Schurken Wiki
Advertisement


“Sie hat sie auf mich gehetzt obwohl sie wusste dass sie noch nicht bereit sind und vielleicht sterben, Mami war sehr böse. Die zwei Überlebenden, das hat sie aus uns gemacht...”

— Silva zu Bond


Raoul Silva (geboren als Tiago Rodriguez) ist der Hauptantagonist im 23. James Bond-Film, bzw. dritten Teil der 007-Reboot-Reihe, Skyfall von Sam Mendez aus dem Jahr 2012.

Aus dem Verborgenen heraus führt der ehemalige MI6-Agent einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen seine alte Vorgesetzte M, um sie für einen viele Jahre zurückliegenden Verrat büßen zu lassen, und stürzt dabei den britischen Geheimdienst ins Chaos. In weiterer Folge ist er verantwortlich für die Enttarnung und den Tod mehrerer britischer Agenten und auch für die Zerstörung des MI6-Hauptquartiers in London.

Dargestellt wurde der rachezerfressene Cyber-Terrorist und heimliche SPECTRE-Agent vom spanischen Schauspieler Javier Bardem (*1969), der auch Captain Salazar in Fluch der Karibik V und Anton Chigurh in No Country for Old Men verkörpert hatte.

In der deutschen Übersetzung wurde er von seinem Stammsprecher Carlos Lobo (*1970) synchronisiert.

Biographie

Vergangenheit

Raoul Silva, seinerzeit noch unter seinem Geburtsnamen Tiago Rodriguez operierend, war ein talentierter MI6-Agent und unterstand Olivia Mansfield alias M, als diese noch Leiterin der Hongkong-Abteilung war. Silva hatte ein ähnliches Verhältnis zu M wie auch James Bond es später haben würde und galt als ihr bevorzugter Top-Agent. Als Silva jedoch aus Leichtsinn und Selbstüberschätzung seine Befugnisse überschritt und die Übergabe Hongkongs an die Chinesen anstand, lieferte M Silva den Chinesen aus und erhielt im Gegenzug sechs gefangene Agenten zurück. Silva wurde fünf Monate lang gefoltert, bewahrte jedoch die Geheimnisse von M und dem MI6. Irgendwann dämmerte ihm, dass M ihn aufgegeben hatte und dass keine Hilfe kommen würde. Keinen anderen Ausweg sehend biss Silva auf die Zyanid-Selbstmordkapsel, die in seinem Backenzahn versteckt war. Obwohl das Zyanid ihn schrecklich entstellte und seine Innereien verätzte, überlebte Silva.

Nachdem er den Selbstmordversuch überlebt hatte und in weiterer Folge restlos dem Wahnsinn verfallen war, entschloss er sich, Rache an M zu nehmen. Unter dem Decknamen Raoul Silva wurde er zu einem Cyberterroristen und operierte als hochrangiges Mitglied der Verbrecherorganisation SPECTRE unter dem Oberkommando des geheimnisvollen Ernst Stavro Blofeld. Beim MI6 galt Silva jedoch als im Dienst verschollen und eine Plakette zu seinen Ehren wurde an der MI6-Gedenkmauer angebracht.

Skyfall

Silva erklärt Bond, dass dieser von M verraten wurde.

Nach Jahren der Planung ist Silva bereit, seinen Plan gegen M in die Tat umzusetzen. Als M auf dem Weg zum MI6-Hauptquartier ist, sendet Silva ihr eine Mail in der er sie höhnisch auffordert, über ihre Sünden nachzudenken. Die Mail enthält außerdem einen Link zu einem Youtube-Video, in dem Silva die Geheimidentitäten von fünf NATO-Geheimagenten aufdeckt die inkognito in einigen Terrororganisationen eingeschleust wurden. Silva zündet außerdem eine Bombe im MI6-Hauptquartier, die einige Agenten tötet. M sieht die Explosion von ihrem Auto aus.

Silva amüsiert es, Bond zu verunsichern.

M entsendet daraufhin James Bond, um den Mann zu finden, der hinter dem Attentat steckt. Über einige Handlanger landet Bond letztendlich als Gefangener auf Silvas Hauptquartier, einer Ruinenstadt auf einer verlassenen Insel im Pazifik. Bond wird an einen Stuhl gekettet und Silva vorgeführt, der behauptet, dass M Bond wissentlich auf Silva gehetzt hat, obwohl ihr klar war, dass Bond nicht bereit sei. Er offenbart Bond, dass dieser sämtliche MI6-Tests nach seiner Rückkehr zum MI6 nicht bestanden hat und nichtsdestotrotz losgeschickt wurde.

Silva nötigt Bond zu einem sadistischen Spiel.

Bond wird unter Bewachung nach draußen geführt, wo er seine Verbündete und Silvas Handlangerin Severine gefesselt vorfindet. Silva stellt ihr ein Glas auf den Kopf und lädt Bond zu einem Wettbewerb ein - wer das Glas von Severines Kopf schießt, gewinnt. Mit Mühe schießt Bond, trifft jedoch nicht, sondern schießt auf eine Statue neben Severine. Silva allerdings schießt Severine mitten in den Kopf und tötet sie. Das Glas fällt zu Boden und Silva erklärt, dass er gewonnen hat. Bond erschießt dann jedoch spektakulär sämtliche Handlanger Silvas und nimmt diesen gefangen. Silva behauptet, dass Bond ihn niemals alleine zurück nach England bringen kann, Bond offenbart aber, dass er einen Peilsender trägt und einige Kampfhelikopter des MI6 in der Nähe sind.

Silva trifft auf M.

Silva wird nach London gebracht und in einem Glaskäfig im neuen unterirdischen Quartier des MI6 eingesperrt. Die Festplatte seines PCs wird ebenfalls in das neue Hauptquartier gebracht, wo es von Q analysiert werden soll. In seinem Gefängnis wird Silva auch M vorgeführt, die ihn als ihren ehemaligen Agenten Tiago Rodriguez erkennt. Sie ist sich ihm gegenüber jedoch keiner Schuld bewusst, was diesen merklich stört. Silva erklärt M, wie er von den Chinesen gefoltert wurde und letztendlich seine Selbstmordkapsel nehmen musste. Um seine Situation zu verdeutlichen, nimmt Silva das künstliche Gebilde, welches seine Schädelstruktur aufrecht erhält, aus dem Mund und offenbart M seinen eingefallenen Schädel. Als M behauptet, dass Silva bald in ein Gefängnis transferiert werden wird, springt Silva wütend auf und fordert M auf, seinen echten Namen zu benutzen, M erwiedert jedoch, dass sein echter Name auf der Gedenkwand für gefallene Agenten steht und dass sie dafür sorgen wird, dass der Name entfernt wird.

Silvas vom Zyanid entstelltes Gesicht.

Im MI6 ist sich niemand bewusst, dass Silvas Gefangennahme ein Teil dessen Plans war. Die Notfallprotokolle des MI6 kennend wusste Silva, dass der MI6 im Falle eines Anschlags das Notfallquartier aufsuchen würde. Als Q anfängt, Silvas Festplatte zu untersuchen, wird klar, dass sich auf dieser ein Virus befindet, welcher die Notfal-Luftschleusen in der ganzen Anlage öffnet. Somit öffnet sich auch die Tür zu Silvas Zelle und Silva flüchtet durch eine der Notklappen in den Londoner Untergrund. Er wird von Bond verfolgt, dem klar ist, was Silva bewirken wollte. Silva erreicht letztendlich die Londoner Metro, wo ihn zwei Handlanger erwarten. Sie reichen ihm eine Polizeiuniform, welche dieser anzieht. Silva flüchtet in einen Zug, immer noch von Bond verfolgt. Irgendwann bemerkt Silva Bond und lockt ihn in eine Falle. Als Bond endlich zu Silva aufschließt, aktiviert dieser eine Bombe in der Decke des Tunnels, durch diese eine U-Bahn aus der höhergelegenen Ebene hinabrast. Während Bond der U-Bahn ausweichen muss, flüchtet Silva durch eine Leiter an die Oberfläche.

Silva versucht, M zu ermorden.

Silva und zwei seiner Handlanger machen sich auf den Weg zu dem Gerichtsgebäude, in dem sich M grade einer Anhörung unterzieht. Silva und seine Leute machen sich auf dem Weg zum Gerichtssaal und töten auf dem Weg einige Wachmänner. Letztendlich stürmen sie den Gerichtssaal, bevor er M erschießen kann, wird Silva jedoch von Gareth Mallory geblockt, der die Kugel abfängt. Die restlichen Sicherheitsbeamten liefern sich ein Feuergefecht mit Silva und seinen Männern und Bond, der mittlerweile auch erschienen ist, schießt auf einen Feuerlöscher, dessen ausströmendes Gas Silva die Sicht auf M verdirbt. Da er zahlenmäßig unterlegen ist, ergreift Silva die Flucht und erschießt noch einen Beamten auf dem Weg nach draußen. Nach den vielen Toten im Gerichtsgebäude beschließen Bond und M, die Sache gemeinsam zu beenden. Sie reisen dafür zu Bonds ehemaligem Familiensitz in der einsamen Heide Schottlands und lassen genug Spuren zurück, damit Silva sie finden kann.

Silva verfolgt Bond und M bis nach Schottland.

Silva folgt der Spur tatsächlich und taucht mit einigen Männern und einem Kampfhubschrauber auf Skyfall auf. Seine Männer werden jedoch stark von Bond, M und dem Hausverwalter Kincaid dezimiert. Letztendlich sendet Bond M und Kincaid in eine leicht entfernte Kapelle, um sich dem Rest von Silvas Leuten alleine zu stellen. Nachdem er alle in der Explosion von Skyfall getötet hat, folgt Bond M und Kincaid zur Kapelle und nimmt um Zeit zu sparen den Weg über einen gefrorenen See. Auf dem See wird Bond jedoch von Silva und dessen letzten Handlanger konfrontiert.

Silva wird von Bonds Messer getroffen.

Während Bond und der Handlanger kämpfen und dabei in den See stürzen, macht Silva sich auf den Weg zur Kapelle, in der er Licht gesehen hat. Er trifft auf Kincaid und die verletzte M, die beim Kampf in Skyfall schwer verwundet wurde. Silva ist entgeistert, da M durch seine Hand sterben sollte. Er drückt M seine Pistole in die Hand, richtet Ms Hand gegen ihren Kopf und hält seinen Kopf dahinter, damit M mit einem Schuss sowohl sich als auch Silva, das Monster das sie geschaffen hat, töten kann. Bevor M abdrücken kann, erscheint jedoch Bond, der den Kampf im See gewonnen hat, und wirft Silva sein Jagdmesser in den Rücken. Tödlich getroffen kann Silva noch einige Schritte auf Bond zu machen, fällt jedoch dann zu Boden und stirbt.

Persönlichkeit

Trotz seiner chaotischen Methoden bewahrt Silva stets eine fast unerschütterliche Ruhe und handhabt die Dinge oft mit Leichtigkeit - selbst nachdem Bond seine Männer getötet und ihn mit vorgehaltener Waffe festgehalten hatte, blieb Silva völlig zurückhaltend und schaffte es sogar, ihn zu verspotten. Er war charismatisch strategisch überaus geschickt, dachte alle seine Pläne detailliert durch und überließ nichts dem Zufall.
Silva war auch brillant und konnte nicht nur M, sondern auch Q und Bond austricksen und ging sogar so weit, sie als Teil seines Plans zu verwenden. Sogar M, der Bond immer kritisch gegenüberstand, beschrieb Silva als "brillanten Agenten". Er war auch sexuell mehrdeutig; Zwar hatte er eine Geliebte, machte aber auch Bond deutliche Avancen, indem er ihm gegenüber mehrere Zweideutigkeiten fallen lässt und ihn ungeniert an Brust und Oberschenkeln streichelt. Ob er aber tatsächlich bisexuell ist, oder nur die Absicht hatte Bond zu verunsichern, bleibt Ungeklärt und ist Gegenstand reger Diskussionen in Fan-Kreisen.

Obwohl Silva einen starken Hass gegen M hegte, war er sehr ambivalent, was seine Gefühle ihr gegenüber betrafen. Er war überzeugt, dass er überlebt hatte, um "ein letztes Mal in ihre Augen zu schauen". Während ihrer Konfrontation im MI6-Zellenraum, in dem er nach seiner ersten Gefangennahme festgehalten wird, wurde er zunehmend aufgeregter und verstörter, als sie sich weigerte, Reue oder Bedauern für ihre Handlungen zu zeigen, insbesondere wenn sie sich weigerte, seinen richtigen Namen zu verwenden. Als er Bond zum ersten Mal begegnet, beschuldigt er M persönlich, ihn zu einem Weg gezwungen zu haben, der ihn leicht töten könnte, und ignoriert dabei seine eigene Bereitschaft, dies zu tun. Er nennt sie mehrmals "Mama" oder "Mutter", und er kann sich letztendlich nicht dazu durchringen, sie persönlich zu töten - bis zu dem Punkt, an dem er ihr seine Waffe an die Schläfe presst und es dennoch nicht fertigbringt, den Abzug zu betätigen. Er hat einen sarkastischen Sinn für Humor, der während seines Kampfes gegen James Bond mehrfach Ausdruck findet, selbst wenn er Bonds eigene Worte gegen ihn verwendet.

Es wurde vermutet, dass Silva eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hatte, die durch eine intensive Angst vor Verlassenheit, emotionale Extreme und ein instabiles Identitätsgefühl gekennzeichnet ist. Er zeigt soziopathisches Verhalten, einschließlich einer entspannten Reaktion auf gefährliche oder sadistische Situationen, mangelndem Mitgefühl gegenüber seinen Verbündeten, und vor allem war er M gegenüber besonders sadistisch - bevor er das MI6-Hauptquartier sprengte, sandte er eine computergestützte Nachricht, in der er sie verspottete. Später verhöhnte er sie mit der Veröffentlichung der Namen mehrerer verdeckt ermittelnder Agenten auf YouTube, um den Eindruck zu verstärken, sie hätte als Leiterin des Geheimdienstes versagt.

Gallery

Advertisement