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Camerlengo Patrick McKenna ist der Hauptantagonist aus dem Thriller-Roman Illuminati und der gleichnamigen Verfilmung. Im Roman heißt er Carlo Ventresca und gibt sich außerdem als Janus, den Anführer der Illuminaten, aus.

Er wird von Ewan McGregor dargestellt.

Biographie

Vergangenheit

McKenna ist der Adoptivsohn des Papstes, da seine Eltern bei einem Sprengstoffattentat ums Leben kamen. Patrick trat irgendwann dem italienischen Militär bei, weigerte sich jedoch eine Waffe abzufeuern und machte daher eine Ausbildung zum Helikopterpiloten. Zwei Jahre später trat er in ein Priesterseminar ein und kam, als sein "Adoptivvater" zum Papst gewählt wurde, mit ihm zum Vatikan, wo er der Camerlengo des Papstes wurde.

Irgendwann erfuhr ein von einem Treffen zwischen dem Papst und Silvano Vetra, einem Wissenschaftler des CERN. Vetra hatte Antimaterie erschaffen und konnte somit eine wissenschaftlichen Beweis für die Schöpfung erbringen. Der Papst bekräftigte dies, zum Horror McKennas.

Da er entgeistert war dass der Papst eine Brücke zwischen Glaube und Wissenschaft schlagen wollte, und daher sogar die Veröffentlichung von Silvano Vetras Ergebnissen unterstützte, beschloss Patrick dass der Papst zu einem Feind der katholischen Kirche geworden war. Daher vergiftete er am selben Abend den Papst mit einer Überdosis der Medizin, die der Papst benötigte. Er wähnte sich sicher, da eine Obduktion des Papstes verboten ist.

Im Film

Auf Patricks Befehl stiehlt ein Assassine einen Behälter mit Antimaterie aus dem CERN, tötet Silvano Vetra und liefert die Materie zu Patrick in den Vatikan. Als die Kardinäle zur Papstwahl in den Vatikan reisen, beauftragt Patrick außerdem den Assassinen mit der Entführung der vier preferiti, den Kardinälen, die die größten Chancen haben zum Papst ernannt zu werden. Nachdem er alte Brandzeichen der Illuminati in den Lagerräumen des Vatikans gefunden hatte, beschließt Patrick diese zu nutzen. Er sendet dem Vatikan im Namen der Illuminati eine Drohung, in der er besagt dass er ab acht uhr Abends zu jeder vollen Stunde einen Kardinal durch eines der vier Elemente töten wird - und um 12 Uhr wird der Vatikanstaat durch die Antimateriebombe zerstört. Dies soll die Rache der Illuminaten sein, die einst von der Kirche verfolgt wurden. Tatsächlich hat Patrick jedoch gar nicht vor, den Vatikan zu zerstören. Er will lediglich die preferiti töten und dann die Zerstörung des Vatikans verhindern um selbst in einem guten Licht dazustehen und per Akklamation durch Adoration zum Papst gewählt zu werden. Er erhofft sich außerdem, dass die Kirche so zusammenrückt und gestärkt wird, um sich gegen Feine - außerhalb und innerhalb des Vatikans, zu verteidigen.

Als die Drohung durch die Illuminati im Vatikan eintrifft, laden diese den Forscher und Symbologen Robert Langdon ein, welcher Erfahrung mit den Illuminati hat. Langon soll helfen, die preferiti zu retten und die Materie zu finden. Um dies zu tun will Langon die Vatikanischen Archive besuchen, um dort Galileos Werk Diagramma Veritatis nach Zeichen der Illuminati zu untersuchen. Dafür benötigt er allerdings die Erlaubnis des Camerlengo, welcher momentan mit den Vorbereitungen zum Konklave beschäftigt ist. Langdon trifft den Camerlengo, welcher wissen möchte ob Langdon an Gott glaubt. Langdon gibt zu dass er kein gläubiger Christ ist, McKenna entscheidet jedoch ihm trotzdem Zutritt in die Archive zu gewähren, da Langon ein ehrlicher und guter Mann zu sein scheint.

McKenna schließt gemäß den Vorgaben des Konklaves die Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle ein. Währenddessen machen sich Langdon, Silvanos Kollegin Victoria Vetra, und einige Agenten der Schweizer Garde auf, um die preferiti zu finden. Sie kommen jedoch zu spät, zwei Kardinäle sind bereits tot. Bei der Leiche des zweiten Kardinals, finden sie außerdem einen Brief der vermeintlichen Illuminati, in dem die Illuminati behaupten, den Papst mit Gift ermordet zu haben. Als dies im Vatikan gemeldet wird, beschließt McKenna nach langer Besinnung, dass das Grab des Papstes geöffnet werden, und der Papst exhumiert werden soll - ein Tabubruch. Bevor die Schweizer Garde den Sarkophag aufbricht, bittet der Camerlengo sie um Vergebung, weil er sie zwingt die Gesetze des Vatikans zu brechen. Als die Leiche des Papstes untersucht wird, stellt sich heraus dass er tatsächlich vergiftet wurde.

Während Langon und Vetra weiterhin versuchen, die Kardinäle zu retten, wird McKenna von Kommandant Richter, dem Anführer der Schweizer Garde konfrontiert. Dieser vertraut McKenna nicht und offenbart, dass er und sein Vertrauter Erzbischof Simeon den Camerlengo durchschaut haben und seine Verbrechen herausgefunden haben. Richter konfrontiert McKenna mit den Vorwürfen, welcher diese bestätigt. Während er eines der Brandeisen der Illuminati im Kamin seines Büros erhitzt, behauptet McKenna er habe alles was er getan hat getan, um die Kirche vor ihren Feinden zu retten. Richter schnaubt verachtend. Der Camerlengo zieht jedoch plötzlich das Schüreisen aus dem Feuer und Richter, der mit einem Angriff rechnet, zückt eine Pistole. Zu seiner Überraschung rammt der Camerlengo sich das Brandeisen jedoch selbst in die Brust und fällt schreiend zu Boden. Im selben Moment stürmen, Langdon, Vetra, Simeon und die Schweizergarde in den Raum. Langdon und Vetra haben es geschafft einen der preferiti zu retten und den Assassinen zu besiegen, in dessen Hauptquartier sie Informationen erhalten haben, dass die Illuminati scheinbar den Camerlengo töten wollen. Sie stürmen in den Raum, wo der Camerlengo verletzt am Boden liegt und Richter mit einer Pistole über ihm steht. Die Schweizergarde eröffnet sofort das Feuer und erschießt Richter. Als Simeon erkennt was McKenna plant, stürzt er sich auf den Camerlengo, wird jedoch ebenfalls erschossen. Sowohl Richter als auch Simeon gelten nun als Illuminaten, und McKennas wahre Verbechen sind durch den Tod der beiden verwahrt geblieben.

Von dem Brandzeichen, welches das Zeichen des Heiligen Petrus ist, schließt Langdon dass sich die Antimaterie am Grab von Petrus in der Nekropole unterhalb des Vatikans befinden muss. Bevor sie hinabsteigen ordnet McKenna die Evakuation der Sixtinischen Kapelle an, und lässt auch einen Helikopter für die älteren Kardinäle rufen. Angeführt vom Camerlengo stößt die Gruppe danach hinab in die Nekropole, wo sie tatsächlich die Antimaterie finden. Es ist jedoch zu spät, diese zu entschärfen. McKenna schnappt sich plötzlich den Behälter und rennt aus der Nekropole. Vetra und Langdon verfolgen ihn auf den Petersplatz, dort springt der Camerlengo jedoch in den Helikopter und hebt alleine ab. Er steuert den Helikopter senkrecht in den Himmel, um so viel Distanz wie möglich zwischen sich und den Vatikan zu bringen. Es scheint als würde der Camerlengo sich selbst opfern, im letzten Moment springt McKenna jedoch mit einem Fallschirm ab. Aufgrund der massiven Detonation der Antimaterie wird McKenna jedoch mitten im Sturz von der Druckwelle erwischt und gegen den Petersdom geschleudert. Verletzt wird er ins Innere des Doms gebracht, wo bereits andere Opfer versorgt werden.

Währenddessen durchsuchen Langdon und Vetra Richters Büro. Sie finden ein Geheimfach im Schreibtisch, welches einen Monitor enthält auf dem Aufnahmen von Kameras innerhalb des Vatikans gespeichert sind. Aufgrund seiner Krankheit hatte der Papst Richter angeordnet, ein Auge auf ihn zu haben. Eine dieser Aufnahmen zeigt das Gespräch zwischen McKenna und Richter, in dem McKenna seine Verbrechen zugibt. Sie bringen die Aufnahme in die Sixtinische Kapelle, wo sie sie dem versammelten Kardinalskollegium zeigen. Diese sind geschockt, da sie kurz davor waren den Camerlengo aufgrund seiner Heldentat zum neuen Papst zu wählen. Als McKenna, der bereits deswegen zur Kapelle gerufen wurde, eintrifft, starren ihn die Kardinäle jedoch nur geschockt und schweigend an. Zuerst versteht McKenna nicht und tritt weiter in die Halle, erkennt dann jedoch Langdon, Vetra und einige Agenten der Schweizergarde zwischen den Kardinälen. Er realisiert dass er enttarnt wurde und dreht sich auf der Stelle um und stürmt aus der Kapelle. Er wird von den Agenten verfolgt, die ihm innerhalb des Vatikans den Weg abschneiden. Der Camerlengo flüchtet daher zurück in den Petersdom, wo er sich eine Öllampe schnappt. Er erkennt, dass er nicht entkommen kann und übergießt sich daher selbst mit dem Öl. Er schleudert die Lampe vor sich zu Boden, woraufhin sich das Öl entzündet und der Camerlengo schreiend verbrennt und stirbt.

Unterschiede zum Roman

Im Roman heißt der Camerlengo Carlo Ventresca. Im Film wurde der Name vermutlich zu Patrick McKenna geändert, da der Schauspieler Ewan McGregor nicht italienischer Herkunft ist. Im Film ist der Camerlengo außerdem der leibliche Sohn des Papstes, der durch künstliche Befruchtung gezeugt wurde. Er wurde von seiner Mutter Maria großgezogen, die ihm jedoch nicht verriet wer sein Vater war. Sie behauptete stets, dass dieser gestorben sei. Maria erzog Carlo streng katholisch. Während eines Urlaubs auf Sizilien wird ein Bombenanschlag auf die Kirche verübt, in der sie sich zu diesem Zeitpunkt befinden. Carlo ist der einzige Überlebende. Später sagt er, dass Gott ihn gerettet habe, indem er ihn in eine geschützte Ecke rief.

Carlo wurd von einem Bischof aus Palermo angenommen und lebte fortan unter Mönchen. Carlo war sich nicht bewusst, dass der Bischof sein wahrer Vater ist. Carlo trat irgendwann dem italienischen Militär bei, weigerte sich jedoch eine Waffe abzufeuern und machte daher eine Ausbildung zum Helikopterpiloten. Zwei Jahre später trat er in ein Priesterseminar ein und kam, als sein "Adoptivvater" zum Papst gewählt wurde, mit ihm zum Vatikan, wo er der Camerlengo des Papstes wurde.

Als der Camerlengo Jahre später zum Papst gerufen wird und der Papst ihm verraten will dass er sein Sohn ist, verzweifelt Carlo aufgrund des Verrates - der Papst hat sein Keuschheitsgelübde gebrochen - und stürmt wutentbrannt aus dem Raum. So kann der Papst ihm nicht mehr verraten, dass die Befruchtung künstlich geschah und somit keinen Bruch des Gelübdes darstellt. Carlo erfährt außerdem nicht, dass er der Sohn des Papstes ist, da er den Papst noch in der selben Nacht aus Wut mit einer Überdosis seiner Medizin tötet.

Im Film fliegt der Camerlengo ohne Langdon im Hubschrauber, während im Roman Langdon mit im Helikopter sitzt. Das führt dazu, dass der Camerlengo den einzigen Fallschirm im Hubschrauber benutzt und Langdon gezwungenermaßen seinem Schicksl überlässt. Langdon überlebt jedoch, in dem er sich mit einer Persenning der Windschutzscheibe des Hubschraubers rettet.

Als das Kardinalskollegium über die Verbrechen des Camerlengos informiert wird und der Camerlengo zu ihnen in die Kapelle kommt, kommt es zu einer hitzigen Diskussion zwischen den Parteien in der Carlo seine Motivation und seinen Hass für den verstorbenen Papst verrät. Zeremonienmeister Mortati verrät jedoch seinerseits, dass der Camerlengo der Sohn des Papstes war und durch künstliche Befruchtung gezeugt wurde. Der Schock über diese Offenbarung und die Erkenntnis, dass seine Taten ungerechtfertigt waren, treiben den Camerlengo letztlich zum Selbstmord.

Im Roman wird der Camerlengo tatsächlich durch Akklamation zum Papst gewählt, während er auf dem Balkon steht, wo er sich kurz darauf selbst anzündet. Während er stirbt fällt er ohne auch nur zu schreien in einem riesigen Feuerball nach hinten. Für die Massen unterhalb des Balkons sieht es jedoch aus, als wäre der Camerlengo in einem Feuerschein zum Himmel aufgefahren. Mortati lässt die Menschen in diesem Glauben, um deren Glauben an die Kirche nicht zu schwächen. Er sammelt später die Asche des Camerlengos in einer Urne auf, welche er im Sarkophag von Carlo's Vater platziert weil er weiß, dass der Papst es so gewollt hätte.

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