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Stefan Skellen, auch als der Uhu bekannt, ist ein wichtiger Schurke aus den von Andrzej Sapkowski geschriebenen Hexer-Romanen. Seinen ersten Auftritt hatte er in dem 1995 erschienenen Zeit der Verachtung.

Skellen ist ein Untersuchungsführer des Kaiserreichs Nilfgaard und wird von Kaiser Emhyr var Emreis entsandt, um Emhyrs Tochter Ciri zu finden und nach Nilfgaard zu bringen. Da er aber in Wirklichkeit Teil einer Verschwörung ist, will Skellen Ciri nicht finden, sondern töten. Dazu heuert er den Kopfgeldjäger Bonhart an und verbündet sich später auch mit dem Magier Vilgefortz von Roggeveen.

Biographie

Vergangenheit

Skellen ist der Sohn von Bertram Skellen. Er stammt aus einer nilfgaardischen Adelsfamilie und ist ein Untersuchungsbeamter und Spezialist für Sonderaufgaben im nilfgaardischen Geheimdienst. Eines Tages beruft Kaiser Emhyr var Emreis den Hofstaat in Loc Grim ein und kündigt dort an, die junge Ciri, ehemalige Prinzessin von Cintra, heiraten zu wollen, die ihm von dem Magier Vilgefortz gebracht wurde. Damit verärgert Vilgefortz jedoch die alten nilfgaardischen Adelsfamilien, insbesondere de Wette und aep Dahy, die sich Hoffnungen gemacht hatten, dass Töchter aus ihren Familien als zukünftige Kaiserin ausgewählt werden würden.

Nach der Audienz wird Skellen zu einer Audienz mit Emhyr, dem Geheimdienstleiter Vattier de Rideaux und dem Seneschall Ceallach sowie dem Astronomen Xarthisius. Emhyr offenbart den versammelten Personen, dass er von Vilgefortz verraten wurde und das ihm gebrachte Mädchen nicht die echte Ciri ist. Er befiehlt Xarthisius, die echte Ciri zu lokalisieren und trägt Skellen auf, eine Sondereinheit zu bilden und anzuführen und mit dieser den bisher unbekannten Schlupfwinkel von Vilgefortz anzugreifen und zu erobern - er glaubt, dass Vigefortz die echte Ciri gefangen hält. Während Vilgefortz in jedem Fall getötet werden soll, bekommt Skellen den klaren Auftrag, Ciri kein Haar zu krümmen, sondern sie nach Nilfgaard zurückzubringen.

Vor seiner Abreise wird Skellen jedoch von Joachim de Wette, Graf aep Dahy und anderen Adeligen kontaktiert, die in ihrer Wut eine Verschwörung gegen Emhyr auf die Beine gestellt haben. Sie bestechen Skellen, von dessen hohen Ambitionen sie Bescheid wissen, und versprechen ihm die Position des Geheimdienstchefs nach dem Umsturz, wenn er Ciri nicht gefangen nimmt, sondern tötet. Dadurch wollen sie Emhyr seine Machtposition nehmen und ihn schwächen. Skellen, dessen Ziel es ist, die Monarchie in Nilfgaard aufzulösen und eine Demokratie einzuführen, willigt ein und wird Teil der Verschwörung gegen Emhyr.

Skellen erreicht schließlich den von Xarthisius hervorgesagten Ort - einer wüstenartigen Einöde hinter Tir Tochair - findet Ciri dort aber nicht. Als er von einer jungen Banditengruppe erfährt, die sich die Ratten nennen und die seit neustem ein neues Mitglied haben, welches Ciri ähnelt, befiehlt er dem Präfekten der Region, nicht zu viel in diesen Zufall hineinzulesen und dass die neue Banditin keinesfalls Ciri sein kann. Sehr wohl im Glauben, dass das junge Mädchen Ciri ist, befiehlt Skellen, die Ratten zu fangen und unverzüglich und ausnahmslos allesamt aufzuhängen und hofft, sich Ciri so vom Leib zu schaffen, ohne dass sie erkannt und nach Nilfgaard gebracht wird. Zeitgleich heuert Skellen den berüchtigten Kopfgeldjäger Leo Bonhart an um Ciri aufzuspüren und zu töten.

Suche nach Ciri und Bonhart

Skellen beginnt nun, die Gruppe anzuwerben, die Emhyr ihm zu gründen befohlen hatte. Er wirbt Söldner in Maecht an und schickt sie nach Fort Rocayne, wo er seine provisorische Basis erreicht hat. Die Gruppe beinhaltet Dacre Silifant, Dufficey Kriel, Neratin Ceka, Chloe Stitz, Andres Vierny, Til Echrade und die Psionikerin Joanna Selborne sowie Ola Harsheim und Bert Brigden. Silifant wird mit der Anwerbung weiterer Truppen beauftragt und hat vier Wochen später seine Gruppe vervollständigt und sucht Skellen auf. Er stellt Skellen seine Leutnants Neratin Ceca und Dufficey Kriel vor, woraufhin Skellen seinerseits Harsheim und Brigden vorstellt. Nachdem der Rest versammelt ist, tritt Skellen mit Silifant nach draußen und zeigt sich von der Bande zufrieden. Sogleich verteilt Skellen einige Befehle um die Spur Ciris aufzunehmen.

Da sich herausstellt, dass Bonhart sein Wort gebrochen und Ciri nicht getötet, sondern mitgenommen hat, beginnt Skellen die Suche nach Bonhart. Er schickt einige seiner Männer los, um Augenzeugen des Kampfs zwischen Bonhart und den Ratten zu finden. Einer, Nycklar, wird gefangen und nach Fort Rocayne gebracht, wo Skellen sich die Geschichte erzählen lässt. Nachdem der junge Mann den Kaufmann Hoevenaghel in Claremont erwähnt hat, mit dem Bonhart in Kontakt stand, entscheidet Skellen, dass er Leute nach Claremont schicken muss. Während sie Bonharts Spur verfolgen, wird Skellen von Kenna Selborne darüber informiert, dass sich ein Unsichtbarer als Begleiter unter den Trupp gemischt hat und sie ausspioniert. Skellen fordert, dass dieser Spion lebend gefasst wird und gibt Kenna freie Hand, einen Hinterhalt für den Unsichtbaren zu legen.

Wie geplant geht die Falle auf und die Gruppe kann den Magier fassen, den Skellen sofort als Rience, einen Schüler von Vilgefortz, erkennt. Er macht seiner Abneigung gegenüber Rience keinerlei Hehl und verrät dem Magier, dass er schon öfters gegenüber Emhyr und Vattier geraten hat, Rience zu eliminieren. Als Rience klar wird, dass ihm Folter droht, wird er panisch und schreit, dass er der Gruppe auf Befehl von Vilgefortz folgt und dass er Bonhart Ciri abluchsen soll, bevor Skellen es tun kann, da Skellen Ciri tot will, Vilgefortz sie aber lebendig braucht. Da das glühende Eisen, mit dem Rience gefoltert werden soll, nun heiß ist, will Rience panisch eine wichtige Information verraten um sich der Folter zu entziehen. Bevor er dies tun kann, reiten aber Bonhart und Ciri in das Dorf ein.

Bündnis mit Vilgefortz und Bonhart

Skellen tritt daraufhin nach draußen und heißt Bonhart kalt willkommen. Er fordert, dass Bonhart sich erklärt, woraufhin dieser mit Skellen in die Stube tritt. Da Skellen behauptet, dass er, Bonhart und Rience viel zu besprechen haben, wird Ciri mit Bonharts Zustimmung zuerst in die Obhut von Dacre Silifant übergeben. Daraufhin beginnen die drei ihre Besprechung und Bonhart behauptet, dass Skellen ihm seinen Verrat nicht übel nehmen sollte, da er lediglich Geld machen wollte um sich zur Ruhe zu setzen - da Skellen gefordert hat, dass Ciri tot war, war Bonhart misstrauisch geworden und wollte wissen, wie viel sie wirklich wert war.

Bonhart verrät, wie er Ciri gefoltert und so erfahren hat, dass diese die Prinzessin von Cintra ist, die mit Kaiser Emhyr vermählt werden soll. Kalt frat Bonhart Skellen, warum dieser gefordert hat, dass man seine zukünftige Kaiserin umbringt. Bonhart offenbart, dass er durch diese Offenbarung erkannt hat, dass das Ganze etwas zu groß für ihn ist und dass er darum Ciri hergebracht hat um sich mit Skellen zu arrangieren. Während des Gesprächs aktiviert sich schließlich Riences Xenogloss, durch den plötzlich Vilgefortz zu den Männern spricht. Vilgefortz spricht Skellens Verrat an und als dieser stolz behauptet, dass das Errichten einer Demokratie sein Ziel ist, wird er von den allen Männern ausgelacht. Nachdem Vilgefortz sich mit Bonhart geeinigt hat, dass dieser ihm Ciri überbringt, erinnert Skellen die beiden säuerlich daran, dass Ciri und Bonhart sich momentan faktisch beide in seinem Gewahrsam befinden.

Vilgefortz behauptet daraufhin, dass er Skellen nicht zu kurz kommen lassen wird und verspricht ihm materielle Hilfe und logistische Unterstützung sowie Zugang zu Informationen für seine Verschwörung. Als Kostprobe offenbart Vilgefortz Skellen durch Rience, dass sich in Skellens Einheit ein Verräter, Neratic Cekas, befindet. Das Gespräch wird unterbrochen als von draußen Schreie zu hören sind. Bonhart und Skellen stürmen sofort nach draußen, wo sie erkennen, dass Ciri sich befreit hat und ein Pferd bestiegen hat. Skellen wirft ihr einen Wurfstern hinterher, der sie mitten im Gesicht trifft und schwer verwundet, doch dennoch hält Ciri sich auf dem Pferd und kann fliehen. Außer sich schreit Skellen seinen Leuten zu, dass sie sofort aufsitzen und die Verfolgung aufnehmen sollen. Mit einem zweiten Wurfstern richtet er einen zweiten Verräter hin, den seine Männer gefasst haben; dieser hatte Chloe Stitz ermordet, um Ciri die Flucht zu ermöglichen.

Sogleich beginnen Rience, Skellen und sein Trupp sowie Bonhart, die umliegenden Regionen nach Ciri zu durchsuchen, finden aber keine Spur. Zur selben Zeit hört Vilgefortz auch auf, durch den Xenogloss mit ihnen zu sprechen. Nach drei Wochen ohne Ergebnisse können sie schließlich Ciris Spur aufnehmen. Die vierzehn Männer, eingeschlossen Bonhart, Rience und Skellen, verfolgen die Spuren in eine eisige Seenlandschaft, deren Seen mittlerweile zugefroren sind. Skellen teilt seine Männer nun auf und schickt Bonhart mit Rience und einigen anderen zur anderen Seite des Ufers. Bevor Skellen mit seinen Leuten losreiten kann, weigern sich jedoch einige der Handlanger, Skellen auf das Eis zu folgen und offenbaren, dass sie genug haben. Lediglich Silifant und Boreas Mun verbleiben Skellen, der daraufhin Rience und Bonhart sowie deren Begleiter wieder zurückruft. Schließlich wollen die insgesamt zehn Verbliebenen sich aufs Eis wagen, erkennen aber, dass es für die Pferde zu dünn ist und sitzen daher ab. Trotz des Nebels, der aufgezogen ist, marschieren sie aufs Eis. Bonhart dreht aber irgendwann um, um doch die Pferde nachzuholen - in Wirklichkeit hat er jedoch erkannt, dass Ciri die Gruppe in eine Falle lockt und auf dem Eis zuschlagen wird. Erst als sie einige Minuten auf das Eis gegangen sind, wird auch dem Rest offenbart, dass sie geradewegs in einen Hinterhalt Ciris gelaufen sind. Diese hat sich mittlerweile Schlittschuhe angelegt und verbirgt sich im Nebel.

Ciri rast nun aus dem Nebel heraus heran, schlägt zu und verschwindet wieder. Die Männer haben ihr nichts entgegenzusetzen, so dass sie einen nach dem anderen eliminieren kann. Als Ciri auf ihn und Rience zurast, kann Skellen Rience gerade noch rechtzeitig mit sich zu Boden reißen. Verzweifelt ruft Skellen nach Bonhart, der jedoch längst fort ist. Daraufhin ruft Skellen seinen verbliebenen Männern zu, dass sie zusammenkommen sollen, da Ciri Jagd auf Einzelne macht. Als er hört, dass Ciri erneut heranrast, zückt Skellen einen Wurfstern, trifft aber nicht Ciri, sondern Ola Harsheim mitten im Gesicht und tötet ihn. Daraufhin wendet der verzweifelte und wütende Skellen sich Rience zu und befiehlt ihm, zu handeln, doch als Rience einen Feuerball werfen will um das Eis zwischen ihnen und Ciri zu trennen, gelingt ihm das nicht vollständig. Stattdessen spaltet das Feuer das Eis unter ihnen, so dass alle in das eiskalte Wasser stürzen. Skellen kann sich allerdings am Eisrand festhalten und Boreas Mun, der sich ebenfalls retten konnte, kann ihn an Land ziehen. Rience hingegen ertrinkt und Ciri kann entkommen.

Ende des Verschwörers

Da Ciri durch einen Dimensionssprung in eine andere Welt geflohen ist, kann Skellen ihr nicht folgen. Verschnupft macht er sich stattdessen mit Bonhart und seinen wenigen verbliebenen Männern auf den Weg nach Ebbing, wo sie Vilgefortz in seinem geheimen Versteck, der Feste Stygga, aufsuchen. Nach einem Bankett in Stygga, in der auch Vilgefortz' Gefangene, die Zauberin Yennefer, teilnimmt, reist Skellen nach Toussaint und trifft sich dort mit den nilfgaardischen Verschwörern. Er muss sich dort von Joachim de Wette anhören, dass sie enttäuscht von seiner Leistung sind, ihm wird aber dennoch die Rolle eines Grafen und Außenministers versprochen, wenn sie ihre Ziele erreichen. Es wird danach ein Attentat auf Emhyr geplant. Skellen offenbart, dass sie dabei mit der Hilfe von Vilgefortz rechnen können, der die Zauberin Yennefer als hypnotisierte Attentäterin verwenden will. Um seine Loyalität zu beweisen, die seit seinem Versagen in Zweifel gezogen wurde, wird Skellen dazu gebracht, der Gruppe den Aufenthaltsort von Vilgefortz zu verraten.

Als Ciri schließlich aus eigenem Willen in Schloss Stygga ankommtu nd sich von den Wachen gefangen nehmen lässt, ist Skellen derjenige, der kurz darauf im Hof erscheint und sie in die Festung führt. Drinnen treffen sie au Bonhart. Nahdem Ciri an Vilgefortz übergeben ist und kurz darauf Alarm ertönt, da der Hexer Geralt und seine Verbündeten das Schloss gestürmt haben um Ciri zu retten, befürchtet Skellen, dass Nilfgaards Armee gekommen ist. Als Vilgefortz dies erkennt, versichert er, dass er Skellen den Rücken stärken wird und der Uhu schwärmt mit seinen Truppen aus. Skellens Truppen werden aber durch die Angriffe des mit Geralt verbündeten Vampirs Regis dezimiert und versuchen panisch, zu fliehen. Skellen ruft seinen verzweifelten Truppen zu, dass sie sich nicht mit Dämonen oder Magiern einlassen oder sich ihnen im Kampf stellen werden, sondern dass sie einfach den Kampf abwarten werden um dann zu sehen, wer die Treppen herunterkommt

Es sind Ciri, Geralt und Yennefer, die nach ihrem Sieg über Vilgefortz die Treppen hinunterschreiten. Skellen befiehlt, sie zu töten, doch die ersten drei Männer, die hervorspringen, werden sofort von Geralt und Ciri getötet. Skellen brüllt weiter Befehle, doch keine seiner Truppen kommen gegen Geralt und Ciri an, so dass niemand weiter es wagt, anzugreifen. Skellen befiehlt daraufhin, die Armbrüste zu verwenden, doch Boreas Mun, der diese holen sollte, ist längst aus der Zitadelle geflohen. Mur ein Mann mit einer Armbrust taucht auf, und als Skellen ihm diese aus der Hand reißt, erkennt er, dass er alleine ist. Skellen zieht sich daraufhin etwas zurück, versucht aber dennoch, seine verbliebenen Männer zu sammeln.

Bevor es dazu kommen kann, tauchen bewaffnete Soldaten Nilfgaards auf. Sofort werden Skellens Leute verhaftet und gefesselt und auch Skellen wird für seinen Verrat gegen das Kaiserreich von Kaiser Emhyr persönlich verhaftet und von Wachen weggeführt, gefesselt wird er jedoch nicht. Er wird nach Nilfgaard gebracht, wo er vor ein Sondertribunal gebracht wird. Er wird des Staatsverrats und der Teilnahme an einer Verschwörung schuldig befunden. Da Emhyr keinen Gebrauch vom Gnadenrecht macht, wirs Skellen später zur Zitadelle gebracht und gehängt. Das Henkersseil landet Jahre später als historisches Objekt in der Sammlung von Caesar Bilsen.

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