“Du vergisst, wer vor dir steht! Ich bin der Häuptling, du bist der Indianer!”
— O'Doyles wiederkehrender Spruch
“Tja, sie hat was gesehen. Es ist egal, ob sie tot auf der Straße liegt oder auf einer Bühne singt. Ohne einen Leichnam wimmelt es hier bald vor lauter Polizisten...”
— O'Doyle will Aufmerksamkeit vermeiden
Sheriff O'Doyle ist der Hauptschurke aus dem 2018 veröffentlichten Thrillerfilm Hunter’s Creek – Gefährliche Beute.
Doyle ist der vermeintlich gutmütige und inkompetente County Sheriff einer abgelegenen Waldregion in Amerika. In Wirklichkeit ist er ein skrupelloser und korrupter Mann, der einige örtliche Kleinkriminelle unter seine Fittiche genommen hat und mit ihnen Meth herstellt und verkauft. Als die Studentin Sawyer, die eigentlich auf der Duchreise ist, ins Visier seiner inkompetenten Schergen gerät und in den Wald flüchtet, fürchtet Doyle, dass man ihm und seinen Machenschaften auf die Schliche kommen wird. Somit ist er einerseits bestrebt, Sawyer zu finden und zu töten, gleichzeitig versucht er verbissen, zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt oder dass seine Vorgesetzten auf die Lage aufmerksam werden.
Er wurde von Sean O’Bryan dargestellt. Im Deutschen wurde er von Uwe Büschken (*1953) synchronisiert.
Biographie[]
Vergangenheit[]
O'Doyle ist der County Sheriff einer ländlichen Region in den Appalachen. Er gilt als gutmütig und leicht inkompetent; so soll er den örtlichen Haudegen zu viel durchgehen lassen. In Wirklichkeit ist dies allerdings nur eine Fassade, die einen wesentlich düstereren Charakter verbirgt. So hat er zwei örtliche Tunichtgute, die Geschwister Hollister und Buck Pritchert, unter seine Fittiche genommen. Er nutzt sie sowie ihren Cousin Lowell als Handlanger. Lowell kocht in einem abgelegenen Trailer im Wald Meth, welches Hollister und Buck dann verkaufen. O'Doyle dient als Kopf der Bande und verschleiert ihre Taten. Dabei lässt er keinen Zweifel an seiner Autorität aufkommen und unterdrückt die Pritcherts gezielt. Er schreckt auch nicht vor dem Mord an jenen zurück, die ihren Machenschaften in die Quere kommen; jene werden von den Pritcherts im Wald begraben.
Komplikationen[]
O'Doyle zeigt wenig Interesse an dem Vermisstenfall
Die Pritcherts begraben gerade eine Leiche im Wald, da hält in der Nähe ein Wagen. Da die Brüder sich nicht sicher sind, ob sie bei ihrem Verbrechen beobachtet wurden, folgen sie der Fahrerin und als diese kurz darauf am Straßenrand Halt macht, um eine Karte zu studieren, greifen sie sie an. Die Fahrerin, die Studentin Sawyer Scott, entkommt verwundet und die Brüder können sie in der Wildnis nicht ausfindig machen. Kurz darauf wird O'Doyle der fahrerlose Wagen gemeldet und in dem Wissen, was es damit auf sich hat, versucht O'Doyle betont, die Sache kleinzuhalten. Insbesondere sein eifriger Deputy Nick Katz aber ist an der Situation interessiert, auch wenn O'Doyle in der Lage ist, ihm erste Ermittlungen auszureden. Im Anschluss befiehlt O'Doyle den Pritcherts, den Wagen aufzubrechen und in den Wald zu fahren, damit O'Doyle es darstellen kann, als wäre die Besitzerin zurückgekehrt und weitergefahren. Gleichzeitig befiehlt er den Brüdern, Sawyer aufzuspüren, zu töten und außerhalb seines Dienstbereichs zu verscharren.
Allerdings hat der Vorfall auch das Interesse von Chief Slattery von der Kentucky State Police geweckt, so dass O'Doyle Katz erlauben muss, seine Untersuchungen fortzuführen. Nachdem Slattery vorerst abgewimmelt werden konnte, schickt O'Doyle Katz mit der Anweisung, er solle mit seiner Familie Thanksgiving feiern, nach Hause; er selbst würde sich dem Vermisstenfall annehmen. Allerdings kehrt Katz kurz darauf zurück ins Revier, da er etwas vergessen hat. Er kann dabei ein erbostes Telefonat O'Doyles mit Hollister bezeugen und dadurch erfahren, dass O'Doyle korrupt ist. O'Doyle erkennt, dass er aufgeflogen ist und bei dem Versuch, aus dem Revier zu fliehen, wird Katz von O'Doyle erschossen. Er lässt die Leiche von den Pritcherts verscharren und ist sich bewusst, dass er Katz' Verschwinden nicht vertuschen können wird. Daher versteckt er den Führerschein Sawyers im Spind von Katz. Als Slattery kurz darauf erscheint, um mit seinem Team die Suche nach Saywer zu unterstützen, berichtet der scheinbar überforderte Doyle vom Verschwinden seines Deputys.
O'Doyle erschießt Hollister
Unter dem Vorwand, überprüfen zu wollen, ob Katz seine Uniform trägt, öffnet O'Doyle in Slatterys Beisein Katz' Spind und "findet" darin den Führerschein. Dadurch gelingt es ihm erfolgreich, Katz als Hauptverdächtigen im Vermisstenfall zu präsentieren und seine eigenen Spuren zu verwischen. Nach einem angespannten Besuch bei Lowell, der ihm den Zugang zum Methlabor verwehrt, trifft O'Doyle sich mit den Brüdern. Diese sollen die Methlieferung zum Käufer bringen, was O'Doyle als einzigartige Chance sieht. Entsprechend ist er angespannt und weist die Brüder an, sich nicht übers Ohr ziehen zu lassen. Die merkwürdige Konfrontation mit dem feindseligen Lowell gibt ihm allerdings noch immer zu denken und auch die Brüder finden, dass ihr Cousin sich in den letzten Tagen merkwürdig verhält. Die beiden brechen dennoch auf, um das Meth bei Lowell abzuholen. O'Doyle folgt ihnen und sieht seinen Verdacht bestätigt, als sich herausstellt, dass Lowell Sawyer die ganze Zeit versteckt und beschützt hat.
Nachdem die Konfrontation zwischen der Pritchert-Familie bereits in Bucks Tod und der Verwundung Hollisters gegipfelt ist, erscheint O'Doyle gerade rechtzeitig, um Lowell zu erschießen. Er erschießt auch Hollister, der keinen Nutzen mehr für ihn hat und den er als Sündenbock darstellen will, bevor er sich an die Verfolgung von Sawyer macht. In seinem Polizeiwagen fährt er durch die Gegend und tatsächlich findet er Sawyer kurz darauf am Straßenrand. Diese hat zwar das Gespräch zwischen Lowell und O'Doyle am Vortag mitgehört, Lowells Gesprächspartner aber nicht gesehen. Entsprechend wähnt sie sich gerettet und steigt bereitwillig zu O'Doyle ins Auto. Während sie in Richtung der Stadt fahren, befragt O'Doyle Sawyer bezüglich der Vorfälle und ist äußerst interessiert daran, welche der Verbrecher sie identifizieren kann. Er ist erleichtert, als Sawyer erklärt, den Auftraggeber der Pritcherts nie gesehen zu haben. Sawyer ist aber irritiert, da O'Doyle keine Meldung macht und weder Verstärkung noch einen Krankenwagen ruft. Als O'Doyle dann noch einen beiläufigen Spruch bringt, den sie am Vortag im Gespräch zwischen Lowell und seinem Auftraggeber mitbekommen hat, erkennt sie entsetzt, dass O'Doyle der Kopf des Meth-Rings sein muss.
O'Doyle wird von Sawyer geschlagen
Der Sheriff, der längst erkannt hat, dass sie ihn identifiziert hat, hält schließlich den Wagen an. Er führt Sawyer an einen nahen Bach, wo er sie hinrichten will. Er befiehlt ihr, ins Wasser zu gehen und als die verzweifelte Sawyer davonrennen will, wirft er sie zu Boden und will sie ertränken. In Todesangst kann Sawyer sich zwar freireißen, aber O'Doyle bekommt sie immer wieder zu fassen und drückt sie schließlich unter Wasser. Dennoch ist Sawyer geistesgegenwärtig genug, um eine Jätegabel zu zücken, die sie ursprünglich als Verteidigung gegen Lowell verwenden wollte, bevor er sich mit ihr verbündet hat und sie ihr schließlich als Andenken geschenkt hat. Sie rammt dem Sheriff die Gabel ins Bein, so dass dieser vor Schmerzen von ihr ablässt. Sawyer zieht dem entsetzten Sheriff die Gabel durchs Gesicht und hinterlässt eine klaffende Wunde. Geschockt versucht O'Doyle nach seiner Waffe zu greifen, doch bevor er den Revolver zücken kann, prescht Sawyer auf ihn zu und rammt ihm die Gabel ins Herz. Sofort bricht O'Doyle leblos zusammen; sein Leichnam wird vom Fluss davongespült.







