“Tja, ich habe nun einmal eine Schwäche für Kinder...”

— Orianna impliziert ihre wahre Natur

Orianna ist eine Schurkin aus dem 2015 erschienenen Videospiel The Witcher 3: Wild Hunt. Sie erschien zum ersten Mal ohne Hintergrundgeschichte in dem Launch-Trailer A Night to Remember des Hauptspiels und kehrte als Charakter und Schurkin in der zweiten Story-Erweiterung, Blood and Wine, zurück.

Sie wurde im Trailer von Zsuzsanna Rácz dargestellt. Im Spiel wurde sie im Polnischen von Barbara Kałużna und im Englischen von Laura Doddington gesprochen.

Biographie

Vergangenheit

Orianna ist ein mächtiger niederer Vampir – genauer gesagt eine Bruxa. Dies verleiht ihr neben Fähigkeiten wie Fast-Unsterblichkeit, Unsichtbarkeit sowie enorme Schnelligkeit auch die Kraft, fortwährend menschliche Form anzunehmen. Im Gegensatz zu vielen anderen niederen Vampiren ist Orianna kein blutdurstiges Monster, sondern ist in menschlicher Form unter die Menschen gegangen und hat sich zwischen ihnen angesiedelt.

Seit geraumer Zeit lebt Orianna in Beauclair, der Hauptstadt Toussaints, wo sie im Laufe der Jahre zu einer angesehenen und reichen Adeligen wurde. Sie wohnt in einem Anwesen in der Oberstadt Beauclairs. In Toussaint gilt Orianna als Förderin des enigmatischen Mandragora-Künstlerkollektivs und gibt von Zeit zu Zeit ausschweifende Empfänge in ihrem Anwesen. Darüber hinaus besitzt Orianna ein Waisenhaus auf dem Land. Während dieses als Rettung für viele Kinder fungiert, hat es auch einen düsteren Vorteil für Syanna, die dort regelmäßig erscheint um das Blut der Kinder zu trinken, da es ihr besser schmeckt als das Erwachsener. Dabei gibt sie acht, die Kinder nicht vollständig auszusaugen, damit sie nicht sterben und ihr auch weiterhin als lebende Blutbank dienen können.

Empfang in ihrem Anwesen

Orianna erklärt, was sich zugetragen hat

Als Orianna einen ihrer Empfänge abhält, tauchen dort auch Herzogin Anna Henrietta und der Hexer Geralt von Riva auf, die in der Jagd auf das Biest von Beauclair unter den Gästen nach einem Cintrier suchen. Dieser wiederum ist auf dem Empfang erschienen, um die Versammlung als Ablenkung zu nutzen und in Oriannas Gemächer einzudringen, wo er das Herz von Toussaint für seine Auftraggeberin stehlen will. Als Orianna ihn dabei in ihren Gemächern überrascht, sieht dieser sie nicht als ernsthafte Gegnerin an und besiegelt damit sein Schicksal. Er greift Orianna an, wird von ihr aber mühelos überwältigt und aus dem Fenster in den Tod geschleudert. Orianna kehrt daraufhin unbeeindruckt auf das Fest zurück, doch als Geralt und die Herzogin ermitteln und von dem versuchten Diebstahl erfahren, tritt sie an die beiden heran und erklärt, was geschehen ist.

Sie erklärt, den Mann auf frischer Tat ertappt zu haben und ihn im Verlauf eines Handgemenges getötet zu haben. Als Geralt, der das Zimmer durchsucht hat, das Herz von Toussaint findet, ist Anna Henrietta geschockt, diesen Edelstein zu sehen. Sie fragt Orianna, wo sie den Stein her hat und Orianna offenbart nur, es vor einigen Jahren von einer jungen Frau gekauft zu haben. Während Geralt und Anna Henrietta aus dem Angriff des Cintriers weitere Schlussfolgerungen für ihre Ermittlungen ziehen, bitten sie Orianna um ihr Schweigen. Orianna antwortet desinteressiert, dass es ihr schlichtweg egal ist, was Geralt und die Herzogin vorhaben, solange sie sie nur nicht länger damit belästigen. Direkt darauf wird Orianna von einem Bediensteten zur Seite gebeten, da sie unerwartete Besucher hat. Kurz darauf kehrt sie mit zwei höheren Vampiren, Regis und Dettlaff, zurück. Während ersterer ein alter Freund Geralts ist, weiß Geralt, dass es sich bei letzterem um das Biest von Beauclair handelt, was für eine angespannte Stimmung sorgt.

Orianna und Dettlaff

Nachdem sie der Herzogin die beiden Neuankömmlinge vorgestellt hat, behauptet Orianna interessiert, dass sie gehört hat, dass Geralt und Regis Freunde sind. Da sowohl Dettlaff als auch Regis angekündigt haben, Geralts Jagd nach dem Biest zu unterstützen, genießt Orianna die angespannte Situation und fragt Geralt – mit impliziertem Verweis auf Dettlaff – wie es ist, einem Monster gegenüberzustehen und nur zwei Möglichkeiten hat: töten oder getötet werden. Geralt antwortet kalt, dass er sich nicht direkt auf jedes Monster stürzt und dass es manchmal hilft, zu reden. In den Rest des Gesprächs ist Orianna nicht wirklich involviert; an einem Punkt merkt sie lediglich an, dass der Wein langsam knapp wird, woraufhin Geralt und Regis sich anbieten, Nachschub zu holen, und Orianna mit Anna Henrietta und Dettlaff zurück lassen, um sich zu besprechen. Nachdem Geralt und Regis zum Tisch zurückkehren, beschließt Anna Henrietta, sich zu verabschieden und zu ihren Pflichten zurückzukehren. Geralt begleitet sie nach draußen, während Dettlaff und Regis bei Orianna zurückbleiben.

Massaker im Waisenhaus

Hinweis: Ob Geralt im Verlauf des Spiels erneut mit Orianna in Kontakt kommt, ist davon abhängig, welche Entscheidung im Verlauf der Mission Die Nacht der Langen Zähne getroffen wird.

Orianna wird von Geralt konfrontiert

Nachdem Dettlaff seine Vampir-Armee auf Beauclair losgelassen hat, kann Geralt die Entscheidung treffen, Orianna aufzusuchen und um Hilfe zu bitten. Er findet sie in Sorge vor ihrem Anwesen, wo sie sich vorbereitet, aus der Stadt zu reisen und ihren Waisenhof aufzusuchen um herauszufinden, ob dort alles in Ordnung ist. Geralt fragt sie, ob sie weiß, was in der Stadt los ist, woraufhin Orianna das Blutbad als ärgerlich bezeichnet bemerkt, dass sie recht alt geworden ist und daher nicht mehr so leicht zu beeindrucken ist. Geralt offenbart, dass er weiß, dass Orianna eine Vampirin ist, woraufhin Orianna scharf fragt, ob sie das zu Feinden macht. Geralt antwortet, dass sich dies noch offenbaren wird und erklärt, dass er Oriannas Hilfe benötigt, um den Unsichtbaren zu finden. Orianna antwortet, dass es auch einfachere Wege gibt, sich selbst zu töten, doch Geralt ist entschlossen.

Orianna macht ihm daher das Angebot, sie zu begleiten und verspricht, dass sie danach über den Unsichtbaren sprechen werden. Gemeinsam reiten sie zu Oriannas Waisenhaus, wo sie schnell erkennen, dass ein Vampir dort eingefallen ist und dass der Großteil der Kinder getötet wurde, da der Aufseher sie zurückgelassen hat, um sich selbst zu retten. Lediglich ein Kind ist noch am Leben, aber völlig verstört. Orianna nimmt es in die Arme und tröstet es, um ihm Informationen zu entlocken. Nachdem sie erfahren haben, was geschehen ist, fordert die wutentbrannte Orianna, dass Geralt die Spuren des Vampirs verfolgt und ihn zur Strecke bringt. Sie selbst bleibt mit dem verzweifelten Jungen zurück und beruhigt ihn, indem sie ihn mit einem Lied einlullt. In Geralts Abwesenheit beginnt sie aber, das Blut des Jungen zu trinken.

Orianna trinkt das Blut des Jungen

Als Geralt zurückkehrt, kann er Orianna dabei überraschen, wie sie die Zähne in den Hals des Jungen geschlagen hat und sein Blut saugt. Rasend vor Wut stürmt Geralt in den Raum und fordert, dass sie den Jungen loslässt. Orianna stößt das Kind von sich und zischt, dass sie dachte, dass Geralt länger brauchen würde. Zornig murmelt Geralt, dass er noch nicht fertig ist, da er sich noch um Orianna kümmern muss, woraufhin diese trocken entgegnet, nie behauptet zu haben, dass sie den Kindern aus reiner Herzensgüte hilft. Zu Geralts Überraschung stellt sich ihm der Junge in den Weg und fleht, dass Geralt die Vampirin verschont, da sie sie von der Straße geholt hat. Orianna behauptet düster, dass die Welt eben nicht nur schwarz-weiß ist und dass sie den Kindern viel zurückgegeben hat.

Letztendlich steckt Geralt sein Schwert wieder ein. Er erklärt wütend, dass er seinen Auftrag erfüllt und den Vampir getötet hat, der den Hof angegriffen hat. Er fordert, dass Orianna nun ihren Teil der Abmachung erfüllt und ihm verrät, wo er den Ältesten der Unsichtbaren finden kann. Orianna offenbart ihm den Standort der Höhle des Vampirs und händigt ihm auch den magischen Stein aus, der das Tor öffnet. Sie offenbart, dass sie selbst den Unsichtbaren nur aufsucht, wenn es sich nicht vermeiden lässt und dass Geralt merken wird, warum. Bevor er geht, warnt Geralt noch grimmig, dass er Orianna eines Tages holen kommen wird, woraufhin diese spielerisch antwortet, dass sie in diesem Fall nach ihm Ausschau halten wird.

Schicksal

Orianna wird von Geralt konfrontiert

Tatsächlich kehrt Geralt Jahre später nach Toussaint zurück, wo Orianna mittlerweile auch Jagd auf Zivilisten macht. Als sie eines Nachts durch die Landschaft wandelt und dabei das selbe Lied singt, welches sie einst dem Jungen vorsang, taucht Geralt auf und merkt an, dass dies ein schönes Lied sei und es lange her sei, dass er es das letzte Mal gehört hat. Mit gezücktem Schwert nähert er sich vorsichtig Orianna und offenbart, dass er einen Auftrag angenommen hat, sie zu töten. Orianna antwortet kalt, dass einst kein Gold der Welt einen Hexer dazu bewegt hätte, einen solch gefährlichen Auftrag anzunehmen. In einer flinken Bewegung verwandelt Orianna sich in Nebel und fliegt in eine nahe, leerstehende Scheune. Bevor Geralt ihr folgt, trinkt er aus Voraussicht den Hexertrank Schwarzes Blut, der sein Blut für Vampire verätzt.

Vorsichtig tritt er in die Scheune, wo die unsichtbare Orianna ihn beobachtet. Um sie für ihn sichtbar zu machen, schleudert Geralt eine Bombe mit Silberstaub auf ihn, so dass Orianna aus den Schatten hervorstürmt und sich auf Geralt stürzt. Sie kann ihn mit ihren Krallen an der Hüfte und im Gesicht verletzen, ihn mit ihrer rasenden Geschwindigkeit überwältigen und ihm schließlich auch die Zähne ins Fleisch schlagen, um sein Blut zu trinken. Dies hat aber zur Folge, dass das Schwarze Blut in ihren Körper gerät und sie vergiftet, was es Geralt ermöglicht, sie mit dem Aard-Zeichen zu Boden zu schleudern und ihr den Arm abzuschlagen, als sie wieder auf ihn zustürmt. Orianna springt wieder auf, doch Geralt ist vorbereitet.

Orianna stirbt

Als sie heranspringt, verpasst Geralt ihr einen tödlichen Schwertstreich quer über die Brust. Schwer verwundet krabbelt die verzweifelte Orianna aus der Hütte, doch Geralt lässt nicht von ihr ab. Grade als Orianna das offene Scheunentor erreicht hat, feuert er ihr seine Armbrust in den Rücken, so dass Orianna noch einige Meter kriecht, dann aber sterbend zusammenbricht. Im Tod nimmt sie wieder ihre menschliche Form an und Geralt - vom Kampf mit der Bruxa geschwächt - bricht neben ihr zusammen. Als er am nächsten Tag wieder zu sich kommt, ist Oriannas Körper vom Sonnenlicht völlig verbrannt und Geralt zieht davon, ohne ihre Leiche mitzunehmen und seinen Auftraggebern zu beweisen, dass er sie getötet hat.

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