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Paracelsus, bürgerlich John Pater ist ein wiederkehrender Schurke in der Fernsehserie Die Schöne und das Biest von 1987. Er ist sozusagen der Haupt-Antagonist der ersten und zweiten Staffel der Serie.

Gespielt wurde Paracelsus vom britisch-US-amerikanischen Charakterdarsteller Tony Jay (*1933, †2006), der regelmäßig kultivierte Schurken verkörperte.
Auch als Sprecher von Zeichentrickfiguren gab er bösen Figuren mit seiner tiefen, volltönenden Stimme ‘das gewisse Etwas‘ – z.B. lieh er im englischen Original unter anderen dem finsteren Richter Claude Frollo in Disneys Der Glöckner von Notre Dame und dem weltenverschlingenden Marvel-Superschurken Galactus seine Stimme.

In der deutschen Übersetzung wurde er von Arnold Marquis (*1921, †1990) synchronisiert.


Biographie

Die frühen Jahre

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"Wir hätten Götter sein können, du und ich." - Paracelsus' Gier nach Macht führte zu seinem Ausschluss aus der Gemeinschaft.

John "Paracelsus" Pater war neben Jacob "Vater" Wells einer der Gründer der "Welt unten" (engl. "World Below"), einer utopischen Gemeinschaft ohne Hass und Gewalt, im Verborgenen lebendend in einem lange vergessenen System aus verzweigten Tunneln und Höhlen weit unterhalb von New York City. Er war zunächst ein hochgeachteter Gelehrter, galt als Universalgenie und begeisterte sich neben Philosophie und Wissenschaft auch für Mystizismus und Magie.
Ursprünglich war er es, der mehr als die Hälfte der Tunnel und Kavernen entdeckte, in denen die Gemeinschaft noch immer lebt. Außerdem entwickelte er die Klopfzeichen-Codesprache mit deren Hilfe die Bewohner bis heute durch das verschlungene Röhrensystem über größere Entfernungen kommunizieren und Nachrichten austauschen.

Nach einer Weile entwickelte er allerdings ein gefährliches Streben nach Macht und als er versuchte, die Herrschaft über die 'Welt unten' gewaltsam zu übernehmen, wurde er verbannt.

Erfüllt von Hass und Bitterkeit nahm er den Namen Paracelsus, nach seinem Vorbild, dem legendären mittelalterlichen Alchemisten, an und lauerte von da an in den Schatten, wartend auf eine Gelegenheit, sich an denen zu rächen, die ihn ins Exil verstoßen hatten.


Wiederkehrender Schrecken

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"Besser in der Hölle zu herrschen, als im Himmel zu dienen!" - Paracelsus' Versteck in purgatorischen Tiefen.

Die 'Welt unten' wird wieder auf ihn aufmerksam als eine gefährliche Droge, die er entwickelt und in Umlauf bringt, dutzende New Yorker das Leben kostet und die polizeilichen Ermittlungen die geheime Untergrundgesellschaft aufzudecken droht. Als Vincent versucht, diesen Wahnsinn zu stoppen, kommt es zur Konfrontation und ein Feuer bricht aus. Die Quelle der Droge wird zerstört und Paracelsus findet scheinbar in den Flammen sein Ende.

Aber er überlebt mit schweren Brandwunden im Gesicht, die er von nun an unter einer Halbmaske aus massivem Gold versteckt und entführt Catherine um Vincent eine Falle zu stellen. Als er Paracelsus’ neues Versteck in den tiefsten Tiefen der 'Welt unten' erreicht, behauptet dieser, wie schon bei ihrer letzten Begegnung, viel mehr über Vincents Herkunft zu wissen, als selbst Vater ihm offenbart hat. Paracelsus versucht, Catherine auf einem Scheiterhaufen zu verbrennen, doch Vincent rettet den Tag und der Wahnsinnige entkommt in die Finsternis.

Zum alljährlichen "Fest des Lichtes", dem wichtigsten Feiertag der 'Welt unten', schlägt er wieder zu indem er plant, Vater mit einer Bombe zu töten. Hierbei offenbart sich sein erstaunliches Talent für Verkleidungen und Stimmenimitation und außerdem seine schockierende und sadistische Brutalität. Er steckt Narcissa, die fast blinde ältliche Wahrsagerin, in Brand und stößt sie einen gewaltigen Treppenschacht hinab, die dies nur knapp überlebt, und enthauptet einen Verbündeten der Gemeinschaft aus der Oberwelt, um während der Feierlichkeiten dessen Platz einzunehmen.


Untergang

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"Ihre Welt ist meine Welt gewesen!" - Paracelsus strebt nach all den Jahren noch immer nach der Macht.

Paracelsus’ letzter Plan ist, Vincent zu "seinem Sohn" zu machen indem er ihn in den Wahnsinn treibt und seine innere Bestie entfesselt. Während dieser letzten Konfrontation werden zwei Ursprungsgeschichten Vincents enthüllt:

In Paracelsus Version ist Vincent gleichermaßen sein leiblicher Sohn wie auch das Ergebnis biologischer Experimente die er durchgeführt hat, um seiner unfruchtbaren Frau Anna doch eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Laut dieser Geschichte wurde Vincent nicht auf normalem Wege geboren, sondern schlitzte sich mit seinen Krallen durch das Fleisch seiner Mutter den Weg in die Welt.

Später wird enthüllt, dass es Anna war, die Vincent als Baby in der Nähe des St. Vincent Krankenhauses gefunden hat. Sie und John haben immer davon geträumt eine Familie zu gründen, waren aber nicht in der Lage eigene Kinder zu bekommen. Darum haben sie beschlossen, ihn als ihren Sohn aufzuziehen.
Aber Anna hatte Angst um das Baby, denn zu dieser Zeit hatte John bereits begonnen, sich in seiner wachsenden Gier nach Macht und Größe zu verlieren. Er war mehr und mehr besessen von der Idee, dass Vincent tatsächlich sein Sohn sei und "rechtmäßiger Erbe seines künftigen Königreiches". Darum hatte sie das Kind fortgeschafft und in die liebevolle Obhut Vaters gegeben. Für diesen "Verrat" hatte John seine Frau mit vergiftetem Wein getötet bevor er seinen Versuch unternahm, die Kontrolle über die Gemeinschaft an sich zu reißen. Dies war der wahre und eigentliche Grund für seine Verbannung.

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"Endlich bist du mein Sohn…" - Paracelsus' letzte Worte an Vincent.

Es ist unklar inwieweit Paracelsus in seinem Wahn selbst an die Geschichte von der Bestie, die den Körper der eigenen Mutter in Fetzen riss, um geboren zu werden, glaubte. Zumindest hat er Erfolg damit, Vincents innere Dämonen zu wecken. Nach dieser schrecklichen Enthüllung, gelogen oder nicht, erleidet Vincent einen Zusammenbruch. Er verliert die Kontrolle und verwundet Paracelsus tödlich mit seinen Klauen.

Dieser stirbt mit den Worten: "Endlich bist du mein Sohn…"


Erscheinungsbild

Paracelsus wird als großer, hagerer Mann um die Sechzig dargestellt, mit dünnem graumeliertem Haar, einem Bart und dunklen, stechend blickenden Augen.
Meist trägt er einen schwarzen 'Mao-Anzug' mit Stehkragen und einem schmalen weißen Saum an der Jackenfront, schwarze Schaftstiefel und einen schwarzen Lederhandschuh ausschließlich an der linken Hand. Gelegentlich trägt er einen langen Mantel mit breitkrempigem Hut und manchmal sieht man ihn auch in einem herkömmlichen dunklen Businessanzug mit Hemd und Krawatte.
Während der Charakterentwicklung erleidet er schwere Verbrennungen auf der linken Gesichtshälfte, die er unter einer grobgeschweißten 'Phantom der Oper-verwandten' Halbmaske aus purem Gold verbirgt.


Waffen & Fertigkeiten

  • Seine bevorzugte Waffe ist eine im rechten Ärmel verborgene rasiermesserscharfe Unterarm-Klinge. Mit einer unauffälligen Bewegung des Handgelenks lässt er sie ausfahren, um seinen Gegnern damit tödliche Wunden zuzufügen.
  • Eine andere Ergänzung seines Arsenals ist sein unheimliches Talent Stimmen zu imitieren. Scheinbar ohne große Anstrengung ist er in der Lage die Stimmen von Vincent, Vater und einer Reihe weiterer Bewohner der 'Welt unten' nachzuahmen um seine Feinde zu täuschen.
  • Die gefährlichste seiner Waffen ist sein verworrener aber immer noch genialer Intellekt. Mit seinem kultivierten Auftreten und seiner tiefen, wohlklingenden Stimme ist es ihm ein leichtes, andere zu manipulieren und selbst verrückte Dinge weise und vernünftig klingen zu lassen.

Handlanger

Da nicht einmal die intelligentesten und bösesten Genies in der Lage sind, alles alleine zu machen, braucht sogar Paracelsus von Zeit zu Zeit Unterstützung:

  • Erlick – Ein bärtiger, muskelbepackter Hüne, gekleidet in grob vernähte Fell- und Lederstücke, der es problemlos mit Vincents Körperkraft aufnehmen konnte. Paracelsus schickt ihn aus um Catherine zu entführen. Als Vincent und einige seiner Freunde die Verfolgung aufnehmen um sie zu retten, ermordet er Ratsmitglied Winslow (gespielt von James Avery). Während des Kampfes in Paracelsus’ Versteckt tötet Vincent Erlick indem er ihm mit seinen Krallen die Kehle aufschlitzt.

Erlick wurde von dem beeindruckende 2,08 Meter großen Profi-Wrestler Big John Studd (* 1948; † 1995) in der Episode "Regent der Hölle" gespielt.

  • Tamara – Eine bizarre Bildhauerin mit starkem maskenhaften Make Up, gekleidet in ein schwarzes Abendkleid, die in einer finsteren Ecke der 'Welt unten' fernab der Gemeinschaft lebt. Ihre verstörenden Kreationen zeigen menschliche Gesichter in sämtlichen Schattierungen von Wut, Schmerz und Leid. Sie ist diejenige, die Paracelsus mit den lebensechten Masken für seine raffinierten Verkleidungen versorgt. Dies ist der Grund, warum sie ihn ohne seine Maske sehen darf, aber er fühlt sich sichtlich unwohl angesichts ihrer unverhohlenen Faszination für seine Entstellung.

Tamara wurde von Charakterdarstellerin Anne Haney (* 1934; † 2001) in der Episode "Das Fest des Lichtes" gespielt.

  • Vulcan – Auch wenn er nicht direkt zu sehen war, wird er von Tamara in der Episode "Das Fest des Lichtes" als derjenige erwähnt, der die Bombe konstruiert hat, mit der Paracelsus Vater während der Festlichkeiten töten will. Er muss ein sehr talentierter Handwerker sein, da er eine perfekte Replik von Vaters Schachkiste mit einer silbernen Rose auf dem Deckel nur anhand von Paracelsus’ Beschreibung angefertigt hat.

Auftritte

In der Serie

John "Paracelsus" Pater hatte sechs Auftritte während der ersten- und zweiten Staffel der Serie:

  • Staffel 1
    • Episode 14 – "Der Alchimist"
    • Episode 20 – "Regent der Hölle"
  • Staffel 2
    • Episode 02 – "Vincents Traum" (Hier erscheint Paracelsus in einer Vision Vincents, in der er tatsächlich die 'Welt unten' als Tyrann beherrscht.)
    • Episode 04 – "Das Fest des Lichtes"
    • Episode 20 – "Der Dämon der Tiefe"
    • Episode 21 – "Ritual der Unschuld"

In anderen Medien

  • 1989 und 1990 veröffentlichte 1First Publishing zwei auf der Serie basierende Comicalben, "Portrait of Love" und "Night of Beauty", gezeichnet und getextet von Wendy Pini. Im ersten Band, in deutscher Übersetzung bei Bastei veröffentlicht als "Portrait der Liebe", taucht Paracelsus als Antagonist auf mit sämtlichen in der Serie etablierten Charakteristika wie der goldenen Halbmaske, dem kultivierten Auftreten und der heimtückischen Unterarm-Klinge.
  • Einen weiteren Auftritt hatte Paracelsus in "Beyond Words, Beyond Silence", einem Roman von Nan Dibble, basierend auf der Serie, aus dem Jahr 1993, veröffentlicht bei Image Pub of New York.

Zitate

Der Alchimist

Paracelsus: "Dann nennen sie dich jetzt also ‘Vater‘, hm? Ich habe das durch die Rohre gehört… Geniale Idee, durch diese Rohre zu kommunizieren."
Vater: "Ja, das war genial… von dir, John."
Paracelsus: "‘Vater‘… Ich kann mir vorstellen, dass dir das gefällt. Das verleiht dir die Autorität, die du brauchst. Das klingt auch feiner als wenn sie dich Despot nennen! Aber abgesehen davon, unterscheidest du dich nicht von mir."
Vater: "Ich bin anders als du."
...
Paracelsus: "Wir hätten Götter sein können, du und ich."

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Vincent: "Ich möchte dir nichts tun, aber du musst diesen Platz hier verlassen."
Paracelsus: "Den Platz verlassen? Wer fällt das Urteil?"
Vincent: "Ich."
Paracelsus: " Was sagt Falstaff doch gleich: ‘Der bessere Teil der Tapferkeit ist Vorsicht‘."


Regent der Hölle

Paracelsus: "Ich bin aus meiner Welt verbannt worden. Aus der Welt, die ich geschaffen habe… Durch den Mann, den Ihr ‘Vater‘ nennt… Und selbst dann hat er mich nicht in Frieden leben lassen."
Catherine: "Ich kenne die Geschichte. Sie haben fünfzig Menschen auf dem Gewissen!"
Paracelsus: "Ich habe niemanden getötet. Sie sind gestorben weil sie Narren waren."
Catherine: "Sie waren schwach! Das ist ein Unterschied!"

Paracelsus: "Wenn ein Mensch erst einmal erfahren hat, was Gewalt bedeutet, dann verändert ihn das völlig… Ist das nicht wahr? Nietzsche hat gesagt »Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.« … Und deshalb bin ich jetzt stärker!"

Catherine: "Ich habe keine Angst!"
Paracelsus: "Das kommt noch…"

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Catherine: "... Ihre Visionen, Ihre Ideale… alles vergeudet."
Paracelsus: "Sie sind mir genommen worden."
Catherine: "Dennoch vergeudet."

Paracelsus: "Es endet nicht mit deinem Tod, oder mit dem von Vincent. Das ist erst der Anfang."
Catherine: "Der Anfang wovon?"
Paracelsus: "Ich fordere nur zurück, was mir gehört. Nach all den Jahren, habe ich beschlossen, nach Hause zurückzukehren."

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Paracelsus: "Besser in der Hölle zu herrschen, als im Himmel zu dienen, was, Vincent?"
Vincent wendet sich ihm zu: "Paracelsus!"
Paracelsus höhnisch: "Milton gefällt mir besser."

Paracelsus: "Du bist betrogen worden – Du nennst ihn ‘Vater‘, aber ich war es, der dich gefunden hat – in Lumpen gewickelt, halb verhungert… Ich war es, der dich Vincent genannt hat! Und ich war es, der sich in den ersten Jahren um dich gekümmert hat. Selbst ‘Vater‘ glaubte nicht, dass du überlebst, aber ich – Ich habe dich gefüttert und dich gebadet – und du hast überlebt… Verstehst du nicht, Vincent? Er hat dich mir weggenommen! – Als ich verbannt wurde, hat er mich gezwungen, dich zurückzulassen. Ich liebte dich – Du warst mein. Du glaubst mir nicht?"
Vincent: "Was soll ich denn glauben? Dass du geliebt hast… und jetzt hierzu fähig bist?"
Paracelsus: "Jetzt ist die Zeit gekommen, Vergeltung zu üben."
Vincent: "Dann hast du nie wirkliche Liebe gekannt."


Vincents Traum

Vincent: "Paracelsus?!"
Paracelsus: "Es gibt Wesen, die mich mit diesem Namen rufen…"

Paracelsus: "Hier gibt es nur mich und sonst niemanden!"
Vincent: "Nein! Pascal… ich habe ihn gesehen und die anderen waren auch da!"
Paracelsus: "Alles nur Erscheinungsformen meiner Selbst! Meine Augen und meine Ohren!"

Paracelsus: "Wer ist von jetzt an der Größte, der auch der Einsamste, der Verborgenste, der Verräterischste ist? Das menschliche Wesen jenseits von Gut und Böse!"


Das Fest des Lichtes

Tamara: "Das ist alles schon so lange her. Was hat ihre Welt mit dir zu tun?"
Paracelsus: "Ihre Welt ist meine Welt gewesen! Ich habe sie aufgebaut, ich zeigte ihnen den Weg! Aber, sie haben noch längst nicht alles gelernt. "
Tamara: "Was sollen sie denn noch lernen? "
Paracelsus: "Wie schön Gedichte sind…

Denn die Welt, die vor uns,
wie ein Traumland zu liegen scheint,
So wechselvoll, so schön, so neu,
hat wahrlich weder Freude, noch Liebe, noch Gewissheit,
noch Frieden, noch hilft sie im Schmerz.
Und wir sind hier, wie auf einer düsteren Ebene,
durchfegt vom wirren Aufruhr des Kampfes und der Flucht,
wo unwissende Armeen nachts zusammenstoßen."

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Narcissa bemerkt den blutbefleckten Beutel: "Blut?! Was soll das?"
Paracelsus: "Nur ein Gesicht und eine Kerze, die mir den Weg im Dunkeln leuchtet."
Narcissa begreift: "Nein! Du bist nicht Vincent – Du bist der leibhaftige Teufel!"
Paracelsus: "Hier unten gibt es weder Gut noch Böse – Nur Starke und Schwache."
Narcissa weicht zurück: "Nein!"
Paracelsus: "Sieh dich vor, die Stufen sind glatt. Lass mich dir den Weg leuchten." …Er steckt sie mit seiner Fackel in Brand und stößt sie den Treppenschacht hinunter… "Es gibt keine Freunde in der Dunkelheit, meine Liebe. In der Dunkelheit sind alle Menschen Feinde."

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Paracelsus: "Es ist fünfunddreißig Jahre her, dass ich Jacob die Schachfiguren geschenkt habe. Als ein Zeichen meiner Zuneigung – und unserer Freundschaft."
Tamara: "Freundschaft ist etwas sehr Schönes… Wo ist die Zündvorrichtung?"
Paracelsus: "Auf dem Deckel. Man drückt auf die Rose und wenn die Kiste das nächste Mal geöffnet wird: Schachmatt."

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Vater: "John!"
Paracelsus: "Paracelsus! John ist tot – durch dich getötet, Jacob!"

Vater: "Was ist aus dir geworden, John? Du bist einmal ein guter Mensch gewesen – Mein Freund."
Paracelsus: "Verschone mich mit deinen Moralpredigten! Diese armen, irregeführten Narren mögen nicht wissen, was passiert ist. Aber du und ich, wir vergessen es niemals – Nicht wahr?!"
Vater: "Wir haben unterschiedliche Erinnerungen daran, John."


Der Dämon der Tiefe

Paracelsus seine Narben zeigend: "Das hat er getan."
Spirko: "Vincent?"
Paracelsus: "Ja – er ließ mich zurück und dachte, ich verbrenne."

Paracelsus: "Jetzt haben Sie ihn ja selbst erlebt. Er ist bestimmt kein Mensch… Seiner Ansicht nach, ist er ein Gott. Ein wilder Krieger. Aber sein Fehler ist, dass er versucht, ein Mensch zu sein und dadurch verliert er seine eigentliche Größe. Er wird von elementaren Gewalten beherrscht; unberechenbar, bis zur Raserei. Nur Instinkt – Er ist ein Killer, das ist seine ungeheure Größe. Das ist seine eigentliche Natur… Aber wenn er Sie heute Nacht getötet hätte, Mr. Spirko, wie ich es gehofft hatte – Wenn er einen Unschuldigen umgebracht hätte, ich glaube, dann wäre mein Wunsch doch noch wahr geworden und er hätte diese falsche Haut der Menschlichkeit abgestreift… Es wäre gelungen, was ich mir immer erträumt hatte für ihn. Er wäre es geworden… mein Sohn!"


Ritual der Unschuld

Vater: "Was willst du von mir?"
Paracelsus: "Es geht immer um das gleiche – Dich, mich und den Jungen!"

Paracelsus: "Wie willst Du mich abhalten, alter Freund? …Vater zieht einen Revolver und zielt auf ihn… So weit bist Du also jetzt schon gekommen? All Dein ständiges Gerede über Liebe und Gewaltlosigkeit… Erschieß mich doch! Ich bin jedenfalls unbewaffnet… Kannst Du das Licht nicht ertragen? Verzeih mir. Du hast zu viel Zeit im Dunkel verbracht, wie wir alle vielleicht."
Vater senkt die Waffe: "Was willst du denn von mir, John?"
Paracelsus: "Eigentlich nur eine Kleinigkeit."
Vater: "Um Gottes Willen, sag es mir!"
Paracelsus: "Es wird höchste Zeit, dass der Junge sein Geburtsrecht fordert!"

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Paracelsus sterbend: "Endlich bist du mein Sohn…"


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