Schurken Wiki

“Ein Apache in der Patsche. Abahachi. Ranger. Hombre, ich mach jetzt Feierabend. Bitte, sei doch so lieb und wirf heute Nacht einen Blick auf die beiden. Wir wollen sie doch morgen sterben sehen.”

— Santa Maria schiebt Abahachi und Ranger die Schuld für seinen Mord in die Schuhe. (Der Schuh des Manitu, 2001)

Santa Maria ist der Hauptantagonist der 2001 erschienenen Filmkomödie Der Schuh des Manitu sowie der übergreifende Antagonist von dessen 2025 erschienenen Fortsetzung Das Kanu des Manitu. Zudem hat er einen Cameo-Auftritt in der Parodie Traumschiff Surprise – Periode 1 von 2004.

Der skrupellose Anführer einer marodierenden Bande von Banditen, der sie wie eine Schulklasse unter Kontrolle hielt und welcher sich um jeden Preis zwei legendäre Indianerschätze unter den Nagel reißen wollte, ist eine Parodie auf Antagonisten aus Westernfilmen im Allgemeinen und insbesondere der Gegenspieler aus den klassischen Winnetou-Filmadaptionen der 1960er Jahre. Zudem ist er der Erzfeind von Abahachi.

Santa Maria wurde von Schauspieler Sky du Mont (* 1947) dargestellt, der auch Ernesto in Otto – Der Film (1985), Herzog William der Letzte aus Traumschiff Surprise – Periode 1 (2004), General Motors in Bullyparade – Der Film (2017) und Jean Du Merzac in Otto’s Eleven (2010) verkörperte.

Biografie[]

Frühes Leben[]

Über Santa Marias frühes Leben ist nicht viel bekannt. Jedoch weiß man, dass er bereits als junger Mann eine Räuberbande gründete, mit der er Siedlertrecks überfiel. Eines Tages griff er den Treck an, in dem sich auch die Eltern von Winnetouch und Abahachi befanden und ließ die Siedler ermorden, wobei er dieses Massaker später den Schoschonen in die Schuhe schob. Einzig Winnetouch, Abahachi und ihre Mutter überlebten, die daraufhin von den Apachen unter Häuptling Winnetou aufgenommen wurden.

Halt in Groom Lake City[]

Jahrzehnte später erreichten Santa Maria und seine Bande um genau zwölf Uhr die Stadt Groom Lake City in Nevada, was dazu führte, dass sich alle Bewohner schnell in ihre Häuser zurückzogen. Während sein Handlanger John sich um den vermeintlichen neuen Sheriff Spucki und Captain Kork, der nach einer Zeitreise ins Mittelalter an ersteren gekettet worden war, kümmern sollte, gingen Santa Maria und ein weiterer Handlanger namens Jim in den Saloon, um dort den alten Damen der Stadt Rheumadecken zu verkaufen. Nach dem erfolgreichen Verkauf machten sie sich auf, um Abahachi, der nun Häuptling der Apachen geworden war, mit einem Saloon zu betrügen.

Das Apachen-Pub[]

Mithilfe einer Zeitungsanzeige versuchte Santa Maria, Leichtgläubige zu betrügen. Obwohl er scheinbar einen hochwertigen Saloon verkaufte, war dieser in Wahrheit nur eine Pappfassade. Abahachi hatte sich Gold vom Stamm der Schoschonen geliehen, um sich das Lokal, das er "Apachen-Pub" taufte, leisten zu können. Der Häuptlingssohn der Schoschonen, Falscher Hase, begleitete ihn und seinen Blutsbruder Ranger zu dem Treffen mit Santa Maria, der sich als Immobilienmakler aus Wyoming ausgab. Der Deal ging fast reibungslos über die Bühne, und Santa Maria überreichte Abahachi zum Kauf sogar eine Gratisflasche "Feuerwasser". Als Abahachi das Lokal mit dem Korken des Sekts taufen wollte, gab er Santa Maria solange seine Silberbüchse. Der Korken offenbarte allerdings die Täuschung, da die Pappfassade einfach umfiel sobald der Korken sie berührte. Falscher Hase schnappte sich sofort das Gold und versuchte zu fliehen, wurde aber von Santa Maria mit Abahachis Gewehr erschossen. Mit dem Kommentar dass die Waffe gut in der Hand liege schmiss Santa Maria dem Häuptling die Waffe zu, bevor seine Banditen das Feuer eröffneten und Abahachi und Ranger gezwungen waren, in Deckung zu gehen. Santa Maria und seine Gang ritten daraufhin davon.

Als Abahachi und Ranger Falscher Hases Leiche zu den Schoschonen zurückbrachten, wurden sie vom Häuptling für den Tod seines Sohnes verantwortlich gemacht. Abahachi versuchte, dem Häuptling die Lage zu erklären. Santa Maria war allerdings ein Freund der Schoschonen und überzeugte den Häuptling, dass Abahachi der Mörder seines Sohnes sei, was dazu führte, dass Abahachi und Ranger zum Tode verurteilt wurden und am nächsten Tag hingerichtet werden sollten. Santa befahl einem seiner Männer, Hombre, ein Auge auf die beiden zu haben damit diese nicht entkamen. Nachts konnte dieser belauschen, dass Abahachi einen Teil einer Schatzkarte besaß und plante, damit seine Schulden bei den Schoschonen zurück zu zahlen. Er hatte die Schatzkarte jedoch mit seinem Bruder und zwei seiner Freunde geteilt. Hombre erzählte dies Santa Maria und löste heimlich die Fesseln der beiden, damit Santas Männer ihnen zum Schatz folgen konnten. Santa gab Hombre den Befehl, ihnen zu folgen, erklärte jedoch dass er mit Jim und John zurückbleiben würde, damit der Häuptling keinen Verdacht schöpfte. Er verließ die Schoschonen erst am nächsten Morgen.

Jagd nach der Schatzkarte[]

Santa Maria und seine Leute verfolgen Abahachi zur Ranch seines Bruders

Santa Maria und seine Leute verfolgen Abahachi zur Ranch seines Bruders

Nachdem er Abahachi zur Puder Rosa Ranch gefolgt war, kehrte Hombre zum Hauptquartier der Bande, einer verlassener Stadt in der Wüste, zutück. Nachdem er Santa Bericht erstattet hatte, erteilte dieser den Befehl zum Aufbruch. John weigerte sich jedoch mit der Begründung, dass er müde sei. Santa Maria schritt ihm wutentbrannt entgegen und fragte ihn rhetorisch ob er also müde sei. Nachdem John dies bejaht hatte, schickte Santa Maria den müden John ins Bett (was die anderen Mitglieder seiner Bande sichtlich verärgerte) und ritt mit dem Rest der Bande los.

Santa Maria und seine Leute kamen schließlich auf der Puder Rosa Ranch an, wo Abahachi und Ranger mittlerweile von Winnetouch den zweiten Teil der Karte erhalten hatten. Die drei wurden jedoch vor der Ankunft der Banditen gewarnt, da Hombre Kaffee in einer Kaffeemühle mahlte und das Gequietsche im ganzen Tal zu hören war. Winnetouch zeigte Ranger und Abahachi jedoch einen Geheimgang der zu einem versteckten Ausgang führte. Winnetouch, als Abahachi verkleidet, ging durch den Tunnel, um die Banditen auf eine falsche Fährte zu locken. Alle Banditen, außer Hombre, der gerade Santa Maria rasierte, verfolgten ihn und ermöglichten den Blutsbrüdern so die Flucht. Winnetouch wurde jedoch gefangen und von Santa Maria verhört. Da Winnetouch nicht verriet, wo sich Ranger aufhielt, ließ Santa ihm von seinem Leuten die Haare kurz schneiden, was sich für Winnetouch wie Folter anfühlte. Daraufhin erzählte der Indianer, dass Ranger zur Uschi, einer Kindheitsfreundin und die erste großer Liebe Abahachis, geritten war, um einen weiteren Teil der Karte zu bekommen. Santa erklärte Winnetouch, den er nach wie vor für Abahachi hielt, dass dieser als Geisel zurückbleiben würde. Er befahl Hombre, Abahachi zu bewachen und ihn zu töten, sollten Santa Maria und der Rest seiner Männer in zwei Tagen nicht zurück sein.

Santa Maria und seine Gruppe kommen am Schuh des Manitu an

Santa Maria und seine Gruppe kommen am Schuh des Manitu an

Etwas später traf Ranger auf Uschi, die ihm klarmachen wollte, dass er nicht von der Schatzkarte reden sollte, da sie belauscht wurden. Ranger verstand die Hinweise jedoch nicht und plapperte alles, was er wusste, aus. Daraufhin sprangen Santa Maria und seine Männer aus ihrem Versteck und bedrohten beide mit ihren Waffen. Ranger griff die Banditen jedoch an und besiegte einen nach dem anderen, wurde aber letztendlich aus Versehen von Uschi K.O. geschlagen. Während des Kampfes entdeckte Santa Maria, dass Uschi sich ihren Teil der Karte auf den Rücken tätowiert lassen hatte. Somit nahm er sowohl Uschi als auch Ranger als weitere Geiseln mit.

Die Gruppe kehrte zur Puder Rosa Ranch zurück, wo sie Winnetouch und Hombre einsammelten. Auch Abahachi wurde kurz darauf beim Ausspähen der Ranch von Santas Männern erwischt, der nun über alle Teile der Karte verfügte. Nachdem er herausgefunden hatte, dass sich der Schatz im inneren eines Berges namens "Schuh des Manitu" befand, nahm er Uschi, auf deren Rücken sich die Karte befand, mit. Abahachi, Ranger und Winnetouch wurden in der Puder Rosa Ranch zurückgelassen, die von Santa Maria angezündet wurde, nachdem er ihrem letzten Wunsch, den Werbejingle "Superperforator" zu performen, nachgekommen war. Die drei wurden jedoch von Abahachis Freund Dimitri gerettet und verfolgten Santa Maria zum Schuh des Manitu.

Der Schuh des Manitu[]

"Eine hab ich noch!"

"Eine hab ich noch!"

Santa Maria hatte mittlerweile mit zweien seiner Männer den Berg betreten. Im Inneren landeten sie jedoch in einer Sackgasse und kamen nicht weiter. Santa entdeckte, dass die Geheimtür nur bei einem bestimmten Sonnenstand geöffnet werden konnte. Nachdem er die Tür geöffnet hatte, schickte er Jim und John wieder aus der Höhle, die sich jedoch weigerten zu gehen, weil sie erkannten, dass ihr Anführer sie um den Schatz betrügen wollte. Daraufhin erschoss Santa Maria beide. Er ging weiter und kam schlussendlich auf dem Podest an, an dem der Schatz, ein Edelsteinamulett, lag. Mit dem Amulett machte er sich auf den Rückweg. Als Abahachi auftauchte, empfang Santa Maria ihn mit den Worten "Eine hab ich noch!" und schoss Abahachi in der Brust. Seinen kurz danach auftauchenden Freunden Ranger und Uschi, sowie dem übergelaufenen Hombre erklärte er süffisant, dass es Notwehr gewesen sei. Wütend schrie Hombre ihn an, dass er wohl denke, dass er hier machen könne, was er wolle und trieb seinen ehemaligen Anführer zurück in den Berg. Währenddessen erkannten Uschi und Ranger, dass Abahachi noch lebte, da sein Lebkuchenherz, dass er einmal von Uschi geschenkt bekommen und seitdem immer getragen hatte, die Kugel abgefangen hatte.

Santa Maria versinkt in der Teergrube

Santa Maria versinkt in der Teergrube

Von Hombre mit einer Pistole bedroht wurde Santa bis zum Podest zurückgedrängt. Er forderte die Kette mit dem Amulett von Santa Maria, welcher Hombre durch Geplauder über ihre gemeinsamen Abenteuer ablenkte. Insgeheim zog er ein verstecktes Messer und versuchte ihn zu ermorden, indem er ihm die Kette zuwarf, während er gleichzeitig das Messer in seine Richtung warf. Abahachi sprang jedoch in die Flugbahn und wurde erneut von seinem Lebkuchenherz gerettet. Daraufhin erschien auch Winnetouch, der aus Versehen einen geheimen Hebel betätigte, welcher eine Falltür unter Santa Maria öffnete. Dieser stürzte in eine Teergrube, in der er langsam versank. Winnetouch betätigte, wieder aus Versehen, einen weiteren Hebel, der das Podest absenkte und die Helden in eine Lore kippte. Abahachi, Ranger, Winnetouch, Uschi und Hombre wurden mit der Lore aus dem Berg befördert und waren somit nicht in der Lage, Santa Maria zu befreien der immer weiter in der Teergrube versank und scheinbar ertrank.

Als die Schoschonen auftauchten, um Rache an Abahachi zu nehmen, gab Hombre ihnen das Gold zurück, dass Santa Maria dem Sohn des Häuptlings gestohlen hatte. Außerdem bestätigte er, dass Santa und nicht Abahachi der Mörder von Falscher Hase war.

Nach Santa Marias vermeintlichem Tod in der Teergrube zog sein Bruder Santa Claus los und verteilte Geschenke, um die Opfer seines Bruders zu entschädigen.

Aufstieg zum Ölbaron[]

Zwar schien es zunächst so, als würde Santa Maria in der Teergrube sterben, er entdeckte jedoch schnell, dass die Grube nicht so tief war wie zuvor angenommen und konnte sich daraus befreien. Außerdem schaffte er es irgendwie, den Schatz aus dem Schuh des Manitu erneut für sich zu beanspruchen.

Als nächster Schritt ging Santa Maria zu den Comanchen, welcher der einzige Indianerstamm war, der noch nicht von seinen Betrugsmaschen erfahren hatte, und kaufte ihnen Land ab, um dort Erdöl zu fördern. Mit den Jahren schaffte Santa es so, sehr reich zu werden und dennoch seine wahre Identität vor den meisten anderen (darunter auch seinen Rivalen Abahachi und Ranger) geheim zu halten.

Das Kanu des Manitu[]

Eines Tages heuerte er eine siebenköpfige Bande (später als Die sieben Geißlein bekannt) an, die ihm das Kanu des Manitu bringen sollten, ein legendäres Boot, das angeblich Unsterblichkeit verlieh, wenn man mit ihm auf dem Wasser fuhr, jedoch den Tod brachte, sollte man es zerstören, was Santa Maria jedoch egal war, da er das Kanu bloß zu einem möglichst hohem Preis verkaufen wollte.

Nachdem die Bande Abahachi, Ranger und dessen Tochter Mary dazu gezwungen hatten, das Kanu des Manitu für sie aus dem Berg "Laufende Nase" zu bergen und an Land zu bringen, traf Santa Maria mit seiner Kutsche ein und entpuppte sich als Ölbaron. Während die Bande von Winnetouch außer Gefecht gesetzt wurde und der Sheriff die Unschuld der Blutsbrüder anerkannte, versuchte sich Santa heimlich mit dem Kanu davon zu schleichen und in seiner Kutsche zu flüchten. Sein Vorhaben wurde jedoch von Abahachi bemerkt, der schnell auf sein Pferd stieg und ihn verfolgte.

Abahachi sprang schließlich auf die Kutsche und versteckte sich im Kanu, um Santa Maria vorzugaukeln, er hätte ihn abgehängt. Jedoch bemerkte dieser den Häuptling durch eine Spiegelung im Fenster eines vorbeifahrenden Zugs und begann mit seinem Revolver durch die Decke der Kutsche hindurch auf Abahachi zu schießen, dem es nur knapp gelang, auszuweichen. Dabei wurde Kanu durchlöchert und zerschellte, als es schließlich vom Dach der Kutsche fiel. Unbemerkt stieg Santa auf das Dach des Zugs, worauf ihm Abahachi folgte. Er drängte den Häuptling kurz vor einem Tunnel in die Enge. Während er selbst in Deckung ging, wurde Abahachi von der Tunneldecke am Kopf getroffen, aber nicht sonderlich schwer verletzt. Da Ranger glaubte, dass sich nur der Ölbaron auf dem Zug befände, leitete er die Gleise um, sodass die Lok nun auf eine Schlucht zu raste. Abahachi war unterdessen in ein leeres Zugabteil geflüchtet (wobei er das Amulett aus dem Schuh des Manitu fand und einsteckte), wo er jedoch schon bald erneut von Santa Maria konfrontiert wurde, der seinen Revolver auf ihn richtete. Dieser wähnte sich siegreich und verspottete Abahachi, als dieser eine Weinflasche ergriff, um ihn aufzuhalten, bevor er eine Kugel auf ihn abfeuerte. Jedoch war dies nur ein Trick des Häuptlings und er schoss nur auf einen Spiegel, bevor er von Abahachi mit der Flasche ausgeschaltet wurde. Kurz darauf krachte der Zug in den Canyon, wobei es Abahachi schaffte, vorher aus der Eisenbahn zu springen.

Trotz seines scheinbar endgültigen Todes, erfährt man in der Post-Credit-Szene, dass Santa Maria den Zugunfall mithilfe eines Fallschirms ebenfalls überlebte.

Bekannte Opfer[]

Mörder Nummer Opfer Umstände
Santa Maria: 1. Falscher Hase Erschossen
2.-3. Jim & John
Mörder Nummer Opfer Umstände
Indirekt: 1. Eine unbekannte Anzahl an Sheriffs der Stadt Groom Lake City Von seinen Handlangern erschossen.

Galerie[]

Trivia[]

  • Sein Name ist eine Anspielung auf Santer, den Hauptschurken in Winnetou I von 1963, dem zweiten Teil der Winnetou-Filmreihe. Daneben ist Santa Maria der Name eines Schlagerlieds von Roland Kaiser, mehrerer Kirchen, Inseln, eines Vulkans und eines Schiffs von Christoph Kolumbus. Seine Kleidung und sein Alias im zweiten Film sind eine Anspielung auf den Ölprinzen aus dem gleichnamigen Film.
  • Seine Rolle im ersten Film ist eine Parodie auf Cornel Brinkley aus dem ersten Winnetou-Film Der Schatz im Silbersee.
  • Santa Maria ist nicht nur vermutlich die bekannteste, sondern auch die letzte Rolle von Sky du Mont, wie dieser kurz vor dem Kinostart von Das Kanu des Manitu verkündete.