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Überblick

Homunculus (ホムンクルス Homunkurusu), auch bekannt als Vater (お父様, Otō-sama) oder Das Männlein in der Flasche (フラスコの中の小人 Furasuko no Naka no Kobito), ist der Hauptantagonist in der Anime-Serie Fullmetal Alchemist: Brotherhood, welche eine Adaption der Mangaserie Fullmetal Alchemist ist.

Er wird im Original von Iemasa Kayumi und im Deutschen von Jochen Langner gesprochen.

Überblick

Erschaffung

Als formloses Wesen namens Homunculus existierte das Wesen, das später als Vater bekannt werden sollte, als Kuriosität in einem Glas und war Eigentum des Königs von Xerxes. Da Homunculus aber ein gewitztes und cleveres Wesen war, freundete es sich mit einem namenlosen Sklaven an, dem er schließlich den Namen Van Hohenheim gab. Zudem manipulierte Homunculus den König von Xerxes, der sich die Unsterblichkeit sehnte.

Homunculus' Manipulation führte schließlich dazu, dass der König von Xerxes in seinem Hunger nach Macht sein gesamtes Volk in einem Ritual opferte, um einen Stein der Weisen herzustellen. Tatsächlich aber wurde er von Homunculus hereingelegt und stirbt bei dem Ritual selbst. Homunculus, der gleichzeitig durch das Blut von Van Hohenheim endlich einen eigenen menschlichen Körper erhalten hat, nimmt den Stein der Weisen an sich und lässt Hohenheim, den er in Xerxes als einziges am Leben gelassen hat, zurück.

Jahrhunderte der Planung

Im den folgenden Jahrhunderten spaltet Vater seine Emotionen ab. Jeder dieser Emotionen erschafft er einen eigenen Körper und einen Stein der Weisen, um ihnen Kraft zu geben. Die sieben Emotionen, die er von sich abgespalten hat - Wollust, Gier, Zorn, Stolz, Völlerei, Faulheit und Eifersucht - wandelt Vater in die sieben Homunculi Lust, Greed, Wrath, Pride, Gluttony, Sloth und Envy, welche ihm fortan als Handlanger dienen.

Mit seinen Homunculi entwickelt Vater nun einen Plan, göttergleiche Macht zu erhalten. Dafür nutzt er das Reich Amestris aus, in welchem er Wrath als Anführer des Reichs, King Bradley, positioniert. Im Lauf der nächsten Jahrhunderte sorgt Bradley dafür, dass sich das Reich in militanten Eroberungen ausdehnt - damit Vater so viele Einwohner wie möglich als Opfer nutzen kann - und die Homunculi beginnen, einen gigantischen Alchemiekreis um Amestris zu ziehen. Als Ankerpunkte dienen dabei Orte, an denen besonders blutige Schlachten geschlagen wurden, und Vaters Homunculi sorgen dafür, dass diese Schlachten geschlagen werden. Während sein Plan ausgeführt wird, befindet sich Vater in einer Zisterne unterhalb von Central City, dem Zentrum seines Alchemiekreises.

Als das Ziel zum Greifen nah ist, sucht Vater sich fünf sogenannte Menschenopfer, mit deren Hilfe er das Tor der Wahrheit durchschreiten will. Schließlich ist der Tag der Verheißung gekommen und nachdem Vater seine Menschenopfer entführt hat, nutzt er deren Macht - sowie die Macht des Menschenkreises - um die Seelen sämtlicher Bewohner von Amestris in einen Stein der Weisen zu verwandeln. Mit dieser extremen Macht durchbricht Vater das Tor der Wahrheit und kann göttliche Macht an sich reißen. Allerdings stellt sich heraus, dass Vaters alter Verbündeter und mittlerweile härtester Rivale - Van Hohenheim - Vater eine Falle gestellt hat, was dazu führt dass dieser sämtliche seiner gefangenen Seelen, und damit auch ihre Macht, verliert. Dadurch kann Vater die Macht Gottes nicht länger in seinem Körper halten und wird in seiner urprünglichen, formlosen Gestalt für immer in der Wahrheit verbannt. Zudem können dank Van Hohenheims Einschreiten die Bewohner von Amestris ihre Seelen zurückerhalten und somit gerettet werden.

Persönlichkeit

Als Männlein in der Flasche ist Vater ein gewitztes und charismatisches Wesen und freundet sich daher auch mit Van Hohenheim an. Nachdem er jedoch seine Emotionen abgespalten hat, zeigt sich Vater als emotionsloser, distanzierter und desinteressierter Mann. In einer Konfrontation mit Van Hohenheim merkt letzterer an, wie langweilig sein alter Freund doch geworden ist. Dennoch zeigt sich in den Persönlichkeiten der einzelnen Homunculi die Emotionen und Gefühle, die Vater einst besessen hat.

Vater hat für die Menschheit nichts als Verachtung übrig und hält alle, außer seiner Homunculi, als wertlose Unterwesen. Auch den Homunculi gegenüber zeigt er aber keine besondere Zuneigung; er tötet sie ohne Skrupel, wenn sie ihn verraten oder wenn er ihre Macht benötigt. Als Vater die Elrics trifft zeigt er, da sie Van Hohenheims Söhne sind, ein mildes Interesse an ihnen, verfällt aber schnell wieder in seine gelangweilte Desinteresse. Es ist dennoch möglich dass Vater, genau wie sein Homunculus Envy, insgeheim eifersüchtig auf die Menschheit ist, da er selbst ganz alleine ist und nie einer von ihnen werden kann. Da Envy als Abspaltung Vaters so fühlt, ist es möglich dass Vater ebenso denkt.

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