Schurken Wiki
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Zoodirektor Müller ist der Hauptantagonist der Kinderbuch-Reihe Das wilde Pack von André Marx und Boris Pfeiffer.

Biografie

Vergangenheit

Über Zoodirektor Müllers Vergangenheit ist nicht viel bekannt. Jedoch weiß man, dass er früher ein Großwildjäger war und viele Tiere erlegte, die er auch viele Jahre später noch in seinem Jagdzimmer ausstellte, bis er diese Trophäen in einem wahnhaften Wutanfall zerstörte. In diesem Jagdzimmer befanden sich unter anderem ein Ohrensessel aus Elchleder, ein Tiger- und ein Bärenfell, sowie Köpfe von einem Elch, einem Kaffernbüffel, einem Wolf, einem Löwen, einer Gazelle, einem Jaguar und mehrere Hirschgeweihe. Auch die Köpfe des Tigers und des Eisbären, die er für seine Töchter erlegt hatte, hingen in diesem Zimmer, laut Müllers Aussage mit einem gewissen Abstand nebeneinander. Zudem lernte er in seiner Zeit als Großwildjäger auch Hermann Klotzkopf kennen, der ihm auch irgendwann vor Beginn der Handlung ein als Spazierstock mit Dackelkopf getarntes Betäubungsgewehr schenkte.

Später eröffnete er dann seinen Zoo, um aus diesem viel Profit und Ruhm zu erhalten. Deshalb fing er auf seinen Safari-Reisen auch immer mehr Tiere lebendig mithilfe von Betäubungspfeilen, so unter anderem auch die Anakonda Rafina, die später entfliehen konnte, die Eltern von Hamlet und den damals noch jungen Gorilla Barnabas. Jedoch ließ er auch immer wieder Tiere aus seinem Zoo verschwinden und sie verkaufen oder zu Pelzmänteln, Handtaschen oder Ähnlichem verarbeiten, um daraus noch mehr Profit zu schlagen. Als seine beiden älteren Töchter, Amanda und Babette, sechszehn wurden, ließ er den kleinen Bruder des Eisbären Tomtom und einen Tiger zu Pelzmänteln verarbeiten und schenkte ihnen ihre Pelze, während er ihre Köpfe als Trophäen in sein Jagdzimmer hing. Außenstehenden sagte der Zoodirektor dabei immer, die Tiere wären nachts urplötzlich verstorben, um sein Image als Tierwohltäter und -schützer aufrechtzuerhalten.

Einige Jahre vor der Handlung wurde Hamlet in Müllers Zoo geboren und freundete sich unter anderem mit dem Gorilla Barnabas und dem Eisbären Tomtom an. Etwa in diesem Zeitraum geschah es auch, dass die Elefantendame Susanna ein Baby bekam und dass sich Eisbär Tomtom aus Versehen beinahe auf einen kleinen Jungen setzte, der ins Eisbärengehege geklettert war.

Jagd nach Hamlet

Zoodirektor Müllers ursprünglicher Plan bestand darin, das Fell seines Wolfes Hamlet zu einem Pelzmantel verarbeiten zu lassen und diesen dann seiner Tochter Constanze zum sechszehnten Geburtstag zu schenken. In der Nacht vor dem Stichtag gelang es Hamlet aber, mithilfe des Gorillas Barnabas, aus dem Zoo auszubrechen. Dazu benutzte Barnabas eine Tüte Gummibärchen, eine goldene Uhr und zwei Dartpfeile, die alle durch Umwege in sein Gehege gelangt waren. Er lockte Müller mit einer Fährte aus Gummibärchen auf den Baum in seinem Gehege. Müller stellte sein Betäubungsgewehr ab und kletterte auf den Baum. Barnabas, der sich bisher schlafend gestellt hatte, nahm es und ersetzte die Betäubungspfeile durch Dartpfeile. Nachdem Müller die Armbanduhr gefunden und genommen hatte, kletterte er vom Baum, nahm sein Gewehr und entfernte sich etwas verwundert vom Gorillagehege. Als der Zoodirektor am Wolfsgehege angekommen war, schoss er auf Hamlet. Als dieser jedoch nicht wie erwartet einschlief, sondern sich die Pfeile einfach herausriss, wich Müller erschrocken zurück. Hamlet drohte, ihn zu töten, tat dies jedoch nach Einreden von Barnabas nicht, der Müller wiederum mit einem der Betäubungspfeile betäubte.

Nachdem Müller aufgewacht war und der Tierpfleger Knut einen Betäubungspfeil gefunden hatte, plante er nun, anstatt Hamlet nun Barnabas zu töten und dessen Fell zu einem Pelzmantel verarbeiten zu lassen. Als jedoch Hamlet wieder im Zoo auftauchte, verwarf er seinen Alternativplan und widmete sich erneut dem Wolf. Er jagte ihn mithilfe seines Jeeps hinterher. Hamlet hatte jedoch das Wilde Pack gefunden, eine Ansammlung verschiedenster Tiere, die in alten U-Bahn-Schächten lebten, gefunden und sich mit dem Kolibri Spy angefreundet. Spy flog nun um Zoodirektor Müller herum und lenkte diesen ab, sodass Hamlet fliehen konnte. Müller jedoch, besessen davon, den Wolf zu töten, jagte Hamlet dennoch weiter durch die Stadt. So gelangte Müller zu dem Schrottplatz, an dem der Eingang zum Unterschlupf des Wilden Packs lag und kroch Hamlet durch den engen Gang hinterher. Er schoss weiter auf Hamlet, der sich zum sogenannten Paradiesplatz flüchtete. Das Chamäleon Ampel versuchte vergeblich, Müller abzulenken. Der Zoodirektor bemerkte die Tierspuren, die zum Eingang des Labyrinths führten, und folgte ihnen. Als er jedoch auf Hamlet schießen wollte, wurde er von der Anakonda Rafina umschlossen, die ihn festhielt und hypnotisierte, während die anderen Tiere Barnabas aus dem Zoo befreiten.

Zoodirektor Müller erwachte im Morgengrauen am Steuer seines Jeeps auf dem Schrottplatz. Ohne Betäubungsgewehr oder einer Ahnung, wie er auf den Schrottplatz kam, fuhr er zurück zu seinem Zoo.

Vorfall im Restaurant

Ohne Erinnerung an die Ereignisse nach der Jagd nach Hamlet und ohne einen Wolfspelz, sah sich Zoodirektor Müller gezwungen, für seine Tochter Constanze ein Seidenkleid zu kaufen, worüber diese allerdings gar nicht erfreut war. Constanze war zudem außer sich, als sich im Restaurant, in dem Müller gerade mit seinen Töchtern saß, die Sprinkleranlagen aktivierten. Der Feueralarm war jedoch vom Wilden Pack ausgelöst worden, die nun das Restaurant nach Essen durchsuchten. Tulpe, das Stinktier, war jedoch unvorsichtig. Die Menschen, die sich vor das Restaurant gestellt hatten, bemerkten sie. Hamlet, der sich unter einer Tischdecke versteckte, versuchte, mit ihr in die Küche zu den anderen zu fliehen, knallte jedoch gegen die Schwingtür und wurde ohnmächtig, weshalb er von Barnabas gerettet werden musste. Müller beobachte das Geschehen durch die Fenster des Restaurants.

Wieder in seinem Zoo, begann Müller, in seinem Jagdzimmer auf und ab zu wandern. Er dachte nach, ob er wohl verrückt würde und wie er an einen Wolfspelz gelangen könnte, um seine Tochter ruhig zu stimmen, sodass sie sich nicht vollständig von ihm abwenden würde. Dann kam er auf die Idee, einfach den Pelz eines bereits toten Wolfs zu nutzen.

Jagd im Museum

Müller begab sich also in der Nacht zum städtischen Naturkundemuseum, um dort das Fell eines Präparats zu entwenden. Als er jedoch bei den ausgestopften Wölfen angekommen war und sein Messer zückte, um das Fell eines der Präparate abzuziehen, bemerkte er, dass einer der Wölfe plötzlich seine Zähne fletschte. Im nächsten Moment sprang Hamlet, der sich mit dem Wilden Pack zum Museum begeben hatte, um einem Gruppenmitglied zu helfen, auf ihn zu und rannte weg. Müller war erst verwirrt, erkannte dann aber, dass es sich bei einem der Präparate eigentlich um Hamlet gehandelt hatte und begann, ihn zu verfolgen.

Als er im Hauptsaal ankam, sah er auch Barnabas und die anderen Tiere des Wilden Packs, die sich auf einen ausgestopften Elefanten geflüchtet hatten. Er zückte erneut sein Messer und bewegte sich auf die Tiere zu. Die Pantherdame Shiva versuchte, an die Dachluke zu kommen, stürzte jedoch ab und landete genau vor Müller. Er plante, auch Shiva zu töten, bekam jedoch Angst, als sich ihm Hamlet, Barnabas und Shiva gegenüberstellten. Plötzlich flüchteten die Tiere jedoch über die Treppe. Müller folgte ihnen erneut bis zu einem Notausgang. Auf dem Dach angelangt, war das Wilde Pack in einer Sackgasse gelandet und wurde von Müller mit einem Gewehr bedroht. Barnabas hing mit den anderen Tieren an einem Zementkübel an einem Kran. Als der Zoodirektor auf den Gorilla zielte, riss Shiva ihm plötzlich das Gewehr aus der Hand und warf es vom Dach. Barnabas schwang zur Kirche und ließ den Zementkübel zurückschwingen, der nun Zoodirektor Müller außer Gefecht setzte.

Als Müller erwachte, suchte er sofort nach seinem Betäubungsgewehr. Dieses war jedoch jedoch in einen Betonmischer gefallen und zerstört worden. Er kehrte zurück in den Zoo und nahm aus seiner Vitrine mit den Jagdgewehren einen Spazierstock mit Dackelkopf heraus. Dieser Stock war ein getarntes Gewehr, dessen Laufende durch die Spitze verdeckt wurde.

Entführung von Spy

Als der Kolibri Spy losgeschickt wurde, um ein Modell eines Schiffs zu suchen, wurde er vom Modellbauer gefangen. Dieser rief Zoodirektor Müller an, um Spy in den Zoo zu bringen. Müller redete kurz mit ihm, nahm dann den im Drahtkäfig gefangenen Spy und stieg dann in seinen Jeep. Als er gerade losfahren wollte, hörte er jedoch eine krächzende Stimme. Dies war das Kakaduweibchen Kaka, die der menschlichen Sprache mächtig war und versuchte, Spy zu befreien. Müller dachte zuerst, er würde sich die Stimme nur einbilden. Als die Stimme behauptete, sein Spazierstock zu sein, wurde er jedoch aufmerksam. Die Stimme forderte ihn auf, Spy freizulassen, um die Chance zu haben, Wolf Hamlet und Gorilla Barnabas zu schnappen. Also testete Müller den Stock und fragte ihn nach seinem Geheimnis. Kaka war zunächst ratlos, erfuhr jedoch von Spy, dass der Stock ein getarntes Betäubungsgewehr sei. Als sie die Frage richtig beantwortete, ließ Müller den Kolibri seufzend frei und sah dadurch Barnabas, der auf dem Dach einer Halle saß.

Als Shiva, Barnabas und das Kakadumännchen Du in die Fabrikhalle stürmten, um Spy zu befreien, der kurz darauf auftauchte und ihnen alles erklärte, tauchte plötzlich Zoodirektor Müller auf, der sie durch die Halle verfolgte. Als die Tiere den Schiffsbauer am anderen Ende der Halle bemerkten, schlug Barnabas eine Glühbirne herunter, die auf dem Boden zersprang und die Halle verdunkelte. Dadurch verwirrte er Müller und den Schiffsbauer. Als sich die beiden trafen, schoss Müller einen Betäubungspfeil auf den Schiffsbauer, während dieser ein Netz über Müller warf.

Kampf am Bibergehege

Ludwig, der Pavian, wollte den Bau des Schiffes, mit dem das Wilde Pack in die Freiheit segeln wollte, unbedingt verhindern. Um dies zu erreichen, ging er zu Müllers Haus im Zoo und wies diesen an, ihm zu folgen. Dies tat Müller auch und fand das Wilde Pack am Bibergehege vor. Er blendete sie mit Scheinwerfern und schoss dann auf das Stinktier Tulpe, die kurz darauf einschlief. Ihr Stinksekret, das sie aus Angst abgesondert hatte, verwirrte Hamlets Nase, sodass er anstatt von Müller weg, direkt auf ihn zulief. Müller wollte ihn ebenfalls betäuben, wurde jedoch von Ludwig angesprungen, sodass er ins Leere schoss. Dadurch konnte das Wilde Pack entkommen.

Verbündung mit August Schwarzhaupt

Als Presse und Bevölkerung nun auch aufmerksam auf das Wilde Pack wurden, setzte man Tierfänger unter Leitung von August Schwarzhaupt ein, um die Tiere einzufangen. Zoodirektor Müller beschäftigte diese Aufmerksamkeit der Presse, da er sein Ende befürchtete, sollte herauskommen, dass Hamlet und Barnabas aus seinem Zoo stammten. Eines Tages tauchte jedoch August Schwarzhaupt in seinem Büro auf. Er meinte, dass er von der Herkunft der Tiere wisse und der Presse davon erzählen würde, sollte Müller sich nicht mit ihm verbünden. Aus Angst vor dem Ruin stimmte Müller schließlich zu und erhielt von Schwarzhaupt ein Funkgerät.

Nach dieser gezwungenen Verbündung stieg Zoodirektor Müller besorgt in seinen Jeep und fuhr ohne Ziel in der Stadt herum. Irgendwann hielt Müller an und versuchte, erneut mit seinem Spazierstock zu sprechen. Dies half jedoch nicht. Als er jedoch eine Krähe sah, die sich Pommes aus dem Mülleimer herauszog, kam ihm ein Geistesblitz. Er startete den Wagen und fuhr zur Müllkippe, da er der Meinung war, dass die Tiere dort am ehesten nach Nahrung suchen würden.

Auf der Müllhalde angekommen, suchte er überall nach dem Wilden Pack, konnte aber keines der Tiere finden. Plötzlich bemerkte ihn jedoch jemand. Es war der Tierfreund Theobald Weber, der die Müllhalde aufsuchte, um die Tiere zu sehen. Müller empfand ihn als Belästigung, ließ sich aber nichts anmerken. Er plante stattdessen, Weber für die Suche nach den Tieren auszunutzen. Nach einiger Zeit ereilte Müller ein Funkspruch. Dieser sagte aus, dass man die Tiere im Industriegebiet gesehen hatte und befehligte alle Einheiten dorthin. Er lenkte Weber ab und schoss einen Betäubungspfeil ab. Der Zoodirektor stieg in seinen Jeep und machte sich auf zum Industriegebiet.

Er rollte unbemerkt auf das Fabrikgelände, auf dem sich das Wilde Pack befand. Auch die Tierfänger mit ihren Hunden erreichten das Gelände und schafften es, die Tiere mit Fangnetzen einzufangen. Als alle Tiere eingefangen waren, betäubte Zoodirektor Müller, der sich versteckt gehalten hatte, die Männer mit seinem Betäubungsgewehr. Kurz bevor Müller auch die Tiere betäuben konnte, sprach sein als Gewehr getarnter Spazierstock wieder zu ihm. Er überzeugte ihn, dass er entlassen und Schwarzhaupt der neue Zoodirektor werden würde, sollte er die Tiere betäuben. Müller vertraute dem Stock und begab sich nach dessen Anweisung zu einer Schreibtischschublade, in der der giftige Frosch Caramba gefangen war. Der Spazierstock wies Müller an, diesen zu küssen. Sofort nachdem er ihn mit seinen Lippen berührte, fiel er in Ohnmacht. Mithilfe der beiden Kakadus gelang es dem Wilden Pack vorzutäuschen, sie wären in den nahe gelegenen Wald geflohen.

Erste Begegnung mit Fenris

Als der Wolf Fenris ins Wilde Pack eintrat, überzeugte er Hamlet, in den Zoo einzubrechen und dort Futter zu stehlen. Dabei löste Fenris eine Alarmanlage aus. Müller näherte sich im Nachtgewand und mit seinem Spazierstock-Gewehr bewaffnet den beiden Wölfen. Als er Fenris bemerkte, ging er, das Gewehr schussbereit, langsam an beide heran. Jedoch sprang Fenris auf ihn, der Betäubungspfeil flog ins Leere und Müller wurde von ihm zu Boden gedrückt. Fenris und Hamlet flohen. Müller, der in der Dunkelheit Fenris nicht richtig erkannte, glaubte, er hätte Hamlet gesehen.

Zurück in seinem Jagdzimmer überlegte sich Müller einen Plan, um Hamlet und das Wilde Pack einzufangen. Seine Tochter Constanze, die wegen des Schnees neue Stiefel forderte, brachte ihn auf einen neuen Plan. Er rief seinen alten Jagdfreund Hermann Klotzkopf an. Dieser sollte den Wolfsspuren folgen und Hamlet einfangen. Als dieser ohne Wolf zurückkehrte, wandte sich Müller an einen neuen Plan.

Gefangennahme von Fenris

Fenris, nun Anführer, drang mit dem Wilden Pack in den Zoo ein, um einen Krieg gegen die Menschen zu beginnen. Als Hamlet auftauchte, lockte er Zoodirektor Müller mit einem lauten Heulen aus dem Zoogebäude. Das Wilde Pack versteckte sich, während Fenris mit Ludwig alleine gegen Müller antreten wollte. Ludwig schoss mit einem gestohlenen Betäubungsgewehr und traf Müller. Jedoch hatte Barnabas die Betäubungspfeile gegen Dartpfeile ausgetauscht, sodass Müller nicht einschlief. Ludwig bekam Angst und lief weg. Als Fenris auf Müller zusprang, wurde er noch in der Luft von einem Pfeil Müllers getroffen und betäubt. Erfreut über seinen anscheinenden Sieg über Hamlet, lachte Müller laut. Danach legte er sich den Wolf über die Schulter, trug ihn davon und steckte ihn in das Wolfsgehege. Trotz dessen, dass es nicht Hamlet war, wollte Müller den Pelz des Wolfes seiner Tochter schenken. Constanze erkannte jedoch, dass der Wolf nicht Hamlet war, und ging wütend zurück zur Villa.

Zwischenfall auf der Hochzeit

Nachdem er Fenris gefangen und eingesperrt hatte, kamen die Leute wieder in Scharen in Müllers Zoo. Nach einiger Zeit sollte seine älteste Tochter Amanda den reichen Parfümhersteller Benedikt Sonntag heiraten. Deswegen war diese auch sehr aufgebracht, als sie erkannte, dass auf der Gästeliste nur sechs Bekannte von ihrer Familie standen, während Sonntags Bekanntenanzahl 108 Gäste betrug. Als ihre Schwester Babette sich über das Menü beschwerte und Constanze ihren Vater an den versprochenen Wolfspelzmantel erinnerte, brach ein Streit zwischen den Dreien aus. Müller jedoch beachtete sie nicht, schaute aus dem Fenster und dachte schwärmerisch an die bevorstehende Hochzeit.

Um dem Wunsch von Amanda gerecht zu werden, lud Müller also jeden ein, dem er je begegnet war, darunter auch August Schwarzhaupt, sowie Theobald Weber und seine Frau. Auch schaltete er die Scheinwerfer und Alarmanlagen im Zoo aus.

Als alle Vorbereitungen abgeschlossen und alle Gäste erschienen waren, setzten alle sich vor dem Hochzeitspodest. Währenddessen erschien auch das Wilde Pack im Zoo, um herauszufinden, wo die erhoffte Freiheitsinsel, die sich Müllers Schwiegersohn kaufen wollte, lag. Durch die fortlaufende Hochzeitszeremonie blieben sie unbemerkt und versteckten sich im Gebüsch. Als Sieglinde Weber, Theobald Webers Frau, aus Versehen auf Shivas Schwanz trat, sprang diese fauchend in die Höhe. Durch ihren Fluchtinstinkt flüchtete sie jedoch nicht aus dem Zoo heraus, sondern sprang in die Hochzeitsgesellschaft hinein. Zoodirektor Müller, der sein getarntes Gewehr die ganze Zeit bei sich gehabt hatte, schoss einen Betäubungspfeil ab. Dieser verfehlte jedoch Shiva und traf stattdessen seine Tochter Amanda, die kurz darauf einschlief.

Das Wilde Pack musste nun fliehen, wurde jedoch von allen Seiten von den Hochzeitsgästen bedroht. Deswegen beschloss Müller nach einer kurzen Auseinandersetzung mit seinem Schwiegersohn, die Tiere zusammen mit August Schwarzhaupt zu suchen, fand diese jedoch nicht, da Theobald Weber ihnen zur Flucht verhalf.

Der Casinogewinn

Nach diesem Vorfall, der auch durch die Medien ging, wurde der Zoo von kaum einem Besucher besucht. Auch half es nicht, dass Müller betonte, dass diese Tiere nicht seine Tiere waren. Auch Benedikt Sonntag war seitdem nicht gut auf ihn zu sprechen und wies seinen Schwiegervater an, nicht zu Sonntags Parfümpräsentation zu kommen.

Das Wilde Pack plante, an viel Geld zu kommen, um sich ihre Freiheitsinsel zu kaufen. Dazu mimte Kaka wieder den sprechenden Spazierstock und sagte Müller, um seine Pechsträne zu beenden sollte er ins Casino gehen und beim Roulette fünf Mal auf die Null setzen. Dadurch würde er eine große Menge Geld gewinnen. Also zog Müller sich um und fuhr mit einem Zoo-Lastwagen zum Casino. Das Wilde Pack versteckte den kleinen Frosch Kuba in einer halbierten Perle und tauschte ihn gegen die Roulettekugel des Croupiers aus, um zu erreichen, das Müller die Geldmenge auch sicher gewinnt. Trotz eines Zwischenfalles, in dem die Kugel ausgetauscht werden sollte, schaffte es Kuba, fünfmal auf der Null zu landen. Dadurch gelang es Müller, eine Geldsumme von 60.466.170 Euro zu erspielen. Seine Angespanntheit während des Spiels entlud sich in Freudenschreien.

Triumphierend verließ Zoodirektor Müller das Casino und gab dem Angestellten, der das Geld in den Lastwagen geladen hatte, einen Hunderterschein als Trinkgeld. Jedoch landete kurz darauf der Gorilla Barnabas auf der Motorhaube. Müller wollte aussteigen und Barnabas mit seinem Betäubungsgewehr vertreiben, jedoch klemmte die Tür, sodass er hilflos mit ansehen musste, wie der Gorilla sein Geld vom Lastwagen entwendete und weglief.

Verbündung mit Benedikt Sonntag

Nach dem Raub stand Müller hasserfüllt in seinem Jagdzimmer und schwor Rache. In seiner Wut hatte er zudem alle seine Jagdtrophäen von den Wänden gerissen und zertrampelt. Als dann auch noch sein Schwiegersohn Benedikt Sonntag in das Zimmer trat, wollte er ihn anschreien, ließ es jedoch sein, als er dessen Verfassung sah. Benedikt erzählte, dass ein Stinktier bei seiner Parfümpräsentation das Parfüm verseucht hatte. Darauf entschuldigte er sich, dass er seinem Schwiegervater in der Vergangenheit nicht geglaubt hatte und dass er ihm bei der Jagd und Zerstörung des Wilden Packs unterstützen würde.

Entführung von Theobald Weber

Um zu verhindern, dass weitere Tiere aus dem Zoo entkamen oder diesen heimsuchten, ließ Zoodirektor Müller Wachleute mit Hunden einstellen, die das Zoogelände überwachen sollten. Diese waren Teil der Truppe von August Schwarzhaupt. Dies geschah zum Leid der Tiere, da man viele Tierpfleger dafür entlassen musste. Benedikt Sonntag und er fragten sich indessen, wie die vorangegangenen Ereignisse von Tieren zustande gebracht werden konnten. Benedikt kam auf die Idee, dass die Tiere von Gangstern dressiert sein könnten, da er bei seiner Entführung eine Stimme gehört hatte. Durch einige Zufälle kamen Müller und er darauf, dass Theobald Weber der Kopf des Packs sein könnte. Sie planten, ihn zu entführen und zu verhören.

Als Theobald Weber sich nach dem Kauf der Freiheitsinsel für das Wilde Pack aufmachen wollte, um im Park die Enten zu füttern, traf er vor seiner Wohnungstür auf Zoodirektor Müller und Benedikt Weber. Müller zielte mit seinem Spazierstock auf ihn und schoss einen Betäubungspfeil ab, sodass Weber ohnmächtig wurde. Der Kolibri sah jedoch die Entführung und unterrichtete das Wilde Pack davon.

Als Theobald Weber aufwachte, fand er sich im Gorillakäfig wieder. Müller kroch durch eine Metallklappe in den Käfig und schloss diese wieder ab. Er und der dahinter auftauchende Benedikt Sonntag trugen eine Gasmaske und bedrohten Weber mit einer Wasserpistole, die mit Stinktiersaft geladen war. Als Weber dichthielt, spritzte Müller das Stinktiersekret ab, das sich gasförmig im Käfig ausbreitete. Sonntag fing an, Weber mit einer Feder zu kitzeln, um ihn so die Antwort herauszulocken. Dies half jedoch auch nicht, sodass Müller und Sonntag den Plan schmiedeten, Weber mit einem Schlüsselbund zu hypnotisieren.

Müller unter Hypnose

Die Hypnose funktionierte jedoch nicht richtig, sodass statt Weber Müller hypnotisiert wurde. Müller, der früher auf der Jagd nach Hamlet von der Anakonda Rafina hypnotisiert worden war, erinnerte sich nun daran, wie Hamlet aus dem Zoo ausgebrochen war. Deswegen machten sich Sonntag und er auf dem Weg zum Wolfskäfig und ließen Weber in dem Affenkäfig zurück. Am Käfig angekommen, erinnerte sich Müller daran, dass Barnabas ihn damals mit dem Betäubungsgewehr betäubt hatte. Kurz darauf erwachte Müller jedoch wieder aus der Hypnose, weil er einen an ihn selbst adressierten Brief mit aufgeklebten Zeitungsbuchstaben bemerkte.

Dieser Brief war ein Erpresserbrief des Wilden Packs, das Müllers Tochter Constanze entführt hatte. Benedikt Weber wollte sich davon jedoch nicht ablenken lassen und wiederholte die Hypnose. Müller erinnerte sich wieder an die früheren Ereignisse und stieg mit seinem Schwiegersohn in Benedikts Auto. Sie fuhren zu dem Schrottplatz, auf dem der Eingang zu einer verlassenen U-Bahnstation lag, die die Heimat des Wilden Packs war. Bevor sie eintreten konnten, erinnerte sich Müller jedoch an die Hypnose von Rafina, die ihm das letzte Mal ereilt war, wachte aus der Hypnose auf und fuhr mit seinem Schwiegersohn zum Zoo zurück.

Kampf in der U-Bahnstation

Zurück im Zoo musste Zoodirektor Müller jedoch erkennen, dass Theobald Weber seine Frau und Schwarzhaupt ausgetrickst hatte und entkommen war. Daraufhin brach Müller in einen Wutanfall aus und befahl Schwarzhaupt, mit seinen Männern zum verlassenen U-Bahnhof aufzubrechen. Mit Betäubungsgewehren bewaffnet machten sich Müller, Benedikt Sonntag und Schwarzhaupt mit seinen Männern auf dem Weg zum Versteck.

Der Kolibri Spy bemerkte Müller und Schwarzhaupts Männer und alarmierte das Wilde Pack. Constanze war erleichtert, als sie ihren Vater sah, wurde von diesem jedoch nicht beachtet. Der Zoodirektor war nur auf die Tiere fokussiert. Schwarzhaupts Männer und er versperrten den Ausweg nach draußen, sodass das Wilde Pack zum Kampf gezwungen war. Das Stinktier Tulpe schaffte es, die Hunde kurzzeitig außer Gefecht zu setzen, während das Chamäleon Ampel das Gewehr von Benedikt Sonntag mit der Zunge ergriff. Dieses wurde dann von den Bibern in einem Gully versenkt. Jedoch konnte sich das Wilde Pack nicht lange verteidigen. Der erste, den ein Betäubungspfeil traf, war das Schnabeltier Oskar. Barnabas brachte ihn vor dem Eingang zum Labyrinth in Sicherheit. Müller traf daraufhin auch den Biber Ida, wurde dann jedoch von der Anakonda Rafina umwickelt und unschädlich gemacht.

Als diese beinahe von einem Betäubungspfeil getroffen wurde, ließ sie von Müller ab und schlängelte davon. Müller griff sofort nach seinem Betäubungsgewehr und schoss weiter. Allmählich wurde das Wilde Pack in die Enge gedrängt. Die beiden Ziegen wurden von einem Pfeil getroffen und die kleineren Tiere mussten fliehen. Am Ende kämpften nur noch Wolf Hamlet, Gorilla Barnabas, Pavian Ludwig und Panther Shiva.

Barnabas schaffte es immer wieder, Männer und Hunde wegzuschleudern und Gewehre aus den Händen zu reißen. Plötzlich stand jedoch Müller genau vor ihm und legte auf ihn an. Daraufhin griff Barnabas Constanze und hielt sie wie ein Schild vor sich. Diese schrie panisch, Müller war jedoch nur auf Barnabas fokussiert und schoss trotz Protest seiner Tochter auf den Gorilla. Dabei traf er Constanze, die sofort ohnmächtig wurde und von Barnabas auf eine Bank gelegt wurde. Diese Gelegenheit nutzte Müller und schoss seinen letzten Betäubungspfeil. Bevor Hamlet eingreifen konnte, traf er den Gorilla und lachte hämisch. Jedoch fiel dieser nicht gleich um, sodass Kaka und Du ihm die Gasmaske vom Kopf reißen und ihn durch Tulpes Gestank unschädlich machen konnten.

Diese Gelegenheit nutzte das Wilde Pack zur Flucht. Sie nahmen sich die betäubten Tiere und flohen ins Labyrinth, um so in die verborgene Kristallhöhle zu gelangen. Müller und die anderen Männer folgten ihnen und folgten den Spuren. Diese hörten jedoch irgendwann auf. Da sich alle im Labyrinth verlaufen hatten, musste die Suche nach den Tieren abgebrochen werden. Müller befahl, das ganze Labyrinth systematisch zu durchkämmen.

Da sie sich nun genauer umsehen konnten, fiel Benedikt Webers Blick auf ein Plakat der Insel, die er Amanda nach der Hochzeit schenken wollte. Müller bemerkte zudem einen kleinen Teil seines Casinogewinns. Er kam auf den Gedanken, dass die Tiere sich selber die Insel gekauft hätten, was von Constanze bestätigt wurde. Diese war jedoch voller Wut auf ihren Vater und beschuldigte ihn, dass ihm die Tiere wichtiger wären als seine Tochter und dass sich die Tiere, von denen sie entführt worden war, sich besser um sie gekümmert hätten als Müller je zuvor. Auch sagte sie ihm, dass sie auf den ihr versprochenen Pelzmantel verzichte und stolzierte aus der U-Bahnstation.

Verbündung mit Fenris

Tage später war das Labyrinth von vierzehn Männern und zwölf Hunden durchkämmt worden, doch man fand keine Spur der Tiere. Jedoch stießen sie auf ein Loch voller Treibsand, in dem Müller fast versunken wäre. Während Benedikt Sonntag schon längst die Hoffnung aufgegeben hatte, das Wilde Pack zu finden, wollte Zoodirektor Müller die Tiere unbedingt finden. Weil aber die Suche aufwändig, zeitintensiv und vor allem teuer war, kündigte Schwarzhaupt und auch Benedikt stieg aus und beendete die Suche, die er allein finanziert hatte. Benedikt machte zum Ausgleich einen Vorschlag: Im nahegelegenen Wald fanden derzeit Militärübungen statt und später sollte dort ein Einkaufszentrum eröffnen. Die flüchtenden Tiere würde er einfangen und in Müllers Zoo bringen lassen. Müller lehnte jedoch ab, da er von Rache am Wilden Pack besessen war und sich sicher war, den Schlupfwinkel der Tiere zu finden.

Nachdenklich marschierte Müller durch seinen Zoo und blieb schließlich vor dem Wolfsgehege stehen. Er bemerkte, dass der Wolf Fenris das einzige Tier im Zoo war, das ihn nicht fürchtete und erzählte dem Wolf von seinen Problemen. Da er mehr zu sich selber gesprochen hatte, war Müller überrascht, dass Fenris den Kopf senkte und Müller mit Knurren anwies, ihm zu folgen. Der Zoodirektor folgte dieser Anweisung und öffnete, hypnotisiert von dem Knurren, die Käfigtür.

Fenris führte ihn zum Versteck des Wilden Packs, der alten U-Bahnstation und von dort aus ins Labyrinth zu der Stelle mit dem Treibsand. Dort angekommen, erwachte Müller aus der Hypnose und wollte zuerst auf den Wolf schießen, erkannte aber, dass er Fenris freigelassen hatte. Der Wolf wies den Zoodirektor an, ihm zu folgen und sprang in den Treibsandsee. Müller verstand diese Geste nicht und versuchte, Fenris mithilfe seines Spazierstocks zu retten. Dieser schnappte nach dem Stock, zog Müller jedoch damit in den Treibsand hinein.

In Todesangst versank der Zoodirektor im Treibsand und fand sich nach kurzer Zeit in einem unterirdischen Fluss inmitten einer Höhle wieder. An der Decke wuchsen leuchtende Kristalle und am Ufer konnte er ein Schiff erkennen, das von den Tieren erbaut worden war. Erstaunt von dem, was er in dieser Höhle sah, kletterte Müller aus dem Wasser und duckte sich hinter einem Felsen. Am Ufer konnte er einen Schildkröte und eine Anakonda erkennen, die beide schliefen. Dadurch wusste er, dass Fenris ihn an den richtigen Ort geführt hatte, folgte diesem in eine Höhle und schmiedete einen neuen Plan.

Nach einer Weile bemerkte der Zoodirektor, dass sein Universalschlüssel für den Zoo an dem Bug des Schiffes hing und erkannte, dass das Wilde Pack vorhatte, die Zootiere zu befreien und dann mit dem Schiff die Stadt zu verlassen. Auch hatte er gesehen, dass die Tiere große Mengen Dynamit an Land brachten und schmiedete den Plan, dass Dynamit zu stehlen und damit das Schiff zu sprengen. Plötzlich unterbrach jedoch ein Schrei Ludwigs seine Gedanken. Dieser hatte Müllers Menschengeruch bemerkt und alarmierte das Wilde Pack. Fenris zerrte Müller in einen Abgrund. Jedoch fiel Müller nicht, sondern wurde mit Fenris zusammen mithilfe eines Windes durch einen Schacht an die Oberfläche getragen. Beide kehrten daraufhin zum Zoo zurück.

Um das Wilde Pack endgültig zu besiegen, rief Müller seine Töchter, August Schwarzhaupt, Sieglinde Weber und Benedikt Sonntag in seiner Villa zusammen. Er hatte für alle ein Dinner vorbereitet, um den anderen seinen Plan zu erläutern. Als Müller seinen Gästen erzählte, das Wilde Pack wiedergefunden zu haben, brach er damit die durch das Dinner entstandene gute Stimmung. Trotz des Unmuts der Gäste beharrte Müller auf seine Aussage und erzählte von der Kristallhöhle. Dabei kletterte er auf den Tisch und ergänzte seine Worte mit pantomimischen Darstellungen. Seine Gäste glaubten ihm jedoch immer noch nicht und taten seine Erzählung als Hirngespinste ab. Müllers Gäste versuchten zu gehen, wurden aber vom Zoodirektor aufgehalten, der die Tür mit ausgestreckten Armen versperrte. Verzweifelt versuchte er, August Schwarzhaupt mit seinem Spazierstock zu bedrohen. Dieser nahm jedoch den Stock und warf ihn weg. Bis auf Constanze verließen alle schnell den Raum. Seine Tochter glaubte ihm zwar, wollte Müller aber nicht helfen, um die Tiere und ihren Vater zu schützen.

Aufgewühlt lief er zuerst in seiner Villa, dann in seinem Zoo entlang und dachte nach. Als er ans Wolfsgehege kam, sprach er mit Fenris. Müller hörte plötzlich eine Stimme, die zu ihm sprach und die er zuerst zu Fenris zuordnete. Die Stimme entpuppte sich jedoch als sein Spazierstock. Der Stock betonte nochmals seine Glaubwürdigkeit und wusste auch, was nach Müllers Gewinn im Casino passiert war. Der Stock versprach Müller, dass dieser sein Geld zurückerhalten würde, wenn dieser am nördlichen Stadtrand an einer einsamen Telefonzelle warten würde. Zudem meinte der Stock, dass Müller Fenris nicht trauen könnte. Als Müller nach einem Grund dafür fragte, flogen die Kakadus, die als Stimme des Stocks fungierten, schon davon. Gerade als der Zoodirektor losgehen wollte, fiel eine Kakadufeder auf den Knauf des Stocks herab. Kurz danach sah er die sich entfernenden Kakadus und merkte geschockt, dass er all die Zeit lang vom Wilden Pack hinters Licht geführt worden war. Wütend und gedemütigt kehrte Müller zum Wolfsgehege zurück und beschloss, strengere Vorkehrungen für die morgige Nacht zu treffen.

Vorbereitung auf den Kampf

Um sich vorzubereiten, schnappte Müller sich seine alte Taucherausrüstung und begab sich in den unterirdischen Fluss, um das Wilde Pack auszuspionieren. Um nicht von dem Kraken Jules entdeckt zu werden, schwamm Müller an den Rumpf des Freiheitsschiffes und tauchte langsam auf. Neben Hamlet bemerkte er auch Pantherdame Shiva, Anakonda Rafina und Stinktier Tulpe. Nachdem sich die Biber verabschiedeten und die Abschiedsrufe der Tiere die Kristallhöhle erhellten, startete ein Motorboot und die Tiere begannen mit der Befestigung des Dynamits, um den Tunnel zu vergrößern.

Da sein Sauerstoffvorrat zur Neige ging und die Tiere nach einer Weile verschwunden waren, kroch Müller an Land und beäugte die Höhle. Dabei bemerkte er Sprengstoffe, die noch nicht von den Tieren benutzt worden waren. Er versteckte das übrige Dynamit an verschiedenen Stellen in der Höhle und verknüpfte diese mit feinen Bahnen Schwarzpulver, das er mitgebracht hatte. Als er in den Windschacht trat, fiel sein Stock in den Abgrund. Zuerst war Müller entsetzt darüber, fasste sich jedoch, da der Stock ihn ja eh nur "betrogen" hätte.

Müller stellte eine Einkaufsliste zusammen, um das Wilde Pack zu besiegen:

  • 20 große Fischernetze
  • 30 Kescher
  • 40 Liter Spezialkleber
  • 1000 Betäubungspfeile + 1000 Schuss echte Munition
  • 300 Meter starkes Seil
  • viele ausgestopfte Tiere
  • 30 alte Pelzmäntel
  • 10 Schaufeln
  • ein paar Sprechfunkgeräte

Bevor er diese Dinge jedoch einkaufte, fuhr er um 4 Uhr morgens los und rekrutierte insgesamt 30 Leute, denen er jeweils 100 Euro im Voraus und 100 Euro nach getaner Arbeit versprach. Zudem rief er Hermann Klotzkopf an, einem alten Großwildjagdkollegen. Als dieser gerade zugesagt hatte, erreichte Benedikt Sonntag mit einem Lastwagen den Zoo, um Müller die vom Militär gefangenen Tiere zu bringen. Müller wies ihn an, den Lastwagen irgendwo anders abzustellen. Um seine Handlanger bezahlen zu können, ging er zur Bank. Da die Bank ihm kein Geld auszahlen wollte, händigte er die Besitzpapiere für seine Villa aus.

Nach seinem Einkauf bezahlte er die Handlanger, die daraufhin Netze spannten, Löcher gruben und den Spezialkleber überall hinschmierten. Am Abend unterrichteten Müller und Klotzkopf die Männer zudem im Umgang mit Gewehren, sowohl mit Betäubungspfeilen als auch mit scharfer Munition.

Kurz nach acht Uhr Abends versteckte Müller seinen Jeep und wies seine Handlanger an, die Zootiere aus ihren Gehegen zu lassen und ins Affenhaus zu sperren. Die ausgestopften Tiere wurden in die Gehege gestellt, um zusätzlich zu den mit Pelzmänteln getarnten Handlangern die Tiere des Wilden Packs zu täuschen. Bevor sich Müller gegen Elf selbst auf die Lauer legte, wies er seine Männer nochmals an, nicht einzuschlafen und die Tiere nur im äußersten Notfall zu erschießen, da er die betäubten Tiere in seinem Zoo unterbringen wollte. Danach verkroch er sich die Eisbärenhöhle, warf sich einen weißen Pelzmantel über und lauschte regungslos in die Nacht hinein.

Der letzte Kampf

Ahnungslos über den bevorstehenden Hinterhalt erreichte das Wilde Pack den Zoo und waren enthusiastisch, dass sie innerhalb einer Stunde die Zootiere befreien und mit ihrem Schiff aufs Meer hinausfahren könnten. Trotz dessen, dass alles dunkel war und der Zoo verlassen schien, wollte Hamlet sichergehen, dass dies auch wirklich der Fall war. Spy und die beiden Kakadus wurden losgeschickt, um den Zoo aus der Luft aus zu erkunden.

Bei ihrem Flug bemerkten die drei, dass sich keines der Tiere regte. Spy flog deshalb zum Eisbärengehege und versuchte, auf sich aufmerksam zu machen. Dabei blieb er am Spezialkleber kleben und blieb trotz Fluchtversuchen stecken. Die Kakadus wollten ihm helfen, doch wurden von Spy über die Klebrigkeit des Zauns aufgeklärt. Sie flogen auf einem nahegelegenen Baum, blieben dort jedoch ebenfalls im Spezialkleber stecken. Sie wurden panisch und wollten Hamlet und die anderen mithilfe eines lauten Krächzens warnen. Jedoch wurden die Papageien kurz darauf von Betäubungspfeilen getroffen und wurden fast sofort ohnmächtig. Spy wurde nicht getroffen, jedoch kurz darauf von einem von Müllers Handlangern eingefangen.

Etwas später betrat der Rest des Wilden Packs das Zoogelände. Sie eilten zum Eisbärgehege, wo sie Tomtom befreien wollten. Jedoch bemerkten sie bald, dass etwas nicht stimmte, da die Tiere zu schlafen schienen. Selbst Tomtom, ein guter Freund von Hamlet und Barnabas, lag regungslos in seiner Höhle. Kurz darauf erkannte Hamlet, dass sie in eine Falle geraten waren und Müller erhob sich, starrte die Tiere sadistisch an und begann, auf Hamlet zu schießen. Der Betäubungspfeil verfehlte ihn nur knapp und läutete den Kampf ein.

Plötzlich erhoben sich von allen Seiten in Pelzmänteln gekleidete Männer und schossen auf das Wilde Pack. Schnell wurde eine der beiden stummen Ziegen getroffen, die erschrocken niedersank. Trotz heftigen Beschusses konnten die anderen Tiere kurzzeitig fliehen. Alle flohen in andere Richtungen und wurden mehr oder weniger schnell eingefangen. Barnabas machte sich auf die Suche nach Hamlet. Er selbst war für die zahlreichen Fallgruben zu groß und für die versteckten Netze zu schwer. Dank seiner Erscheinung verschreckte er auch die meisten von Müllers Handlangern. Müller selbst, der umringt von seinen Leuten am Elefantengehege stand, war davon überhaupt nicht begeistert und brüllte seine Männer an, Barnabas abzuschießen und nicht vor ihm wegzulaufen.

Sein Gebrüll zeigte Wirkung. Sofort wurde Barnabas von allen Seiten beschossen. Gerade noch so konnte er sich auf den Affenfelsen retten, dessen Spitze nicht beleuchtet war. Kurze Zeit später wurde er jedoch von Zoodirektor Müller erspäht. Seine Handlanger zielten auf Barnabas, wurden jedoch von Hamlet unterbrochen, der plötzlich aus dem Gebüsch sprang und einen der Männer umwarf. Dies weckte Müllers Rachegelüste. Er packte ein Netz und warf es über den fliehenden Wolf, der sich schon bald darin verstrickte und nicht mehr aufstehen konnte. Kurz darauf wurde auch der Hamlet zu Hilfe eilende Barnabas von einem Betäubungspfeil im Bein getroffen, wurde ohnmächtig und fiel den Affenfelsen hinunter.

Müller stieß ein lautes "Ha" aus und klatschte begeistert. Als seine Männer ihn fragten, ob sie Hamlet auch betäuben sollten, verneinte er dies und sprach, dass Hamlet als Anführer den gesamten Hinterhalt mitansehen und leiden sollte. Er warf ein zweites Netz über Hamlet, schleifte ihn zum Wolfsgehege, wo Fenris schon auf Hamlet wartete, warf ihn hinein und schloss die Tür.

Kurz darauf bemerkte der Zoodirektor ein Rascheln in einem Laubhaufen. Er kniff die Augen zusammen und beugte sich hinab. Caramba und Kuba sprangen hinaus und wollten fliehen, wurden jedoch von Müller mithilfe von pappender Frischhaltefolie eingefangen. Dieser grinste befriedigt und steckte die Frösche in seine Brusttasche. Danach richtete er sich auf und fragte, ob alle Tiere nun eingefangen wären. Einer der Männer entgegnete beschämt, dass er beim Laden seines Gewehrs den Kolibri Spy losgelassen hätte, der dann weggeflogen war. Müller war zwar wütend über dieses Missgeschick und meinte, er würde dem Handlanger später etwas vom Lohn abziehen, schätzte Spys Flucht aber nur als geringfügig bedeutsam ein und fuhr fort. Beim Aufzählen der eingefangenen Tiere bemerkte jedoch nicht, wie Barnabas hinter der Affenfelsen kletterte, wo ihn niemand sehen konnte. Der Gorilla hatte sich zur Tarnung nur ohnmächtig gestellt.

Der Zoodirektor war wutentbrannt über diesen Vorfall und orderte seine Männer an, in Dreiergruppen nach Barnabas zu suchen. Nach einer Weile wurde auch Klotzkopf auf das Fehlen von Barnabas aufmerksam und fragte Müller per Funkgerät, ob er und seine Männer den Gorilla auch suchen sollten. Müller verneinte dies und befahl, dass Klotzkopf weiterhin das Affenhaus mit den Zootieren bewachen sollte.

Müller kehrte mit seinem Spazierstock zum Wolfsgehege zurück und offenbarte dem leidenden Hamlet, dass er die Kristallhöhle mitsamt dem Freiheitsschiff sprengen und so den Traum der Freiheit des Wilden Packs zerstören würde. Nach dem Ende seiner Rede sprang plötzlich die Pantherdame Shiva aus einer nahegelegenen Baumkrone heraus auf Müller zu. Jedoch griff sie die Männer nicht an, sondern floh über die Zoomauer und lief zur Kristallhöhle, um die anderen zu warnen. Trotz ihrer Versuche schafften es Müller und seine Handlanger nicht, Shiva mit einem Betäubungspfeil zu treffen.

Allmählich wurde Zoodirektor Müller ungeduldig, da es ja nicht so schwierig sein könnte, ein Gorilla zu finden, und blaffte einen Mann neben ihm an, warum er bei ihm stünde, obwohl er den Gorilla suchen könnte, obwohl Müller selbst befohlen hatte, dass der Mann und ein weiterer Handlanger bei ihm bleiben sollte, falls der Gorilla wiederkäme. Als die Männer ihm das sagten, rastete Müller aus und befahl ihnen, nach Barnabas zu suchen.

Plötzlich vernahm Müller Geschrei. Zuerst dachte er, seine Männer hätten endlich den Gorilla gefangen und betäubt, jedoch wich seine Freude schnell der Wut. Barnabas und Spy war es gelungen, die Zootiere aus dem Affenhaus zu befreien. Diese begannen nun, Müllers Männer zu vertreiben. Der Zoodirektor ergriff wutentbrannt sein Funkgerät und versuchte, Klotzkopf zu kontaktieren, der jedoch zuvor von Barnabas außer Gefecht gesetzt worden war. Dann bemerkte er, dass seine Männer am Reptilienhaus anscheinend vor Spy, dem Kolibri, davonliefen. Erst war Müller fassungslos und regte sich über seine Männer auf, bemerkte jedoch kurz darauf, dass alle seine Zootiere befreit worden waren und in einer riesigen Staubwolke direkt auf ihn zustürmten.

Er ergriff sein Gewehr und zielte auf die Tierhorde, kam aber nicht dazu, zu schießen, weil ein Marabu ihm das Gewehr aus der Hand riss und es im Seehundbecken fallen ließ. Der Zoodirektor versuchte, zusammen mit einigen seiner Handlanger, zu fliehen, wurde jedoch von allen Seiten von seinen Zootieren umzingelt und schließlich von einem seiner Handlanger umgerannt. Die Tiere begannen nun, Müllers Männer zu entwaffnen und sie unschädlich zu machen. Kurz bevor er in Ohnmacht fiel, sah Müller, wie die Elefantendame Susanna ihren Fuß über seinen Bauch schweben ließ, bereit zuzutreten. Sobald der Zoodirektor ohnmächtig wurde, befreite Barnabas seinen Freund Hamlet aus dem Wolfskäfig und Susanna warf stattdessen Müller in den Käfig. Auch Caramba und Kuba konnten sich aus Müllers Jackentasche befreien, während alle gefangenen Tiere von den anderen Tieren befreit wurden.

Als das Wilde Pack bemerkte, dass Shiva als einzige noch fehlte, erwachte Müller aus seiner Ohnmacht, verfluchte die Tiere und lachte darüber, dass sie bald von der ganzen Stadt gejagt werden würden und dass ihr Schiff zerstört werden würde.

Müllers Plan

Als die andere Hälfte des Wilden Packs fast zeitgleich das Dynamit anzündete, um den Tunnel für das Freiheitsschiff aufzusprengen, bemerkten sie, dass sich unerwartet eine zweite Flamme auftat, die nicht wie die andere in die Dunkelheit weitertanzte, sondern in die Kristallhöhle zurückkehrte. Chamäleon Ampel war verwirrt über diese neue, von Müller gelegte Spur, da sie nicht vom Wilden Pack gelegt worden war. Plötzlich teilte sich die neue Flamme in drei Flammen, die sich etwas später in insgesamt neun Flammen aufteilte.

Ampel war entsetzt und wurde noch entsetzter, als er sah, wie die erste Flamme im Tunnel plötzlich erlosch. Auf einmal verschwand auch eine der Flammen in der Kristallhöhle unter einem Steinhaufen, der kurz darauf explodierte und Steine in alle Richtungen geschossen wurden, von denen einer das Segel traf und ein anderer nur knapp an Ampel vorbeischoss. Koko bemerkte, dass es sich bei den neuen Spuren um Sprengladungen handelte und wies alle an, sich Deckung zu suchen.

Plötzlich erschien die von der Schlacht im Zoo geflohene Shiva und erzählte den anderen von Müllers Plan. Direkt danach begann sie, mithilfe ihrer Erfahrung als ehemaliges Zirkustier, alle Spuren zu zertreten und alle Flammen zu ersticken, die sie erreichen konnte. Am Ende hatte sie sieben Flammen gelöscht, jedoch rasten immer noch mehr als zwanzig Spuren auf versteckte Sprengladungen zu. Da die Pantherdame unmöglich alle Sprengladungen aufhalten konnte, wies sie den Rest des Wilden Packs an, sich in den Tunnel zu begeben und die durchtrennte Spur für die dortigen Sprengladungen wieder anzuzünden.

Der Schimpanse Koko sprang von Bord der Freiheit und machte sich mit seinem Feuerzeug auf den Weg zur Sprengladung, wurde jedoch plötzlich von einer hinter ihm explodierenden Sprengladung erwischt, in die Luft geschleudert und ins Wasser gestürzt. Dabei verlor er auch das Feuerzeug. Das Schnabeltier Oskar eilte ihm nach, packte Koko mit seinem Schwanz und hob ihn an die Oberfläche.

Die Tiere mussten trotzdem aus der Kristallhöhle verschwinden. Shiva begann die drei Taue zu zerreißen und schaffte dies auch. Jedoch prasselte ein Steinregen von der Decke, der Shiva verwundete und das Schiff gegen eine Felswand fahren ließ, wobei die Mastspitze abbrach. In dem Moment, als das Freiheitsschiff mithilfe der Druckwelle mehrerer Explosionen auf den aus der Höhle herausströmenden Fluss trieb, erreichten die Flammen auf Müllers Schwarzpulverspuren die letzte und größte Sprengladung am Windschacht. Dies sorgte für die endgültige Zerstörung der Kristallhöhle, der die Tiere nur knapp durch die Winde des explodierenden Windschachtes entkommen konnten.

Sie entkamen zwar der Explosion, rasten aber nun auf eine besonders enge Stelle im Tunnel zu, die nicht gesprengt worden war. Durch die aufkommenden Winde waren sie außerdem fiel zu schnell. Plötzlich schleuderte durch die Explosion jedoch Müllers Spazierstock durch den Tunnel und wurde von Ludwig aufgefangen. Er rettete die Tiere, da Ludwig mit dem Betäubungsgewehr die Dynamitladungen aufsprengte und es so schaffte, dass das Freiheitsschiff das Meer erreichte.

Die Explosionen blieben auch im Zoo nicht unbemerkt und versetzten das Wilde Pack in Panik. Müller zeigte sich darüber sichtlich erfreut und machte sich, zusammen mit Fenris über Hamlet und die anderen Tiere lustig. Durch sein provokantes Verhalten bemerkte der Zoodirektor auch nicht, wie die Tiere begannen zu jubeln, als sie feststellten, dass Müllers Plan fehlgeschlagen war und die Freiheit das Meer erreicht hatte und sich daraufhin durch die Stadt auf dem Weg in die Freiheit machten. Jedoch hatte sein Plan zur Folge, dass Shiva bald danach an ihren Wunden, die sie bei den Explosionen davon getragen hatte, verstarb. Zoodirektor Müller musste aufgrund der Flucht seiner Tiere seinen Zoo endgültig schließen und geriet bald in Vergessenheit.

Persönlichkeit

Zoodirektor Müller war ein gieriger Egoist, der alles tat, um seine Ziele zu erreichen. Seine Tiere waren ihm völlig egal, er hielt sie nur in seinem Zoo, um sich zu bereichern und Ruhm zu erhalten. Dies zeigte sich vor allem, als er viele Tierpfleger entließ, um seinen Zoo von Wachleuten überwachen zu lassen oder bei der Schlacht im Zoo, als er alle Zootiere eng aneinander ins Affenhaus stecken ließ, um das Wilde Pack zu täuschen. Auch verschwanden bereits vor seiner Begegnung mit dem Wilden Pack immer mal wieder Tiere aus seinem Zoo, die er dann an spezielle Kunden verkaufte oder zu Pelzmänteln, Handtaschen oder Ähnlichem verarbeiten ließ. In seiner Vergangenheit war Müller außerdem ein Großwildjäger, der Tiere nicht nur für seinen Zoo einfing, sondern auch tötete und in seinem Jagdzimmer ausstellte. Auch später stolzierte er oft in seiner Jagdausrüstung in seinem Zoo herum oder zog diese bei der Jagd nach dem Wilden Pack an, zum einen, um den Tieren Angst zu machen, zum anderen aber auch, um dasselbe Gefühl zu erzeugen, dass er früher als Großwildjäger verspürt hatte. Seine Grausamkeit und sein Jähzorn bewirkten, dass alle Tiere in seinem Zoo, aber auch die Tierpfleger, Angst vor dem Zoodirektor hatten.

Nachdem sein Wolf und sein Gorilla aus dem Zoo entkommen und ihn mithilfe des Wilden Packs ausgetrickst hatten, schwor der Zoodirektor Rache. Er wurde von dieser Rache besessen und versuchte wahnhaft, das Wilde Pack zu verfolgen und ihre Pläne zu vereiteln. Dabei vernachlässigte er nicht nur seine Zootiere, sondern auch die Beziehung zu seinen Mitmenschen. Beispielsweise vernachlässigte er die Beziehung zu seinen Töchtern, vor allem zu seiner jüngsten Tochter Constanze. Dies führte sogar so weit, dass, als Constanze vom Wilden Pack entführt wurde, er beim Kampf in der U-Bahn-Station nicht einen Blick auf sie warf und sich stattdessen nur auf die Tiere fokussierte. Danach wurde er zudem von Constanze beschuldigt, dass sich das Wilde Pack besser um sie gekümmert hätte als er. Auch vernachlässigte der Zoodirektor seine erste Tochter Amanda, die er bei einem Vorfall auf ihrer Hochzeit mit Benedikt Sonntag sogar versehentlich mit einem Betäubungspfeil abschoss, sich danach aber nicht um sie kümmerte, sondern dem Wilden Pack weiter nachjagte. Auch die Streitigkeiten seiner Töchter störten ihn irgendwann nicht mehr, sondern er war nur noch an dem Sieg über das Wilde Pack interessiert. Zudem schreckte Müller auch nicht davor zurück, Theobald Weber, einem menschlichen Freund des Wilden Packs, zu entführen, in den Gorillakäfig zu stecken, ihn mit Kitzeln und Stinktiersaft zu foltern und ihn zu hypnotisieren.

Diese Obsession wirkte sich auch auf Müllers Psyche aus. Immer wenn seine Pläne scheiterten, glaubte er, dass seine Jagdtrophäen ihn auslachen würden, während sie für ihn ängstlich wirkten, wenn seine Pläne erfolgreich verliefen. Auch versuchte er manchmal, sich möglichst wie ein Tier zu verhalten, um das Wilde Pack aufzuspüren. Zuletzt verbündete er sich mit Fenris, dem Wolf, bei dem er glaubte, dass dieser mit seinem Knurren zu ihm sprechen würde. Auch wenn er anfangs Veränderungen seiner psychischen Gesundheit bemerkte, verdrängte er diese Bedenken schnell und dementierte auch jegliche Sorge seines Bekanntenkreises über seine Psyche.

Gegenüber anderen Menschen präsentierte sich Zoodirektor Müller oft als jemand, der den Tieren in seinem Zoo ein besseres Leben ermöglichen wollte. Wenn er Tiere verkaufte oder zu Pelzmänteln verarbeiten ließ, sprach er in der Nähe von Besuchern immer von plötzlichen Todesfällen. Sein Ruf war ihm in der Hinsicht sogar so wichtig, dass er sich zwangsweise mit August Schwarzhaupt verbündete, als dieser ihm drohte, der Presse zu verraten, dass einige Mitglieder des Wilden Packs aus seinem Zoo stammten. Zusätzlich versuchte Müller krampfhaft, Teil der High Society zu sein, indem er beispielsweise die Hochzeit seiner Tochter mit Benedikt Sonntag in seinem Zoo stattfinden ließ. Diese Bemühungen endeten oft im Scheitern, in der Regel aufgrund seiner wahnhaften Verfolgung des Wilden Packs, und führten sogar dazu, dass Müller von seinem Schwiegersohn von dessen Parfümpräsentation ausgeladen wurde. Auch wurde er nach seinem letzten gescheiterten Plan schnell von den Menschen vergessen.

Seinen Töchter Amanda, Babette und Constanze gegenüber stand Zoodirektor Müller in einer Art Abhängigkeitsbeziehung. Er versuchte stets, seinen Töchtern, die mindestens genauso gierig waren wie er, alles zu erfüllen und seine Fehler, die von seinen Töchtern stets heftig kritisiert wurden, wieder gut zu machen. Dies führte sogar so weit, dass er für die Hochzeit von Amanda jeden einlud, dem er begegnet war (selbst solche, deren Aussehen er längst vergessen hatte), nur um sicherzustellen, dass seine Tochter genauso viele Gäste hatte wie ihr Bräutigam Benedikt Sonntag. Jedoch versuchte Müller, seine Töchter mit materiellen Dingen, wie Pelzmänteln oder teurem, extravagantem Essen glücklich zu machen, und nicht mit wirklicher Fürsorge. Dies wurde später von Constanze heftig kritisiert, die sich daraufhin komplett von ihm abwandte.

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