preisgeld bereits nach der ersten Runde bei 25, 5 Milliarden Won, die an die Hinterbliebenen der ausgeschiedenen Spieler gezahlt werden sollen, falls die Spieler entscheiden, das Spiel zu beenden. Die schiere Menge des Preisgelds überzeugt einige der zuvor verängstigten Teilnehmer, die Risiken des Spiels doch noch eingehen zu wollen, weswegen es zu dem Zeitpunkt, an dem nur noch Il-nam seine Wahl fällen muss, unentschieden steht. Nach kurzem Zögern beugt Il-nam sich dem verzweifelten Wunsch vieler Teilnehmer und beendet durch die Abgabe seiner Stimme das Spiel – in dem Wissen, dass die meisten Teilnehmer bald schon zurückkehren werden.

Weitere Teilnahme

In dem Stadtteil Ssangmun-dong trifft Il-nam kurz darauf mehr oder weniger zufällig auf Gi-hun. Die beiden setzen sich vor einem Laden zusammen und teilen Essen und Trinken, während sie sich unterhalten. Im Verlauf des Gesprächs teilt Il-nam Gi-hun schließlich auch mit, dass er sich entschieden hat, zum Spiel zurückzukehren, da er sein restliches Leben nicht einfach nur auf den Tod warten will. Wie von Il-nam geplant, gelingt es ihm durch das Gespräch, Zweifel in Gi-hun zu säen und ihn dadurch letztendlich dazu zu bringen, ebenfalls wieder an den Spielen teilzunehmen. Somit ist Gi-hun sogar das erste Gesicht, welches Il-nam sieht, als er im Schlafsaal der Teilnehmer wieder aus seiner Narkose erwacht.

Il-nam sticht seine Form aus

Tatsächlich wird Il-nam von Gi-hun sogar in seine Gruppe aufgenommen; unter den Rückkehrern ist es zu einer Teambildung gekommen. Gemeinsam mit Gi-hun, Sang-woo und Ali sitzt Il-nam daher beim Mittagessen zusammen. Als Sang-woo überlegt, was die nächste Herausforderung sein könnte, wirft Il-nam ein, dass es angesichts des ersten Spiels ein Spiel sein könnte, welches sie aus ihrer Kindheit kennen. Der Tag endet ereignislos, doch am nächsten Morgen ertönt eine Durchsage, laut der das zweite Spiel in Kürze beginnt. Die Teilnehmer werden in eine neue Halle geführt und müssen dort aus Kreis, Dreieck, Stern und Regenschirm ein Symbol wählen.

Im Gegensatz zu dem Rest des Teams weiß Il-nam, dass es die Aufgabe sein wird, das von ihnen gewählte Symbol mit einer Nadel fehlerfrei aus einer Form aus gehärtetem Zucker auszustanzen; schaffen sie dies innerhalb des Zeitlimits nicht oder zerbrechen die Form, werden sie erschossen. Da sein Team – ohne dieses Vorwissen – beschließt, dass jeder eine andere Form wählen sollte, überlässt Il-nam den anderen Teammitgliedern die Wahl. Dadurch erhält er letztendlich das Symbol Stern und muss diesen in den nächsten zehn Minuten ausstanzen. Aufgrund der schwierigen Form des Sterns droht Il-nam zu scheitern, doch dann nimmt er sich ein Beispiel an Gi-hun, der den Zucker schmilzt, indem er die Rückseite der Form ableckt.

Il-nam ist wegen des Massakers verstört

Die Freude über den Sieg ist aber nur von kurzer Dauer, da im Schlafsaal schon bald Konflikte ausbrechen, als die Essensrationen knapper ausfallen und es zu Machtkämpfen der Teilnehmer kommt. Dabei wird einer der Teilnehmer von dem Rohling Deok-su zu Tode geprügelt. Zur Überraschung der größtenteils entsetzten Teilnehmer führt dies allerdings keinerlei Sanktionen mit sich, sondern führt lediglich zur Disqualifizierung des getöteten Mannes. Dadurch erkennen die Teilnehmer, dass es ihnen möglich ist, Rivalen und Feinde innerhalb des Schlafsaals ohne Konsequenzen auszuschalten. Sang-woo und seine Kameraden planen daher, sich vorzubereiten, da sie einen nächtlichen Angriff der Feinde fürchten.

Tatsächlich beginnt ein Massaker unter den Teilnehmern, sobald das Licht abgeschaltet wird. Die chaotischen und brutalen Umstände innerhalb des Schlafsaals erweisen sich letztlich aber als zu viel für Il-nam, der plötzlich einen Panikanfall hat und verzweifelt ruft, dass sie noch alle umkommen werden. Da Il-nam nun Gefahr droht, lässt der Frontmann sofort bewaffnete Soldaten in die Halle stürmen und die Kämpfe beenden. Il-nams Team kommt letztendlich mit dem Schrecken davon und wird nicht ernsthaft verletzt. Die Mitglieder setzen sich daraufhin, um zu verschnaufen. Sie nutzen die Gelegenheit, um sich einander beim Namen vorzustellen. Il-nam täuscht einen Anflug von Demenz vor, um seinen Namen nicht nennen zu müssen.

Il-nam erklärt seinem Team, wie sie vorgehen werden

Nach einer ruhelosen Nacht wird am nächsten Morgen nun das nächste Spiel eingeleitet. Die Teilnehmer werden dabei im Voraus gebeten, Teams aus jeweils zehn Personen zu bilden, wobei ihnen nicht offenbart wird, was das Team leisten muss. Schlussendlich steht ein Team, in das sich die von Deok-su verstoßene Mi-nyeo selbst einlädt. Nachdem die Zehnerteams gebildet wurden, werden sie in eine andere Halle geführt, in deren Mitte zwei hohe Türme stehen. Die Teams müssen nun gegeneinander Tauziehen spielen; die Teammitglieder werden dabei an das Tau gekettet und müssen das gegnerische Team über den Rand des Turms in den Abgrund ziehen.

Gganbu

Il-nams Kameraden sind niedergeschlagen, da ihr Team nicht gerade durch körperliche Kraft brilliert, doch der alte Il-nam ergreift das Wort. Er erklärt, dass es beim Tauziehen entgegen aller Erwartungen nicht allein auf Kraft, sondern auf die richtige Strategie ankommt. Er behauptet, dass sie mit der richtigen Taktik und vollkommener Einheit selbst körperlich überlegene Teams schlagen können. Während der Fahrstuhl sie den Turm hinaufbefördert, schärft Il-nam seinem Team ein, wie genau sie stehen und sich verhalten müssen, um zu gewinnen. Aus Verzweiflung heraus halten sich alle an Il-nams Befehle und zur Überraschung des Gegnerteams und der restlichen Teilnehmer können sie sich tatsächlich bewähren.

Il-nam und sein Team gewinnen das Tauziehen

Indem sie sich für die ersten zehn Sekunden ausschließlich nach hinten lehnen, überrumpeln und verwundern sie ihre Gegner, bevor sie dann selbst zu ziehen beginnen. Sie können die Gegner so aus der Fassung und aus dem Rhythmus bringen, nur um dann einheitlich ruckartig zu ziehen. Auf diese Art und Weise ziehen sie die Gegner fast in den Abgrund hinein, doch dann kommen sie wieder zur Besinnung und stemmen sich dagegen. Nun findet Il-nams Team sich plötzlich mit dem nahenden Tod konfrontiert, bis Sang-woo ruft, dass sie auf sein Kommando alle drei Schritte nach vorne treten sollen, um die Gegner zu Fall zu bringen. Tatsächlich kommt es genau so und da die Gegner zu Boden stürzen, können Il-nam und die anderen sie problemlos in den Abgrund ziehen.

Dadurch gewinnen sie entgegen aller Erwartungen das Spiel und können in den Schlafsaal zurückkehren. Da sie befürchten, dass es in der nächsten Nacht wieder zu Kämpfen kommen wird, bauen sie sich eine Art Schutzwand aus den Metall-Gestellen ihrer Betten und beschließen, dass immer zwei von ihnen Wache halten werden. Gemeinsam mit Gi-hun übernimmt Il-nam die zweite Schicht. Während sie Ausschau halten, erkennt Il-nam, dass Gi-hun wegen etwas sehr mitgenommen ist. Die beiden kommen ins Gespräch und Gi-hun verrät Il-nam, dass die Ereignisse ihn an traumatisierende Zeite seiner Vergangenheit erinnern. Während des Gesprächs sackt Il-nam aber plötzlich keuchend in sich zusammen. Als der besorgte Gi-hun an ihn herantritt, bemerkt er, dass Il-nam schweres Fieber hat und versucht besorgt, ihn zu kühlen.

Il-nam und Gi-hun arbeiten zusammen

Am nächsten Morgen geht es Il-nam nicht viel besser, er ist außerdem peinlich berührt, da er sich eingenässt hat. Um dies vor den anderen zu verbergen und Il-nams Würde zu bewahren, bindet Gi-hun dem dankbaren Alten daraufhin seine Jacke um die Hüften. Unmittelbar darauf werden die Teilnehmer aus dem Schlafsaal geführt und in die Spielarena für das nächste Spiel gebracht. Dort wird ihnen verkündet, dass sie paarweise spielen werden und sich daher einen Partner unter den Teilnehmern suchen müssen. Gi-hun findet dabei lange keinen Partner, bis Il-nam plötzlich an ihn herantritt, um ihm seine eigene Jacke auszuhändigen. Er behauptet, dass die anderen Gi-hun für schwach halten, wenn er keine Jacke trägt. Mit diesen Worten tritt er davon, aber Gi-hun entscheidet sich daraufhin, gemeinsam mit Il-nam zu spielen.

Gerührt schlägt Il-nam ein und die beiden werden mit den restlichen Teams in die Arena geführt. Diese hat die Form der Vorstadt-Nachbarschaft, in der Il-nam aufwuchs, weswegen dieser sich sogleich nostalgisch in seine Kindheit zurückversetzt sieht. Seine Freude wird nur noch größer, als sowohl ihm als auch Gi-hun ein Beutel mit jeweils zehn Murmeln ausgeteilt wird. Verzückt in seinen Kindheitserinnerungen schwelgen verkündet Il-nam stolz, dass er in seiner Kindheit ein sehr guter Murmelspieler war, was Gi-hun auch von sich behauptet. Begeistert behauptet Il-nam, dass sie dann einen Gganbu-Pakt schließen sollen – eine Art Bruderschaft, die sie zu besten Freunden macht. Gut gelaunt stimmt Gi-hun zu und die beiden schließen wie Kinder einen Pakt.

Il-nam triumphiert beim Murmelspiel

Ihre Euphorie nimmt ein jähes Ende, als eine Lautsprecherdurchsage offenbart, dass die Teilnehmer im folgenden Spiel nun gegen ihren Partner spielen müssen und diesem gewaltfrei alle zehn Murmeln abnehmen müssen, die er besitzt; die Art, wie sie dies tun, ist ihnen freigestellt. Während Gi-hun entsetzt erkennt, was dies bedeutet, ist Il-nam aufgrund seiner Demenz und seinen sehnsüchtigen Erinnerungen viel zu sehr in seiner Kindheit versunken und beginnt, ein kindisches Verhalten zu manifestieren. Verzweifelt versucht Gi-hun aufgrund des Zeitlimits, Il-nam davon zu überzeugen, das Spiel zu beginnen, kann aber gar nicht zu diesem durchdringen. Stattdessen schreitet dieser auf der Suche nach seinem Wohnhaus ziellos durch die Gassen.

Nach einiger Anstrengung bringt Gi-hun Il-nam aber doch dazu, mit ihm zu spielen. Zu Gi-huns Entsetzen erweist sich Il-nam als unschlagbar und nimmt ihm eine Murmel nach der anderen ab. Als Gi-hun kurz vor der Niederlage und somit dem Tod steht, setzt plötzlich ein scheinbarer weiterer Demenzanfall Il-nams ein. Dies hat zur Folge, dass Gi-hun Il-nams Alter und seine Schwerhörigkeit schweren Herzens gegen ihn verwenden kann und sich so unrechtmäßig Murmeln erspielen kann. So wendet sich das Blatt und der von Selbsthass erfüllte Gi-hun sammelt scheinbar alle Murmeln von Il-nam ein. Er will diese gerade einem der Aufpasser präsentieren, da offenbart Il-nam, noch eine letzte Murmel zu besitzen.

Il-nam dankt Gi-hun für die gemeinsame Zeit

Anstatt weiterzuspielen, steht Il-nam aber ein weiteres Mal auf und beginnt verblendet, nach seinem Wohnhaus zu suchen. Er findet tatsächlich ein genaues Imitat seiner damaligen Wohnung, während Gi-hun aufgrund der wenigen Minuten, die noch verbleiben, kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht. Er versucht verzweifelt, Il-nam aus seiner Nostalgie zu reißen, doch dieser redet nur glücklich davon, wie sein Sohn damals im Innenhof gespielt hat. Als Gi-hun ihn weinend an den Schultern packt und um ein letztes Spiel anfleht, fragt Il-nam plötzlich, ob sie dann um alle Murmeln spielen wollen. Perplex behauptet Gi-hun, dass dies nicht fair wäre, woraufhin Il-nam scharf fragt, ob es denn fair war, ihn zu täuschen und ihm seine Murmeln zu stehlen.

Geschockt und von Schuldgefühlen überwältigt erkennt Gi-hun, dass Il-nam die ganze Zeit durchaus bei Sinnen war und kann seinem Gganbu vor Scham nicht einmal mehr in die Augen sehen. Daraufhin greift Il-nam Gi-huns Hand und händigt ihm seine letzte Murmel aus. Friedlich behauptet er, dass sie immerhin Gganbu sind und dass die Murmel somit Gi-hun gehört. Er dankt Gi-hun für alles, was dieser für ihn getan hat und dass er wegen ihm vor seinem Ende noch eine gute Zeit hatte. Dankbar umarmt er den weinenden Gi-hun, bevor dieser als Sieger aus der Halle geführt wird. Il-nam ruft Gi-hun noch seinen Namen hinterher, bevor er scheinbar an Ort und Stelle hingerichtet wird.

Offenbarung

Il-nam liegt im Sterben

Allerdings ist die Hinrichtung nur Show, um Il-nams Ausscheiden aus den Spielen zu erklären. Il-nam nimmt im Folgenden wieder seine Rolle als Gastgeber wahr, ist aber zu sehr in die Spiele versunken, als dass er sich durch die Ankunft der VIPs ablenken lassen will. Entsprechend trägt er dem Frontmann auf, sich um die VIPs zu kümmern, damit er den Rest der Spiele in Ruhe beobachten kann. Die Spiele enden schlussendlich mit dem Sieg von Gi-hun, der Sang-woo im Finale schlägt. Um seinen Freund zu retten, wollte Gi-hun aufgeben, doch Sang-woo beging Selbstmord, so dass Gi-hun automatisch zum Sieger wurde.

In dem nächsten Jahr verschlechtert Il-nams Gesundheitszustand sich rapide und er steht kurz vor dem Tod. Seine letzten Tage verbringt er in einem Apartment im Sky-Gebäude in Seoul, hat aber noch eine Herzensangelegenheit zu erledigen. Als er erfährt, dass Gi-hun seinen enormen Gewinn aus den Spielen im gesamten letzten Jahr nicht angerührt hat, lässt er diesem eine Botschaft von seinem gganbu zukommen und lädt ihn in sein Apartment ein. Tatsächlich findet sich der depressive und teilnahmslose Gi-hun schließlich dort ein und ist entsetzt, den für tot gehaltenen Il-nam zu sehen.

Il-nam offenbart Gi-hun alles

Il-nam weist aus dem Fenster und zeigt auf einen Obdachlosen, der seiner Aussage zufolge bereits seit Stunden am Straßenrand sitzt. Er ignoriert Gi-huns zornige Forderung nach einer Erklärung, sondern behauptet lediglich beiläufig, dass der Mann draußen erfrieren wird, wenn ihm niemand zur Hilfe kommt. Er fragt Gi-hun scharf, ob dieser dem wertlosen Alten dort draußen helfen würde und fragt, ob er nicht noch ein finales Spiel mit ihm spielen will. Il-nam behauptet, dass Gi-hun das Spiel gewinnt, wenn jemand bis vor Mitternacht dem Obdachlosen hilft und dass Il-nam gewinnen wird, wenn kein Mensch erscheint, um dies zu tun.

Rasend vor Zorn und Verzweiflung droht Gi-hun, Il-nam an Ort und Stelle zu töten, doch dieser entgegnet sanft, dass Gi-hun dann seine Antworten nicht bekommt. Falls Gi-hun sich aber zu dem vorgeschlagenen Spiel bereiterklärt, werde Il-nam ihm während sie warten sämtliche Fragen beantworten, die er hat. Aufgebracht lässt Gi-hun von Il-nam ab und willigt ein, die letzten zwanzig Minuten bis Mitternacht auszusitzen. Er verkündet düster, dass er Il-nam töten wird, falls dieser verliert, was Il-nam akzeptiert. Wie versprochen beginnt Il-nam daraufhin, Gi-huns Fragen zu beantworten und verrät ihm, wie er dazu kam, die Spiele zu erfinden und zu begründen.

Il-nam stirbt

Er erklärt auch, dass er Gi-hun kontaktiert hat, da er hörte, dass dieser sein Preisgeld bisher nicht angerührt hat. Er fragt, ob dies aus einem Schuldbewusstsein Gi-huns heraus entspringt, woraufhin Gi-hun zischt, dass Il-nam dieses Wort nicht in den Mund nehmen sollte. Il-nam beharrt aber darauf, dass Gi-hun jedes Recht hat, sein Geld zu benutzen, da das Leben zu kurz ist, es zu verschwenden. Schlussendlich erklärt Il-nam, dass der Grund für die Spiele die Langeweile seiner reichen Klienten war und dass die hunderten Tode ausschließlich Spaß für Superreiche waren; dies war auch der Grund dafür, dass er selbst an den Spielen teilnahm und dort auch Gi-huns Leben verschonte.

Il-nam schließt mit den Worten, dass er Gi-hun verschonte, da er dank diesem einen Riesenspaß hatte und sich an all die schönen Dinge an seiner Kindheit zurückerinnerte. Kurz bevor die Uhr Mitternacht erreicht, kehrt unten auf der Straße plötzlich eine Frau, die zuvor an dem Obdachlosen vorbeiging, mit einer Polizeistreife zurück. Sie helfen dem Obdachlosen und Gi-hun erkennt glücklich, dass sich seine Hoffnung in das Gute in den Menschen schließlich doch ausgezahlt hat. Als er sich Il-nam zuwendet, muss er jedoch erkennen, dass dieser gestorben ist. Düster behauptet Gi-hun, dass er hofft, dass Il-nam seine Niederlage noch miterlebt hat und verlässt dann das Gebäude.

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